Bei uns in einem kleinen Örtchen treibt seit einiger
Zeit ein ‚Hilfspolizist‘ (=städtischer Angestellter)
sein ‚Unwesen‘.
Was da heißt, in unserem ruhigen Örtchen, wo sich normalerweise niemand an einem kleinen Verkehrsmäßigen Fehlverhalten des anderen stört,
wird jetzt rigoros durchgegeriffen.
Wenn ich meinen Wagen jetzt teilweise auf den breiten Bürgersteig stelle (obwohl Platz ohne Ende), oder mal kurz wo
anhalte, wo ich es nicht dürfte (obwohl dort nur dreimal im Jahr jemand vorbeikommt) bekomme ich gleich die volle Breitseite des Gesetzes zu spüren.
Naja, Gesetz ist Gesetz kann man da sagen…
Aber jetzt zur Sache!
Der Bursche scheint rund um die Uhr im Einsatz zu sein.
Früh morgends als auch spät abends hagelt es Strafzettel und
das wie gesagt meist für Kleinigstkeiten.
Darf dieser Mensch denn rund um die Uhr seinen ‚Schikanen‘
nachgehen, oder sind dort Grenzen gesetzt?
Kann ich offiziell die Arbeitszeiten dieses Weltverbesserers in Erfahrung bringen?
Oder sonst irgendiwe wehren?
Ach ja eins noch.
Wir haben einen großen Ausländeranteil (auch Asylanten) bei uns im Ort.
Die machen Verkehrsmäßig gerade was sie wollen.
-Stört auch sonst niemanden hier!-
Aber bei denen traut er sich nicht Zettel zu verteilen,
weil dies nicht gesundheitsfördernd für ihn ist.
Ist das auch OK?
Das Sendungsbewußtsein vieler ÖDler und Beamter ist wohl in den meisten Fällen rechtlich o.k. und von unserer Spießer-, Stutzer- und Neidergesellschaft auch so gewollt.
Durch unser Wahlverhalten haben wir uns selbst eine Diktatur der Beamten installiert.
Die einzige Chance ist es, sie einzeln zur Strecke zu bringen, falls sie selbst eine Verfehlung begehen.
Da dies jedoch langwierig und teuer ist, empfehle ich Dir persönlich, dies einfach nur einmal zu exerzieren. Das befriedigt ungemein und macht einen hart für die nächsten Willküraktionen des Amtsschimmels.
Also mein Tip (ohne Gewähr und Pistole): halte die Augen offen, erhebe Einspruch gegen jeden Strafzettel, bringe Zeugen bei, falls Du zu Unrecht aufgeschrieben wirst und leite ruhig auch mal eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen ihn ein. Ist doch egal, ob etwas daraus wird, wichtig ist, daß dieser Mensch merkt, daß das Volk sich wehrt!
Wie und wo und wann kann ich denn die
Dienstaufsichtsbeschwerde
einleiten???
Hallo Caro,
womit willst du eine solche Beschwerde denn begründen ? Mit zu großem Diensteifer ?
Ehrlich, noch viel schlimmer als übereifrige Beamte sind doch Streithanseln und Querulanten, die, anstatt ihr eigenes Verhalten zu überdenken, lieber durch ständige Klagen und Beschwerden anderen das Leben schwer machen.
Gib dem Mann doch einfach keine Gelegenheit mehr, dich aufzuschreiben ! Halte dich halt an die Regeln und du hast deine Ruhe !
Solche Regeln sind im übrigen ja nicht gottgegeben, sie lassen sich, gerade auch in kleineren Orten, durchaus verändern.
Sprich doch diese Probleme (auch das mit dem 'Hilfsscherrif, den Asylanten und was dich sonst noch ärgert !) einfach mal in der nächsten Bürgerversammlung an !
Das verspricht durchaus Erfolg, und vielleicht findest du ja auch ein paar engagierte Mitstreiter!
Lass dich bloß nicht von dem rachsüchtigen Gegeifere selbsternannter Behörden-Rambos aufhetzen. Diese Amokläufer-Mentalität ist doch wirklich nur peinlich und bringt einen keinen Schritt weiter !
Im Prinzip hast Du ja recht,
aber wenn ich mein Auto (nur ein Beispiel) 10 cm auf dem Bürgersteig parke, um nicht durch den Dreck zu laufen,
auf dem ich parke -und parken darf-,
dann bin ich zwar im unrecht, aber …
Siehst Du das anders?
Grüße
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Nein, das sehe ich genauso !
Ich verstehe auch, dass du dich ärgerst, würde mir genauso gehen !
Aber in dem Fall sitzt der Typ halt einfach am längeren Hebel und die einzige Möglichkeit ihn zu bremsen (ohne deine Nerven zu ruinieren oder dich lächerlich zu machen) ist nun mal, ihm durch dein Engagement für liberalere Regelungen auf euren Strassen seinen Wirkungskreis etwas zu beschneiden.
Dafür wünsche ich dir auf alle Fälle viel Glück !
Wie und wo und wann kann ich denn die
Dienstaufsichtsbeschwerde
einleiten???
