Hallo,
ich habe ein großes Problem mit einem von uns seit Ende dieses Sommers bezogenem Büro.
Vorab, das Büro selbst ist eigentlich optisch in gutem Zustand, hat ca. 160 m², kein Neubau aber auch kein Altbau, es wurde in letzter Zeit baulich nichts verändert und befindest sich in guter Lage, in einem größeren Bürokomplex, der regelmäßig betreut wird und sich ansonsten auch in gutem Zustand befindet.
Leider jedoch liegt im Büro immer ein schwer beschreibbarer eher muffiger, minimal süßlich, scharfer Geruch in der Luft. Im Sommer war das noch kein Problem, wir haben durchgehend gelüftet und dadurch ist es nicht näher ins Gewicht gefallen.
Mit der zunehmend kälteren Jahreszeit ist aber eine permanente Belüftung nicht mehr möglich, auch wurde das Problem durch die Beheizung um einiges intensiver. Vorrangig tritt es in einem der Räume am stärksten auf, zieht aber in das gesamte Büro.
Der Geruch an sich ist dabei nicht einmal das Schlimmste. Ich habe vorher lange diesen Raum bezogen, mittlerweile bekomme ich schon nach kürzerem Aufenthalt im Büro eine starke Reizung der Nasenschleimhaut und auch des Rachens. Wenn ich mich einige Stunden dort aufhalte wird es sogar noch schlimmer, ich bekomme Husten und die Wirkung hält dann sogar über Stunden an, selbst nachdem ich das Büro verlassen habe. Nach sehr langem Aufenthalt fühlt sich auch Nase, Zunge und Rachen irgendwie komisch an, als wäre dort eine leichte Ablagerung. Wird hingegen zunehmend stark gelüftet, dauert es länger bis Symptome auftreten. Wird stark geheizt, geht es schneller. Auf hilft zum Beispiel ein Ausspülen der Nase im Nachhinein.
Unser erster Verdacht war Schimmel, konnten aber nirgends verdächtige Flecken oder Ablagerungen feststellen. Auch die Zwischendecke haben wir geöffnet, darunter ist Beton in bestem Zustand. Unser zweiter Verdacht war, das der Vermieter vor Bezug ein Schädlingsbekämpfungsmittel ausgebracht hatte, da im Büro mehrere tote Spinnen zu finden waren – was aber auch nicht zwangsläufig etwas heißen muss.
Wir haben daraufhin einen für Raumluftanalysen zuständigen Fachmann bestellt, der allerdings meinte, er könne uns nicht helfen, da er es nicht zuordnen kann und die Messungen somit schnell zig tausende von Euros ausmachen würden – somit ist daraus nichts geworden…
Die heißeste Spur allerdings waren Flecken einer braunen Flüssigkeit, in dem Raum, in dem das Problem am stärksten auftrit ist, siehe Bilder anbei. Die braune Flüssigkeit war primär am Fenster zu finden und kam einmal aus einer Fuge über dem Fenster sowie konnte man noch Reste an der Mauer rechts und links vom Fenster feststellen, die aber weggeputzt wirkten.
Wir dachten zuerst an einen Wassereintritt – allerdings ist außerhalb der Fassade kein Vorsprung an dem sich Regenwasser sammeln könnte. Was ebenfalls sehr komisch ist, dieselbe braune Flüssigkeit ist auch entlang der Innenseite des Türrahmens dieses Zimmers zu finden. Wobei dieser Türrahmen 10 Meter auf der anderen Seite des Fensters steht und somit im inneren des Bürokomplexes liegt. Letzteres spricht gegen Wassereintritt und für ein dort aus welchem Zweck auch immer ausgebrachtes Mittel.
Fotos vom Fenster
Hat einer eine Idee was das sein könnte oder in welche Richtung wir am besten weiter suchen/testen könnte?
Vielen Dank im Voraus
LG
theguy


