Hilfe, unser Kind schläft zuwenig!

Folgendes Problem: Unser 2 1/2-jähriger Sohn Malte schläft zuwenig - vor allem seit der verfl… Zeitumstellung.
Abends schläft er schlecht ein (er will nicht!), meist erst gegen 21.30 Uhr. Um 6 Uhr Nullnull steht er bereits wieder auf der Matte; Nachts erwacht er häufig mehrmals, manchmal ist er dann bis zu einer Stunde wach.
Malte schläft zwar tagsüber nach (sein Mittagsschlaf dauert 1 1/2 bis 2 Stunden), aber trotzdem ist er sehr häufig unausgeschlafen (= äusserst knatschig und trotzphasig).
Weiss jemand Rat? Kennt jemand diese Situation und hat eine gute Lösung gefunden?
(NB: Das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ erachte ich NICHT als gute Lösung!)

Herzlichen Dank für Eure Beiträge,
Michael Scheck

hi michael

spontan würde mir dazu nur einfallen das der mittagsschlaf wegfallen muß.
wird zwar am anfang hart, weil er dann ab nachmittags nölig ist, aber das müßte sich nach etwa 2 bis 3 monaten legen.

bis denne
thomas

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Spontan zu deinem Problem und ThoFes Antwort fällt mir noch ein, daß deinem Malte nachts, wenn er wach ist, klar sein muß, daß jetzt keine Spielzeit ist, also eher düstere Beleuchtung, wenig Diskussionen, nicht auf ihn eingehen, nur da sein (Angst braucht er ja nicht gleich zu bekommen). Ich hatte bei meinem Sohn das gleiche Theater und habe den Mittagsschlaf drastisch reduziert, wie ThoFe auch sagt und eben nachts einen auf ruhig gemacht. Dauert, aber hat funktioniert.
Trotzig wird er altersbedingt trotzdem sein.
Gute Nerven wünscht dir
Susanne

Hi

Vielleicht noch ein Tip

wenn unser Sohn (heute 3) zuviel
„Hummeln im Hintern und Blödsinn
im Kopf“ gehabt hat, dann hat es
zur „Abkühlung“ einen Gang durch
den Wald über die Wiese zum
See und zurück gegeben - dann war er
nicht mehr gnaddelig und meistens so
kaputt, dass er beim Zähneputzen schon
eingeschlafen ist!
Also: austoben lassen - irgendwann werden
sie alle müde :smile:))

Arne

Dank’ Euch für Eure guten Räte zu Maltes Schlafproblem!
Tja…
…da sind wir auch schon draufgekommen (Mittagsschlaf kürzen & so).
Was ich vielleicht in diesem Zusammenhang noch erwähnen sollte: Wir haben noch eine vier Monate alte Tochter - meine Frau ist also am Anschlag. Jetzt Maltes Mittagsschlaf zu kürzen, das würde sie wohl schwerlich überleben…
Weiss vielleicht jemand noch etwas zu diesem Thema?
Herzlichen Dank!
Michael

Hallo Michael,
ich glaube, es ist wichtig, daß Euer Sohn lernt, nachts wieder durchzuschlafen. Fühlt er sich durch die Kleine gestört? hat er Angst? Erzählt er „nur“ vor sich hin, oder kommt er zu Euch?
Wenn er nicht einschlafen kann (abends), kann es nicht nur daran liegen, daß er noch nicht ausgetobt ist, sondern daß er, im Gegenteil, überdreht ist!
Wenn er trotzig ist, ist es leider auch normal, daß er nöhlig ist. Er muß nicht müde sein (aber oft ist unsere Kleine müde und nöhlt dann auch :smile: ).
Ist er vielleicht eifersüchtig auf seine Schwester und hofft mit der Methode, nachts seine Eltern für sich zu haben, da einen Ausgleich erhalten zu können? Dann solltet Ihr Euch am Tag eine Zeit nur für ihn nehmen.

