Hi,
Hallo Chris!
ich habe ein absolutes Problem. Morgen muss ich eine Aufgabe
in VWL präsentieren und ich habe keinen Schimmer davon.
Grrrmpfff! Warum fällt den Leuten sowas immer am Tag vorher ein? :o) Und was heißt „keinen Schimmer“. Kann man Dir mit einer Erklärung auf die Sprünge helfen oder muß man bei Adam und Eva anfangen? Konkret für diesen Zusammenhang: Hast Du eine Vorstellung davon, was eine Indifferenzkurve ist?
Wer
hat Ahnung von VWL…falls ihr schon Wissen besitzt, hättet
ihr jetzt die Möglichkeit, es anzuwenden:
Eigentlich hab ich’s schon wieder verdrängt…
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Der Haushalt wird nach seinen Präferenzen bezüglich zweier
Güter befragt. Dabei stellt man folgende Indifferenzen fest:
(X1=1;X2=10)indifferent(X1=2;X2=6)indifferent(X1=3;X2=3)indifferent(X1=5;X2=0,5)
sowie
(X1=3;X2=25)indifferent(X1=5;X2=16)indifferent(X1=8;X2=10)indifferent(X1=11;X2=2)
Dabei sind X1 und X2 die beiden Güter.
So, jetzt fangen wir an zu malen. Mach dir mal ein Koordinatensystem mit den Achsen x1 und x2. Das brauchen wir für Aufgabe 1.2 ohnehin. Aufpassen, daß Du das KS so groß zeichnest, daß auf der x2-Achse Platz für 30 ist und auf x1 Platz bis 11.
Dann die ersten vier Werte nehmen und in das System einzeichnen. Die vier Punkte frei Hand durch eine Kurve verbinden.
Die anderen vier Wetre ebenfalls nehmen und durch eine Kurve verbinden. Dann hast Du zwei Indifferenzkurvenurven - eine ziemlich nahe am Ursprungspunkt und die andere weiter rechts oben.
1.1
Welche der vier folgenden acht Güterkombinationen werden aus
Sicht des Haushalts, wenn er den Axiomen der ordinalen
Nutzentheorie folgt, ebenfalls als indifferent angesehen?
(X1=1;X2=30) (X1=1;X2=9) (X1=3;X2=9) (X1=7;X2=2)
(X1=4;X2=25) (X1=3;X2=2) (X1=11;X2=3) (X1=2;X2=12)
(Erklärung: Es sind genau vier Güterkombinationen genannt, die
aus Sicht des Haushalts indifferent sein können; die 4 anderen
scheiden aufgrund der Axiome ordinaler Nutzentheorie aus.)
Das heißt: von den acht angegebenen Punkten liegen vier ebenfalls in etwa auf einer Linie, die anderen vier passen nicht so schön ins Muster. Alle acht einzeichnen und nach einer Verbindungslinie suchen. Kennst Du den Film Ghostbusters? da durften sich nie die Laserstrahlen kreuzen und so ähnlich ist das auch in der ordinalen Nutzentheorie. Wenn Du eine Linie einzeichnest, die sich mit den beiden bisherigen überkreuzt, dann stimmt was nicht. Also die vier zu verbindenden Punkte liegen entweder alle über der zweiten Kurve, unter der ersten Kurve oder zwischen beiden Kurven.
1.2
Skizzieren Sie das Indifferenzkurvensystem des Haushalts in
einem Diagramm (mit gleichen Abständen auf beiden Achsen und
begründen Sie den unproportionalen Verlauf der
Indifferenzkurven.
Genau das haben wir gemacht. Der Verlauf der Kurven (Steil/flach) resultiert aus dem Substitutionsverhältnis der beiden Güter. Zur Erklärung - nehmen wir mal Schuhe und Pizza als Güter. Jede gezeichnete Kurve beschreibt ein konstantes Nutzenniveau. Wenn Du auf ein paar Schuhe verzichtest (nutzenverlust) kannst Du das ausgleichen, indem Du eine Pizza mehr isst (nutzengewinn). Damit gibt es x beliebige Kominationen, die Dir den gleichen Nutzen verschaffen. der unproportionale Verlauf resultiert aus der Tatsache, daß das Tauschverhältnis der beiden Güter von den persönlichen Präferenzen abhängt. Ein Schuhfan muß eine Menge Pizzas essen, damit er wieder aufs gleiche Nutzenniveau kommt. Jemand der italienisches Essen mag nur wenige.
1.3
Die Preise für beide Güter seien gleich. Was lässt sich
ungeachtet des Einkommens des Haushalts, über seinen Konsum
sagen?
Puh, mit Einkommen wird’s kniffliger. Ganz pauschal würde ich sagen, der Haushalt präferiert eher das Gut x1, denn er ist bereit viel x2 aufzugeben um eine zusätzliche Einheit x1 zu bekommen.
Gruß
Tomcat
*schweißvonderstirnwisch*