Hilfe: Körper / Nerven aus dem Ruder gelaufen?

Hallo!
Da nicht jeder meine bisherigen Fragen kennt, fasse ich das kurz zu Beginn zusammen. Pauschal gesagt habe ich täglich Schmerzen und irgendwie kann mir niemand helfen…

Aber schon mal meine Frage: kann der Köper bzw das Nervensystem aus dem Ruder laufen und was kann man dann machen?

  1. Alles begann mit einem vermuteten Bandscheibenvorfall letzten Sonmer und starken Rückenschmerzen.
  2. Im Herbst kamen Schmerzen an Base, beim Wasser lassen und Hoden hinzu.
  3. Gegen weihnachten Schmerzen an der Leiste und stärkere Schmerzen im Hoden.
  4. Im Frühjahr Schmerzen und Brennen in den Oberschenkeln.
  5. Jetzt noch Schmerzen im Bauch mit Verdacht auf Nabelbruch.

Im Gründe hat man nix gefunden.

  1. Rücken wieder besser und wie gesagt ein leichter Bandscheibenvorfall.
  2. Blase nach Spiegelung ok, einzig minimal Restharn bleibt zurück. Hoden und Prostata sind in Ordnung, kein Krebs!
    3-4. Blutbild perfekt und Venologe hat keine Krampfadern festgestellt.
  3. Kein Nabelbruch und Gastroentologe sagt alles sein in Ordnung.

Ich bin sogar schon von meinem Arzt zum Psychologen geschickt worden, dieser bestätigt allerdings das bei mir keine psychosomatischen Beschwerden vorliegen.

Meine Idee war schon zu Anfang das irgendwas nicht in Ordnung ist bzw aus dem Ruder gelaufen ist (zb Nervensystem). Nur wie kann man das rausfinden und was tun? Ist ein Heilpraktiker eine Idee? Die Schulmedizin weiß mir nicht zu helfen.

Danke für jeden Tipp!
Viele Grüße

Nur wie kann man das rausfinden und was tun

Die Alternativmedizin arbeitet halt mit anderen Konzepten wie die Schulmedizin.

Grundsätzlich kämen da die Osteopathie und die Chines. Medizin in Frage.

Aber da sollte man sich vorher intensiv erkundigen und Ausschau halten nach einem guten Therapeuten;
weil der Ausbildungsstand der HP ist m.E. in Deutschland im Durschnitt doch sehr dürftig.

Hallo rr,

im Normalfall werden in solch einem Fall die Blutwerte, Urin udgl. getestet! Da erfährt man u.U. Entzündungswerte die eine bestimmte Diagnose zulassen!
Vom Laborwerten lese ich aber nichts in Deiner Frage!
So könnte es alles Mögliche sein auch schon einmal Weichteilrheuma oder halt eine Blasenentzündung!
Wenn man eine Nervschädigung hat durch was auch immer, kann man auch mitunter die Nervenleitgeschwindigkeit messen wenn das möglich ist! So z.B. im Bereich der Extremitäten!

VG Joe

Hallo rr,

im Normalfall werden in solch einem Fall die Blutwerte, Urin
udgl. getestet! Da erfährt man u.U. Entzündungswerte die eine
bestimmte Diagnose zulassen!
Vom Laborwerten lese ich aber nichts in Deiner Frage!

Hallo!
Hatte gedacht es würde reichen wenn ich schreibe das das Blut perfekt ist.
Also Blutwerte sind alle geau in der Mitte, also im grünen Bereich. Die Urinwerte ebenso.
Das ist ja genau das was so komisch ist. Alleine in den letzten 6 Monaten wurde zweimal das Blut und dreimal im Labor der Urin untersucht. Immer ohne Befund.

Aber da sollte man sich vorher intensiv erkundigen und
Ausschau halten nach einem guten Therapeuten;
weil der Ausbildungsstand der HP ist m.E. in Deutschland im
Durschnitt doch sehr dürftig.

Na ja, die Chinesen selbst scheinen da wohl auch noch gewisse Wissenslücken zu haben: http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,82…

=^…^=

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Nur wie kann man das rausfinden und was tun

Die Alternativmedizin arbeitet halt mit anderen Konzepten wie
die Schulmedizin.

