Liebe/-r Experte/-in,
meine Tochter 18 Jahre hatte eine Hirnvenenthrombose.
Ursache: Gendefekt Faktor V.
Spritzt täglich Heparin 40mg. Kann sie wegen Verhütung die Minipille einnehmen, wenn sie weiterhin Blutverdünner nehmen muss?
Viele Grüße
P. Haas
Die Frage ist berechtigt. Aber als Neurologe bin ich überfragt. Eventuell kann Ihnen ein Frauenarzt oder Internist weiterhelfen.
Hallo Hr. Haas,
diese Frage sollte in jedem Fall mit dem behandelnden Gynäkologen besprochen werden und kann von mir keinesfalls mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden.
Zur Übersicht: ein Gendefekt Faktor V (homo- oder heterozygot?) geht mit einem deutlich erhöhten Thromboserisiko einher. Man sollte also tunlichst auf Medikamente verzichten, die dieses Risiko weiter erhöhen!
Es gibt verschiedene „Minipillen“ und hier genauer zu unterscheiden ist keineswegs banal, da diese unterschiedlichen Pillen auch mit unterschiedlichen Thromboserisiken einhergehen.
Generell würde ich persönlich von der Einnahme thromboserisikoerhöhender Kontrazeptiva im Falle Ihrer Tochter abraten.
Überfragt bin ich allerdings bezüglich reiner Gestagen-Präparate.
Auch die Frage: „warum nicht ohne Hormone verhüten?“ sollte man sich aus meiner Sicht stellen.
Gruß,
Alphabet
Hallo Alphabet,
besten Dank für Ihre Antwort, die mit meinen Überlegungen fast übereinstimmt!