Hilfe, Mama kommt zu Besuch - Rezept gesucht!

Hallo liebe Gemeinde,

meine Mutter besucht uns am 2. Advent - so eine Art „Vor-Nikolaus“. Jetzt überlege ich krampfhaft, was ich kochen kann. Es sollte schon etwas „gutes“ oder „anderes“ , dem Advent / und Nikolaus’-ereignis angemessen, sein.
Nudeln scheiden aus - gibt es bei uns fast ständig. Ich als „Kartoffelfraktion“ kann mich immer schlecht gegen die „Nudelfraktion“ meines Mannes und meines Sohnes durchsetzen - aber diesmal ziehe ich es durch. Habe schon überlegt, vielleicht Hackbraten und Rotkraut - aber ich scheitere immer am Rotkraut (klappt bei mir nie) und will schräge Blicke von meiner Mutter vermeiden. Gulasch auch nicht - den gibt es immer bei meiner Mutter.
Nächstes Problem - große Vorbereitungszeit habe ich nicht, am Tag vorher sind wir den ganzen Tag unterwegs, mein 3jähriger Sohn hält mich auf Trab…und ich bin schwanger, was ständige Müdigkeit bedeutet.
Also auf den Punkt gebracht: Gericht sollte nicht zu lange dauern und mal etwas anderes sein, aber nicht zu exotisch (soll ja auch noch gegessen werden)…

Ich hoffe (mal wieder) auf Eure Hilfe!

Dankeschöööööööön!

Cea

Hallo Cea.
Wenn deine Mutter nicht, wie meine, ständig Cholersterine zählt, empfehle ich dir Lachs-Sahne-Gratin oder Zwiebel-Sahne -Hähnchen. Seh rlecker, super einfach und macht richtig was her. Mit Reis und Salat ein absolut seriöses essen. Muss man ja nicht sagen, dass das Gratin aus der Maggi-Küche ist.

Liebe Grüße
Tutulla

Rotkraut
Hallo Cea,

wenn’s nur am Rotkohl klemmt: Nimm von Iglo den Apfel-Rotkohl, da kannst Du gar nichts verkehrt machen. Der schmeckt besser als viele selbstgeschnippelte Varianten, die ich schon gegessen habe.

Fürs Fleisch such einfach mal in den einschlägigen Seiten nach „Falscher Hase“ oder „Hackbraten“. So eine große Wissenschaft ist das gar nicht.

Gruß
mowei

Hallo Tutulla.

Muss man
ja nicht sagen, dass das Gratin aus der Maggi-Küche ist.

Das stimmt. Wer halbwegs intakte Geschmacksnerven hat, merkt auch so, daß das Essen aus der Tüte kommt.

An Cea:
Wie wäre es denn mit einem Kartoffelgratin, -auflauf? Bei http://www.chefkoch.de findest Du viele Rezepte, z.B. dieses hier z.B hört sich gut an:

http://www.chefkoch.de/rezepte/129531055744529/Karto…

Viel Erfolg!
F.

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Hallo Cea,
vielleicht hilft dir folgender Rotkohl - Tipp :
etwas Margarine in deen Topf, Rotkohl aus dem Glas drauf( egal welcher ),
das Glas mit Rotwein ausspülen - rein in den Topf, Apfel schälen, in dünne Scheiben schneiden, 1 Zwiebel schälen, mit ganzen Nelken spicken( dann kannst du
die gespickte Zwiebel hinterher rausnehmen, und keiner kaut irgendwann auf einer Nelke rum ), 2 - 3 Lorbeerblätter, einige Pimentkörner, Zucker ( nicht zu geizig). Lass es aufkochen, und dann bei kleiner Hitze ruhig eine Stunde vor sich hinköcheln. Sollte eigendlich gelingen.