Nachdem bei der diesjährigen Zweitumstellung unsere Tochter auch eine Woche lang durcheinander gewesen ist, werden wir sie im Herbst etwas vorbereiten. Ich habe gehört, daß man es schaffen kann, das Zubettgehen im Laufe einer Woche ungefähr nach vorne oder hinten zu verlegen, wie man es eben braucht. Man geht jeden Tag etwas früher bzw. später ins Bett. Letztes Jahr im herbst hat es bei unserer Kleinen funktioniert; in diesem Frühjahr haben wir es drauf ankommen lassen, und es ging etwas schief. Aber es war nicht soo dramatisch wie bei Euch. Also im Herbst sind wir wieder dabei :smile: . Die Zeitumstellung ist ja auch schon etwas her. Vielleicht liegt es insegsamt an den helleren Abenden. Unsere Tochter geht jetzt, wo es sonnig und hell ist und noch Leben draussen ist, etwa eine Stunde später ins Bett, sie ist dann aber auch noch bis zu einer Stunde wach (erzählt sich etwas oder weiß der Himmel, was sie tut; sie ist friedlich, aber ab und zu hört man noch mal einen Juchzer. Wir gehen auch nicht mehr ins Zimmer, außer sie wird richtig laut, was selten vorkommt. Wir haben kein extra Licht in der Stube, machen es so dunkel wie möglich, auch beim Mittagsschlaf.).

Ich kann gut verstehen, daß Deine Frau da am Stock geht, wenn sie nachts ihre Ruhe nicht hat (und Du auch nicht), und sie mittags keine Verschnaufpause hat.
Vielleicht habe ich Euch noch eine Idee gegeben, was Ihr machen könntet.
Alles Gute, Deborah

Hallo!

Folgendes Problem: Unser 2 1/2-jähriger
Sohn Malte schläft zuwenig - vor allem
seit der verfl… Zeitumstellung.
Abends schläft er schlecht ein (er will
nicht!), meist erst gegen 21.30 Uhr.

Unser erster Sohn (inzwischen 8) hat mittags freundlicherweise immerhin bis 3 Jahre 1-2 Stunden regelmäßig geschlafen, aber spätestens ab dem Kindergarten gar nicht mehr, er war viel zu wißbegierig und der Tag nicht lang genug. Deswegen hatte es auch keinen Zweck in vor 20 bzw. im Sommer eher 21 Uhr hinzulegen. Damit er im Bett blieb (meistens) haben wir Cassetten abgespielt. Mein Mann hat extra die Kindercassetten auf 45 Minuten-Seiten umkopiert, damit wir nicht so oft umdrehen mussten. Besonders beliebt war und ist Benjamin Blümchen, weil nichts allzu gruseliges/spannendes abläuft und die Geschichte offenbar trotzdem fesselnd erzählt wird.

Seit 2 1/2 Jahren haben wir einen zweiten Jungen - und der war von Anfang an anders. Er hat schon als Neugeborenes nie am Stück geschlafen, sondern tagsüber höchstens hier mal 10 Minuten, da mal 20 und in der Nacht max. 4 Stunden am Stück. Abends ihn vor 21 Uhr hinlegen zu wollen, können wir gleich vergessen. Inzwischen schläft er allerdings dafür freundlicherweise (meistens) nachts durch (d.h. er wird einmal wach und kommt dann zu mir ins Bett) morgens bis gegen 8 Uhr (dann muß ich ihn wecken, weil ich berufstätig bin). Erst haben wir uns ganz lange ganz viel Streß damit gemacht, ihn zum schlafen zu bringen - das Kind braucht schließlich seinen Schlaf ( er braucht ihn nicht!) - (aber Cassette hören zum Einschlafen mag er nicht).