Grundsätzlich kämen da die Osteopathie und die Chines. Medizin
in Frage.

Wie würde den Osteopathie in meinem Fall helfen / arbeiten?

Wenn man sich die Geschichte der Osteopathie anschaut, so ist A. Still der Begründer.

A. Still hatte eine außergewöhliche Begabung, was das Heilen mit Händen angeht:
er diagnostizierte und heilte mit seinen Händen Verspannungen und Blockaden vornehmlich im Bereich des Rückens.

Da wird es sicherlich schwer sein heutzutage die Spreu vom Weizen zu trennen, und Therapeuten zu finden, die eine ähnliche Begabung haben.

http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/andrew-t…

Hallo!

Ich bin sogar schon von meinem Arzt zum Psychologen geschickt
worden, dieser bestätigt allerdings das bei mir keine
psychosomatischen Beschwerden vorliegen.

Wie ist das da denn abgelaufen?
Mit Tests?
Wenn ja, welchen?

Gruß
Tyll

Kritische Anmerkung zu Behandlung und
zu

Na ja, die Chinesen selbst scheinen da wohl auch noch gewisse
Wissenslücken zu haben:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,82…

Moin,

so spektakulär die Fälle in Belgien oder bei der Balkan-Nephropatie seinerzeit waren, die lapidaren Schlussfolgerungen sind durchaus kritisch zu betrachten.

Aristolochiasäure (AS) ist als kanzerogen „eingestuft“ und bislang nur durch Tierversuche mit Überdosen bestätigt. Eine sichere Aussage hinsichtlich Kanzerogenität besteht bis heute nicht.

Balkan-Nephropatie: Zum Selbstnachlesen
http://de.wikipedia.org/wiki/Balkan-Nephropathie
Deutlicher Hinweis auf Nephropathie durch AS. Weniger dagegen der Fall in

Belgien: Die Hintergründe zu diesen Fällen in einer Schlankheitsklinik lassen Zweifel an einer richtigen Behandlung und Sorgfalt aufkommen. Behandelt wurden dort Patienten von zwei Ärzten, wobei bei 48% der PatientInnen des einen Arztes Nephropathie auftrat, beim anderen Arzt waren es 1% (von 1700 PatientInnen gesamt). Bei ca. 2000 weiteren Patienten in Frankreich, welche die gleichen Schlankheitspillen eingenommen hatten, kam es zu 2 Fällen mit Nephropathie (= 1 %0). Alle hatten die gleichen Schlankheitspillen eingenommen, die neben AS auch andere Zusätze (Appetitzügler) enthielten. Ein direkter Zusammenhang AS und Kanzerogenität liegt nahe, aber nicht mehr. Die unterschiedliche Häufigkeit von Erkrankungen je nach behandelnden Ärzten sowie Wechselwirkungen mit weiteren Medikamenten wurden seinerzeit nicht untersucht oder zumindest nicht veröffentlicht.

Ebenso wenig ist bekannt, welche Pflanzenarten den verwendeten Arzneien (Mu Tong * und Fangji) zugrunde gelegen haben. Vermutlich gab es seinerzeit eine fatale Verwechslung bei der Herstellung/Verwendung aus Rohpflanzen. Die beiden kritisierten Arzneien werden aus verschiedenen Pflanzen hergestellt, manche davon gehören der Gruppe der AS-haltigen an wie Aristolochia manshuriensis (==> Guan Mu Tong) oder Aristolochia fangchi (==> Guan Fangji). Diese Produkte dürfen in Deutschland wie alle anderen AS-haltigen Medikamente/Produkte bereits seit 1981 nicht mehr verwendet werden (Ausnahme hochverdünnte Verabreichung in der Homöopathie).

Aus Sicht der TCM: AS-haltige Pflanzen und Mittel wurden in der chin. Medizin seit jeher verwendet. Allerdings war man sich der Dosierungen und Risiken auch bewusst. Die schwächende Wirkung der Arzneien („kalt“) auf das Nieren-Yang ist seit Jahrhunderten bekannt. Die Tatsache, dass man Übergewicht (Milzschwäche im Sinne der TCM) trotz dieser Kenntnis mit Guan Mutong oder Guan Fangji behandelt hat, ist umstritten und wohl eher einer westlichen Schlankheitswahnphilosophie zu verdanken. Ernährungsumstellung stünde weiter vorne in einer Behandlungsstrategie nach TCM.

