Hilfe Spinnmilben!

habe schon seit einigen monaten spinnmilben auf meinen zimmerpflanzen - meist sind meine palmen davon befallen!
wer weiß ein wirksames mittel dagegen?
habe es schon mit seifenlaugen und spiritus versucht, aber bis jetzt sind sie immer wiedergekommen.
würde mich freuen einen hilfreichen tip zu bekommen!
danke!
katrin

Hallo,

Ich habe auch schon äußerst negative Erfahrungen mit den Milben gemacht. Eigentlich gibt es kein wirksames Mittel dagegen. Die einzige Möglichkeit wäre, die Pflanze zu isolieren, dass heisst entfernt von allen anderen Pflanzen und dann täglich mit normalen Wasser und einer Bürste reinigen. Da die Milben weniger als ein Millimeter groß sind, können sie leicht durch Wind auf eine andere Pflanze getragen werden. Ich kämpfe schon seit 2 Jahren ohne Erfolg gegen diese Milben. Angeblich sollen sie keien hohe Luftfeuchtigkeit vertragen, aber sie passen sich an. Die chem. Mittel helfen auch nicht so recht. Vielleicht hast du ja Glück.

Beth

Das hilft.
Hallo Katrin,
Zur biologischen Bekämpfung von Spinnmilben kannst Du Raubmilben oder andere natürliche Feinde einsetzen. Abgesehen davon gibt es jedoch keine (zumindest mir bekannte) biologische Methode um Spinnmilben erfolgreich zu bekämpfen. Seifenlauge und andere Mittel verzögern zwar die Ausbreitung, sind aber keine Mittel um von den Viechern echt weg zu kommen.
Auch bei den chemischen Keulen taugt das handelsübliche nichts und von den vielen Mitteln welche ich getestet hatte, waren lediglich zwei welche überzeugten. Das eine war ein Spray, nur für Treibhäuser geeignet und ist nicht mehr erhältlich.
Das andere ist Vertimec und wird von Maag hergestellt oder zumindest angeboten. Das Mittel hilft bei sachgerechter Anwendung garantiert, aber es darf nicht ohne gewisse Vorsichtsmassnahmen verwendet werden. Wenn Du über einen Raum verfügst in welchen Du die Pflanzen stellen kannst, in welchem keine Lebensmittel sind und welcher während der Behandlung deiner Pflanzen nicht bewohnt wird, kannst Du diese eventuell selbst behandeln. Sollte dies der Fall sein ist zu beachten dass die Pflanze wirklich von allen Seiten gründlich benebelt wird und zusätzlich die obere Erdschicht mit der Lösung durchtränkt wird.ACHTUNG DU MUSST WIRKLICH DARAUF ACHTEN DASS DAS ZEUG NICHT IN AUGEN UND ATEMWEGE GELANGT.Das Gift baut sich zwar nach einiger zeit ab und desshalb ist bei sachgerechter Behandlung keine Panik nötig,während der Anwendung aber ist das Zeug hochgiftig. Ich würde Dir evtl. raten zu einem Gärtner zu gehen und diesen die Behandlung machen zu lassen.Besteh dabei darauf dass die obere Erdschicht auch gut mitbehandelt wird.

Viele Grüsse Snoopy

Hallo Katrin,

ich hatte bisher zweimal Spinnmilben an verschiedenen Pflanzen und habe sie beidesman wegbekommen. Vorraussetzung ist, dass die pflanzen nicht zu gross sind:

Hülle den Topf in einen Plastikbeutel (Müllbeutel o.ä.) damit keine Erde herausfallen kann.
Mache eine Lösung aus 1l Wasser, 2 Schnapsgläser (4cl) Neutralseife, 1 Schnapsglas (2cl) Spiritus.
Drehe die Pflanze auf den Kopf und besprühe sie mit dieser Lösung bis sie überall(!) triefnass ist.
Nach 5 bis 10 Minuten mit der Dusche gut abbrausen (Duschstrahl so hart wie möglich, was die Pflanze eben verträgt, meine Zwergpalme hat den pulsierenden Massagestrahl verkraftet)
Diese Prozedur immer mit allen befallenen Planzen durchführen und das mindestens 4mal im Abstand von 3 bis 4 Tagen.

