Hilfe! Habe versucht mir das Leben zunehmen

Hej,

ich weiss leider nicht was ich machen kann und vielleicht wisst ihr Rat!
Also folgendes: Ich habe vor 4 Wochen versucht mir das Leben zu nehmen und bin danach ins Krankenhaus gegangen. Leider konnte mir da keiner richtig helfen und will durch psychologische Gespräche Hilfe einholen. Leider sind die Wartezeiten in Raum Koblenz elendig lang und ich bräüchte jetzt Hilfe und nicht erst in eiem halben Jahr.
Weiss jemand was ich evt. machen könnte!
Danke für Eure Hilfe
Marc

Hallo Marc,

vielleicht kann dir die psychiatrische Ambulanz in Koblenz weiterhelfen?
http://www.bundeswehrkrankenhaus-koblenz.de/portal/a…

In akuten Krisen kann dir vielleicht auch die rund um die Uhr verfügbare Telefonseelsorge helfen.
http://www.zonta-koblenz.de/projekte/telefonseelsorg…

Ich wünsche dir, dass du schnell Hilfe findest und wieder aus deinem Tal rauskommst!

Schöne Grüße,
Jule

Schau mal hier:
http://www.suizidprophylaxe.de/Hilfsangebote/liste%2…

In Deutschland gibt es 104 Telefonseelsorgestellen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym Beratung am Telefon anbieten. Unter der bundeseinheitlichen Telefonnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 kann kostenlos angerufen werden. Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören zu, nehmen Anteil und verweisen bei Bedarf an andere Einrichtungen. Die Telefonsseelsorge ist somit die flächendeckende Basis aller spezialisierten Krisenhilfeangebote.

BwZK Koblenz kann ich nicht aus eigener Erfahrung nicht empfehlen.
Zivile Einrichtungen sind denen der Bundeswehr in jedem Fall vorzuziehen. Nicht umsonst wird das Sanitätswesen der Bundeswehr seit Jahren vom Wehrbeauftragten abgewatscht.

Hallo,

bist Du nach Deinem Klinikaufenthalt bei einem Psychiater? Wenn nicht - das wäre der richtige Ansprechpartner.

Alles Gute und viele Grüße,

Jule

Hi,

ich kenne die Motive für deinen Versuch nicht, aber wenn die Psychatrie dir nicht hilft/nicht schnell Handlungsfähig ist, wende dich an die Seelsorge.

Der Versuch sich selbst umzubringen hat durchaus auch psychologische Hintergründe, aber man muss nicht immer gleich zum Psychater gehen.

Ich habe bei meinem Versuch mir nichts schlimmes zugezogen, sondern habe mit einer Person meines Vertrauens(bester Freund/beste Freundin) aus geredet(also mich „ausgeheult“). Auch die Wiederentdeckung vom Sinn des Lebens(bei mir die Liebe und die Schönheit des Lebens) kann dich zurück in bessere Zeiten holen. Dies hat mir sicherlich besser getan, als jeder „Fröhlichmacher“(also Pillen).

mfg,

Hanzo

Hallo,
es ist lieb gemeint - aber wenn sich jemand versucht hat das Leben zu nehmen, dann ist die Seelsorge die letzte qualifizierte Anlaufstelle! Das Personal wir dort geschult zu deeskalieren und zuzuhören - auf die passivste nur denkbare Weise. Das mag in Ehe-, Pubertäts,- Identitätskrisen im Allgemeinen ganz gut sein - aber nicht im Falle eines versuchten Suizids!

Keiner weiss die Gründe - das muss ärztlich geklärt werden. Richtig wäre es einen Facharzt für Psychiatrie aufzusuchen. Ja, die Wartezeiten sind lang - aber überall nachfragen (auch in den Krankenhäusern und auch im Bundeswehrkrankenhaus - die haben nämlich inzwischen eine ganz gute psychiatrische Abteilung, zumindest in Berlin).

Ein anderer guter Weg wäre eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen - sie ersetzt aber keineswegs den Gang zum Arzt und eine Therapie.

Viel Glück!

Dies hat mir sicherlich besser getan, als jeder „Fröhlichmacher“(also :stuck_out_tongue:illen).

Das mag durchaus, bei Dir, als vermeintlichen Suizid Patienten zugetroffen haben, dennoch ist es unverantwortlich Medikamente mangels Wissen, in diesem Thread zu verteufeln.