Es gibt bis heute nur eine Möglichkeit unseren Sohn zum Schlafen zu bringen, wenn er gar nicht will und das ist, ich gehe mit ihm ins Bett. Ich kann sogar lesen dabei (mit einer kleinen Nachttischlampe), ich muß nur bei ihm bzw. mir mit im Bett liegen. Das mache ich immer dann, wenn ich einen harten Tag hatte und einfach selbst auch Ruhe brauche. Es stimmt übrigens nicht, daß man die Kinder dann nie wieder aus dem Bett bekommt. Beim Großen haben wir das auch eine Zeitlang gemacht und irgendwann war es ihm bei uns im Bett zu ungemütlich (drei Leute nahmen da auf 1,80 * 2,00 m einfach zu viel Platz ein) und er kommt jetzt nur noch zum Schmusen, aber nicht mehr zum Schlafen.

Auch die Empfehlung der Schwägerin („Jedes Kind kann schlafen lernen“ - unsere nach dem Buch jedenfalls nicht!) haben wir versucht umzusetzen.

Erst als wir ihn einfach so genommen haben, wie er ist, seitdem läuft es recht gut. Ich freue mich über jeden Abend, an dem er vor 22 Uhr schläft und wir noch ein Stündchen für uns haben und falls nicht, trösten wir uns mit dem Gedanken, daß alle Kinder (irgendwann) schlafen lernen bzw. irgendwann für ihren Schlaf selbst verantwortlich sind (unser Großer z.B. schläft seit er lesen kann auch nicht mehr, aber das ist jetzt sein Problem, er muß selbst lernen, damit umzugehen). Und siehe da, vor allem seit das Wetter schön und unser Sohn viel draußen ist, ist er sogar schon mal um 20 Uhr so müde, daß er sofort einschläft.

Mittagsschlaf kürzen bringt übrigens aus meiner Erfahrung nichts, es sei denn das Kind ist am Nachmittag dann nicht knatschig (also ausprobieren). Unsere Tagesmutter hat es mit viel schlafen, wenig schlafen, gar nicht schlafen probiert, abends hatte ich immer die gleichen Probleme und eventuell noch den ganzen NAchmittag Knatsch dazu.

Fazit: Ihr solltet - ich weiß, deine Frau geht auf dem Zahnfleisch, ich weiß wie das ist - es wohl einfach mit Gelassenheit probieren. Nehmt die Zeit hin, anstrengend wie sie ist, es wird besser werden. Vermutlich hat Malte gerade keine Zeit zu schlafen, weil er (unbewußt) doch schauen muß, ob er da nicht was verpaßt, was sein neuer Mitspieler vielleicht dann an seiner Stelle einheimst.

Susanne

Um 6

Uhr Nullnull steht er bereits wieder auf
der Matte; Nachts erwacht er häufig
mehrmals, manchmal ist er dann bis zu
einer Stunde wach.
Malte schläft zwar tagsüber nach (sein
Mittagsschlaf dauert 1 1/2 bis 2
Stunden), aber trotzdem ist er sehr
häufig unausgeschlafen (= äusserst
knatschig und trotzphasig).
Weiss jemand Rat? Kennt jemand diese
Situation und hat eine gute Lösung
gefunden?
(NB: Das Buch „Jedes Kind kann schlafen
lernen“ erachte ich NICHT als gute
Lösung!)

Herzlichen Dank für Eure Beiträge,
Michael Scheck

hallo Michael!

Ich habe drei Kinder. Bei unserem Großen war es so, daß er weder bei Tag noch bei Nacht schlafen wollte. Ich erledigte meine tägliche Arbeit nur noch als Roboter. Irgendwann boten sich dann meine Eltern an, unseren Oliver mal für ein paar Tage zu sich zu nehmen, was wir dann natürlich auch machten . Irgendwie waren meine Eltern konsequenter als ich oder vielleicht war es auch nur die andere Umgebung. Auf jeden Fall schlief der Kleine nach 1 Woche Oma-Aufenthalt von 19.00 Uhr bis 07.00 Uhr durch!!! Welch eine Wohltat. Im übrigen ging es mir nach diesen kinderfreien Tagen auch wieder gut.
Vielleicht probiert ihr das einfach mal. Und noch etwas… Ihr braucht kein schlechtes Gewissen zu haben - von wegen „Kind abschieben“ oder so…

Viel Erfolg und ruhige Nächte

Uschi

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