heute morgen komme ich - es hat ganz ordentlich geregnet heute Nacht - in den Keller und finde ein Zimmer unter Wasser - ca. 50 l Wasser habe ich aufgewischt. Der Grund: ein rinnendes Bächlein auf Fußbodenniveau in der Außenwand - ca. 2,5 m Tiefe, Sandsteinmauerwerk, Baujahr 1930. Der Grund war sehr warscheinlich ein undichter Wasserhahn, der 5 m weiter entfernt im Garten die Nacht hindurch gespritzt hat (Alternative wäre undiche Wasserabflußleitung).
Ich möchte wegen dieses singulären Vorfalls jetzt die Hausmauer nicht gleich von außen aufbaggern lassen und eher ein zweites Unwetter abwarten. Momentan stellt sich für mich die Frage, wie ich dieses Löchlein in der Wand versorge - einmal mit dem Meisel durchgestoßen hat kaum Widerstand ergeben. Wie wäre es mit einer Dose Bauschaum?
Zweite Frage wäre, was ich mit der feuchten Innenwand mache - im Fußbodenbereich hat der ganze Putz das Wasser natürlich aufgesaugt. Ich habe nun zwei Heizlüfter aufgestellt und lüfte regelmäßig - aber wielange? Und, ist das ausreichend?
Bei einem (warum auch immer) wasserführenden Riss in einem erdberührten Mauerwerk würde ich das Injektionsverfahren mit einem für wasserführende Risse geeigneten Reaktionsharz auf PUR-Basis empfehlen. Beipielsweise führt die MC Bauchemie in Bottrop da ganz hervorragende Produkte.
Aber! Wenn die Mauer ihre Eigenfestgkeit verloren hat stellt sich die grundsätzliche Frage: WARUm hat sie das?
Mit einem Handmeißel wird man üblicherweise kaum ein Mauerwerk durchstoßen können. Es sein denn, es wäre eine Vorsatzschale auf Basis gipsbasierter Kartonage (was ich nicht vermute).
Die Idee mit einem Bauschaum würde ich ganz schnell vergessen, zumindest keinem Bekannten oder Freunden erzählen oder gar in einem Forum veröffentlichen …
(das wäre nun tatsächlich unteres DIY-Niveau)
… nicht die Hausmauer … von außen aufbaggern lassen und eher ein zweites Unwetter abwarten.
Zu welchem Ergebnis soll das führen? Wenn die Hauswand undicht ist, wird sie das wahrscheinlich ohne weitere Maßnahmen fortan immer sein.
Ursache suchen und beseitigen. Der Aufwand wird sich auf jeden Fall lohnen!
Ich habe nun zwei Heizlüfter aufgestellt und lüfte regelmäßig - aber wielange? Und, ist das ausreichend?
Normalerweise wird das reichen. Die Luftbewegung ist genauso wichtig wie ständiges Lüften. Ein Hygrometer anschaffen, Papier daneben legen + 1 Stift und die Raumluftfeuchtigkeit dokumentieren, wenn die Fenster einige Zeit geschlossen waren.
-.-.-.-
mfg -----> Klaus