Hallo ihr Lieben,
ich wurde am 10.07.10 zum ersten Mal an einer Steißbeinfistel operiert. Sie war riesig, der Schnitt ungefähr 10 cm lang und innen war es ausgehöhlt in der Größe einer Mandarine. Leider ist die Wunde immer noch offen (wurde auch schon viermal ausgeschabt), sie will einfach nicht zuheilen. Anfang September war sie schon so gut wie zu, als sich aufgrund von Fehlbehandlung von meiner Ärztin eine Entzündung festsetzte und sich die Wunde wieder vergrößerte. Arbeite nun seit drei Wochen in Wiedereingliederung. Habe schon noch ziemliche Sitzschmerzen. Sehr unerträglich. Nun war ich am 25.10. beim Hautarzt, da meiner Hausärztin auch die Ideen ausgehen. Er meinte wohl, dass es oberflächlich zu schnell zugewachsen sei und es noch zwei Kanäle gibt in denen sich Blut sammelt. Er hat mit einer Sonde reingestochen und das Blut ablaufen lassen. Er meinte aber wenn in 1 - 3 Wochen keine deutliche Besserung zu sehen ist, werde ich wohl noch mal operiert werden müssen.
Gab es bei euch schon mal einen ähnlichen Fall? Wenn ja, was kann ich zur Unterstützung noch tun? Die Wunde wird jeden Tag ausgeduscht und dann mit einer Kompresse verdeckt. Außerdem nehme ich die Arnica D6 Globoli zur Unterstützung. Ich will nicht noch einmal so eine OP überstehen müssen!
Für eure Antworten bin ich euch jetzt schon sehr dankbar.
Hallo Blondie225,
leider hat dein Hautarzt Recht, denn wenn sich im Op.-Gebiet noch Fistelkanäle befinden, wird eine zweite Operation mit Eröffnung des unterminierten Gewebes unumgänglich werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass das noch spontan heilt, ist minimal. Dass die Wunde schon mal „so gut wie zu“ war, heißt nicht, dass die Pilonidalfistel verheilt ist.
Leider ist es nicht so selten, dass es nicht gelingt, bei der ersten Op. alle Gänge auszuräumen. Du bist sicherlich kein Einzelfall.
Homöopathische Mittel können nicht falsch sein, werden aber den Zustand nicht entscheidend verändern.
Gruß
Montanus
Hallo,
erstmal danke für die schnelle Antwort.
Aber ist es dann nicht so, dass es nicht mehr in dem Ausmaß geschnitten werden muss? Oder muss es dann nochmal komplett wie anfangs so tief geschnitten werden?
Du bist also der Meinung, dass es leider unumgänglich ist. Macht es Sinn noch ein paar Wochen zuzuwarten, oder soll es dann lieber gleich nochmal operiert werden?
Viele liebe Grüße
Hallo Blondie225,
Aber ist es dann nicht so, dass es nicht mehr in dem Ausmaß
geschnitten werden muss? Oder muss es dann nochmal komplett
wie anfangs so tief geschnitten werden?
Das lässt sich ohne genaue Kenntnis des Befundes nicht beantworten. Auf alle Fälle müssen alle noch vorhandenen Gänge geöffnet werden.
Du bist also der Meinung, dass es leider unumgänglich ist.
Ja, das sagte ich. Aber solche Aussagen können sich immer nur auf das beziehen, was du geschrieben hast, und dann auch nur auf den durchschnittlichen Verlauf, nie auf den Einzelfall.
Macht es Sinn noch ein paar Wochen zuzuwarten, oder soll es
dann lieber gleich nochmal operiert werden?
Hier gilt dasselbe. Wenn die Eiterung nicht aufhört, nützt langes Zuwarten in der Regel nicht. Ausnahmen gibt es natürlich immer.
Viele Grüße
Montanus
Hallo,
ich würde hochdosiert Enzyme gegen die Entzündung nehmen.
(200 St.-Pack. ist preisgünstiger)
Gegen schlecht heilende Wunden könnte Kieselsäuregel was bringen. (äußerlich und innerlich anwendbar).
Gruß Rosa