Tipp zum Hackbraten: mische geschnibbelte Paprika, kleingehackten Knoblauch,eine oder zwei ( je nach Schärfewunsch ) gehackte Pepperoni und kleingewürfelten
Käse ( Gouda o.Ä.) mit hinein. Lass ihn bei mittlerer Hitze ( wird sonst
zu trocken ) lieber etwas länger garen als bei großer Hitze zu kurz.
Bräune kriegst du, wenn du nach der Garzeit relativ kurz richtig Hitze von
oben gibst ( Grilleinstellung ).
Hoffe, ich konnte dir helfen, und guten Appetit
Gruß
Thomas

Rotkraut
Hallo Cea,

Habe schon überlegt,
vielleicht Hackbraten und Rotkraut - aber ich scheitere immer
am Rotkraut (klappt bei mir nie) und will schräge Blicke von
meiner Mutter vermeiden.

hier mein Rotkrautrezept, schmeckt sehr nach Winter und Weihnacht:

gewünschte Menge Rotkraut kleinhobeln (ich schneide den Kopf in Viertel und diese werden dann so zerlegt dass sie durch die Küchenmaschine passen, das Hobeln von Hand ist sehr anstrengend), ruhig eine große Portion, Rotkraut lässt sich sehr gut aufwärmen und sogar einfrieren (ist dann nicht mehr optimal aber schnell und besser als aus dem Glas),

1-2 kleingeschnittene Zwiebeln andünsten (bei einem großen Kopf Rotkraut), das Rotkraut und je nach Größe 4-5 säuerliche Äpfel (geschält, entkernt, geviertelt) dazu. Ordentlich Zucker, etwas Salz, und ganz wichtig: Lorbeerblätter (ich nehme etwa 5), Wacholderbeeren (10), Zimt (nach Geschmack, ich nehme viel davon), Nelken (Vorsicht, schnell überdosiert), Essig (Rotkraut braucht einiges an Säure). Das ganze dann langsam köcheln lassen bis es fast die gewünschte Bißfestigkeit hat, falls man es erst später braucht, oder bis es fertig ist.
ganz besonders: am Wochenende gab es bei uns Rotkraut und die Zwiebeln wurden im Gänseschmalz von der Martinsgans angebraten, für solche Dinge hebe ich immer das Fett von Enten und Gänsen auf, gibt einen tollen Geschmack.

Nächstes Problem - große Vorbereitungszeit habe ich nicht, am
Tag vorher sind wir den ganzen Tag unterwegs,

Rotkraut wird besser wenn es durchziehen kann, das kannst Du problemlos (bei einem kühlen Keller oder einem großen Kühlschrank) schon morgen oder am Freitag für Sonntag zubereiten.

Also auf den Punkt gebracht: Gericht sollte nicht zu lange
dauern und mal etwas anderes sein, aber nicht zu exotisch
(soll ja auch noch gegessen werden)…

Okay, ohne Küchenmaschine ist das Hobeln einige Arbeit, ansonsten ist es durchaus machbar denke ich, zu exotisch? Bisher habe alle mein Rotkraut geliebt, wegen seiner winterlichen Gewürze, aber Zimt mag nicht jeder…

Dankeschöööööööön!

Cea

Ciao, Holger

Apfelrotkohl
Apfelrotkohl
Am Vortag:

1 Rotkohl
1 großer Apfel
1 EL Zucker
Saft von 1 Limette oder Zitrone
6 EL Essig

Rotkohl in feine Streifen hobeln, Apfel schälen und dazu hobeln.
Salz, Zucker, Limetten- oder Zitronensaft, Essig dazugeben.
Alles (am besten mit den Händen) untermischen und ca. 24 Std. im Kühlschrank ziehen lassen.

Zutaten am Tag X:
1 Zwiebel
50 g Gänseschmalz
1 EL Zucker
2 EL Essig
1 EL schwarzes Johannisbeergelee
1 Zimtstange
200 ml Rotwein
S & P
Nelken (gemahlen)

Zwiebel abziehen und klein schneiden.
In einem Topf das Gänseschmalz erhitzen, den Zucker darin leicht karamellisieren und mit Essig ablöschen.
Zwiebel darin andünsten.
Den vorbereiteten Rotkohl, das Johannisbeergelee, Zimtstange und Rotwein zugeben.
Mit S & P und Nelken würzen.
Rotkohl bei mittlerer Hitze mindestens 30 Min. zugedeckt kochen (meiner war zuletzt erst nach über 1 Std. gar; allerdings waren es zwei Kohle), zwischendurch umrühren.
Vor dem Servieren, die Zimtstange entfernen und nochmals abschmecken / nachwürzen.
Den fertigen Rotkohl mit Preiselbeeren und Petersilie garnieren und servieren.

… und wer jetzt behauptet ein Tiefkühl- oder Dosenexemplar von Iglo, Appel oder sonstwem würde auch nur annähernd so lecker schmecken, hat meines Erachtens von Rotkohl keine Ahnung.

