Du solltest Dich mal mit Suchtverhalten bzw. Therapien
auseinandersetzen.
Sehr witzig… dieser Rat.
http://www.heise.de/tp/artikel/29/29756/1.html
Du solltest Dich mal mit Suchtverhalten bzw. Therapien
auseinandersetzen.
Sehr witzig… dieser Rat.
http://www.heise.de/tp/artikel/29/29756/1.html
Tach,
ich stelle ja nicht in Abrede, daß Betablocker ihr therapeutische Berechtigung haben, aber die Fragerin ist zum einen nicht traumatisiert und zum anderen ist für ihren speziellen Fall diese medikamentöse Hintertür, unabhängig vom angewendeten Medikament, konterkarierend.
Gandalf
Ich möchte bei meinen Studenten nicht ihre Stressresistenz
testen, sondern ihr Wissen. …
Wenn du als Lehrender tätig bist, finde ich es besonders schlimm, dass du so völlig uneingeschränkt für chemische Hilfsmittel eintrittst. Der nächste kommt und fragt nach Kokain, damit er in der Prüfung voll konzentriert ist - und du machst sowas dann noch zum allgemeinen Massstab, wer sich nichts einwirft, ist garnicht mehr konkurrenzfähig. Es sind ja jede Menge Happy Pills und Gehirnverstärker noch in der Entwicklung, am Ende geht es dann deinen Studenten wie amerikanischen Kampffliegern: zum Einsatz geht es mit
„Wachpillen“, deren Wirksamkeit übliche Vorstellungen weit übersteigen, und nachts können sie nur noch schlafen, wenn sie massive Gegenmittel einnehmen - bis zur nächsten Wachpille. Ist das das Berufsleben, auf das du deine Studenten vorbereiten willst? Und fürs Privatvergnügen noch ein paar Viagra…
Gruss Reinhard
Wenn du als Lehrender tätig bist, finde ich es besonders
schlimm, dass du so völlig uneingeschränkt für chemische
Hilfsmittel eintrittst.
Gerade weil ich auch als Lehrender tätig bin weiß ich wie belastend Prüfungsstress für Studenten sein kann. Das hat weder was mit fehlender Intelligenz noch mit schlechter Vorbereitung zu tun.
Ich frage mich, wie du zu der Schlussfolgerung kommst, ich würde ‚uneingeschränkt für chemische Hilfsmittel‘ eintreten? Wo habe ich das geschrieben oder gesagt? Es geht hier um Betablocker und nicht um Kokain, Happy Pills’ oder Viagra.
Das du nicht in der Lage bist zu differenzieren und mit Strohmann-Argumenten versuchst mich zu diffamieren, sehe ich keine Veranlassung die Diskussion mit dir fortzusetzen.
Hallo Pollux,
vielen vielen Dank für dein Statement! Es zu lesen tat gut…
Leider scheinen nicht viele nachvollziehen zu können, wie es sich für Menschen mit Redeangst anfühlt. Dass es viel mehr ist, als etwas Nervosität, die ja logischerweise dazu gehört und auch gut ist, da man dann voll konzentriert ist. Leider ist es bei mir so, dass ich trotz aller noch so intensiver Vorbereitung (ich kann da den Vortrag tausend Mal vor’m Spiegel üben) kaum einen klaren Gedanken fassen kann.
Als Lehrender scheinst du damit auch einige (indirekten) Erfahrungen gemacht zu haben. Was würdest du mir denn empfehlen?
Eine Therapie mache ich und bin fest entschlossen an meiner Angst zu arbeiten und hoffe darauf, dass ich auch irgendwann in der Lage bin, Präsentationen nur mit der normalen Nervösität halten zu können.
Leider, leider geht das alles nicht so schnell und das Studium und die dazu gehörigen Präsentationen warten leider nicht.
LG
Hallo Gandalf,
was mich hier wundert, ist, dass ich eine verkürzte Schilderung meines „Falls“ liefere, da anderes in einem solchen Forum-Format auch nicht möglich und eine Vertiefung dann höchstens auf Nachfrage passieren könnte. Dennoch meinst du, mir eine Diagnose stellen zu können (in Anlehnung an: „nicht traumatisiert“). Das finde ich doch ziemlich unüberlegt und derartiges sollte an dieser Stelle doch besser meinem Therapeuten überlassen werden, der zu dem Schluss kam, dass es bei mir nötig ist, kleine Hürden zu nehmen, d.h. sich langsam an eine „echte“ Präsentations- und damit Angstsituation heran zu tasten. Direkt in eine Präsentation zu stürzen, könnte in meinem Fall auch kontraproduktiv sein und eher negative Auswirkungen haben.
Nuja, aber du scheinst es ja besser zu wissen!
LG
Hallo watergolf,
danke für deinen Rat - Es wäre zu schön, wenn es so einfach wäre, wie es die Worte Ciceros versprechen…
Ich bin -egal ob schriftliche Klausur oder Referat- immer sehr gut vorbereitet: Bei Klausuren läuft ja auch alles super (vllt. da ich schon früher die fehlende mündl. Mitarbeit mit sehr guten schriftl. Noten ausgeglichen habe), nur bin ich in Präsentationssituationen einfach total blockiert!
