Hirnentzündung - eingeschränkte Sprachfähigkeit

Hallo an alle!
bin neu hier und erhoffe mir hilfe. meine freundin, 29 jahre, hat seid 2008 eine augenentzündung. wurde als diese diagnostiziert, ohne einen beweis dafür zu haben. erhöhter augendruck, verschwommenes sehen (abgestorbene zellen in der augenflüssigkeit)…
gestern wachte sie jedoch auf und konnte plötzlich nicht mehr wirklich sprechen und die rechte lippe hing ein wenig. ich dachte zuerst an einen hirnschlag, jedoch wurde dies ausgeschlossen. hat nichts mit dem blutfluss zu tun.
die ärzte meinen, es ist eine entzündung im gehirn, jedoch wissen sie nicht, wie diese entstanden ist, bzw die ursache ist unklar.
der weitere verlauf:
gestern mittag kam die sprachfähigkeit großteils wieder. die wörter waren gut artikuliert. mit manchen hatte sie probleme. grammatik usw, passt. auch versteht sie alles und bekommt alles mit.
gegen abend wurde es wieder schlechter und sie konnte kaum mehr sprechen.
heute früh war es dann wie gestern abend, jedoch veränderte sich ihr zustand nicht über den tag. blieb immer gleich.

zur bisherigen behandlung.:
gestern, mrt (flecken, welche vor 4 jahren auch bereits festgestellt wurden und als ungefährlich eingestuft wurden), punktion und über nacht cortison infusion.
heute, hautuntersuchung, wegen eines öfter auftretenden ausschlags --> die ärzte haben wenig ideen und checken einfach alles ab.

prognosen: klinikaufenthalt von einigen tagen, aufgrund der tests, ansonsten können die ärzte nicht viel sagen.

meine freundin kann gehen, emotionen zeigen, dinge erkennen, gespräche folgen, hat die tests der ärzte (finger zur nase usw) ohne probleme bestanden, reflextest okay usw.

sie kann nicht wirklich sprechen und schreiben. ihr rechter arm ist ein wenig schwächer.

sie bekommt nun die nächsten tage cortison.

sie war vier jahre in behandlung wegen der augenentzündung, außer cortison, was nicht wirklich half, wurde nichts getan. da sich die lage verschlimmert (möglicherweise gibts ja einen zusammenhang) wollte ich hier mal expertenmeinungen abfragen. bei fragen bitte einfach melden.

vielen dank im voraus.

mfg

Hallo,

die ärzte meinen, es ist eine entzündung im gehirn, jedoch
wissen sie nicht, wie diese entstanden ist, bzw die ursache
ist unklar.

gestern, mrt (flecken, welche vor 4 jahren auch bereits
festgestellt wurden und als ungefährlich eingestuft wurden),
punktion und über nacht cortison infusion.

Flecken, die als „ungefährlich“ eingestuft werden? Und nun zum zweiten Mal neurologische Probleme?

Stand denn mal die Verdachtsdiagnose MS im Raum, oder schließen die Ärzte das aus? Falls ja, warum?

außer cortison, was nicht wirklich half, wurde nichts getan.

Es gäbe für MS nämlich eine Basistherapie, z.B. mit Interferonen, und in ein paar Monaten auch mit einer Tablette (Fumarsäure, Studienname BG 12).

Schau mal auf www.dmsg.de und stell da evtl. deine Frage noch mal. Ich weiß natürlich nicht, ob das jetzt MS ist - frag doch mal die Ärzte, ob es sein könnte.

Schöne Grüße

Petra

Hallo. Zu allerest vorweg: Ferndiagnosen sind schwer bis unmöglich, gerade in so komplizierten Fällen. Du hast die Lage ja aber recht detailliert beschreiben, sodass man zumindest mutmaßen kann. Mein erster Gedanke ging (wegen der Frühsymptomatik Auge) auch in Richtung MS. Was sagen denn die Ärzte zu diesem Thema?

Hi,

ich habe die MS nicht in Verdacht, da die Symptome bisher (sie bekommt ja schon eine Weile Cortison) nicht auf das Cortison ansprechen, und eigentlich die Beschwerden auch in einem seltsamen Rhythmus flackern (phasen der Besserung und Verschlechterung sind schnell für neue Schübe und kurz für Flackern innerhalb des Schubes.
Mich würde interessieren, wie man die Diagnose Augenentzündung gestellt hat. Hat der Augenarzt am Auge etwas festgestellt? Und die mouches volantes (hoffentlich richtig geschrieben) hat jeder, die haben keinen Krankheitswert.

Auf jeden Fall finde ich gut und wichtig, das sie im KH ist und gründlich angeschaut wird.

die Franzi

Auch gestern wurde mit sicherheit bestätigt, dass es kein MS ist. außerdem wurde die üblichen erreger ausgeschlossen, also keine viren, oder bakterien.
autoimmun ja, aber keine ms.

MS wurde gestern ausgeschlossen.
Naja, die augengeschichte. Meine Freundin wurde von Abteilung zu abteilung gereicht. und das über mehrere Jahre. Ihr half schlussendlich Akkupunktur, aber nur für die dauer des behandlungszeitraums.
die diagnose wurde dann so erstellt, weil niemand wirklich bescheid wusste und ne entzündung zu erkennen war ?!?
Die einzigen feststellungen am auge, waren eine hohe anzahl von abgestorbenen zellen, welche die sehtrübung verursachen sollen.

klingt natürlich einleuchtend.
gestern wurden einige untersuchungen gemacht, vieles wurde ausgeschlossen:

  • definitv keine ms
  • kein bakterieller oder viraler erreger

lt. ärztin gehts in richtung autoimmun erkrankung, jedoch wissen sie nicht woher.

So, jetzt gibt es neuigkeiten, nachdem sich der oberärztestab besprochen hatte. nur ZWEI von denen kannte das erscheinungsbild und die symptome.
habe jetzt keinen namen für die diagnose, jedoch wird morgen eine plasmapherese durchgeführt, um gegen die autoimmunerkrankung vorzugehen.
wir hoffen, dass dies helfen wird