HILFE! woher Beta Blocker?

Hallo zusammen,

ich hab mich hier angemeldet, da ich dringend Hilfe brauche!

Ich leide unter sehr starker Redeangst: Stehen Vorträge und Präsentationen bevor, bekomme ich schon Tage vorher Panikattacken… Daher neige ich dazu, solche Situationen zu meiden. Ich bekomme Herzrasen, einen Tunnelblick und zudem erröte ich in solchen Situationen sehr schnell. Wie ein Hitzeschwall fressen sich die roten Punkte vom Dekoltée aufwärts. Es ist kurzum eine enorme Horror-Vorstellung und Belastung für mich!

Darunter leide ich nun schon sehr lange - eigentlich so lange, wie ich Referate halten musste. Irgendwie habe ich mich im Gymnasium meist davor drücken können, doch um das mündliche Abitur kam letztendlich keiner. Da habe ich erstmals Beta-Blocker genommen und war wirklich überrascht!
Ich war zwar nervös (wer ist das nicht?), aber diese schrecklichen, alles erschwerenden und lähmenden Symptome wie dieses Herzrasen, Hitzegefühl und vor allem die alles blockierende Panik, die zu regelrechten Denkblockaden geführt hat, waren verschwunden! Anders, so denke ich, hätte ich trotz aller noch so intensiven Vorbereitung keinen sinnvollen, zusammenhängenden Satz raus bekommen.

Nun studiere ich und auch hier stehen mir wieder einige Präsentationen bevor. Die Ansprüche sind zudem viel größer: 10-Minuten-Vortrag? Pustekuchen! 65 Minuten und mehr! Für mich scheint das eine unüberwindbare Hürde, doch ich möchte mein Studium auch nicht deswegen abbrechen müssen.
Aus diesem Grund mache ich nun auch seit einiger Zeit eine Verhaltenstherapie. Allerdings sind wir noch nicht sehr weit gekommen und noch weit von einer auch nur annäherungsweise Besserung meiner Ängste entfernt. Dennoch sitzt mir die Zeit im Nacken, denn die nächste Präsentation ist schon bald!
Nun hoffe ich, dass mir nun noch mal die Beta-Blocker weiter helfen könnten. Eine Dauerlösung ist das natürlich nicht und ich würde mich freuen, ginge es irgendwann einfach so. Ich möchte an meinen Ängsten arbeiten, weshalb ich die Therapie mache, aber mir ist auch klar, dass das nicht von heute auf morgen geht. Das braucht Zeit, die ich aber irgendwie nicht zu haben scheine.

Drum bräuchte ich dringend euren Rat:
Nimmt jemand von euch aus demselben oder ähnlichen Grund Beta-Blocker? Woher kann ich die ja verschreibungspflichtigen Beta-Blocker bekommen?
Mein Therapeut kann selbst leider keine Medikamente verschreiben. Und einen „wirklichen“ Hausarzt (der mich kennt) habe ich leider auch nicht.

Über Antworten würde ich mich sehr freuen!

Liebe Grüße

Hallo,

das Lampenfieber vor Vorträgen aller Art - in all seinen Erscheinungsformen kenne ich von früher. Man will ja perfekt rüberkommen… nicht wahr?

Ich habe Beta-Blocker verordnet bekommen, weil ich einen zu hohen Blutdruck habe, der von einer nicht gut funktionierenden Pumpe (Herz) stammt.

Zum Lampenfieber kann ich nur sagen: Übe. Übe. Übe. Vor dem Spiegel, vor einer Freundin, vor der Familie, vor Bekannten. Besuche ein einschlägiges Seminar (Rhetorik, Präsentation o.ä.). Sicher wird auf Deiner FH oder Uni Entsprechendes angeboten, falls nicht, greife auf ein kommerzielles Angebot zurück, auch wenn es ein paar Euronen kostet.

Zu den Beta-Blockern kann ich nur sagen, dass sie fiese Nebenwirkungen haben und nur für den Fall gedacht sind, wenn die Hardware nicht mehr mitspielt. Falls das Problem an der Software liegt, sind sie ungeeignet.

Du könntest einen Allgemeinarzt (künftigen Hausarzt) aufsuchen und ihm Dein Problem schildern und hören, was er meint. Du könntest aber auch den Hausarzt, der Dich kennt, aus Deiner früheren Zeit aufsuchen.

