Hallo an alle,
ich möchte unser altes Fachwerkhaus (BJ ca. 1900) sanieren. Natürlich gehört für mich dabei auch die Dämmung dazu. Nach einigem lesen im Internet und Meinungsaustausch mit Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen bin ich schlüssig darüber geworden, das bei den Lehmwänden nur eine hinterlüftete Fassadenverkleidung in Frage kommt. Nur bei dem genauen Aufbau bin ich mir unsicher. Die Außenwände bestehen aus Balken und sind in den Zwischenräumen mit einem Lehm-Stroh Gemisch ausgefüllt
Wie wäre der Aufbau richtig?
Wand - Lattung - Dämmung (Mineralwolle direkt auf die Wand zwischen die Lattung) - Konterlattung(als Hinterlüftung) - darauf die Verkleidung. Oder Wand - Konterlattung (als Hinterlüftung direkt an der Wand) - Lattung mit Verkleidung.
Also Dämmung direkt an die Wand oder mit Abstand (Lattenstärke) oder lieg ich ganz daneben und es wird ganz ander gemacht ?
Nur ein sehr gut gemeinter Rat. Lass das einen Profi machen. Wenn du einen Fehler machst faulen deine Balken kaputt und du kannst im schlimmsten Fall deine Wand zerstören. Und jeder nichtProfi sollte sich zweimal überlegen hier einen falschen Rat zu geben.
Mein Bruder hat ein „gedämmtes“ Haus gekauft. Drunter war Fachwerk (wurde verschwiegen). Schaden = 25000€. Zitat vom Profi: Das Haus war kurz vorm einsturz.
Also …Vorsicht
Eine Hinterlüftungsebene zwischen Dämmung und Wand macht die Dämmwirkung zunichte.
Da alter Lehm relativ trocken ist und dabei diffusionsoffen, wird er nach der Sanierung relativ schnell seine neue Ausgleichsfeuchte erreichen.
Ob trotzdem innenseitig eine Dampfsperre angeordnet werden muss, hängt von der Art der Dämmung ab.
Ob eine Hinterlüftungsebene zwischen Dämmung und Verkleidung anzuordnen ist, hängt von der Art der Verkleidung ab.
Nur ein paar erste spontane Gedanken.
Fazit: Keine Ferndiagnose möglich, ab zum Fachmann vor Ort! Sein Gebiss lässt man sich ja auch nicht auf Handlungsanweisung aus dem Internet durch den Arbeitskollegen sanieren, nur weil der das schon hinter sich hat und also „Ahnung“ davon. Sondern man geht zum Zahnarzt.
Dämmung bei Fachwerkhäusern sind wirklich kritisch zu betrachten.
Ich kann mich da nur meinen Vorrednern anschließen.
Besorg dir nen Energieberater und las ihn das vor Ort Klären vielleicht Sanierst da ja dann auch soviel das es für Förderung reicht.