Huhu!
Ich würde fast sagen, Messietum ist zumindest in Ansätzen eine Suchterkrankung - und dabei kann man Leuten nicht wirklich helfen, es sei denn, sie wollen das selber.
Mein Vater ist auch ziemlicher Messie, ( als ich noch bei ihm gewohnt habe, sah es wohl wahrscheinlich genau so aus, wie in deiner Kindheit), aber inzwischen glaube ich, dass das alleine seine Sache ist … da muß er selber mit klarkommen. Ich kann ihn da nicht rausholen, das muß er selber machen.
Und, was auch wichtig ist:
Stinkt die Wohnung deiner Mutter?
Liegt da potentiell Seuchenverursachendes Material herum?
Besteht unmittelbare Gefahr?
Falls dem nicht so ist, kann man Messietum m.E. auch als harmlosen Tick einordnen, der die Betroffene Person wenig schädigt.
Ich meine, sie ist erwachsen, und es ist ihre Sache, ob sie Besuch haben will (ich nicht. Mein Zimmer ist zwar inzwischen aufgeräumt, aber ich schätze Besuch nicht.), oder ob ihr Besuch ihre (Un)ordnung akzeptiert.
Nur weil ein Verhalten nicht gesellschaftsakzeptiert ist, ist es nicht schlecht.
Es erscheint manchmal nur so, weil man einfach nichts anderes gewöhnt ist.
Ich fühle mich auch unwohl, wenn mein Zimmer nicht vollgestopft ist mit Krimskrams - das heißt nicht, das es bei mir unordentlich ist, nur eng. Meine Mutter findet das ganz schrecklich (du hast ja gar keinen PLATZ! Stell doch den Tisch hierhin … und schmeiss das raus), aber es ist MEIN Zimmer, und ICH entscheide, was darin passiert.
(Wobei ich anmerken sollte, das ich 150 km von meiner Mutter entfernt wohne.)
Grüßlis!
Scrabz aka Philipp (aka Drache).