Hallo liebe www-Gartenfreunde,
ich habe mal ein Frage:
Und zwar^^:
Wir haben im Januar 2008 3 Himbeeren gepflanzt. Die haben im Sommer und Spätsommer auch schön Früchte getragen, die übrigens super geschmeckt haben…
Aber jetzt haben wir festgestellt, dass eine der Pflanzen immernoch Blätter trägt. Bis letzte Woche waren die noch mehroderweniger Grün, inzwischen sind sie schon faul und fallen langsam ab.
Also die Frage:
Ist das normal, dass einige Himbeeren noch Blätter bis in den tiefen Winter tragen (weil bei den alten Himbeeren ist das nicht der Fall).Hat das vllt. was damit zu tun: Auf den Etiketten stand das sie winterhart sind. Und was mich am meisten wundert: Sie haben schon wieder Frucht-Ansätze…
Und gleich noch 'ne Frage:
Dass die Äste noch nicht vertrocknet sind, liegt wahrscheinlich daran, dass sie mehrjährig sind??? Weil die Ruten der alten Himbeeren sind wie jedes vertrocknet und wurden abgeschnitten…
Puuh, das war erstmal ne Menge, aber ich hoffe ihr könnt mir helfen…
Lg,
der verzweifelte Hobbygärtner
Ist das normal, dass einige Himbeeren noch Blätter bis in den
tiefen Winter tragen (weil bei den alten Himbeeren ist das
nicht der Fall).Hat das vllt. was damit zu tun: Auf den
Etiketten stand das sie winterhart sind. Und was mich am
meisten wundert: Sie haben schon wieder Frucht-Ansätze…
Nach meiner Erfahrung sterben die diesjährigen Ruten noch ab. Ich habe mich bei meinen Pflanzen auch gewundert, wie lange sie noch bis in den Herbst hinein Früchte getragen haben.
Dass die Äste noch nicht vertrocknet sind, liegt
wahrscheinlich daran, dass sie mehrjährig sind??? Weil die
Ruten der alten Himbeeren sind wie jedes vertrocknet und
wurden abgeschnitten…
Sie sterben mit Sicherheit ab. Abschneiden kannst Du sie ja noch im Frühjahr. Mehrjährig tragende Ruten sind mir unbekannt.
Udo Becker
Nach meiner Erfahrung sterben die diesjährigen Ruten noch ab.
Mehrjährig tragende Ruten sind mir unbekannt.
Hallo Udo,
wie denn nun? Wenn alles aus dem Vorjahr abstirbt?
Grüße
Ulf
Nach meiner Erfahrung sterben die diesjährigen Ruten noch ab.
Mehrjährig tragende Ruten sind mir unbekannt.
Hallo Udo,
wie denn nun? Wenn alles aus dem Vorjahr abstirbt?
Ich verstehe Deine Frage nicht. Im Frühjahr kommen neue Ruten, die alten sind perdu.
Udo
…
[MOD: Überflüssiges Vollzitat entfernt]
Verzweifeln brauchst du nicht! Im Gegenteil, freue dich auf den Frühling und diese Himbeerrute, welche einen solchen Lebenwillen hat.Ich habe seit 50 Jahren Himbeeren und jedes Jahr ein paar eigenwillige Dinger,
die andersrum gestrickt sind.
Die Sommerernte sollte jetzt als neue, starke Ruten im
Garten stehen, die Blätter sind sicher weg.
Die Herbsternte wird nach der Ernte geschnitten und treiben erst im Frühjahr als neue Ruten aus dem Boden
Ich hoffe, du bist jetzt nicht mehr verzweifelt
Inge
Ich verstehe Deine Frage nicht. Im Frühjahr kommen neue Ruten,
die alten sind perdu.
Hallo Udo,
woher kommen die neuen Ruten, wenn die alten absterben?
Grüße
Ulf
Sag mal Ulf, fragst du das in allem Ernst?
Dann kannst du meine Antwort weiter oben lesen!
Inge
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Sag mal Ulf, fragst du das in allem Ernst?
Dann kannst du meine Antwort weiter oben lesen!
Inge
Sag mal Inge, fragst du das in allem Ernst?
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Ulf
Nährstofffrage, aber kein Problem
Hallo!
Kein Grund zum Verzweifeln.
Normalerweise werden Blätter abgeworfen, nachdem Nähr- und andere stoffe daraus in den Rest der Pflanze verlagert wurden. Deshalb verfärben sich auch die Blätter der meisten Bäume, bevor sie fallen.