Hallo Caro,
womit willst du eine solche Beschwerde denn begründen ? Mit zu
großem Diensteifer ?
Da findet sich immer etwas.
Ehrlich, noch viel schlimmer als übereifrige Beamte sind doch
Streithanseln und Querulanten, die, anstatt ihr eigenes
Verhalten zu überdenken, lieber durch ständige Klagen und
Beschwerden anderen das Leben schwer machen.
Der Ansicht bin ich eben auch, daher muß man solche Typen knallhart einbremsen!
Gib dem Mann doch einfach keine Gelegenheit mehr, dich
aufzuschreiben ! Halte dich halt an die Regeln und du hast
deine Ruhe !
This is not an option.
Es ist unmöglich, sich an alle Verlehrsregeln so zu halten, daß solche Typen keinen Ansatzounkt mehr finden.
Solche Regeln sind im übrigen ja nicht gottgegeben, sie lassen
sich, gerade auch in kleineren Orten, durchaus verändern.
Sprich doch diese Probleme (auch das mit dem 'Hilfsscherrif,
den Asylanten und was dich sonst noch ärgert !) einfach mal in
der nächsten Bürgerversammlung an !
Das verspricht durchaus Erfolg, und vielleicht findest du ja
auch ein paar engagierte Mitstreiter!
Ich würde es Dir wünschen, allerdings fürchte ich, daß solche selbsternannten Sheriffs großen Rückhalt in der Bevölkerung haben.
Lass dich bloß nicht von dem rachsüchtigen Gegeifere
selbsternannter Behörden-Rambos aufhetzen. Diese
Amokläufer-Mentalität ist doch wirklich nur peinlich und
bringt einen keinen Schritt weiter !
Kann man sehen wie man will. Ich habe so schon mal einen übergeschnappten Beamtengott zur Strecke gebarcht und zahle deshalb noch heute jeden Strafzettel mit einem dicken Grinsen…
Hallo Carolin
das was der städt. „Angestellte“ (kein Beamter, wie du selbst schreibst!) da macht, tut er sicher nicht als städt. Mitarbeiter sondern als „Jedermann“ - d.h. jeder, aber auch wirklich jeder, kann jemanden anderes wg. einer OWi anzeigen. Sie werden dabei nicht besser oder schlechter behandelt, als die Politessen etc.
Es gibt sogar Privatleute, die ihre eigenen Vordrucke für solche Anzeigen haben - eine reines Querulantenproblem.
Zu dem was Matthias schreibt: Der scheint schlechte Erfahrungen mit Beamten gemacht zu haben - seine Antwort strotzt vor Polemik. Wenn er schreibt, dass es unmöglich ist, sich an alle Regeln zu halten, dann ist das schlicht und ergreifend falsch.
Thema Dienstaufsichtsbeschwerde: Diese ist nur gegeben (toller Ausdruck, heißt aber so) wenn der Mitarbeiter sich in seinem persönlichem Verhalten daneben benommen hat. Ich glaube, dass kannst du hier wohl nicht anführen - oder hat er dich einmal falsch angezeigt? (Dann Straftat: falsche Verdächtigung)
Ach ja: du hast unten etwas geschrieben von „10 cm auf dem Bürgersteig, um nicht dreckig zu werden“. Das Halten auf dem Bürgersteig ist nun einmal verboten. Und deine Begründung ist lediglich (sorry, wenn ich es einmal so sagen muss) reine Bequemlichkeit. Mit der gleichen Begründung könntest du ja auch vor einem Geschäft dich auf einen Behindertenparkplatz stellen, wenn es regnet (um nicht nass zu werden).
Du hast es hier wohl mit einem Querulanten zu tun, der zufällig im öD ist. Leider scheint er mit seinen Anzeigen ja recht zu haben. Du kannst ihm nur den Wind aus den Segeln nehmen, in dem du versuchst, dich an die Verkehrsregeln zu halten
Hallo Carolin und Ihr anderen,
die einen halten es für Quierulantentum, die anderen nennen es
Notwehr. Es ist nur eine Frage der Perspektive.
Es gibt nunmal bestimmte Regeln (Gehweg für Fußgänger, Radweg für
Fahrräder, Straße für Autos usw. ), an die wir uns alle halten
(sollten). Und dann meinen einige, ihre Bedürfnisse wären
wichtiger (z.B. um nicht naß zu werden) und andere meinen, daß
sie sich dagegen wehren müssen (z. B. um nicht Slalomzufahren).
Und gegen dieses Wehren wird dann wieder aufbegehrt:
Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder mich auf mein Fehlverhalten
hinweisen darf? Dagegen leg ich Dienstaufsichtsbeschwerde ein,
irgend einen Grund werde ich mir schon aus den Fingern saugen.
That’s life - sonst hätten die Gerichte nichts zu tun.
Grüße von
Gordie
(ich hab übrigens auch solche „Notwehrvordrucke“ - damit geht’s
schneller)
Kannst Du mir das schicken bzw. hier einstellen?
Das ist ja alles in einem gewissen Maße einzusehen
und zu verstehen.
