Ich bin gerade am Verzweifeln. Jahrelang lief der PC problemlos am selben Standort. Am PC hängt ein Monitor mit integrierten Lautsprechern, der über DVI und Klinke mit dem PC verbunden ist. Diese Woche habe ich mir eine neue GraKa und ein neues Netzteil gegönnt, seither kommen Pfeifgeräusche aus den Lautsprechern des Bildschirms. Je stärker der PC unter Last steht, desto lauter werden sie. Ich habe ewig nach dem Fehler gesucht, bis es mir endlich geschossen ist: Das Gehäuse steht unter Strom! Wenn man es bewusst angreift merkt man ein leichtes Kribbeln, vermutlich gelangt der Strom über die Klinke auf die Lautsprecher. Wenn man Klinke oder DVI aussteckt ist Stille, nur bei beiden Steckern pfeift’s.
Nach dieser Erkenntnis habe ich erst mal die alte GraKa und das alte Netzteil eingebaut, ohne Erfolg. Auch alle unnötigen Komponenten auszubauen war auch erfolglos. Ein anderer Verteilerstecker bringt nichts. Wenn Bildschirm und PC nicht am Verteiler sondern in getrennten Steckdosen stecken, dann wird’s erst richtig laut. Problem gefunden, aber leider nicht gelöst.
Wie gesagt, der PC ist schon etwas älter und der Standort seit Jahren unverändert. Probleme gibt’s erst seit dem Upgrade, aber leider auch noch nach dem Downgrade zurück. Jetzt getraue ich mich das Ding nicht mehr einzuschalten, zum Glück gibt’s noch das Netbook. Was nun?
Das Internet ist voll mit Threads zu diesem Thema, leider immer ohne befriedigendes Ergebnis. Am Haus liegt’s zu 99% nicht, am Verteilerstecker auch nicht. Den PC von einem Experten untersuchen zu lassen ist sinnlos, dafür gehen schnell ein paar Hunderter drauf, dafür gibt’s einen neuen Rechner. Gibt’s ne Möglichkeit das „Leck“ zu finden, was kann ich tun. Für Tipps wäre ich sehr dankbar.
schau dir mal die Steckdose an, an der der Mehrfachstecker hängt. Beim renovieren bauen die Maler meistens die Abdeckung ab und streichen dann. Dabei wird der Erdleiter mit Farbe zugekleistert. Dann stimmt das Erdungspotential nicht mehr. Kratz den Erdleiter vorsichtig sauber.
schau dir mal die Steckdose an, an der der Mehrfachstecker
hängt. Beim renovieren bauen die Maler meistens die Abdeckung
ab und streichen dann. Dabei wird der Erdleiter mit Farbe
zugekleistert. Dann stimmt das Erdungspotential nicht mehr.
Kratz den Erdleiter vorsichtig sauber.
Erst die Sicherung ausschalten!
Oder ist das Deine Variante, den User dauerhaft zu beruhigen?
Wie du nach
Diese Woche habe ich mir eine neue GraKa
und ein neues Netzteil gegönnt, seither kommen
Pfeifgeräusche aus den Lautsprechern des Bildschirms.
zu deiner Diagnose kommst, ist mir allerdings ein Rätsel.
Falls das nichts hilft nochmal melden.
Ich hoffe, nach Deiner Antwort liest ein MOD zeitnah mit.
Laienhaft gesagt: Monitor, PC, Netzwerkmodem und Anlage sind geerdet bzw. an einem Nullleiter und wenn man Pech hat, dann entstehen diese Brummschleifen (es sollte eher nicht pfeifen, aber das kann mit der Energie-Management-Funktion der GraKa zusammenhängen), bei denen kleine Ströme über die Abschirmungen und Erdungen fließen.
Man kann dann entkoppeln (gibt’s als Zusatzteile, die man bspw. in den Audio-Kanal einschleift).
Versuche doch zuerst mal, Netz und die Anlage nicht anzuschließen sondern einen Kopfhörer. Wenn dann das Pfeifen weg ist, schließt du Anlage und Netz einzeln an. Dann hast du schon mal eineder möglichen Ursachen gefunden. Wenn es nicht besser wird (sollte aber, denn sonst solltest Du gar keinen Störton hören), würde ein Tausch der Graka (testweise) oder Nutzung der Onboard-Grafik helfen.
Klebestreifen am Stecker etc. haben mir noch nie etwas gebracht. Umdrehen der Stecker (jaja, Wechselstrom, keine Ahnung warum das hilft) schon.
und keine Sorge, ich lebe noch. Nach 36 Stunden Fehlersuche habe ich erst mal den ganzen Tag verpennt. Mein nächster Schritt wird sein den PC bei einem Freund aufzubauen, damit lässt sich die Steckdosenfrage hoffentlich klären. Danach muss ich weiter sehen.
