Hallo!
Ich studiere Germanistik im 7. Semester und habe bald eine sehr wichtige mündliche Prüfung zum Thema: „Wortarten“. Es wird dabei v.a. um die verschiedenen Wortartenklassifiaktionen von Eisenberg, Duden und Zifonun/Strecker/Hoffmann gehen. Hat jemand Erfahrungen (vielleicht durch eigene Prüfungen) mit diesem Thema? Oder kennt sich evtl. jemand mit den verschiedenen Grammatiken aus? (besondere Schwierigkeiten hab ich mit der Eisenberg-Grammatik) Es wäre toll, wenn ich hier jemanden finde, der mir helfen kann!!
Hallo!
Es
wird dabei v.a. um die verschiedenen Wortartenklassifiaktionen
von Eisenberg, Duden und Zifonun/Strecker/Hoffmann gehen.
Vielleicht kannnst Du kurz erläutern, wo genau Deine Verständnisprobleme bestehen. So ganz ohne Anhaltspunkt ist das ein weites Feld. Auf konkrete Fragen kann ich evtl. konkret antworten.
Oder kennt sich evtl. jemand mit den
verschiedenen Grammatiken aus?
Ich habe mit allen dreien gearbeitet und habe sie auch im Regal stehen. Aus dem Kopf könnte ich Dir die Unterschiede in der Klassifikation aber nicht erklären.
(besondere Schwierigkeiten hab
ich mit der Eisenberg-Grammatik)
Hmja, Eisenberg ist mehr ein Lesebuch denn ein Nachschlagewerk. Er ist toll, um ein Verständnis für Zusammenhänge zu bekommen, aber eher ungeeignet, um eine Systematik zu erkennen.
Gruß,
Max
Hallo Denker!
Erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich weiß, dass es schwierig ist auf meinen Beitrag zu antworten, weil ich keine direkte Frage stelle. Ich versuche zunächst mal meine Probleme mit Eisenberg zu konkretisieren:
(1)
Ich habe noch nicht richtig verstanden, ob Eisenberg überhaupt eine eigene Wortartenklassifikation vornimmt. Er schlägt in seinen Bänden („Der Satz“ und „Das Wort“) zwar einige Einteilungen vor, doch direkt im nächsten Satz betont er, dass es sich hierbeit nur um eine illustrative Darstellung handelt und nicht etwa um seine eigene Klassifikation.
(2)
Ein weiteres Verständnisproblem liegt in den Kriterien der Wortartenklassifikation: Meines Wissens nimmt Eisenberg die Einteilung der Wortarten nach ‚syntaktischen Kriterien‘ vor, doch an einigen Stellen seiner Werke fließen durchaus auch ‚semantische‘ und ‚morphologische Kriterien‘ ein. (zumindest habe ich den Eindruck)
Ich kann aber leider keine Erläuterung für diese Vorgehensweise finden. Und gerade auf diese eben genannten Kriterien legt meine Prüferin besonderen Wert und es wäre gut, wenn ich diese sicher verstanden hätte.
Ich hoffe meine Fragen „erschlagen“ Sie nicht, ich habe versucht so konkret wie möglich zu fragen 
Vielen Dank schonmal!
Grüße Steffi
Hallo Steffi!
Ich habe noch nicht richtig verstanden, ob Eisenberg überhaupt
eine eigene Wortartenklassifikation vornimmt.
Hmm, in der Tat eine schwierige Frage. Wie gesagt ist der Eiasenberg ja mehr ein Lesebuch denn eine Systematik.
Er schlägt in
seinen Bänden („Der Satz“ und „Das Wort“) zwar einige
Einteilungen vor, doch direkt im nächsten Satz betont er
Kannst Du mal die genauen Stellen angeben?
Ein weiteres Verständnisproblem liegt in den Kriterien der
Wortartenklassifikation: Meines Wissens nimmt Eisenberg die
Einteilung der Wortarten nach ‚syntaktischen Kriterien‘ vor,
doch an einigen Stellen seiner Werke fließen durchaus auch
‚semantische‘ und ‚morphologische Kriterien‘ ein.
Wortartenklassifikation an sich ist ein Problem, weil man den Grenzen immer wieder fließende Übergängen oder Worte mit Zwiitereigenschaften findet. Ich glaube deshalb kaum, daß man Wörter alleine nach „syntaktischen Kriterien“ einteilen kann, ohne an enigen Stellen hilfweise auf Morphologie und Semantik zurückzugreifen. Ich werde mir den Eisenberg heute abend mal als Bettlektüre vornehmen, vielleicht habe ich noch eine Idee dazu.
Und gerade auf diese eben genannten
Kriterien legt meine Prüferin besonderen Wert
Hmm. Merkwürdges Germanistikstudium.
Gruß,
Max
Hallo Denker,
Danke erstmal für die schnelle Antwort. Ich bin wirklich froh über jede Hilfe
so nun zum Thema:
Die Textstellen, indenen Eisenberg Wortartenklassifikationen vorstellt, sind zu finden auf Seite 36/37 in dem Band „Grundriss der deutschen Grammatik: Das Wort“, 2006)
Er beschreibt hier zwei Modelle und weist aber direkt im nächsten Satz darauf hin, dass die Klassifikationen einen rein illustrativen Charakter haben und nicht etwa das Wortartensystem der vorliegenden Grammatik darstellen. Wenn ich in anderer Literatur (oder auch bei google) nach seiner Wortarteneinteilung suche, dann begegnet mir aber häufig genau die Klassifikation von Seite 36. (???)
Wortartenklassifikation an sich ist ein Problem, weil man den
Grenzen immer wieder fließende Übergängen oder Worte mit
Zwiitereigenschaften findet. Ich glaube deshalb kaum, daß man
Wörter alleine nach „syntaktischen Kriterien“ einteilen kann,
ohne an enigen Stellen hilfweise auf Morphologie und Semantik
zurückzugreifen. Ich werde mir den Eisenberg heute abend mal als
Bettlektüre vornehmen, vielleicht habe ich noch eine Idee dazu.
Dazu kann ich nur das sagen, was mir meine Professorin weitergegeben hat. Ich habe mir eine Tabelle erstellt in der ich die Wortarten der drei verschiedenen Grammatiken gegenüber gestellt habe. Zudem habe ich das bzw. die Kriterien aufgeführt, die die einzelnen Autoren genutzt haben. Hierbei hat Eisenberg wirklich nur eine Klassifikation nach dem ‚syntaktischen‘ Kriterium vorgenommen. Meine Professorin bestätigte mir dies. Ich kann leider aber nicht richtig nachvollziehen, warum dies so ist. Denn: Auch Eisenberg unterteilt seine Wortarten zunächst nach flektierbaren und nicht flektierbaren Worten. Soweit ich das verstanden habe handelt es sich hier doch eindeutig um ein morphologisches Kriterium?!
Hmm. Merkwürdges Germanistikstudium.
Ja
das stimmt, vor allem wenn man bedenkt, dass ich auf Lehramt für Förderschulen studiere…naja, was sein muss, muss sein!! 
Liebe Grüße, Steffi