Ich denke, hier im Forum werden keine Quellen für den illegalen Bezug von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln gehandelt.

Viele Grüße - alles Gute!
Maralena

Moin,

Du könntest Deinen Therapeuten bitten, ein kurzes Gutachten über Dich zu schreiben und zu sagen, dass er die Verschreibung von Beta-Blockern für angeraten hält.
Damit gehst Du zu einem Arzt, der evtl. noch ein paar medizinische Untersuchungen durchführen muss. Aber so kannst Du das Verfahren beschleunigen.

Grüße
Pit

Hallo,

Nimmt jemand von euch aus demselben oder ähnlichen Grund
Beta-Blocker?

Ein solcher oder ähnlich gelagerter Fall ist mir weder bekannt, noch habe ich je davon gehört.

Woher kann ich die ja verschreibungspflichtigen
Beta-Blocker bekommen?

Ein verantwortungsvoller Arzt wird die bei entsprechender Indizierung verschreiben - allerdings auch nur dann (und das ist bei Dir m. E. NICHT gegeben).

Mein Therapeut kann selbst leider keine Medikamente
verschreiben. Und einen „wirklichen“ Hausarzt (der mich kennt)
habe ich leider auch nicht.

Die von Dir gewünschten Beta Blocker haben nicht unbeträchtlich Nebenwirkungen, die Du vermutlich gar nicht haben willst. Ein wenig erinnert mich Dein Vorhaben an den Teenager, der aus Angst vor dem ersten Mal, Viagra nehmen möchte . . .

Du bist doch in einer Verhaltenstherapie und da gehört Dein „Ängste-Problem“ auch hin . . .

Hallo Leni,

ich kenne einige Menschen, die Betablocker zu diesem Zweck einnehmen. Besonders unter Musiker ist das (erschreckender?!) Weise recht verbreitet.
Es gibt viele Ärzte, die diesen Einsatz von Betablockern befürworten und unterstützen. Einige raten auch ab.
Ich denke, wenn du einen Arzt findest, der dir welche zu diesem Zweck verschreibt, dann kannst du sie einnehmen. Ich würde dir aber auf jeden Fall raten das nur unter ärztlicher Anweisung zu tun.
Es gibt viele verschiedene Arten von Betablockern, sie unterscheiden sich in Stärke und Wirkungsdauer. Nur ein Arzt kann dir zu dem für dich geeigneten Präparat raten.
Außerdem würde auch ich sagen, dass die Nebenwirkungen (bei mir waren die eher psychisch denke ich) nicht zu unterschätzen sind. Wenn du also eine Lösung ohne Medikamete findest, ist es auf jeden Fall besser.

Kurz gesagt möchte ich dir unbedingt raten dich und deine Probleme einem Arzt vorzustellen. (Das kann Allgemeinarzt oder Internist sein) Wenn du ihm deine körperlichen Probleme bei deinen Vortragsängsten schilderst und er da Betablocker für hilfreich hält, wird er dir sicher welche verschreiben. Meiner Erfahrung nach sind Ärzte sehr schnell mit dem Rezeptausstellen für Betablocker.
Wenn der Arzt, den du aufsuchst dir nicht zusagt, darfst du auch zu einem anderen Arzt gehen. Du musst lediglich wieder 10€ Praxisgebühr bezahlen.

Viele Grüße
Johanna

Hallo Tom,

gerne würde ich dir deine Schilderungen glauben, denn ich stimme dir eigentlich zu. (Leider) habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht und auch Ärzte (mehrere) haben mir gegenüber andere Verfahrensweisen befürwortet.

Viele Grüße
Klarjo

Hallo Johanna,

danke für deine Antwort.
Wie ich geschildert habe, habe ich nur wegen meines Abiturs ein einziges Mal auf die Beta Blocker zurückgegriffen. Nebenwirkungen entstanden daher keine. Welche psychischen Nebenwirkungen meinst du denn?