Guten Appetit wünscht Gabi.

Hallo Gabi,

… und wer jetzt behauptet ein Tiefkühl- oder Dosenexemplar
von Iglo, Appel oder sonstwem würde auch nur annähernd so
lecker schmecken, hat meines Erachtens von Rotkohl keine
Ahnung.

absolute Zustimmung!!!

Guten Appetit wünscht Gabi.

dto., Holger

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Hackbraten oder falscher Hase
Hackbraten (6 Personen)

Zutaten:
750 g Rinderhack (oder gemischt)
65 g Butter
50 g fetter Speck
2-3 Scheiben Bacon (magerer Speck)
1 Tasse Paniermehl (Semmelbrösel)
1 Zwiebel
2 Eier
4 EL Kondensmilch
2 EL Öl
1 TL Mehl
S & P
gehackte Petersilie

Zubereitung:
Fetten Speck fein würfeln, Zwiebel schälen und fein hacken.
¾ Tasse des Paniermehl mit der Kondensmilch und dem Öl verrühren.
Die Eier, S & P dazu geben, alles gut verrühren.
Anschließend die fein gehackte Zwiebel, die klein gehackte Petersilie, den fetten Speck und das Hackfleisch zugeben.
Das Ganze zu einem festen Fleischteig kneten und einen länglichen „Stollen“ formen. Diesen Braten im restlichen Paniermehl wälzen.
Ofen auf 175° vorheizen.
Butter in der Pfanne schmelzen lassen, Hackbraten hineinlegen, mit der Butter begießen und im Backofen bräunen.
Sobald die Butter verbrutzelt und der Hackbraten schön braun ist, das Ganze mit dem Bacon belegen (ggf. mit Zahnstocher befestigen) und nach und nach heißes Wasser zugießen.
Den Braten unter häufigem Begießen ca. 1 Std. zugedeckt garen lassen. Zum Servieren den Bratenfond leicht binden und abschmecken. Man kann z.B. eine prima Pfeffersauce daraus machen.

Guten Appetit wünscht Gabi!

OT: Hilfe, Mama kommt zu Besuch - Rezept gesucht!
Hallo Cea,

da habe ich doch bei der Überschrift gerdacht, Du brauchst ein Rezept, um Deine Mutter zuzubereiten.

SCNR

Karin

Servus Cea !

Bei den ganzen „Umständen“ würde ich mit der ganzen Bande zum Essen gehen. Du hast keinen Einkaufs-,Koch- und Abwaschstress, oder ist der Kleene im Restaurant nicht zu halten ? Außerdem kann jeder das futtern, was er will.
Und den gemütlichen Teil zu Hause kann man dann immer noch zum Ratschen und beinandersitzen nutzen.

Grüße

Sabine

Hallo Cea,

ich würde einen Hackbraten wie beschrieben machen und dazu ganz einfach und lecker ein Kartoffelgratin und Apfel-Rotkraut:

Gratin:

Kartoffeln waschen, schälen und in scheiben in eine mit Butter gefettete Auflaufform ziegelartig schichten. Darüber gibst Du Salz, Pfeffer, preßt eine Knoblauzehe und verteilst diese und noch 1 Becher Schlagsahne. Auf wunsch kannst Du noch geriebenen Käse darüber geben (z.B. Ementaler oder so), was sehr lecker schmeckt ist auch, statt einem Becher Sahne die gleiche Menge Milch zu erhitzen und darin einen Camembert zu schmelzen und dies über die Kartoffeln geben (ist allerdings etwas mächtig und eignet sich daher besser mit einem grünen Salat als Hauptspeise…). Das ganze dann bei ca. 200 Grad ca. 45-60 min. backen. Immer mal wieder schauen ob es nicht zu dunkel wird. Sehr lecker!

Wenn es ganz schnell gehen soll, kannst Du auch eifach die Kartoffelscheiben auf ein mit Papier belegtes Backblech legen, salzen und Pfeffern und mit Rosmarin und Olivenöl beträufeln und ebenfalls backen. Sehr lecker!

