Letztes Jahr bin ich von Mönchengladbach nach Freiburg gezogen. Da ich ein Haus in MG habe, habe ich es vermietet, jetzt haben mir die Mieter aber gekündigt. Eine Maklerin hat sich das Haus angesehen und meinte, daß da ja sehr viel renoviert werden müßte und ich quasi drei Möglichkeiten hätte.
Renovieren für ein paar tausend Euro (müßte ich meine Mutter nach Geld fragen)
Unrenoviert vermieten, an jemand, der selber renoviert, dann aber ein paar Monate keine Miete zahlen muß
verkaufen.
Was soll ich tun? Die Preise sind in MG wohl ziemlich im Keller, für das, was ich bekommen würde, könnte ich mir in Freiburg eine 3-Zimmer-Wohnung kaufen. Wie wäre das denn mit den steuerlichen Sachen?
Kann mir jemand einen Rat geben, was wohl das Beste ist? Eigentlich fühle ich mich viel zu jung für so was und geb gleich zu, daß ich keine Ahnung habe…
Grüße, Mareike
selbst wenn Sie in Freiburg eine Wohnung kaufen wollen, würde ich das Haus jetzt nicht zum Tiefstpreis verkaufen, sondern
renovieren: Für 5.000 - 10.000 Euro gibt es bei den meisten Bausparkassen Darlehen ohne Grundschuldeintragung für eine Rate von max. 100 Euro monatlich.
Die Miete bringt doch wohl mehr, oder?
Die Zinsen für das Darlehen sind steuerlich abzugsfähige Werbungskosten; ebenso die Abschreibung auf das Haus.
Die Mieteinnahmen für das Haus und das Haus selbst können bei der Finanzierung eines Wohnungskaufs in Freiburg als Sicherheit dienen - die Wohnung kaufen Sie heute im ImmobilienpreisTAL und können später Ihr renoviertes Haus im ImmobilienpreisHOCH verkaufen - wenn Sie wollen.
Für die selbstgenützte Wohnung (oder Haus) bekommen Sie eine Eigenheimzulage vom Finanzamt (2.556 Euro pro Jahr bei Neubau, die Hälfte wenn die Wohnung ((oder das Haus)) älter ist als 3 Jahre; pro Kind gibt´s dann noch 766 Euro jährlich dazu - das Ganze 8 Jahre lang)
Zinsen können für selbstgenützte Immobilien nicht als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden.
Weitere Fragen? GERNE -
Viele Grüße
Heinz
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Hallo Mareike,
ob Du das Haus behalten oder verkaufen sollst, hängt auch von Deiner persönlichen Situation ab. Kannst Du die evtl. Verluste aus Vermietung und Verpachtung steuerlich geltend machen? Oder hast Du vielleicht gar keine Verluste daraus? Du schreibst, dass Du zu jung dafür bist und keine Ahnung davon hast. Entweder Du beschäftigst Dich damit, um mehr Ahnung zu bekommen, oder Du verkaufst es besser. Nicht zuletzt hängt aber ein Verkauf oft auch am Bezug zu diesem Haus.
Gruß
Markus BvG
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Es soll keine Unterstellung sein, aber 6% Courtage von einem Hauspreis sind mehr als 6 Monatsmieten!!!
Lass dich nicht ins Bockshorn jagen. Fahr hin und begutachte das Haus erstmal selbst. wenn du zur Überzeugung kommst, daß tatsächlich ein Renovierungsbedarf besteht, dann beauftrage Handwerker mit Kostenvoranschklägen.
Wenn du dann weißt wie hoch die Reno-Kosten sind, kannst du weitere Entscheidungen treffen.
Tipp: Frage die Mieter, was sie an dem haus renovieren würden, bzw. welche Macken sie kennen. Das meiste sieht man erst, wenn man drin wohnt. so kriegst du anhaltspunkte worauf zu achten ist.
Wenn du unsicher sein solltest investiere in einen Gutachter, der dir in seinem Gutachten alle Mängel aufzeigt mit besonderem Hinweis auf unaufschiebbare Reaparaturen und Schönheitsreparaturen.
Danke schonmal für die schnellen Antworten. Das hilft mir bei der Entscheidung schon weiter. Ich denke, ich werde dann mal versuchen, Geld für die Renovierung aufzutreiben. Ich hänge eigentlich schon an dem Haus, weil ich sehr lange darin gewohnt habe, aber der Streß wächst mir in letzter Zeit so über den Kopf, und dann noch das mit dem Haus organisieren… Mal sehen, wie es weitergeht.
Beste Grüße, Mareike
Es wurde ja schon einiges zu den Finanzierungsmöglichkeiten einer Renovierung geschrieben.
Das würde ich unbedingt machen, Substanz sollte man nur im Notfall verkaufen. Bis zur dritten eigenen Immobilie gilt: wer weiss, ob man die Bude nicht irgendwann mal selbst nutzen will und eigene 4 Wände sind immer eine feine Sache für schlechte Zeiten.
Bzgl. der Renovierung würde ich ausserdem prüfen lassen, ob nicht die Mieter auch noch ihren Teil dazu beitragen müssen. Lasse doch einfach mal den Mietvertrag von einem der sehr netten Experten hier prüfen, „GüntherW“ z.B. kennt sich in diesen Dingen bestens aus (ohne anderen Experten auf den Schlips treten zu wollen, ich kenne eben nur ihn…).