Hilfe, mein Chef dreht duch! Ist das Mobbing?

Hallo ihr lieben!

ich habe ein problem. Ich bin seit knapp 4 monaten nach meiner ausbildung die nicht so doll war im sozialamt eingestellt worden.
Ich geb mir mühe alles schnell zu kapieren aber es ist ein großes aufgabengebiet und ich kann noch nicht alles, aber einiges. Nun sollte ich zum Chef kommen. Der fragte mich wies läuft. ich hab das so geschildert das ich einiges schon selbstständig kann und einiges noch nicht. Auf einmal fing er an ja eigentlich läuft das garnicht, ich sei überfordert und auch noch überbezahlt… Ich mein nach 4 Monaten im Sachgebiet kann man doch noch nicht alles… oder? Ich habe eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten gemacht, da war ich so im vorzimmer und hab viel organisatorisches gemacht, danach nen halbes jahr auf jobsuche, und nun bin ich sachbearbeiter. Allerdings bin ich nurhalbtags da und freitags habe ich frei. Ich habe kein Problem mit Kritik, allerdings habe ich ein Problem wenn man mich dumm anmacht. Vor allem wurde mir gesagt das ich keine chance haben werde auf einen unbefristeten vertrag wenn das so weiter läuft. Er hat auch nicht positives im Gespräch verloren. Weder das ich bereit bin auch mal länger zu bleiben, das ich mir mühe gebe oder auch mal nachmittags komme anstatt am vormittag oder auch mal freitags… Nun ist ein Kollege von mir auch noch Im urlaub und der andere war auch grade für 2 std. nicht da. (wir sind nur drei SB’s für das aufgabengebiet. Nun kam er zu mir als kein anderer da war und wollte von mir einen Vorgang haben, allerdings wusste ich nicht wo das ist, weil ich auch damit nichts zu tun habe. Ich habe gesagt, das ich grade nicht weis wo das ist, aber ich such mal. Dann sagte er gleich das er wieder enttäuscht über mich ist und dass er sich das selber sucht / aber in was für einen Ton. Vor allem habe ich ja gesagt das ich das suche, aber der mann will mich glaube ich mobben… Man man man… was soll ich denn jetzt machen?

Hallo!

Man man man…
was soll ich denn jetzt machen?

Sorry, aber angesichts dieser Textwüste empfinde ich ein tiefes Mitgefühl für Deinen Chef.

M.

Hallo Stephanie,

zunächst mal hast du mein volles Mitgefühl.

Was du da erlebst ist kein Mobbing, sondern das normale Arbeitsleben. In einem Beitrag in den Medien meinte ein englischer Forscher (englisch natürlich), das ein Drittel der Vorgesetzten (sprich Chefs) soziopathische Eigenschaften haben. Frag dich mal in deinem Kollegen- und Bekanntenkreis um und lass dir mal was erzählen.

Gruß
Carlos

naja ich glaube du bist wohl auch so einer wie mein chef, wa?

und @ carlos: danke fürss mitgefühl, da muss ich wohl durch. Hab schon von vielen Kollegen gehört das er manchmal so derbe drauf ist.

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Servus,

es ist ziemlich gewagt, unmittelbar nach der Ausbildung Teilzeit zu arbeiten.

Wie Du schreibst, kann man in der Ausbildung unmöglich alles mitkriegen, was danach in der Berufspraxis gefordert ist - zumal auch in Deinem Job Prüfungsinhalte und die Anforderungen der täglichen Praxis allenfalls eine mehr oder weniger große oder kleine Schnittmenge haben werden.

Ich erlebe eine solche Situation grade von der anderen Seite: Eine neue Kollegin hat eine Vita, bei der man zunächst glauben könnte, sie sei ein altes Frontschwein und nichts zwischen Eröffnungs- und Schlussbilanz sei ihr fremd: Steuerfachangestellte, diplomierte Betriebswirtin, Auslandserfahrung, gute zwanzig Jahre Berufspraxis etc. Da ist bloß das kleine Häklein: Ihre Arbeit führt nicht zu greifbaren Ergebnissen. Die zwanzig Jahre, durchsetzt mit Mutterschaftspausen und dergleichen, haben alle in Teilzeit stattgefunden. Sie war nie in der Situation, daß ihr morgens gleich nach dem Aufstehen unvermittelt die Lösung für das Problem vom anderen Abend eingefallen ist: Sie hat den Inhalt ihrer Arbeit immer bloß quasi als Zaungast erlebt. Da ist es dann völlig normal, daß man sich z.B. komplizierten Transaktionen beim Kauf/Verkauf eines Autos und anderen Elementen des häuslichen Geschehens viel näher fühlt als irgendeinem Vorgang, den man um halbeins auf dem Tisch lässt und der sich erst am anderen Tag um halbneune wieder ins Gedächtnis ruft. Und wenn der Knilch um 15h wieder anruft, gibts ja auch die Kollegen.