Jeder ärgert sich mal auch über Kleinigkeiten.
Aber wenn jetzt einer daher geht und findet Sachen, die
keinen von unseren 10.000 Einwohnern stören,
dann hat das doch nichts mit richtig oder recht zu tun!?
Und so jemanden, wenn er es nicht anders versteht sollte
man auch mal versuchen anders zurecht zu weisen,
bzw. als Außenseiter darstellen.
Grüße
Caro
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Carolin,
da hast Du mich wohl mißverstanden.
Was soll ich Dir schicken?
Willst Du den von Dir kritisierten Hilfspolizisten etwa unterstützen? Wohl kaum!
Grüße
Gordie
Aber wenn jetzt einer daher geht und findet Sachen, die
keinen von unseren 10.000 Einwohnern stören,
dann hat das doch nichts mit richtig oder recht zu tun!?
Hast Du 10.000 Leute gefragt?
Und wenn ja, dann solltet Ihr schleunigst die Gesetze ändern, damit Ihr diesem Menschen das Handwerk legen könnt.
Wenn nein, na dann hat er ja wohl die Rechtslage auf seiner Seite!
Recht ist übrigens keine Sache der (stärkeren) Mehrheit, sondern hat meist was mit Gesetzen zu tun. Und die kann man natürlich ändern, wenn sich die Voraussetzungen verändern. Aber einfach ignorieren - das kann man sie meistens nicht. Bzw. man sollte sich nicht beschweren, wenn man kostenpflichtig dabei „erwischt“ wird.
kann es sein, dass du mich falsch verstanden hast.
Mit „Querulanten“ meinte ich nicht den, der aus berechtigtem Anlass jemanden anzeigt. Ich meine damit diejenigen, die anscheinend nichts besseres zu tun haben, als den ganzen Tag Autos aufzuschreiben (und dann bei rot über die Ampel gehen ).
Wie du aus meiner ViKa sehen kannst, bin ich vom Fach. In meiner Bußgeldstellenzeit waren mir die Mitbürger mit 40-50 Anzeigen am Tag (die gibt es und die meine ich) nicht besonders gut gelitten - ganz unabhängig davon, ob sie „im Recht“ waren.
kann es sein, dass du mich falsch verstanden hast.
Es scheint so. Sorry und es tut mir leid.
Mit „Querulanten“ meinte ich nicht den, der aus berechtigtem
Anlass jemanden anzeigt. Ich meine damit diejenigen, die
anscheinend nichts besseres zu tun haben, als den ganzen Tag
Autos aufzuschreiben (und dann bei rot über die Ampel gehen ).
Wie du aus meiner ViKa sehen kannst, bin ich vom Fach. In
meiner Bußgeldstellenzeit waren mir die Mitbürger mit 40-50
Anzeigen am Tag (die gibt es und die meine ich) nicht
besonders gut gelitten - ganz unabhängig davon, ob sie „im
Recht“ waren.
Ich fahre sehr viel mit dem Fahrrad und wehre mich einfach gegen die, die mir auf meinen täglichen Wegen auf dem Radweg „im Weg stehen“ - nicht mehr und nicht weniger. Das ist manchmal wochenlang keine Anzeige, manchmal ist aber „auf dem Radweg kein Parkplatz mehr frei“ und es sind dann gleich mehrere am Tag.
Aber auch diese Notwehr wird von vielen (fußkranken) Zeitgenossen als Denunziantentum und rechthaberisches Querulantenverhalten beschimpft. Aus diesem Grunde habe ich wohl etwas empfindlich reagiert.
In diesem Sinne und viele Grüße
Gordie
…jaja, die lieben „Kampfradler“…
Einerseits modern viel Radfahrer über zugeparkte Radwege (was ich übrigens auch nicht gutheiße, denn es sollten keine Radfahrenden Kinder auf die Straße ausweichen müssen), andererseits fahren sie wie die Wilden auf dem Fußweg und mangeln reihenweise Fußgänger um. Von denjenigen Radlern, die zu zweit oder zu dritt nebeneinander auf der Straße fahren und somit jedwedes Überholmanöver unmöglich machen, möchte ich gar nicht reden.
Ich glaube kaum, daß viele Autofahrer wegen solcher Untaten Anzeige erstatten.
Diese dümmliche, insistente Anzeigerei im Straßenverkehr halte ich für wenig zielführend. Das beschäftigt nur sinnlos unsere Gerichte, die ja angeblich genug zu tun haben auch ohne dertige Geschichten.
Solche Denunzianten jedenfalls brauchen eine starke Hand. Man kann sich gegen solche Leute wehren, also zögert nicht, alle Rechtsmittel voll auszunutzen. Jemand, der bereits 100 Anzeigen gemacht hat, ist leicht als unglaubwürdiger Radikaler abzustempeln…
Hallo Hawethie,
genau solche Antworten wie die von Mathias hatte ich im Ohr, als ich auf Deinen Beitrag geantwortet habe.
Eine Diskussion mit Mathias erspar ich mir allerdings - das bringt nicht und kostet mich nur sinnlos Zeit.
Grüße Gordie