Liebe Grüße

Hallo,

nunja, dein Vergleich erstaunt mich etwas. Wenn du schon solche merkwürdigen Vergleiche in den Raum stellt, wäre es doch nett, du würdest sie etwas erläutern. (bzgl. „Teenager, der aus Angst vor dem ersten Mal, Viagra nehmen möchte . . .“)

LG

Hallo Pit,

danke für den Tip. Daran habe ich auch schon gedacht und werde das wohl bei der nächsten Sitzung in Angriff nehmen.
Zwar weiß ich, dass mein Verhaltenstherapeut im Grund gegen Medikamente ist, wird er mir vllt. ein solchen Gutachten schreiben, da er auch der Meinung ist, in meinem Fall wäre eine „Schock-Terapie“ der falsche Weg und kontraproduktiv. Ein langsames Herantasten sei der beste Weg, nur ist das im Studium irgendwie nicht möglich. Vielleicht und das hoffe ich, hat er da Verständnis und schreibt mir zumindest für den Anfang ein solches Gutachten.
Wie gesagt, die optimale Lösung sind die Beta Blocker sicher nicht und ich bin ja auch dabei an meinen Ängsten zu arbeiten.

Liebe Grüße

Hallo Maralena,

da musst du mich wohl falsch verstanden haben. Ich bin hier nicht auf der Suche nach einer Quellen für den illegalen Bezug von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln… oje oje…

Schön wär’s, wenn ich schon so weit wäre, mich in ein Rhetorikseminar (von denen ich auch schon gehört habe) begeben könnte, doch dazu ich meine Angst und die Panikattaken noch zu groß. Was nützt es mir, wenn ich erfahre wie bestimmte Mimik/Gestik auf meine Zuhörer wirkt, wenn ich der Situation eh keine Kontrolle darüber habe - und das auch nur, sofern ich mich überhaupt „freiwillig“ in die Situation begebe, da ich es meist einfach nicht schaffe…
„üben, üben, üben“… ist leider so leicht gesagt.

LG

Moin,

Aus diesem Grund mache ich nun auch seit einiger Zeit eine
Verhaltenstherapie.

Dennoch sitzt mir die Zeit
im Nacken, denn die nächste Präsentation ist schon bald!
Nun hoffe ich, dass mir nun noch mal die Beta-Blocker weiter
helfen könnten.

Herrje, warum solltest Du Dein Verhalten ändern (wollen), wenn so schön mit Medikamenten geht?
Du konditionierst Dich gerade auf etwas, was Du eigentlich (oder doch nicht) loswerden möchtest.
Entweder, Du ziehst die Therapie konsequent durch, ohne das Netz von Medikamenten, oder Du wirst mit der Therapie nie erfolgreich sein; warum auch, Dein Unterbewustsein ist voll auf Vermeidung programmiert und die Medis helfen doch.

Eine Dauerlösung ist das natürlich nicht und
ich würde mich freuen, ginge es irgendwann einfach so.

Dann zeih die Therapie durch, ohne Krücken.

Ich
möchte an meinen Ängsten arbeiten, weshalb ich die Therapie
mache, aber mir ist auch klar, dass das nicht von heute auf
morgen geht. Das braucht Zeit, die ich aber irgendwie nicht zu
haben scheine.

Du hast die Zeit, die Du Dir nimmst (oder nicht). Lass Dich zur Not beurlauben oder krank schreiben.

Drum bräuchte ich dringend euren Rat:
Nimmt jemand von euch aus demselben oder ähnlichen Grund
Beta-Blocker? Woher kann ich die ja verschreibungspflichtigen
Beta-Blocker bekommen?

Falscher Weg!

Gandalf

Hallo,

mir ging es vor Vorträgen früher ähnlich wie dir.

a) Befolge den Rat von Cicero: „Beherrsche die Sache, dann kommen die Worte von alleine“

b) Baue dir - eventuell aus einem Fotostativ und einem Brett - ein kleines Rednerpult. Dann hältst du deinen Vortrag.
Du bemerkst sofort, wo die geschriebene Formulierung nicht mit der gesprochenen übereinstimmt.
Man schreibt viel zu kompliziert. Der Redefluß wird unterbrochen.
Das Manuskript gleich korrigieren und das hinschreiben, was du spontan an Stelle der geschriebenen Vorlage gesagt hast.

c) Beta Blocker für deine ganz normalen Symptome finde ich als Quatsch. Ich nehme kurz vor einem Vortrag vier überzogene Tabletten: „Baldrian-Dispert Tag“ zusammen mit einem Fläschchen „Underberg“ zur besseren Resorption der Wirkstoffe der Baldrianwurzel.
Danach bin ich ganz ruhig und reagiere gelassen auf Zwischenfragen.

d) :10-Minuten-Vortrag? Pustekuchen! 65 Minuten und mehr! Für mich

Da hast du dich verhört! Niemand hört einem Studenten 65 Minuten lang zu.
Gibst du deine weltbewegenden Forschungsergebnisse bekannt?
Ansonsten kannst du doch nur altbekannte Sachen wiederkäuen.