Dieses Ding hat zwei Seiten: Wer eine Berufsanfängerin auf 20h einsetzt, scheint mir ein bissel in die Kante „Es gibt keine ungeeigneten Mitarbeiter, nur ungeeignete Vorgesetzte“ zu gehören. Andererseits lässt sich von Deiner Seite eventuell auch eine Vollzeitarbeit wenigstens für kleine paar Jährchen organisieren, auch wenns wehe tut.

Toi toi toi

MM

Hallo!

Man man man…
was soll ich denn jetzt machen?

Sorry, aber angesichts dieser Textwüste empfinde ich ein
tiefes Mitgefühl für Deinen Chef.

M.

naja ich glaube du bist wohl auch so einer wie mein chef, wa?

Hey, wenn Du so arbeitest, wie Du schreibst (total unsortiert, ohne Struktur, einfachste Regeln ignorierend), dann hat er Recht.

So einfach ist das.

.m

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Mobbing ist was Anderes
Hi Stephanie,

sehen deine Arbeitsergebnisse so aus wie dein unleserliches Geschriebsel hier?
Jetzt nicht gleich ausrasten, sondern einfach mal überlegen, ob da was dran sein könnte.

Unabhängig davon ist dein Chef sicher keine grosse Leuchte.

Zu Mobbing gehört etwas planmässig Hinterhältiges, das geht in Richtung Intrige.
„Einfach nur“ schlecht drauf sein, und sei es beliebig oft, fällt nicht darunter.

Gruss,
TR

Sachte sachte
Zuerst einmal möchte ich mich der Kritik der Vorposter anschließen: Wenn Du im Büro so arbeitest wie Dein Posting sich hier liest, solltest Du mal darüber nachdenken, welcher Teil der Ansicht Deines Chefs über Dich von Dir ausgeht und wie viel von ihm.

Eine Sache, die man irgendwann im Berufsleben auf die mehr oder minder harte Tour lernt ist dass es Rückkopplungen gibt: man hat eine Wirkung auf Andere und die verhalten sich in irgend einer Form der eigenen Wirkung angemessen.

Hinzu kommt, dass jeder Mensch nicht gleich ist: ein eher cholerisch veranlagter Mensch fängt an zu schreien und zetern bei einer Situation, wo der harmoniebedürftige Mensch sich zurückzieht, um Zeit zum Nachdenken zu bekommen.

Wenn Du den Chef und seine Veranlagung kennst, kannst Du auch seine Aussage besser einstufen.
Ohne irgend eine Vorkenntnis kann Dir hier niemand sagen, ob er wirklich an Deiner Performanz rummeckert weil es echt so grottenschlecht ist - oder weil er Dir was Übles will - oder weil er nur nen miesen Tag hatte - oder …

Ein guter Vorgesetzter sollte sich allemal etwas anders verhalten, sogar dann wenn er wegen mieser Arbeit dem MA fristlos kündigen möchte. Man fängt normalerweise solche Gespräche mit den positiven Aspekten an und bohrt sich durch zu den „Verbesserungswürdigkeiten“. Das muß man allerdings auch erstmal lernen. Chefs, die in ihrem Leben selbst noch keine Niederlage einstecken mußten, sind oft nicht so gut im Loben wie im Meckern. Chefs, die ständig welche einstecken müssen aber auch!

Dann solltest Du noch lernen, Deinen Chef zu verstehen. So wie Du es aufbaust, ist es eine „X gegen Y“ Situation, und das geht am Arbeitsplatz einfach nicht!
Er sieht seine Perspektive (Aufgaben müssen erledigt werden), Du siehst Deine (mein Gott, man kann nicht alles) und es entsteht Konflikt.
Wenn Du versuchst, wie er zu denken (da er scheinbar nicht wie Du denken kann) könntest Du aus dieser Konfliktsituation den für Chefs immer so beliebten Win-Win ableiten: „Sehen Sie, meine Stärken sind besonders im Bereich… - geben Sie mir mehr Aufgaben dort und sie erhalten schneller, bessere Ergebnisse als wenn ich Mädchen für alles bin!“ (Du kriegst Ruhe und Chef seine Leistung)

Ansonsten noch mal Betonung auf das was Thomas sagte: Mobbing ist was Anderes und ich empfehle, Dich nicht als „Gemobbte“ zu betrachten!

Erste Regel des Mobbings: Nicht zum Opfer werden, schon gar nicht psychologisch: wer sich als Opfer empfindet, hat schon verloren!