Wie bei nahezu jedem Kraut kann ein Inhaltsstoff heilsam oder toxisch wirken. Das haben schon Paracelsus und andere festgestellt. Daher wurde früher meist AS-freies Mu Tong verwendet, von welchem auch keine Berichte hinsichtlich Nierenerkrankungen bekannt sind. Guan Mu Tong ist erst seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts auf dem Markt, aus Kostengründen.

Franz

* Mu Tong auf Basis AS-freier Radix Clematidis Armandii (Chuan Mu Tong) ist beispielweise frei erhältlich

Hmmm, könnte auch eine „versteckte“ Depression dahinterstecken. Du musst nicht traurig/depressiv sein, um an einer Depression zu erkranken. Das ist ja ein Riesenthema … Am einfachsten wäre es, dass mit dem Arzt zu besprechen und versuchsweise mal ein Antidepressiva für ca. 8 Wo. zu nehmen, wenn dann die Schmerzen verschwinden, weiß Du Bescheid. Ansonsten, wegen der Deiner Vermutung, dass die Nerven aus dem Ruder laufen, könntest Du Vit.B12, aber stark konzentriert, gibt es in Trinkampullen. Damit kannst Du auf jeden Fall nix kaputt machen. Du könntest natürlich mal mit 'nem Neurologen darüber sprechen. Viele Neurologen sind auch Psychologen.
Viel Erfolg und gute Besserung.

Ich habe ein paar Stunden genommen und wir haben uns lange über berufliche und private Situationen unterhalten. Letztendlich meinte er das weder ein Burnout noch eine Depression vorliegt. Höchstens (ich weiß ich drücke mich jetzt fachlich falsch aus) eine leicht gedeckte Stimmung, aber das würde eigentlich keine psychosomatischen Symptome erklären.

Darf ich fragen wie du das mit einer „versteckten Depression“ meinst? Wie äußert oder eben nicht äußert sich diese? Ists o etwas leicht erkennbar?

Hallo,

das könnte schon noch mit dem BSV in Zusammenhang stehen (oder gar ein neuer BSV vorliegen). Daher würde ich empfehlen, dass da ein MRT gemacht wird und der Neurologe mal nach den Nerven schaut.
Hattest Du nach dem BSV irgendwelche Reha Maßnahmen bekommen?

Gruß
M.

Es ist schwer, in einem Forum irgendetwas zu sagen, aber:

chronische Schmerzen

  • häufiger Wechsel der Beschwerdebilder
  • wiederholte körpermedizinische Untersuchungen ohne Befund
  • beginnendes Arztshopping
  • subjektive Krankheitstheorie, die ein plötzliches umfassendes Ereignis annimmt („aus dem Ruder gelaufen“)

Das geht so dermaßen in Richtung somatoformer Störungsbereiche (das war offenbar ja auch der Verdacht deines Arztes gewesen), dass es mich schon sehr wundert, dass das so kategorisch ausgeschlossen werden konnte.
Zumal chronische Schmerzstörungen fast immer auch eine psychische Komponente haben und deshalb fast immer auch psychotherapeutisch positiv beeinflussbar sind.

Vielleicht magst du in diese Richtung doch noch mal weitergehen. Evtl. in Rücksprache mit deinem Arzt eine gute Schmerzgruppe in deiner Nähe aufsuchen. Oft sind die an Klinikambulanzen angeschlossen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Multimodale_Schmerzther…

Gruß
Tyll

Hallo,

das könnte schon noch mit dem BSV in Zusammenhang stehen (oder
gar ein neuer BSV vorliegen). Daher würde ich empfehlen, dass
da ein MRT gemacht wird und der Neurologe mal nach den Nerven
schaut.
Hattest Du nach dem BSV irgendwelche Reha Maßnahmen bekommen?

Nein nichts. Der Vorfall war so minimal das nur konservative Therapien wie KG vorgenommen wurde.