Eine eiserne Regel für Vorträge lautet: ‚Man kann über alles reden, nur nicht über eine Stunde!’

Die Vorlesungen eines Professors dauern maximal 45 Minuten, danach Aufbruchstimmung. Da hört selbst dir niemand länger als 45 Minuten zu. Das einzig Interessante wären für die Zuschauer: „ … die roten Punkte vom Dekoltée aufwärts“:

Hitzeschwall fressen sich die roten Punkte vom Dekoltée
aufwärts. Es ist kurzum eine enorme Horror-Vorstellung und

Jeder Zuhörer sehnt das Ende, auch eines guten Vortrags, herbei.
Die Differenz von 45 zu 65 Minuten wird eventuell für Diskussionen eingeplant.

e) Nehme dich nicht zu wichtig!
Du bist eventuell ein übertrieben ehrgeiziger Typ. Dadurch verkrampfst du dich und erzeugst ungewollt Krampf.

Viel Erfolg!

watergolf

Hallo l-e-n-i,
also erst mal: Betablocker kann man sicher mal nehmen - wenn man weiter gesund ist. Daher ist ein Besuch bei einem Hausarzt schon ganz gut.
Ich habe das während meines Studiums manchmal vor mündlichen Prüfungen gemacht und nie irgendwelche Nebenwirkungen gespürt.
Da du eine Therapie machst und die Tabl. nur als Untestützung einsetzen willst kann ich darin auch nicht die moralische Verwerflichkeit sehen die hier von manchen suggeriert wurde.
Klar ist es nicht verkehr gut vorbereitet zu sein - aber damit sind nun mal für manche Menschen nicht alle Schwierigkeiten zu beseitigen.
Das erfordert jahrelanges Training - daher: such dir einen Arzt und erkläre ihm deine Situation. Eine Empfehlung deiner Therapeutin - so wie schon vorgeschlagen ist sicher hilfreich.
Erfolg. …lux

Nimmt jemand von euch aus demselben oder ähnlichen Grund
Beta-Blocker? Woher kann ich die ja verschreibungspflichtigen
Beta-Blocker bekommen?

Hallo,

ich habe vor einigen Jahren nach einem Herzinfarkt starke Betablocker erhalten wegen lebensbedrohender Herzrythmusstörungen, musste aber feststellen, dass mir damit keine lebenswerte Zukunft bevorstand - ich brauchte beipielsweise eine Stunde, nur um mich zu entschliessen aufzustehen und zum Abendessen auf die Krankenstation zurückzugehen.

Ich habe daher im Lauf etwa eines Jahres die Dosis selbständig vierteltabblettenweise reduziert bis auf Null, obwohl die Ärzte jede Verantwortung abgelehnt haben, seitdem nehme ich keine mehr.

Meine persönliche Meinung und Erfahrung: wenn du dich da in eine Abhängigkeit hineinmanövrierst, ist dein Leben sowieso gelaufen. Zumindest in der Konzentration, die ich einnehmen sollte, bist du garnicht mehr arbeitsfähig.

Gruss Reinhard

Hallo Leni,

nunja, dein Vergleich erstaunt mich etwas. Wenn du schon
solche merkwürdigen Vergleiche in den Raum stellt, wäre es
doch nett, du würdest sie etwas erläutern. (bzgl. „Teenager,
der aus Angst vor dem ersten Mal, Viagra nehmen möchte . . .“)

was genau ist an dem Vergleich denn für Dich nicht nachvollziehbar bzw. merkwürdig oder was verstehst Du nicht?

Hi Klarjo,

gerne würde ich dir deine Schilderungen glauben, denn ich
stimme dir eigentlich zu.

natürlich gibt es auch Negativ-Beispiele, die man wohl in Kauf nehmen muss, wenn man Medizin ausschließlich oder vorrangig unter marktwirtschaftlichem Aspekt betreibt . . .