Beim Rotkraut würde ich Dir auch zu der Variante aus dem Glas raten. Dazu eine Zwiebel und einen Apfel kleinschneiden in etwas Butter andünsten und das Rotkraut sowie einen Schuß Rotwein zugeben und etwas köcheln lassen. Ich gebe noch 1 TL Honig sowie etwas Zimt oder Lebkuchengewürz oder Nelken hinzu. Das geht sehr schnell und ist sehr lecker!

Wünsche gute Gelingen!

Grüsse & frohes Fest!

Eva Depenau - Einfach, lecker & gesund kochen / [email protected]

Liebe Cea,

auch wenn mich hier die gesamte Koch-Gemeinde verdammt, so geb ich dir dennoch mal einen Tip. Ich koche auch wenn´s geht ohne Maggi oder Fertigprodukte, aber wenns nicht geht - gehts damit doch ganz gut…

Deine Idee mit dem Hackbraten und Rotkohl finde ich klasse:

Ich kauf, wenn´s schnell gehen soll entweder das Rotkraut von Iglo oder das aus dem Glas (weiß jetzt nicht wie das genau heißt, ist aber bereits fertig angemacht etc.)
Als ganz schnellen Hackbraten, der super schmeckt, nehme ich:
500 g gem. Hack
1 Tüte Zwiebelsuppe (Maggi, Knorr, etc.)
1 Becher süße Sahne (0,2 l)

Das ganze mengst du schön zusammen und gibst es z.B. in eine Rührkuchenform und dann ab in die Röhre für ca. 30 - 40 Minuten bei 180 Grad. Der Hackbraten wird super saftig !!!

Bitte verdammt mich jetzt nicht - im Normalfall koch ich auch anders, aber man kann doch auch mal so helfen, oder ??? Es sind ja hier nicht alles Superköche…

Lieben Gruß tabea

Ihr habt ja recht…
… aber Cea hat geschrieben, daß sie aus verschiedenen Gründen (unterwegs, Kleinkind, schwanger und unpäßlich) was mit relativ wenig Zeitaufwand machen will. Außerdem hat sie wohl schon Anlaufschwierigkeiten beim Rotkohl gehabt.

Ich würde ihr dann raten, lieber auf Nummer sicher zu gehen und den besagten Iglo-Rotkohl auf den Tisch zu stellen und ein aufwendigeres Rezept wie Eures mal in Ruhe auszuprobieren, wenn sie Zeit hat. Schließlich kommt Mama schon am Sonntag.

Auf jeden Fall ist der besagte Rotkohl tausendmal besser als die Glasvariante und genauso schnell zubereitet. Halten wir ihr zugute, daß sie offenkundig auf dem Gebiet des Kochens von „Hausmannskost in Variationen“ nicht so versiert ist und sie sich erstmal an die Geschichte rantasten will. Da ist es wohl besser, mit einem guten Kohl anzufangen und sich bei Gelegenheit zum Superkohl zu steigern als sich womöglich zu verwürzen und den dicken Frust zu kriegen.

Daß Eure Rezepte klasse sind und jedes Fertigprodukt schlagen, steht außer Frage. In Frage steht aber, ob Cea nicht vielleicht lieber was mit weniger Aufwand macht und sich entspannt dem Besuch ihrer Mama widmen kann, statt in der Küche zu stehen. Ein jedes Ding hat seine Stunde.

Gruß
mowei

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WOW…so viele Anregungen…
Ich möchte mich bei Euch allen ganz herzlich bedanken: für die vielen Hinweise, Tipps und Anregungen … und für das Verständnis für meine Situation. Zustaten sind notiert, am Freitag gehe ich einkaufen :smile:

Vielen Dank auch für die Mühe, Rezepte abzutippen und so lieb zu schreiben - mit einer solch großen Reaktion hatte ich gar nicht gerechnet…

Jetzt kann der Sonntag kommen :smile:

Euch allen einen schönen 2. Advent - meiner ist jetzt ja gerettet…

Liebe Grüße

Cea

Nicht aufwendig
Da die hier vorgestellten Rotkrautrezepte von Holger und mir schon 1 bis 2 Tage vorher vorbereitet werden können, sind sie gar nicht so aufwändig.
Cea schreibt ja ausdrücklich, dass sie etwas „gutes“ und „anderes“ präsentieren möchte, was sie mit Iglo, Maggi und ähnlichen Produkten garantiert nicht hinbekommt. Damit sind ihr die „schrägen Blicke“ der Mutter gewiss!

Gruß Gabi