Hallo,
hab mal eine absolute EX-Experten-Frage:
ich entwickle (beruflich) gerade eine Platine, an die eine EX zugelassene Mess-Sonde angeschlossen werden soll. Der Eingang muss eigensicher sein und das Gerät soll hierfür eine ATEX-Zulassung bekommen.
Um die Zulassung möglichst einfach zu gestalten, soll dieser Schaltungsteil vom Rest getrennt werden.
Zur Frage: wie erzeuge ich die Hilfsenergie hierfür (5V/10mA)? (das Gerät hat einen 230V Anschluss und einen Trafo zur Versorgung der übrigen Elektronik)
Meine Ideen:
Eigener Trafo hierfür: Trafo wird angeblich vom
EX-Prüfer aufgeschnitten, um die Abstände (3mm) zu überprüfen ?!
Welche Trafos sind geeignet?
gekaufter DC/DC-Wandler, gibts welche mit EX ?
selbstgebauter DC/DC-Wandler (ich brauch ja nur 50mW) mit
spannungsfesten Kondensatoren oder Übertragern mit entsprechenden
Kriechabständen (3mm)???
Wer hat Erfahrungen hiermit?
Gruß, Werner
Das wird rein gar nix bringen, weil solch ein Trafo sehr wahrscheinlich
nur die EX-Schutzart „Erhöhte Sicherheit“ hat.
Der Fragesteller braucht aber gar keinen Trafo, der selbst für Verwendung
im EX-Bereich geeigent ist sondern eine Spannungsquelle, die ein Zertifikat
für die Speisung von „Eigensicheren EX-Komponenten“ hat.
Das ist was völlig anderes.
Wenn der Hersteller dafür garantiert ist das sein Bier,
falls der Prüfer was findet.
Du kennst dich im Bereich EX-Schutz offenbar nicht aus.
Gruß Uwi
hab mal eine absolute EX-Experten-Frage:
ich entwickle (beruflich) gerade eine Platine, an die eine EX
zugelassene Mess-Sonde angeschlossen werden soll. Der Eingang
muss eigensicher sein und das Gerät soll hierfür eine
ATEX-Zulassung bekommen.
Da wirst du nicht umhin kommen, dich mühselig durch die EX-Vorschriften
zu wühlen. In dem Fall konkret zum Thema Speisung von eigensicheren
EX-Komponenten. Mal eben irgend einenTrafo mit irgend einem Zertifikat
zukaufen ist völlig am Thema vorbei.
Um die Zulassung möglichst einfach zu gestalten, soll dieser
Schaltungsteil vom Rest getrennt werden.
Zur Frage: wie erzeuge ich die Hilfsenergie hierfür (5V/10mA)?
(das Gerät hat einen 230V Anschluss und einen Trafo zur
Versorgung der übrigen Elektronik)
Meine Ideen:
Eigener Trafo hierfür: Trafo wird angeblich vom
EX-Prüfer aufgeschnitten, um die Abstände (3mm) zu
überprüfen ?!
Welche Trafos sind geeignet?
gekaufter DC/DC-Wandler, gibts welche mit EX ?
selbstgebauter DC/DC-Wandler (ich brauch ja nur 50mW) mit
spannungsfesten Kondensatoren oder Übertragern mit
entsprechenden
Kriechabständen (3mm)???
Wer hat Erfahrungen hiermit?
In meiner Fa. ist EX-Schutz ein regelmäßiges Thema. Selber habe ich bisher
nur „Druckfeste Kapselung“ und „Erhöhte Sicherheit“ gemacht.
Andere Kollegen beschäftigen sich auch mit „Eigensicherheit“ ,
„Verguss“ und und anderen EX-Massnahmen. Alles in allem ein sehr
zeitraubendes und mühseliges Geschäft.
Wenn du selbst kein Ahnung davon hast und selber nicht die Zeit
finden solltest, die EX-Vorschriften Punkt für Punkt durchzuarbeiten,
dann suche dir einen Partner, der beratend zur Seite steht.
Kostet natürlich Geld, aber Zertifizierungen, die dann wegen Mängel
länger dauern oder ganz daneben gehen, kosten weit mehr.
Alternativ kannst du nach zertifizierten Quellen zur Speisung
eigensicherer Stromkreise suchen und diese evtll. einsetzen.
Sofern der Trafo nicht in einer EX-Zone installiert wird, braucht der
auch wohl keine EX-Zulassung. Aber dein Ausgang zum Sensor muß alle
Bedingungen erfüllen, dass die Versorgungsleitung nicht zur Zündquelle
wird. Dazu sind z.B. begrenzende Elemente für Spannung und Strom
vorzusehen und diese üblicher weise mit mehrfacher Redundanz.
Natürlich werden auch hohe Anforderungen an sichere Trennung und
VDE-Parameter wie Luft und Kriechstrecken eine Rolle spielen.
Meine Angaben ohne Gewähr, aus dem Kopf kann ich dir dazu jetzt
aber weiter nichts sagen.
Gruß Uwi
Ich bin davon ausgegangen, das das im rechtlichen Bereich genauso abläuft, wei beim VDE. Ich hatte ein Relais eingebaut,in eine Platine, das VDE Zulassung hatte und das wurde wegen zu gringem Abstand der Kontakte bemängelt. Die Mehrarbeit und die neue Platine ging nach einigem Rechtstreit auf Kosten des Relaisherstellers.
Hallo,
was du da beschreibst ist sicher ein Ausnahmefall, weil Hersteller
wohl selten so blöd sind und fahrlässig handeln.
Ansonsten gehe mal davon aus, dass bei EX alles deutlich aufwendiger
komplizierter und teurer ist, als paar polige VDE-Vorschriften
einzuhalten, wofür man als Hersteller nur eine Erklärung abgeben muß.
Ausnahme EX-Zone 2, aber dafür brauchst du keine „Eigensicherheit“.
Gruß Uwi
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ein Trafo mit EX ist also nicht unbedingt Pflicht, aber vielleicht erleichtert er die Zulassung bezüglich der Kriechstrecken ?! (er wird vielleicht nicht so schnell aufgeschnitten, wie einer ohne EX)
Ansonsten erstmal Danke für dein Knoffhoff.
Werde mich weiter in die Materie einarbeiten müssen, obwohl ich zum Glück nur die Zuarbeit mache. Die eigentliche Zulassung macht jemand anders.
Gruß, Werner
Was soll das sein, „Trafo mit EX“ ?
Wenn du den Trafo nicht im EX-Bereich einsetzt, dann steht hier nur
die Frage, wie du am Ausgang zum „Eigensicheren Sensorstromkreis“
Spannung und Strom auf die zulässigen Werte begrenzt (inc. Fehlerfall!).
Die Grenzwerte sind in der oben genannten Norm festgelegt.
ist also nicht unbedingt Pflicht, aber
vielleicht erleichtert er die Zulassung bezüglich der
Kriechstrecken ?!
Erstmal gelten, soweit ich weiß, die üblichen Anforderungen der VDE.
Ob gegenüber der speziellen EX-Anwendung ein üblicher Sicherheitstrafo
höhere Anforderungen haben muß, weiß ich nicht.
Gruß Uwi