Das letzte ist wichtig, da die Behandlung evtl einige Milbeneier zurücklässt. Die geschlüpften Milben beginnen nach 5 Tagen erneut Eier abzulegen.

Aber: nicht jede Pflanze verträgt diese Behandlung. Anererseits je empfindlicher die Pflanze ist, umso schneller wird sie auch von den Milben zerstört. Totgeweiht ist sie schon durch die Milben, da kann man auch drastische Mittel anwenden.

Niels

Ich hab mich auch eine Ewigkeit mit diesen Sch…viechern rumgeplagt. Waschungen mit Seife etc. halfen immer nur eine gewisse Zeit.
Zum Schluss ist mir dann der Kragen geplatzt:
Ich hab das stark befallene Zyperngras entsorgt, bei den anderen Pflanzen wenn möglich alle Blätter abgeschnitten und gewartet bis sie wieder neu Blätter haten.
Mittlerweile hab ich keine Spinnmilben mehr…

Alex

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Spinnmilben

Hülle den Topf in einen Plastikbeutel
(Müllbeutel o.ä.) damit keine Erde
herausfallen kann.
Mache eine Lösung aus 1l Wasser, 2
Schnapsgläser (4cl) Neutralseife, 1
Schnapsglas (2cl) Spiritus.
Drehe die Pflanze auf den Kopf und
besprühe sie mit dieser Lösung bis sie
überall(!) triefnass ist.
Nach 5 bis 10 Minuten mit der Dusche gut
abbrausen (Duschstrahl so hart wie
möglich, was die Pflanze eben verträgt,
meine Zwergpalme hat den pulsierenden
Massagestrahl verkraftet)

Hallo ihr lieben,

wollt Ihr denn die Pflanzen ganz umbringen? Ich habe diese Methode noch nicht ausprobiert, aber sie hört sich ungesund an…
Tatsache ist, daß Spinnmilben nicht „einfach so“ an Pflanzen auftauchen, sondern daß nur Pflanzen von ihnen befallen werden, die an einem falschen Standort stehen und/oder falsch gepflegt werden. Jeder ist selbst schuld, wenn seine Pflanze von Spinnmilben ausgesaugt wird!

Viele Grüße,

Martin

Hallo Martin,

bei mir ist noch keine derart behandelte Pflanze gestorben! Ohne Behandlung waeren sie das mit Sicherheit. Einen Versuch ist es immer wert.

Mit dem Standort stimme ich Dir im Wesentliche zu… ABER es genuegt, wenn EINE Pflanze befallen wird. Die steckt dann die anderen an, egal ob sie optimal stehen oder nicht. Und bis du den Befall merkst, ist das Kind schon in den Brunnen gefallen.
Meistens sind es ja irgendwelche unguenstigen Umstaende, die zusammenkommen. Einmal befallen, sieht es dann so aus, als wuerden sie immer wieder neu befallen. Dabei ist es nur die alte Population, die sich regeneriert.

Ciao Niels

Hallöchen,

bwi mir hat sich bei Spinnmilbenbefall der Einsatz von Sommeröl bewährt. Gibt es im Gartenfachhandel. Es ist, würde ich sagen, „halbharte“ Chemie. Eine Beschreibung liegt der Packung bei, Du solltest Dich genau daran halten. Das Zeug ist nicht giftig, aber wassergefährdend, weil es aus Erdöl hergestellt wird.

Gandalf

Spinnmilben vertragen tatsächlich keine Feuchtigkeit. Deshalb kommen sie vorallem in der Heizperiode vermehrt vor oder auf zugigen Regen geschützten Plätzen.
Pflanzen die noch in einen Müllsack passen kann man behandeln, indem man sie einfach einpackt und so die Luftfeuchtigkeit erhöht.
Täglich lüften und darauf achten, daß die Blätter nicht an die feuchte Folie kommen und faulen.

