ich fasse mal eben zusammen: mein Schwiegervater wurde letzte Woche ins Krankenhaus eingeliefert, weil er wirres Zeug redete und keine Orientierung mehr hatte.- Seit 3 Monaten machen sich immer wieder diese Symptome bemerkbar (verwechselt Söhne, Kontrollverlust über Blase, Stunden vor einem Raum stehend) und man dachte an Demenz/Alzheimer/Schlaganfall (hatte vor Jahren einen mit Embolie etc.).
Nun nach dem CT Diagnose Hirntumor. In dem Arial, welches für Orientierung zuständig ist. Hat wohl ungefähr die Größe eines 2€ Stückes, wächst schnell, ca. 3 monate alt.
Nun zu meiner Frage:Mehr oder etwas anderes sagt man noch nicht, er wird jetzt zu Spezialisten verlegt. Was kann man genau anhand eines Bildes sehen und wie geht es jetzt in der Regel weiter? Wie geht man vor, woran erkennt man bösartig/gutartig und ist der Ausdruck von gutartig in so einem Fall überhaupt treffend? Wie sieht es bei dieser Erkrankung mit Therapiemöglichkeiten aus und und und…
Ich möchte ganz klar sagen, dass ich dies nicht als Beratung sehe , aber die Ärzte in dem Krankenhaus sind sehr zurückhaltend, was Prognosen angehen. Es gibt immer wieder die Ausnahmen, wo so etwas anders verläuft, aber was sagt die Statistik und die Erfahrung?
bei meiner Cousine lief es in etwa folgendermaßen ab:
Zunächst stellten die Ärtze fest, ob der Tumor gut- oder bösartig ist, d.h. ob der Rand des Tumors „scharf begrenzt“ oder „franzig“ ist, ob er in andere Organe infiltriert, also einwächst und ob er metastasiert.
Normalerweise wird das anhand einer Biopsie, also einer Gewebsprobe festgestellt, wie das allerdings am Hirn ist, bin ich mir nicht sicher.
Dann wurde mit Chemotherapie (meist in Blöcken) und Bestrahlung des betroffenen Areals begonnen.
Zuletzt hatten die Ärzte meine Cousine noch operiert.
Prognosen sind immer sehr schwer, da die Behandlung individuell gestaltet wird. Ich möchte auch nochmals betonen, dass ich Laie bin und nur aus Erfahrung bei meiner Cousine berichten kann.
um irgendetwas sagen zu können… müsste man wissen, um welche Art von Tumor es sich handelt.
Dies lässt sich zum einen manchmal vom MRT-Bild her erahnen, näher spezifizieren durch eine SPECT-Untersuchung… oder auch durch eine Hirnbiopsie bei Unsicherheiten.
Davon hängt ganz entscheidend auch die Prognose ab. Ein gutartiger Tumor (z.B. Meningeome) lösen Symptome durch die Verdrängung des gesunden Gewebes aus… bösartige infiltrieren das Hirngewebe… ringsherum tritt meist eine Schwellung des Gewebes auf… die Möglichkeit Tochtergeschwülste z.B. auf dem Liquorweg abzusiedeln besteht…
Auch ist relevant wo genau der Tumor liegt… ob er operabel ist… wie alt der Patient ist… usw. usw.
Deshalb ganz klar mit den weiterbehandelnden Aerzten das weitere Vorgehen absprechen und auch mit ihnen die Befunde durchsprechen…
also er ist 75. Ich kann auch noch nix sagen, weil die ärzte nix sagen. Deshalb wird er ja auch verlegt, die Klinik hier im Ort ist dafür nicht ausgestattet, von den Erfahrungen mit Tumoren gerade in diesem Bereich wahrscheinlich keine Erfahrung vorhanden. Am Montag kommt er dann woanders hin, auf die neurologische denk ich mal, dann weiß ich bestimmt mehr.
mit den bildgebenden Untersuchungen (also z.B. Kernspin u.ä.) kann man feststellen, ob es ein Tumor ist, der Hirngewebe verdrängt oder nicht, wie schnell er wächst, und Spezialisten können annähernd (aber nicht mit letzter Sicherheit) die Art des Tumors erkennen. Letzte Sicherheit hat man erst dann, wenn das Tumorgewebe untersucht werden konnte (meist nach einer Operation).
Für die Krankheitssymptome ist es letztlich nicht so entscheidend, ob der Tumor gutartig oder bösartig ist. Gutartige Hirntumoren wachsen oft schnell und können groß werden. Da der Schädel nun mal keine Ausdehnung zulässt, wird das Gehirn zusammengedrückt und dadurch geschädigt. Deshalb würde man einen gutartigen Tumor (wenn er an einer erreichbaren Stelle liegt) sicher operieren. So lange er nicht zu groß ist, hat man die Chance, ihn ohne allzu große Schäden komplett zu entfernen. Das ist bei einem bösartigen Tumor, der in das Gehirngewebe einwächst, viel schwieriger, oft bekommt man nicht alles weg, da man die Grenzen nicht sicher erkennt und auch nicht zu viel gesundes Gewebe entfernen will/kann - dafür wachsen diese Tumoren meist langsamer.
Dass die Ärzte in dem „normalen“ Krankenhaus zunächst zurückhaltend sind mit der Prognose, kann ich verstehen. Die „Spezialisten“ müssten dir nach weiteren Untersuchungen mehr sagen können - wenn auch, wie schon gesagt, nicht mit hundertprozentiger Sicherheit.
wahrscheinlich wird er auf eine neuro-chriurgische Station verlegt werden. Hier wird vermutlich eine Biopsie des Tumorgewebes gemacht. So zumindest war es bei meiner Schwiegermutter, man hat ihr mit einer dünnen Nadel Tumorgewebe entnommen und untersucht.
Ob und welche Heilungschancen bestehen, hängt von der Art und Lage des Tumors ab.
Meine Schwiegermutter hatte ein Glioblastom, Grad IV (WHO) der inoperabel war. Solltest Du Fragen hierzu haben, kannst Du Dich gerne per Mail an mich wenden.
Nun nach dem CT Diagnose Hirntumor. In dem Arial, welches für
Orientierung zuständig ist. Hat wohl ungefähr die Größe eines
2€ Stückes, wächst schnell, ca. 3 monate alt.
CT ist aber nur eine Notlösung, was wirklich los ist wissen die erst nach einem MRT - war zumindest bei mir so. Danach wissen die Ärzte eigentlich was es ist und wie es behandelt wird, sagen dir das auch. Ich konnte nur noch verschwommen sehen weil der Tumor auf die Sehnerven gedrückt hat. Der war geschwollen durch eine Einblutung, jetzt nehm ich Medis und alles ist ok. Aber es gibt viele unterschiedliche Tumore und jeder wird anders behandelt.
Vielen dank nochmals an alle für die hilfreichen Antworten.
Nach der Verlegung meines Schwiegervaters konnte jetzt wohl ein meningiom diagnostiziert werden. Auch wenn es nicht der optimalste Gesundheitszustand ist, glaube ich, dass das schon mal eine „gute“ nachricht ist. nächste wo soll operiert werden. sollte sich noch mal eine unklarheit ergeben, kann ich hier ja bestimmt noch mal nachfragen.