Hilfreiche französische Wörter

Hallo Leute,
ich suche „typische“ französische Wörter die man oft im Aufsatz benutzen kann, wie z.B.: „bref“, „de plus“, „alors“… kennt jemand einen Link bzw andere hilfreiche Wörter?
danke

Servus,

die quasi-kausale Verbindung mit „or“, „donc“, „alors“ ist schon mal hübsch.

Auch wenn ein Franzlehrer sich davon kaum wird bluffen lassen, ist darüber hinaus die Verwendung von Partizipialkonstruktionen ein einfaches und probates Mittel, um Texte „französisch“ klingen zu lassen. Und natürlich auch die rhetorische Dreigliederung, mit „primo - secundo - tertio“ markiert oder auch nicht. Dann noch ein paar schmückende Girlanden mit den Adverbialen „effectivement“, „finalement“, „en vérité“ (oder auch als Attribut „véritable“).

Vieles wird Dir - es ist ja noch Zeit bis hin - Lektüre bringen. Ruhig auch Zeitungen („Le Monde“ schreibt recht gutes Französisch). Der Papagei als solcher ist gar nicht der dümmste Sprachschüler: Er hat den großen Vorteil, daß er sich nicht den Kopf zerbricht, sondern bloß grad wiedergibt, was er hört.

Schöne Grüße

MM

wichtigste Girlande: ‚en fait‘! owT

beliebtes Stilmittel, wo ich immer die Augen verdreh:
vue que dass :wink: >doppelt gemoppelt

andere:
voyons
c’est ça
d’accord
mon dieu
apropos

etc

Salut
ExNicki

Salü ExNicki,

vue que dass :wink: >doppelt gemoppelt

Au ja, ganz wichtig; auch als „pourvu que“ gerne genommen. Und seehr seriös: Wenn man bedenkt, daß es keinen ernstzunehmenden Arrêt Préfectoral gibt, der nicht am Anfang mit wenigstens einer halben Seite „Vu la loi du XII. Brûmaire VII etc. etc.“ die gesamte Rechtsgeschichte seit der Revolution wiedergibt. Leider habe ich den Fotoapparat nicht dabeigehabt, als ich verblüfft irgendwo im Limousin vor einer nicht besonders sorgfältig instand gehaltenen Burgruine stand, an der sogar das Schild „Betreten verboten“ mit so einer Leier von „Vu la loi du…“ anfing.

Nett zum Syntax- und Grammatiküben sind Schriftsätze von Rechtsanwälten, die klassischerweise im Hauptteil (Antrag) aus einem einzigen Satz bestehen, der sich über viele Seiten hinziehen kann: Da wirds dann richtig lateinisch, und manche Bezüge kann man bloß an der Form eines Partizips (Singular/Plural, Genus) dingfest machen.

Wenn der geplante Abi-Aufsatz ein salbungsvolles Gschmäckle bekommen soll, kann man am Schluß mit der Dekorationsspritze noch ein paar „ceci étant“, „nonobstant“, „nombre de“, „sus- und sousmentionnés“ etc. draufsetzen. Und am Schluß, bei der Synthese, „mettre en exergue“.

Beiläufig: Ist Dir mal das Büchelein von Robert Beauvais „L’Hexagonal tel qu’on le parle“ begegnet? Zwar schon von 1970, aber immer noch eine reiche Fundgrube für Begriffe und Wendungen aus La Défense. Und ein wenig betrüblich, weil viele der Wendungen, die 1970 lächerlich aufgeblasener Nonsens waren, heute ganz normalem Sprachgebrauch entsprechen.

Schöne Grüße

MM

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