Ich möchte gerne dieses Netzwerk aus Widerständen lösen damit ich den gesamt Widerstand weiß.
Ich habe es mal mit den Kirchhoffschen Regeln versucht, weiß aber nicht genau, wie sie funktionieren.
Ich glaube, dass man die beiden Widerstände (50 + 80 Ohm) zu einem zusammenfassen kann:
31 Ohm, zudem dann noch die 130 zuaddieren ergibt: 161 Ohm.
Aber wie geht es weiter, oder ist das ein falscher Weg?
Ich würde mich über Antworten von euch freuen.
Sowas läßt sich sehr einfach mit Stern-Dreieck-Transformation lösen. Die Transformationsformeln findest in jedem besseren E-Technik-Buch und sicher auch im WWW. Dann wandelst Du z.B. den unteren Sternzweig in ein Dreieckzweig um und brauchst nur noch die Widerstände zusammenrechnen.
Jörg
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Ich habe es mal mit den Kirchhoffschen Regeln versucht, weiß
aber nicht genau, wie sie funktionieren.
Die Kirchhoffschen Regeln besagen nichts weiter, als daß die Summe aller Ströme an einem Knotenpunkt gleich null sein muß (Knotenpunktregel) und daß die Summe aller Spannungen in einer Masche gleich null sein muß (Maschensatz).
Das bedeutet: Du suchst Dir geeignete Knotenpunkte und zeichnest alle Ströme die hinein- und herausfließen ein (die Richtung ist nicht wichtig; falsch eingezeichnete Ströme kommen bei der Berechnung mit negativem Vorzeichen heraus. Die Summe der Ströme muß gleich null sein. Damit kannst Du eine Gleichung aufstellen. Einmal eingezeichnete Ströme sind für alle anderen Knotenpunkte bindend.
Eine Masche im Sinne der Kirchhoffschen Regeln ist ein geschlossener Kreis. In Deiner Schaltung kommen zwei davon vor: Masche 1 besteht aus den Widerständen 550, 161 und 15 Ohm. Masche 2 aus 750, 15 und 1800 Ohm. Über jedem Widerstand fällt eine Spannung ab. Die Summe aller Spannungen in einer Masche addiert sich zu null. Auch hier führen falsch eingezeichnete Spannungen zu negativen Vorzeichen bei der Berechnung. Die Maschen sind nicht unabhängig voneinander. Wenn Du die Spannung über dem 15-Ohm-Widerstand einzeichnest, ist dieser Wert und die Richtung für beide Maschen bindend.
Durch die Knotenpunktregel hast Du die Ströme durch jeden Widerstand und den Gesamtstrom bezeichnet. Drücke die Spannungen sinnvollerweise durch die Ströme aus (I*R). Jetzt kannst Du mit der Berechnung beginnen.
Einfacher geht es in der Tat mit einer Stern - Dreieck-Transformation.
wie man den Ersatzwiderstand bestimmen kann, hast Du ja schon erfahren- Letztendlich steckt übrigens immer die Knoten- und Maschenregel dahinter, auch wenn Du die Stern-Dreieck-Umwandlung zur Berechnung verwendest. Die folgt nämlich ihrerseits auch aus der Knoten- und Maschenregel (das gilt sogar auch für alle Ersatzwiderstands-Formeln à la „R1 + R2“ für die Reihenschaltung aus R1 und R2).
Hier noch als Ergänzung: Der Ersatzwiderstand RE dieses Gebildes
Leerzeichen zwischen den Widerständen sind wie üblich als Malpunkte aufzufassen und „R5^2“ bedeutet „R5 zum Quadrat“, also R5 * R5.
Ach ja: Dieser Bruch repräsentiert nur eine von mehreren möglichen Darstellungsarten. Wenn Du also zu einem anderen (richtigen) Ergebnis kommst, dann sieht es nur anders aus, ist aber zu dem obigen Monstrum äquivalent.