Viel Glück

Hallo Martin,

bei mir ist noch keine derart behandelte
Pflanze gestorben! Ohne Behandlung waeren
sie das mit Sicherheit. Einen Versuch ist
es immer wert.

OK, Niels - ich habe es selbst noch nie ausprobiert, und deshalb war meine Kritik wohl unqualifiziert…
Ich habe aber eine viel einfachere Lösung: Nimm einen durchsichtigen Plastiksack (Z.B. Gefrierbeutel oder Müllsack), gib ein paar Spritzer Wasser hinein und stülpe ihn über die befallene Pflanze. Unten wird der Sack mit einem Gummiband am Stamm befestigt.
Aufgrund der sich bildenden extremen Luftfeuchtigkeit sind die Milben nach spätestens einer Woche tot. Die Pflanze allerdings auch, wenn man nicht täglich für einige Sekunden lüftet um Schimmelbildung zu vermeiden.
Noch sicherer ist die Verwendung von Raubmilben. Der Erfolg ist in Gewächshaus, Wintergarten und Blumenfenster absolut garantiert, wenn man die Gebrauchsanweisung beachtet.

Für den hundertprozentigen Erfolg beider Mittel kann ich garantieren.
(Obwohl ich, da meine Lieblinge alle in einem eigens beheizten Gewächshaus stehen, seit Jahren keine Spinnmilben mehr gehabt habe)

Viele Grüße,

Martin

Sache ist …
Hallo Katrin,
Scheint ja ganz schön was los zu sein in Sachen Spinnmilben und einiges an Sinnvollem und
Auch ein paar Dummheiten wurden darüber geschrieben. Das wesentliche wurde aber in allen bisherigen Antworten (auch in meiner) nicht geschrieben.
Das Problem bei Spinnmilben ist dass sie (abgesehen durch sehr hohe Luftfeuchtigkeit*) sozusagen nicht kaputt zu bekommen sind. Erstens haben diese Viecher eine unglaubliche Eigenschaft innerhalb weniger Generationen gegen beinahe alle chemischen Stoffe immun zu werden. Bei starkem Milbenbefall sind entsprechend der Anzahl Eier welche produziert werden diese Genartionen eine Sache von wenigen Tagen oder bei sehr starkem Befall sogar nur einigen Stunden. Die meisten im Handel erhältlichen Produkte töten nur die Viecher selbst, aber nicht deren Eier, wesshalb mit solche Mitteln nichts anzufangen ist. Wenn Du Dich für die chemische Keule entscheiden willst, musst Du darauf achten, dass Du ein Gift verwendest welches auch die Eier abtötet. Diese Gifte sorgen ausserdem auch dafür, dass wenn eines der Viecher der Besprühung etntgangen sein sollte, es dennoch eingeht, sobald es über eine besprühte Stelle kriecht. Wie in meiner ersten Antwort schon erwähnt sollte mit solche Stoffen aber äusserst vorsichtig umgegangen werden.
Zweitens wird bei den meisten Behandlungen vergessen die Erde gut zu behandeln, denn es nützt nichts die Viecher an der Pflanze zu töten, jene auf der Erde leben aber weiter. Auch wenn nur zwei oder drei von den Viechern oder Eiern überleben, wird sich Dein Problem immer widerholen. Desshalb muss immer daran gedacht werden auch die Erde zu behandeln, was in manchen Fällen nicht einfach ist.

Gandalf schrieb:

> bei mir hat sich bei Spinnmilbenbefall der Einsatz von Sommeröl bewährt.
> Gibt es im Gartenfachhandel. Es ist, würde ich sagen, „halbharte“ Chemie.
> Eine Beschreibung liegt der Packung bei, Du solltest Dich genau daran
> halten. Das Zeug ist nicht giftig, aber wassergefährdend, weil es aus Erdöl
> hergestellt wird.

Muss sagen dass es sich bei dieser Methode um eine der wenigen mir Unbekannten handelt, könnte aber zumindest als Nachbehandlung gehen.