(Leider) habe ich ganz andere
Erfahrungen gemacht und auch Ärzte (mehrere) haben mir
gegenüber andere Verfahrensweisen befürwortet.

Das glaube ich Dir mit Verweis auf Vorstehendes - beliebte Ausrede „Wenn ich das nicht mache, geht der Patient halt zum nächsten, der das dann macht.“ Soviel zum Eid der Docs.

…wenn du dich da in
eine Abhängigkeit hineinmanövrierst, ist dein Leben sowieso
gelaufen. …

Betablocker reduzieren die körperlichen Begleiterscheinungen der Angst (zittern, Schwitzen… und senken den Blutdruck/Puls). Die Gefahr einer körperlichen Abhängigkeit besteht nicht.

Zum kurzfristigen Einsatz bei Prüfungssituationen eignen sie sich und mit sonstigen Nebenwirkungen ist dann auch nicht zu rechnen.

Die Gefahr einer körperlichen Abhängigkeit
besteht nicht.

Ist mir klar, aber man kann auch psychisch abhängig werden, das ist wohl bei den meisten Medikamenten-Abhängigkeiten so: man muss bloss dran glauben, dass man es ohne die jeweiligen Pillen nicht mehr schafft.

Abgesehen davon haben wir völlig gegensätzliche Lebensauffassungen. Ich könnte niemals stolz auf mich sein, wenn meine Leistungen auf Doping beruhen würden (nichts anderes ist es, Betablocker stehen daher auch zu Recht auf der Dopingliste z.B. für Schützen). Aber es muss jeder selbst entscheiden, wieviel chemische Krücken er in Anspruch nehmen will. Prüfungen mit chemischer Unterstützung sind auch nicht mehr wert als abgeschriebene Arbeiten. Und ja, ich weiss sehr wohl wie altmodisch ich bin, wahrscheinlich lachst du dich schon tot.

Gruss Reinhard

Moin,

Da du eine Therapie machst und die Tabl. nur als Untestützung
einsetzen willst kann ich darin auch nicht die moralische
Verwerflichkeit sehen die hier von manchen suggeriert wurde.

wenn Du auf meinen Beitrag abhebst; wo habe ich eine moralische Verwerflichkeit angemahnt?
Ich habe nur auf die Unsinnigkeit hingewiesen, eine Verhaltenstherapie zu machen, trotzdem aber das Hintertürchen Betablocker zu nutzen. So ist eine solche Therapie von vorhinein zum Scheitern verurteilt.

Du solltest Dich mal mit Suchtverhalten bzw. Therapien auseinandersetzen.

Gandalf

Abgesehen davon haben wir völlig gegensätzliche
Lebensauffassungen. Ich könnte niemals stolz auf mich sein,
wenn meine Leistungen auf Doping beruhen würden (nichts
anderes ist es, Betablocker stehen daher auch zu Recht auf der
Dopingliste z.B. für Schützen). Aber es muss jeder selbst
entscheiden, wieviel chemische Krücken er in Anspruch nehmen
will. Prüfungen mit chemischer Unterstützung sind auch nicht
mehr wert als abgeschriebene Arbeiten. Und ja, ich weiß sehr
wohl wie altmodisch ich bin, wahrscheinlich lachst du dich
schon tot.

Nein, warum sollte ich mich totlachen - wenn das deine Auffassung ist - ist das deine Auffassung. Und wenn du dich ‚altmodisch‘ nennen willst - hat das nichts mit mir zu tun. Deine ‚Lebensauffassung‘ interessiert mich nicht.
Ich möchte bei meinen Studenten nicht ihre Stressresistenz testen, sondern ihr Wissen. Und als Biologe weiß ich, dass immenser Stress den Neocortex quasi lahm legt. Das hat weder mit ‚abschreiben‘ noch mit ‚Doping‘ zu tun. Wenn du das so siehst ist das dein gutes Recht - deine Meinung zur Allgemeingültigkeit zu erklären allerdings nicht. Hier wurden auch nicht moralische Meinungen erfragt sondern Erfahrungen und Möglichkeiten wie man Betablocker legal bekommen kann.
…lux

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