Fröhlichmacher Pillen gibt es nicht. Es kann auch Sinn machen einen Patienten mit Medikamenten zunächst zu stabilisieren.

3 „Gefällt mir“

Ich würde zunächst bei den Ärzten vorsprechen die in der Psychatrie waren.

Sie müssten dir kompetente Ansprechpartner vermitteln.

Ansonsten, geh bitte zu Deinem Hasusarzt und beschreibe ihm Deine Situation.

Hallo Chili,

aber wenn sich jemand versucht hat das Leben zu nehmen, dann ist die Seelsorge die letzte qualifizierte Anlaufstelle!

Ich schätze, die Leute dort haben schon eine ganze Menge Leben gerettet. Natürlich ist für den UP mittelfristig professionelle Hilfe von Nöten. Im Fall einer akuten Krise, die gerne auch mal morgens um 3.00 Uhr auftritt, ist es aber unter Umständen ein Segen, eine Nummer zu haben, die man anrufen kann, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob man grade stört oder was die über einen denken mögen.

Und wenn die „Deeskalation“ reicht, um diese Nacht zu überleben, dann ist erst mal eine Menge gewonnen.

Schöne Grüße,
Jule

2 „Gefällt mir“

Hallo,
es ist lieb gemeint - aber wenn sich jemand versucht hat das
Leben zu nehmen, dann ist die Seelsorge die letzte
qualifizierte Anlaufstelle!

Wie kommst Du denn zu dieser Aussage - und warum so pauschal?

Ich finde solche Rundumschläge fahrlässig. Ich unterrichte regelmässig an Pastoralkollegs unterschiedlicher Landeskirchen und habe Einblick in deren Fortbildungsprogramme. Daher kann ich Deinen Ausführungen nur widersprechen.

Bevor Du hier einen ganzen Berufsstand mit Deinen Pauschalaussagen disqualifizierst, bitte ich Dich offenzulagen, wie Du zu einer solchen umfassenden Aussage kommst.

Das Personal wir dort geschult zu
deeskalieren und zuzuhören - auf die passivste nur denkbare
Weise. Das mag in Ehe-, Pubertäts,- Identitätskrisen im
Allgemeinen ganz gut sein - aber nicht im Falle eines
versuchten Suizids!

Abgesehen davon hat das Antwortposting, auf das Du Dich beziehst, sich speziell auf die -Telefonseelsorge bezogen, die speziell zum Zweck der Suizidverhütung gegründet worden ist.

Hast Du Einblick in die einjährige Ausbildung und regelmässige Fortbildung, die Telefonseelsorger durchlaufen müssen bevor sie überhaupt erst in der Telefonberatung eingesetzt werden?

Ein anderer guter Weg wäre eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen

  • sie ersetzt aber keineswegs den Gang zum Arzt und eine
    Therapie.

Da stimme ich Dir zu.

Viele Grüße

Iris

3 „Gefällt mir“

Hi,.

Der Versuch sich selbst umzubringen hat durchaus auch
psychologische Hintergründe, aber man muss nicht immer gleich
zum Psychater gehen.

Durchaus AUCH?
Welche Hintergründe stecken denn sonst noch hinter einem Selbstmordversuch?

Schöne Grüße

B.

Hallo,

Wie kommst Du denn zu dieser Aussage - und warum so pauschal?

Hast Du Einblick in die einjährige Ausbildung und regelmässige
Fortbildung, die Telefonseelsorger durchlaufen müssen bevor
sie überhaupt erst in der Telefonberatung eingesetzt werden?

Ja, habe ich und ich unterstelle diesen Menschen nicht, dass sie nicht gut arbeiten - die Ausbildung ersetzt aber kein Medizin oder Psychologiestudium samt Berufserfahrung. Ein Suizidversuch ist keine Lebenskrise. Es steckt in den meisten Fällen mehr dahinter, die die Qualifikationen von ehrenamtlichen Mitarbeitern, die eine einjährige Schulung hinter sich haben übersteigt. Die Seelsorge ist eine Heilsalbe für den Moment, aber die Folgen, wenn das Gespräch falsch geführt wird, können verheerend sein. Ich kenne nur Einzelfälle und da sollte man vorsichtig sein auf die Allgemeinheit zu schließen - dennoch war es eben der Versuch eine akute Situation zu retten und es endete (vorsichtig formuliert) nicht gut.

