Hallo liebe Wer-Weiss-Was Gemeinde,
dieser Post richtet sich sowohl an Pharmazeuten, wie auch an Ärzte oder Betroffene.
Bei meiner Verlobten ist vor einiger Zeit Borderline diagnostiziert worden. Als erste Maßnahme wurden ihr 40mg Citalopram am Tag verschrieben. Also von 0-100 in 0 Sekunden, was wirklich unbeschreibliche Nebenwirkunden hervor rief. Dabei waren Übelkeit, Schwindel, absackender Blutdruck, unkontrollierbares Gliederzucken, Schlaflosigkeit und Appetitlosigkeit extrem ausgeprägt. Dazu kam eine Steigerung der eh schon existenten Migräne.
Wegen der Migräne wurde ihr dann Tramadol 100mg verschrieben, wo schon die erste Tablette zu 16 Stunden Dauererbrechen führte, was auf Ärztlichen Rat dann mit einer Dosis Vomex beendet werden konnte. Tramadol sind von nun an gestorben. Achso, ja. Abends gabs dann 50mg Opipramol zum „Schlafen“.Da nach einigen Wochen nur noch Nebenwirkungen von den Citalopram blieben und keine positive Wirkung mehr feststellbar war, wurde dann von einem Tag auf den anderen umgestellt auf 100mg Sertalin und abends 50mg Opipramol. Die Nebenwirkungen hauen hier auch rein, wie nichts Gutes. Übelkeit, Unwohlsein, innere Unruhe, das Bild vor den Augen flackert, Konzentrationsschwäche, reizbarkeit, massive Schlafstörunge, Herzrasen, plötzliches Absacken des Blutdrucks und vor allem hat das autoaggressive Verhalten ZU statt abgenommen.
Bin ich überempfindlich, oder stimmt hier was mit der Dosierung nicht? Andere fangen mit 25mg an und sie kriegt immer direkt 100mg. Davon abgesehen wurde ohne Pause auf ein anderes Antidepressivum gewechselt - laut Packungsbeilage keine gute Idee.
Sie selbst sagt mittlerweile: „Da hab ich lieber Depressionen und bin ab und zu richtig am Ende, als nurnoch halbtot wie ein Zombi durch die Gegend zu laufen und mich sch**** zu fühlen“.
Außerdem haben wir schon in einigen Foren gelesen, dass es bei Sertalin zu Abhängigkeit kommen kann. Die Familienplanung ist auch noch nicht abgeschlossen und bzgl Kinderwunsch stellen sich da auch einige Fragen.
Die behandelnde Ärztin hatte schon aus Verzweiflung eine Einweisung in die Psychiatrie zur Einstellung der Medikation angeleiert.
Therapie ist aufgrund er falschen Krankenkasse erst im November in der Panoramaklinik in Scheidegg angesetzt.
Umstellung der Medikamente vor 3 Tagen. Nächster Termin zur Kontrolle in 3 Wochen(!).
Wegen der massiven Migräne soll ein Neurologe mit ins Spiel… frühster Termin Dezember(!!!) D.h. 5 Monate mit hämmernden Schmerzen.
Na, danke.
Guter Rat oder einfach nur euer Feedback zu dem Erlebten ist herzlich willkommen.