Hi,
Läuse sind recht „haltbar“. Die bleibn ja nicht nur in den Haaren…
Wenn man das noch früher aus der Kindergarten / Grundschulzeit kennt:
- Haare und Körper mit entsprechenden Mitteln befreien
- eigentlich alles wass mit den Kopfhaaren in Berührung gekommen ist ordentlich (vielleicht auch noch mit Wäschedesinfektion) waschen; also Kopfkissen, Bettdecke, Laken usw
- Den „Lieferanten“ der Tierchen reinigen
Ich denke mal, dass Du Dir regelmäßige Körperhygiene zukommen läßt. Daher folgt, dass irgendein Kontaktwesen in Deiner umgebung mit den Tierchen rumläuft.
In den „Kinderverwahrstationen“ brechen die Seuchen immer wieder aus, weil die eigentlichen Verursacher nach kurzer Zeit wieder befallen sind.
Hier ein Auszug wie es nach dem Entfernen der Tiere ausden Haaren weitergeht:
Lausfreie Zone
Die Umgebung wird gründlich mit dem Staubsauger gereinigt, das gilt für textile Bodenbeläge und Polstermöbel, Decken und Autositze. Kämme, Haar- und Kleiderbürsten werden lausfrei, wenn man sie für zehn Minuten in heißes (nicht kochendes) Wasser einlegt. Leib- und Bettwäsche des betroffenen Kindes und weiterer betroffener Personen im Haushalt, von ihnen benutzte Handtücher, Kleidung, Kuscheltiere und -kissen wäscht man bei 60°C mindestens eine halbe Stunde lang, das tötet Läuse und Nissen ab. Bei Kuscheltieren, ohne die „nichts“ geht, muss man vielleicht einfach den Mut aufbringen und den Versuch wagen, sie bei dieser Temperatur in die Waschmaschine zu geben. Was sich nicht bei 60°C waschen lässt, wird in Tüten luftdicht eingepackt und für ca. zwei Wochen möglichst kühl weggestellt. Das hungert die Läuse komplett aus, auch ggf. nachschlüpfende Larven. Diese Zeit ist auch vollkommen ausreichend – Läuse sind nach zwei Tagen geschwächt, nach 55 Stunden tot, sodass sie keine Eier mehr legen können, was sie ohnehin nur auf den menschlichen Kopf und nur bei geeigneter „Bruttemperatur“ tun. Larven müssten zwei bis drei Stunden nach dem Ausschlüpfen einen neuen menschlichen Wirt finden, um überleben zu können.
Kleinere Gegenstände, die mit der Kopfbehaarung in Berührung gekommen sind, werden für einen Tag bei -15°C ins Gefrierfach befördert, auch das tötet die Kopfläuse ab. Bei der Desinfektion von Gegenständen durch Überwärmung mit warmer, trockener Luft, etwa im Wäschetrockner, muss man diese eine Stunde lang bei mindestens 45°C behandeln. Einen menschlichen Kopf, gerade einen Kinderkopf, kann man dieser Wärmebehandlung nicht aussetzen – eher ist die Kopfhaut durch einen Föhn verbrannt als der Kopflausbefall abgetötet!
Nochmals: „Alle diese Maßnahmen“, so Dr. Michael Forßbohm, „sind im Vergleich zu dem Untersuchen und Behandeln der Personen im näheren Umfeld des zuerst erkannten Trägers von Kopfläusen zweitrangig. Es sei daran erinnert, dass Kopfläuse alle zwei bis drei Stunden Blut saugen müssen, um nicht auszutrocknen, und dass sie ohne Nahrung nach spätestens 55 Stunden ohne Nahrung absterben. In der Regel wird es genügen, Gegenstände drei Tage aus dem Verkehr zu ziehen.“
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