Viele Grüße

3 „Gefällt mir“

Was heißt „Du bist danach ins Krankenhaus gegangen“?
Direkt danach alleine hingegangen und hast gesagt, was Du gemacht hast?
Das ist unwahrscheinlich, denn wenn Du wirklich einen Suizidversuch unternommen hast, bekommst Du in Deutschland sofort Hilfe und zwar ob Du willst oder nicht.

Sollte ich etwas falsch verstanden haben, dann geh zum Arzt und sag ganz klar, dass Du diese Ambitionen hast. Dann wirst Du stationär aufgenommen.

LG

Hallo Chili,

Wie kommst Du denn zu dieser Aussage - und warum so pauschal?

Hast Du Einblick in die einjährige Ausbildung und regelmässige
Fortbildung, die Telefonseelsorger durchlaufen müssen bevor
sie überhaupt erst in der Telefonberatung eingesetzt werden?

Nanu, Du hast hier zwei Gedankengänge meines Antwortpostings zusammengefaßt ohne die Auslassungen kenntlich zu machen. Warum denn das?

Ja, habe ich und ich unterstelle diesen Menschen nicht, dass
sie nicht gut arbeiten -

für mich liest sich das schon so, wenn Du in Deiner ersten Raktion schreibst:

„…wenn sich jemand versucht hat das
Leben zu nehmen, dann ist die Seelsorge die letzte
qualifizierte Anlaufstelle!“

Du setzt sogar noch eins drauf und schreibst weiter:

„Das Personal wir dort geschult zu
deeskalieren und zuzuhören - auf die passivste nur denkbare
Weise. Das mag in Ehe-, Pubertäts,- Identitätskrisen im
Allgemeinen ganz gut sein - aber nicht im Falle eines
versuchten Suizids!“

Das ist eine ganz deutliche Abwertung und Dequalifizierung. Irgendeine Art von Wertschätzung kann ich hier nicht erkennen.

Als Reaktion auf meine Rückfrage schreibst Du:

die Ausbildung ersetzt aber kein
Medizin oder Psychologiestudium samt Berufserfahrung.

Das hat niemand behauptet. Und das ist auch nicht der Anspruch.

Ein Suizidversuch ist keine Lebenskrise.

Die meisten Suizidversuche haben mit krisenhaften Endwicklungen zu tun, sind manchmal schon chronifizierte Lebenskrisen, aber auf jeden Fall stehen sie am Endpunkt einer schwierigen und längeren Entwicklung.

Es steckt in den meisten
Fällen mehr dahinter, die die Qualifikationen von
ehrenamtlichen Mitarbeitern, die eine einjährige Schulung
hinter sich haben übersteigt.

Wie kommst Du zu der Einschätzung, dass das Auswahlverfahren, das Telefonseelsorger durchlaufen, die einjährige Ausbildung sowie die späteren Fortbildungen und Supervisionen nicht ausreichend seien?

Die Seelsorge ist eine Heilsalbe
für den Moment,

sagt wer? Du? Das Selbstverständnis von Seelsorge triffst Du damit nicht.

aber die Folgen, wenn das Gespräch falsch
geführt wird, können verheerend sein.

Das trifft auch auf andere Kontexte zu - egal mit welchem Ausmaß an beruflicher Qualifikation und Erfahrung.

Ich kenne nur Einzelfälle

ah ja???

und da sollte man vorsichtig sein auf die
Allgemeinheit zu schließen -

finde ich auch! Dem stimme ich voll zu.

dennoch war es eben der Versuch
eine akute Situation zu retten und es endete (vorsichtig
formuliert) nicht gut.

Das ist eine sehr diffuse Andeutung - vermutlich eines solchen Einzelfalles, die meine Rückfrage nicht beantwortet.

Vielleicht kannst Du dennoch etwas Klärendes beitragen und meine Rückfrage beantworten?

Schönen Sonntag noch und viele Grüße

Iris

1 „Gefällt mir“

Hallo,ich würde Dir Empfehlen Dich in eine Psychiatrische Institutambulanz zu begeben,dort können sie Dich unterstützen,bis zu Deinem Termin oder Du läßt Dich in eine Klinik einweisen,die eine angeschlossene Psychotherapie anbietet.Also erst auf die Akutstation bis zur Stabilisierung und übergreifend zur Psychotherapie.Gute Besserung