Martin schrieb:

> Ich habe aber eine viel einfachere Lösung: Nimm einen durchsichtigen
> Plastiksack (Z.B. Gefrierbeutel oder Müllsack), gib ein paar Spritzer Wasser
> hinein und stülpe ihn über die befallene Pflanze. Unten wird der Sack mit
> einem Gummiband am Stamm befestigt.
> Aufgrund der sich bildenden extremen Luftfeuchtigkeit sind die Milben nach
> spätestens einer Woche tot. Die Pflanze allerdings auch, wenn man nicht
> täglich für einige Sekunden lüftet um Schimmelbildung zu vermeiden.
Gewächshaus, Wintergarten und Blumenfenster absolut garantiert, wenn
> man die Gebrauchsanweisung beachtet.

Scheint mir die einzig brauchbare (Plastikbeutel) Alternative zu Chemokeule zu sein, wobei jedoch wie Martin schon geschrieben hatte echt für die tägliche Lüftung gesorgt werden muss. Ausserdem sollte dabei aber noch erwähnt werden dass der Faktor Licht (bei Pflanzen mit starkem Lichtbedarf) auch noch beachtet werden sollte, da ein solcher Plastikbeutel das Licht doch wesentlich dämmt.
Wenn nach dieser Behandlung noch Raubmilben zur Nachbehandlung ausgesetzt werden, sollte es Dir auf diese Weise sicherlich gelingen Dein Problem zu lösen. Solange der Befall noch nicht zu extrem und es möglich ist, ist der Einsatz von natürliche Feinden wie eben z.B. die Raubmilbe immer die einfachste und einzig effektive Methode. Mit Laugen und allgemein erhältlichen Mitteln kannst Du lediglich eindämmen, aber nie das Problem echt lösen.

Grüsse Snoopy

Erstens haben diese
Viecher eine unglaubliche Eigenschaft
innerhalb weniger Generationen gegen
beinahe alle chemischen Stoffe immun zu
werden.

Dem stimme ich zu, Metasystox hat nicht geholfen!

Bei starkem Milbenbefall sind
entsprechend der Anzahl Eier welche
produziert werden diese Genartionen eine
Sache von wenigen Tagen oder bei sehr
starkem Befall sogar nur einigen Stunden.

Wie ich bereits unten erwähnt habe, beträgt die Zeit von Eiablage bis „Geschlechtsreife“ ca. fünf Tage, da können nicht innerhalb weniger Stunden mehrere Generationen auftreten

Die meisten im Handel erhältlichen
Produkte töten nur die Viecher selbst,
aber nicht deren Eier, wesshalb mit
solche Mitteln nichts anzufangen ist.

Oder Du musst eben ständig spritzen.

Wenn Du Dich für die chemische Keule
entscheiden willst, musst Du darauf
achten, dass Du ein Gift verwendest
welches auch die Eier abtötet. Diese
Gifte sorgen ausserdem auch dafür, dass
wenn eines der Viecher der Besprühung
etntgangen sein sollte, es dennoch
eingeht, sobald es über eine besprühte
Stelle kriecht.

Oder ein systemisches Mittel nehmen. Das wird von der Pflanze aufgenommen, verteilt sich in der Pflanze und tötet alle, die an der Pflanze knabbern oder saugen (besser nicht bei Gemüse nehmen)! Metasystox gehört zu diesen Mitteln und ist … auf Dauer unwirksam!

Gruss, Niels

Hallo Martin,

das mit dem Plastiksack habe ich schon mal probiert. Allerdings habe ich wohl nicht richtig belüftet. Die Pflanze (ich glaub es war ein Hibiskus) sah danach etwas jämmerlich aus. Ich habe ihn dann kräftig zurückgeschnitten und bald war er wieder in Ordnung. Allerdings waren auch die Milben wieder da. Das lag aber wohl daran, dass ich nicht alle befallenen Pflanzen behandelt hatte. Manche scheinen mit den Milben ganz gut zurechtzukommen. z.B. unsere Zwergpalme (aus einem Kern gezogen… STOLZ) war lange befallen ohne dass ich es bemerkte. Das war auch der Übeltäter, der die andern immer angesteckt hat. Dort hat dann meine Duschmethode geholfen + Pflanze bis zu den ersten Frösten im Freien.

Gruss, Niels