Wie ich zur Diagnose komme: Wie gesagt, es hat 36 Stunden gedauert aber erscheint mir nun logisch. Wenn der Monitor über DVI UND Klinke am PC hängt (UND, nur dann), dann kommen seltsame Geräusche aus den Lautsprechern. Art und Lautstärke hängen von der Systemauslastung ab, wenn ich den Windows Leistungsindex überprüfe und das System fordere pfeift es stark wie aus kaputten Spulen. Das Geräusch kommt aber definitiv aus den Lautsprechern, nicht von irgendwelchen Bauteilen. Also, wie kann ein fehlerhaftes Audiosignal über Klinke UND DVI übertragen werden? Und warum verspüre ich unter Volllast ein leichtes Kribbeln wenn ich das PC-Gehäuse berühre (ist mir erst viel später aufgefallen). Scheinbar steht das Ding unter Strom, die Spannung am Audiokabel hört man an den Lautsprechern.
wenn das Ding unter Strom steht und beim anfassen der FI nicht fliegt, wird da wohl auch kein FI sein. Die Elektroanlage in deiner Wohnung dürfte damit etwas älter sein (vor 1992). Dann ist sie wahrscheinlich nicht geerdet sondern genullt.
Wenn du bei deinem Kumpel bist, und der auch nur eine genullte Anlage hat, bringt dir der Versuch nichts. Du brauchst für den Versuch eine Elektroanlage, die nach 1992 eingebaut wurde. Guck in den Sicherungskasten ob ein FI drin ist, der in maximal 30ms auslöst (steht drauf). Dann kannst testen.
Update
So, mittlerweile hab ich den PC bei einem Freund in der Wohnung aufgestellt und getestet. Zu 100% ausschließen kann ich jetzt:
* Stromanschlüsse im Haus
* Verteilerstecker, Stromkabel
* Monitor
* DVI- und Audiokabel
Das Problem muss also irgendwo im Kasten liegen, nur wie finde ich heraus wo? Viel mehr als die Komponenten einzeln zu tauschen fällt mir nicht ein. Und das habe ich so weit wie möglich schon gemacht. Abstandshalter stecken übrigens unterm Board, den Fehler habe ich nicht gemacht.
Besonders seltsam und vermutlich wichtig: Stecke ich den PC im Bad an, dann haut’s mir sofort die Sicherung raus. Stecken PC und Monitor nicht am Verteiler sondern an zwei getrennen Steckdosen, so ist das Geräusch viiiel Lauter.
Update 2 (Problem eingeschränkt)
Mittlerweile habe ich das Problem eingegrenzt. Es scheint 2 Symptome von 2 Ursachen zu geben, was die Suche natürlich erschwert hat. Beide Symptome treten wie gesagt nur auf, wenn der Bildschirm über DVI und Klinke am PC steckt.
Symptom 1: Konstantes Brummen aus dem Lautsprecher.
Das tritt immer dann auf, wenn PC und Bildschirm nicht an der selben Steckdose hängen. Nur wenn der Bildschirm schwarz ist (Systemstart vor BIOS und dann nochmal vor der Windows-Bildschirm lädt) hört es kurz auf. Laut Google sollte es die berüchtigte Brummspannung von 50Hz sein. Theoretisch könnte das Problem schon ewig bestehen, ich bin bisher noch nie auf die Idee gekommen PC und Bildschirm nicht am gleichen Verteilerstecker zu betreiben. Da es am selben Stecker nicht auftritt und anscheinend weit verbreitet ist muss ich mir vermutlich keine weiteren Gedanken darüber machen. Falls doch, dann sagt es mir bitte.
Symtom 2: Das beschriebene Zischen und Rauschen.
Es kommt nur vor wenn die neue Grafikkarte beansprucht wird. Da mein altes Netzteil ähnliche Spulengeräusche erzeugt und erst vor wenigen Tagen getauscht wurde ist es vermutlich nicht sofort aufgefallen. Die Geräusche treten aber auch mit dem alten Netzteil auf, das kann’s nicht sein. Bleiben nur mehr Grafikkarte und Mainboard als Fehlerquelle. Eines von beiden kommt mit Belastung nicht klar, gibt etwas Strom ans Gehäuse ab und das hört man dann im Lautsprecher. Ich werde versuchen eine andere stromfressende Grafikkarte zu Testzwecken aufzutreiben, das wird aber sicherlich noch dauern. Bis dahin hat sich das Problem eigentlich erledigt, ich verwende die uralte GraKa und nur einen Verteilerstecker und damit herrscht Ruhe.
Danke für eure Ratschläge, für weitere Tipps bin ich natürlich nachwievor dankbar.
Eventuell sind es auch einfach zwei unabhängige Probleme:
a) die Brummschleife, die du ja nun selbst erkannt hast zwischen Audio, Netz und ggf. Netzwerk. Daher käme auch das Kribbeln. Problemlösung steht im Netz.
b) hochfrequente Störungen durch Bauteile auf der Grafikkarte, die einfach in das analoge Signal einstören. Da hilft nur eine neue/andere Grafikkarte oder Du übertragst die Daten per SPDIF digital oder benutzt eine billige externe USB-Soundkarte.