Hallo!
Folgendes Problem: Unser 2 1/2-jähriger
Sohn Malte schläft zuwenig - vor allem
seit der verfl… Zeitumstellung.
Abends schläft er schlecht ein (er will
nicht!), meist erst gegen 21.30 Uhr.
Unser erster Sohn (inzwischen 8) hat mittags freundlicherweise immerhin bis 3 Jahre 1-2 Stunden regelmäßig geschlafen, aber spätestens ab dem Kindergarten gar nicht mehr, er war viel zu wißbegierig und der Tag nicht lang genug. Deswegen hatte es auch keinen Zweck in vor 20 bzw. im Sommer eher 21 Uhr hinzulegen. Damit er im Bett blieb (meistens) haben wir Cassetten abgespielt. Mein Mann hat extra die Kindercassetten auf 45 Minuten-Seiten umkopiert, damit wir nicht so oft umdrehen mussten. Besonders beliebt war und ist Benjamin Blümchen, weil nichts allzu gruseliges/spannendes abläuft und die Geschichte offenbar trotzdem fesselnd erzählt wird.
Seit 2 1/2 Jahren haben wir einen zweiten Jungen - und der war von Anfang an anders. Er hat schon als Neugeborenes nie am Stück geschlafen, sondern tagsüber höchstens hier mal 10 Minuten, da mal 20 und in der Nacht max. 4 Stunden am Stück. Abends ihn vor 21 Uhr hinlegen zu wollen, können wir gleich vergessen. Inzwischen schläft er allerdings dafür freundlicherweise (meistens) nachts durch (d.h. er wird einmal wach und kommt dann zu mir ins Bett) morgens bis gegen 8 Uhr (dann muß ich ihn wecken, weil ich berufstätig bin). Erst haben wir uns ganz lange ganz viel Streß damit gemacht, ihn zum schlafen zu bringen - das Kind braucht schließlich seinen Schlaf ( er braucht ihn nicht!) - (aber Cassette hören zum Einschlafen mag er nicht).
Es gibt bis heute nur eine Möglichkeit unseren Sohn zum Schlafen zu bringen, wenn er gar nicht will und das ist, ich gehe mit ihm ins Bett. Ich kann sogar lesen dabei (mit einer kleinen Nachttischlampe), ich muß nur bei ihm bzw. mir mit im Bett liegen. Das mache ich immer dann, wenn ich einen harten Tag hatte und einfach selbst auch Ruhe brauche. Es stimmt übrigens nicht, daß man die Kinder dann nie wieder aus dem Bett bekommt. Beim Großen haben wir das auch eine Zeitlang gemacht und irgendwann war es ihm bei uns im Bett zu ungemütlich (drei Leute nahmen da auf 1,80 * 2,00 m einfach zu viel Platz ein) und er kommt jetzt nur noch zum Schmusen, aber nicht mehr zum Schlafen.
Auch die Empfehlung der Schwägerin („Jedes Kind kann schlafen lernen“ - unsere nach dem Buch jedenfalls nicht!) haben wir versucht umzusetzen.
Erst als wir ihn einfach so genommen haben, wie er ist, seitdem läuft es recht gut. Ich freue mich über jeden Abend, an dem er vor 22 Uhr schläft und wir noch ein Stündchen für uns haben und falls nicht, trösten wir uns mit dem Gedanken, daß alle Kinder (irgendwann) schlafen lernen bzw. irgendwann für ihren Schlaf selbst verantwortlich sind (unser Großer z.B. schläft seit er lesen kann auch nicht mehr, aber das ist jetzt sein Problem, er muß selbst lernen, damit umzugehen). Und siehe da, vor allem seit das Wetter schön und unser Sohn viel draußen ist, ist er sogar schon mal um 20 Uhr so müde, daß er sofort einschläft.
Mittagsschlaf kürzen bringt übrigens aus meiner Erfahrung nichts, es sei denn das Kind ist am Nachmittag dann nicht knatschig (also ausprobieren). Unsere Tagesmutter hat es mit viel schlafen, wenig schlafen, gar nicht schlafen probiert, abends hatte ich immer die gleichen Probleme und eventuell noch den ganzen NAchmittag Knatsch dazu.
Fazit: Ihr solltet - ich weiß, deine Frau geht auf dem Zahnfleisch, ich weiß wie das ist - es wohl einfach mit Gelassenheit probieren. Nehmt die Zeit hin, anstrengend wie sie ist, es wird besser werden. Vermutlich hat Malte gerade keine Zeit zu schlafen, weil er (unbewußt) doch schauen muß, ob er da nicht was verpaßt, was sein neuer Mitspieler vielleicht dann an seiner Stelle einheimst.
Susanne
Um 6
Uhr Nullnull steht er bereits wieder auf
der Matte; Nachts erwacht er häufig
mehrmals, manchmal ist er dann bis zu
einer Stunde wach.
Malte schläft zwar tagsüber nach (sein
Mittagsschlaf dauert 1 1/2 bis 2
Stunden), aber trotzdem ist er sehr
häufig unausgeschlafen (= äusserst
knatschig und trotzphasig).
Weiss jemand Rat? Kennt jemand diese
Situation und hat eine gute Lösung
gefunden?
(NB: Das Buch „Jedes Kind kann schlafen
lernen“ erachte ich NICHT als gute
Lösung!)
Herzlichen Dank für Eure Beiträge,
Michael Scheck