Servus zusammen!
Ich brauche dringend Hilfe! Meine Mutter ist ein Messie wie er im Buche steht.
Kartons mit Krimskrams stapeln sich quasi in jedem Zimmer bis unter die Decke, die Wohnung ist kaum begehbar und auch der Keller und der Speicher schauen nicht anders aus. Kein Handwerker kann ins Haus um eventuell notwendige Reparaturen vorzunehmen und auch die Verwandtschaft ist nicht wirklich im Bilde über den Zustand im Haus.
Als ich noch jung war und zu Hause lebte konnte ich kaum einmal Freunde einladen – ich habe mich einfach zu sehr dafür geschämt. Nun lebe ich seit einigen Jahren woanders und je länger ich von dem Chaos zu Hause entfernt bin umso mehr mache ich mir Vorwürfe, dass ich nicht eher versucht habe ernsthaft etwas daran zu ändern.
Wenn ich nun allerdings versuche das Thema auf den Tisch zu bringen blockt sie komplett ab – flüchtet sich in Ausreden, lenkt konsequent vom Thema ab und wird regelrecht böse und aggressiv mir gegenüber. Ich bin es einerseits müde das immer wieder anzusprechen und so einen sicheren Streit vom Zaun zu brechen andererseits möchte ich sie nicht alleine lassen mit diesem Problem.
Das Bedauerliche ist, dass sie selbst diesen Zustand anscheinend nicht ändern will oder kann. Sie sieht auch gar nicht ein, dass sie da überhaupt ein Problem hat. Ich habe so oft versucht ihr mitzuteilen, dass ich es nur gut mit ihr meine und ich sie nicht angreifen will indem ich das Thema anschneide aber ich bin wahrscheinlich einfach zu ungeschickt und unfähig ihr das auch zu vermitteln. Hören tut sie’s, realisieren nicht.
Ich habe auch schon des Öfteren einfach mal das ein oder andere Zimmer in einer aufwendigen Aktion in Ordnung gebracht aber nach 3 Wochen war es wieder zugemüllt. Ich muss wohl einsehen, dass dies der falsche Weg zu sein scheint. Aber was sonst tun? Ich bin die einzige Person, die noch einigermaßen Zugang zu ihr und Einblick in die Situation hat. Einen Mann gibt es nicht mehr, ihre Mutter konfrontiert sie nur mit Vorwürfen und die sonstige Verwandtschaft ist wie gesagt außen vor. Zu einem Psychologen oder einer Selbsthilfegruppe kann ich sie nicht zwingen obwohl ich denke, dass so etwas in dieser Art dringend notwendig wäre.
Ich frage mich immer wieder, warum sie nicht selbst Hilfe sucht oder wenigstens einsieht, dass es ein Problem, ja eine Krankheit ist. Man sagt ja immer, dass das Erkennen dessen der erste Schritt ist nur wie bringe ich sie dazu? Wie gesagt, jeder Gesprächsversuch ist zum Scheitern verurteilt. Sie hat auch vernommen, dass mich das auch selbst sehr belastet und merkt, wie ich mich zusehends von ihr entferne aber selbst das scheint kein Alarmzeichen für sie zu sein.
Ich weiß einfach nicht weiter und wäre deshalb für jeden Kommentar, Vorschlag oder Lösungsansatz dankbar.
Gruß
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Khi