Die Herbstfärbung der Wälder hat in den letzten Jahren ganz allgemein abgenommen, weil ein Überangebot an Nährstoffen besteht. Normalerweise würde im Herbst das Nährstoffangebot knapper, was die Verlagerung auslösen würde. Durch ein allgemeines Nährstoffüberangebot (vor allem durch Stickstoffeinträge aus der Luft) findet diese Rückverlagerung nicht mehr statt, die Pflanze ist einfach nicht mehr darauf angewiesen. Die Blätter frieren dann später einfach ab.
So haben wir das zumindest mal gelernt.
Durch das warme Wetter im Dezember ist Letzteres bisher nicht geschehen. In meinem Garten blühte eine Lupine in voller Pracht! Die Natur nutzt ihre Chance, da ist die Jahreszeit schlußendlich egal. Mag auch sein, dass Deine Himbeeren bei der Pflanzung üppig mit Nährstoffen versorgt wurden…
Also: Kein Grund zum Verzweifeln. Abwarten. Und Staunen.
Grüße
kernig
woher kommen die neuen Ruten, wenn die alten absterben?
Ei, aus dem Wurzelstock.
Udo
woher kommen die neuen Ruten, wenn die alten absterben?
Ei, aus dem Wurzelstock.
Hallo Udo,
so wie du es beschrieben hattest, dürfte es kein mehrjähriges Holz über der Erdoberfläche geben. Deshalb meine Nachfrage. Inge hat das zwischenzeitlich erläutert.
Grüße
Ulf
Die Herbstfärbung der Wälder hat in den letzten Jahren ganz
allgemein abgenommen
Hallo kernig,
zumindest für meine Region kann ich das nicht bestätigen. (Wald teilweise auf Lößboden, intensive Landwirtschaft rings herum, für Stickoxide in der Luft gibt es keine Mauer)
Kannst du das mit der verminderten Herbstfärbung untersetzen?
Grüße
Ulf
Vertröstung
Hallo Ulf!
Unser Prof. Höster (Mitautor dieses und anderer Baumbücher:
http://www.amazon.de/Geh%C3%B6lzflora-Mitteleuropa-w…, also ich nehm schon an, dass der Ahnung von der Sache hat)
hat uns das so erklärt. Ich habs Ihm erst einmal einfach so geglaubt. Er nannte die Eschen als Beispiel. Noch vor ein paar Jahrzehnten hätten die sich gelb verfärbt im Herbst. Heute (und das weiß ich aus eigener Erfahrung) frieren die Blätter grün vom Baum.
Luftstickstoff ist, soweit ich weiß, nicht gleichmäßig überall verteilt.
Ich muss mich da aber erst nochmal informieren, dann versuche ich noch was nachzliefern.
Grüße
kernig
Verteilung Stickstoffeintrag
Hallo nochmal!
Hier eine Erklärung dafür, warum Stickstoffeinträge nicht gleichmäßig verteilt sind:
http://www.lwf.bayern.de/imperia/md/content/lwf-inte…
Seite Eins
Hier die Erklärung für bunte Blätter, das Wetter ist wohl ein wichtiger Faktor:
"Warum verfärben sich die Blätter im Herbst?
Zuvor wird als erste Sparmassnahme das verbrauchte Chlorophyll nicht mehr ersetzt. Dadurch verblasst das Grün der Blätter langsam. Nun treten die gelblichen Farbstoffe der Carotinoide hervor. Diese Farben sind nur vermeintlich Herbstfarben, denn sie sind das ganze Jahr über vorhanden, werden vom dominanten Grün bloss überdeckt. Die gelben oder orangen Carotinoide geben verschiedenen Pflanzen und Tieren ihre Farbe, unter anderem auch den Karotten, Bananen und Kanarienvögeln. Im Gegensatz zu den Carotinoiden werden die so genannten Anthocyane erst im Herbst gebildet. Diese Farbstoffe sind rötlich-violett und färben Brombeeren, Auberginen, rote Trauben und viele andere Früchte. Die unregelmässige Verteilung der Carotinoide und der Anthocyane bewirken gemeinsam die leuchtende Färbung der Blätter. "
http://www.expliq.ch/inhalt/pflanze/herbstfarben.php
Gleichlautende Erklärungen hab ich häufiger gefunden, da schreibt wohl einer vom anderen ab.