Ich kann mir gut vorstellen, dass es für andere (Nicht-Betroffene) extrem schwer nachzuvollziehen ist. Ich kann mir schließlich auch nur oberflächlich vorstellen, wie sich Arachnophobiker fühlen…
Deine Tips haben mich dennoch gefreut.
Meine Handzettel so zu schreiben, wie ich es auch spreche (-also nicht in komplizierter „Schreibsprache“-) habe ich auch schon probiert. An und für sich ist das ein guter Tipp… leider fühlte ich mich dadurch auch nicht viel ruhiger.
Zu deinem Punkt c)
Ich weiß nicht, inwiefern man die Symptome als „ganz normal“ bezeichnen kann. Im Vergleich zu allen (und das kann ich so pauschal aus meiner Erfahrung sagen) früheren Mitschülern und Bekannten, empfinde ich meine Symptome gar nicht so normal. Normal ist eine gewisse Nervosität, die die Konzentration fördert… Denkblockaden trotz intensiver Vorbereitung, die dazu führen, dass man keinen sinnvollen, zusammenhängenden Satz hervorbringt, finde ich nicht so normal. Aber okay - über „normal“ lässt sich streiten.
Mit Baldrian-Tropfen („Sedariston“) habe ich es auch schon probiert. Hat allerdings gar nicht gebracht und daher habe ich es dann gelassen. Diese muss man, wie ich weiß, über längere Zeit einnehmen, damit sie wirken - das habe ich getan. Ich habe mich dadurch vllt. etwas ausgeglichener gefühlt, aber für die Extremsituation „Referat“ haben sie mir nicht geholfen. Ich möchte auch nichts dauerhaft einnehmen, so wie es bei Baldrian nötig ist.
Und Underberg??
Hab auch schonmal dran gedacht, 'nen Schnaps vorher zu trinken, aber es dann nie getestet. Dabei würde ich mich wohl nicht so wohl fühlen…
Was mir allerdings verschrieben wurde für Präsentationen ist: „Doxepin-neuraxpharm“ - Ob das nun harmloser oder sinnvoller ist als Beta-Blocker… ich weiß nicht. Aus der Not heraus habe ich es einmal getestet und kann es nicht empfehlen, da es einen sehr schnell sehr müde macht und das möchte man i.d.R. auch nicht.
zu d)
Gut, vielleicht sind 65 Min. reiner Vortrag übertrieben, dennoch ist es für mich persönlich schon der Horror nur vorne vor der Gruppe zu stehen - auch ohne, dass ich etwas sage. Und eine Diskussion anzuheißen… naja, das kann man sich wohl vorstellen, dass das eigentlich kaum angenehmer ist, als einen Vortrag zu halten.
Dass ich im Allgemeinen eher ehrgeizig bin, stimmt. Um herauszufinden, welcher der beste Weg ist, mache ich die Therapie. Denn an und für sich ist es ja wohl nichts schlimmes ehrgeizig zu sein. Nun muss ich nur noch lernen, gelassener zu sein… aber das ist ein Prozess, den man lernen muss.
Vielen Dank für deine Antwort!
LG
Moin,
eine Diagnose hab ich keine gestellt.
Aber traumatisierte Menschen kennst Du wahrscheinlich keine.
Das eine Heranführung an ein Problem durch Verhaltenstherapie mit Medikamenten assistiert wird, wäre mir neu, aber bei der Vielzahl der Methoden mag es da vielleicht eine Variante geben, bei der es so gehandhabt wird. Üblich ist es m.W. aber nicht.
Wenn Die Zeit drängt, wäre eine Beurlaubung/Krankschreibung wahrscheinlich produktiver als eine medikamentöse Krücke.
Gandalf
Moin,
vielen vielen Dank für dein Statement! Es zu lesen tat gut…
klar, weil es Dir nach dem Mund redet.
Eine Therapie mache ich und bin fest entschlossen an meiner
Angst zu arbeiten und hoffe darauf, dass ich auch irgendwann
in der Lage bin, Präsentationen nur mit der normalen
Nervösität halten zu können.
Dann gehe konsequent(!) diesen Weg!
Das ist langfristig weit besser für Dich.
Leider, leider geht das alles nicht so schnell und das Studium
und die dazu gehörigen Präsentationen warten leider nicht.
Dazu hab ich Dir auch schon zwei mal eine Empfehlung gegeben.
Gandalf
P.S.
ich arbeite auch an einer Hochschule und kenne die Probleme der Studierenden auch sehr gut.
Beta Blocker werden bei einem entsprechendem gesundheitlichen Störungsbild vom Arzt verschrieben. Aber für Dein Problem mit Panikattacken und Angststörungen, wären diese Medikamente eh nicht angebracht.
Allerdings gibt es auch für solche Fälle Medikamente, die aber ein Facharzt für Psychotherapie nach Sachlage bestimmen und verschreiben sollte.