hallo
wenn die diagnose noch nicht gesichert ist, und die symptome auszuhalten sind (dir geht es ja anscheinend recht gut), würde ich noch keine medikamente nehmen, sondern zuerst noch ein paar wochen bis monate mit ernährungstagebuch und eliminationsdiäten experimentieren und beobachten. medikamente verhindern evtl., dass man feststellen kann, worauf man reagiert.
unbedingt so protokollieren, dass sich im nachhinein noch detailliert eruieren lässt, welche zusatzstoffe (glutamat, konservierungsstoffe etc.) und gewürze drin waren. mit möglichst wenigen zutaten, zusatzstoffen und gewürzen kochen macht das detektivspiel seeeehr viel einfacher. lass dir unbedingt von einer diplomierten ernährungsberaterin helfen beim auswerten des ernährungstagebuches. (wenn möglich eine mit zusatzausbildung zu nahrungsmittelunverträglichkeiten.)
nicht vergessen, dass man auf gewisse auslöser (z.b. liberatoren, gewisse allergietypen) manchmal stark zeitverzögert reagiert. die symptome treten dann erst nach mehreren stunden oder am nächsten tag auf, wenn man bereits wieder die nächste mahlzeit gegessen hat, so dass man schnell mal die falschen kandidaten verdächtigt.
histamin ist nur in wenigen sachen drin (im wesentlichen fermentiertes und ein paar zusätzliche sachen), aber du reagierst womöglich auch auf histaminliberatoren und histaminabbauhemmer (DAO-hemmer). trotzdem gibt es noch viele möglichkeiten, abwechslungsreich, ausgewogen und lecker zu essen. man muss nur zuerst lernen wie, oder geeignete rezeptsammlungen finden (siehe link von mir). das gute bei histamin ist, dass man keine lebensmittelgruppe vollständig weglassen muss, sondern dass überall ein paar verträgliche vertreter zu finden sind.
wurden gluten-unverträglichkeit (getreide), fructose-intoleranz (früchte, gemüse, süsses) und lactose-intoleranz (milchzucker) vom allergologen gründlich abgeklärt und ausgeschlossen? das sind eher die kandidaten, wo blähungen dominieren.
wie der histaminstoffwechsel und das medikament funktionieren, wird auf der website erklärt, zu der ich dir den link geschickt hatte. deshalb lies die website jetzt zuerst mal durch, bevor du weitere fragen postest!! das thema wird dort ziemlich erschöpfend behandelt. zu den nebenwirkungen musst du dir keine sorgen machen. es ist auch für den lebenslangen dauergebrauch geeignet. es gibt millionen menschen, die täglich antihistaminika nehmen.
frag den apotheker nach dem günstigsten generikum mit dem verschriebenen wirkstoff. er kann dir auch sagen, welche präparate in D kassenpflichtig sind. wird ziemlich sicher von der kasse bezahlt. wenn du auf die wirkstoffe loratadin oder cetirizin ausweichst, kostet es weniger. solange du noch nicht sicher bist, ob du eine laktose-intoleranz hast, solltest du keine medis nehmen, welche laktose als tablettierungsstoff enthalten.