Hier ist zu lesen, dass sich die Laubfärbung durch die Klimaerwärmung immer später ausbildet: http://www.vistaverde.de/news/Natur/0204/02_klimawan…
Und hier habe ich noch ein Zitat gefunden, dass ich nur ungeprüft zitieren kann, weil ich das entsprechende Buch nicht besitze:
" Lucas´Anleitung zum Obstbau, 31. Auflage (Ulmer):
Zitat:
Sowohl die grüne Grundfarbe als auch die rote Deckfarbe der Früchte werden durch die Stickstoffversorgung beeinflusst. Mit steigender Stickstoffgabe nimmt im allgemeinen die Grünfärbung der Früchte durch verstärkte Chlorophyllbildung und verzögerten Chlorphyllabbau während der Fruchtentwicklung zu. Die Fläche des rotgefärbten Anteils der Fruchtschale und die Intensität der Rotfärbung gehen mit zunehmender Stickstoffversorgung zurück. Dafür kann einesteils das bei hoher Stickstoffversorgugn starke Trieb- und Blattwachstum (überdurchschnittliche Schattenbildung) verantwortlich gemacht werden. Die Bildung der roten Farbstoffe (Anthocyane) setzt bekanntlich eine gute Belichtung der Früchte voraus. Andererseits erfolgt aber auch bei hoher Stickstoffversorgung ein auf Kosten der Anthocyanbildung gesteigerter Aufbau von Eiweissstoffen."
Hoffe, ich konnte meine Aussage wenigstens ein Stück weit belegen.
Grüße
kernig
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Hallo kernig,
dass der im Boden verfügbare Stickstoff nicht gleichmäßig verteilt ist, habe ich nicht bestritten. Ich relativiere nur den Weg über die Luft (z.B. Stickoxide aus dem Verkehr). So steht in deinem erstem Link: „Die regionale Verteilung der Nitratkonzentrationen im Sickerwasser unterhalb des Hauptwurzelraums lässt keine Muster erkennen. Dies hängt damit zusammen, dass neben dem Stickstoffeintrag noch andere Faktoren für erhöhte Nitratkonzentrationen verantwortlich sind.“
Die Ursachen und Prozesse der Blattfärbung im Herbst sind mir bekannt. Kohlenhydrate werden den Blättern entzogen und als Zucker im Stamm gespeichert. Neben einem Nebeneffekt (Frostschutz) dient dass dem Austrieb im Frühjahr. Da geht es aber weniger um die Ionen der Pflanzennährstoffe (im Frühling funktionieren die Wurzeln wieder), sondern um die Verfügbarkeit von organischen Stoffen, die in Blattmasse umgewandelt werden können.
Dass sich die Laubgehölze mit dem Zeitpunkt der Laubbildung teilweise an die veränderten Klimagegebenheiten anpassen, ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass das einige Arten nicht schaffen und somit benachteiligt sind.
Nur finde ich keine Esche, die stickstoffreichen Boden hat (Brennnesseln rings herum) und ihr Laub nicht vor dem Winter abwirft, geschweige denn, grünes Laub in den Winter hinein trägt. Die Esche hattest du als Beispiel genannt.
Grüße
Ulf
Hallo kernig,
dass der im Boden verfügbare Stickstoff nicht gleichmäßig
verteilt ist, habe ich nicht bestritten. Ich relativiere nur
den Weg über die Luft (z.B. Stickoxide aus dem Verkehr).
Natürlich verteilt sich Stickstoff in der Atmosphäre schneller als im Boden, aber deshalb ist doch nicht sofort überall gleichviel vorhanden.
Ok, aber unterm Strich sind nährstoffarme Standorte seltener geworden, weil allgemein mehr Stickstoff zur Verüfgung steht.
Dass sich die Laubgehölze mit dem Zeitpunkt der Laubbildung
teilweise an die veränderten Klimagegebenheiten anpassen, ist
bekannt. Weniger bekannt ist, dass das einige Arten nicht
schaffen und somit benachteiligt sind.
Das nennt man dann wohl Evolution… 
Nur finde ich keine Esche, die stickstoffreichen Boden hat
(Brennnesseln rings herum) und ihr Laub nicht vor dem Winter
abwirft, geschweige denn, grünes Laub in den Winter hinein
trägt. Die Esche hattest du als Beispiel genannt.
?? Hm, es existieren ja auch nährstoffreiche Böden, die nicht mit Brennnesseln bewachsen sind.
Da müßte man evtl. mal auf ehemaligen Braunkohletagebauen forschen oder Brandenburger Sandböden. Wobei da wiederum Eschen prinzipiell eher selten vorkommen.
Aber ich habe auch noch nie eine Esche gesehen, die gelb gefärbt ist im Herbst. Was nach Aussage unseres Professors vor einigen Jahrzehnten durchaus häufig anzutreffen war. Hörensagen, ich weiß. Für mich hört sich das schon logisch an.
Für andere nicht 
Ich kann’s nicht beweisen.
Grüße
kernig