Hitler Agent der Amerikaner!?

Wenn er Agent wäre, wie sollte man dies dann beweisen?

Indem man auf die Gehaltslisten der amerikanischen Geheimdienste nachschaut?

Unzweifelhaft ist allerdings, dass Hitler viele finanzielle Zuwendungen aus Amerika bekommen hat. Dazu zählten der Autobauer Henry Ford (Buchautor von „Der internationale Jude“) sowie auch ein Vorfahre des derzeitigen amerikanischen Präsidenten. Google mal nach Prescott Bush …

Hallo,

das ist totaler Blödsinn.
Der Werdegang Hitlers läßt sich aus seiner Biographie heraus
durchaus logisch herleiten, da ist alles in sich stimmig und
ohne Brüche.
Und um genau da anzusetzen: Wann sollte der dennn Agent der
Amis geworden sein? Die NSDAP (hieß damals noch anders)
übernahm er um die 1920 glaube ich. Das war damals eine von
Hunderten kleinen Parteien mit ner Handvoll Mitglieder im Raum
München. Da war Hitler einer von vielen kleinen Irren - warum
spolltemn die Amis den da schon angeworben haben? Sie müßten
es aber damals schon getan haben, wenn sie ihn wirklich
gesteuert hätten - denn sein Programm stand ja da schon fest.

Ja und? Was ist da so abwegig??? Mit dem Programm sympatisierten einige Superreiche der USA und förderten die Nationalsozialisten schon in den 20er Jahren!
Und da einer der Förderer - siehe folgenden Link - im ersten Weltkrieg für einen amerikanischen Geheimdienst gearbeitet haben soll, ist das ganze ja nun nicht soo weit hergegriffen, oder?

http://de.wikipedia.org/wiki/Prescott_Bush

Ja klar.

Deshalb wetterte Hitler ja auch so gegen das finanzstarke Judentum besonders in Amerika. Und als ordentlicher amerikanischer Agent griff er natürlich auch noch vor den Russen erst mal den treuen USA-Verbündeten England und schließlich die USA selber an. Der hat es wahrlich meisterhaft verstanden, seine Agententätigkeit zu tarnen damit.
Und natürlich ist es auch völlig normal, daß ein Staatschef als Agent eines ausländischen Geheimdienstes fungiert. Vor allem, weil da keiner drauf kommt - der steht ja ständig unter Beobachtung seiner Miatbeiter und Leibwächter. Außerdem ist man ja auch als Chef eines totalitären Staates so knapp bei Kasse - da braucht man schon noch ein paar Pfennige Zuverdienst.

Mal im ernst - natürlich haben in Amerika Teile des Industriekapitales mit Hitler geliebäugelt. Warum auch nicht - die deutschen Unternehmer haben ja auch letztlich erst die finanzielle Grundlage für seinen Aufstieg durch ihre Spenden geschaffen. Aber das waren mit Sicherheit Dinge - da hing der amerikanische Staat nicht mit drin.
Warum hätten die USA einen auf ihre Gehaltsliste setzen sollen, der offen propagiert, daß er die von ihnen mit geschaffene NAchkriegsornung abschaffen will? Was soll ein Agent, der auf seine Fahnen schreibt, daß er die verpflichtungen aus den Reparationsleistungen (von denen ja auch die USA profitiert haben) nicht bezahlen will? Das ist doch total kontraproduktiv.
Wenn überhaupt - dann wäre denen doch eher an einem Handlanger gelegen gewesen, der sich still abduckt und unter dem Deutschland brav seine Rolle als den Siegermächten unterlegende drittklassige Größe spielt.

Das Ganze ist absolut hanebüchen. Der amerikanische Geheimdienst bezahlt irgendeinen völlig unbekanntem drittklassigen Politiker einer Splitterpartei die MAchtübernahme. Wieso denn eigentlich? Und womit?
Den Geheimdienst heutiger Prägung gab es doch noch gar nicht - daran, aktive Politik in anderen Ländern mit so was zu beinflussen, hatte doch noch gar keiner. Geheimdienst - das war damals militärische Spionage, eventuell noch Ausspionieren irgendwelcher Staatsgeheimnisse, notfalls mal der Versuch, jemanden zu beseitigen.

Gernot Geyer

Hallo Gerhard!

Auf die Begründung kommt es :an. Diese so negativ :beurteilten haben :erstaunlicherweise das :2,5fache des eigenen
Staatsgebietes und :Staatsvolkes innerhalb von 3 :Jahren besetzt um die :schlimme stalinistische :smiley:iktatur zu beseitigen.

Mit Bewunderung bemerke ich Deine universelle Kreativität. Nachdem Du eine ganz neue Sicht der Physik präsentierst und im Vorbeigehen den Stümper Einstein der Scharlatanerie überführst, schreibst Du mal eben die Geschichte neu. Wie lautet noch gleich die Adresse für Nobelpreis-Vorschläge?

„Lebensraum im Osten“ war ein zentraler Punkt in der nationalsozialistischen Ideologie und hatte nichts mit der Beseitigung stalinistischer Diktatur zu tun. Dazu kamen die Vorstellungen von der Überlegenheit des deutschen Herrenvolks, vom slawischen Untermenschen und vom Aufbau einer autarken Wirtschaft. Das alles sind Vorstellungen schon aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Schon kurz nach seiner Ernennung zum Reichskanzler sprach Hitler vor Offizieren der Reichswehr über die Gewinnung von Lebensraum im Osten und von Germanisierung. Für eine autarke Wirtschaft wurde Zugriff auf Ressourcen gebraucht, insbesondere auf Öl. So sollten z. B. kaukasische Ölfelder einverleibt werden. Der Rußland-Feldzug hatte nicht das Geringste mit Befreiung zu tun. Es war ein Raubzug um Land und Ressourcen. Kriegsziel war, Osteuropa bis zum Ural zu germanisieren, wie es im damaligen Sprachgebrauch hieß. Das hieß im Klartext Versklavung, Vertreibung und Dezimierung, was man bei Untermenschen als nicht weiter schlimm und für höhere Ziele gerechtfertigt ansah. Dafür gab es vom „Reichskommissar für die Festigung des deutschen Volkstums“ Heinrich Himmler einen Generalplan.
Noch am Tag vor seinem Selbstmord richtete Hitler eine Botschaft an die Wehrmacht, in der er meinte, es sei weiterhin Aufgabe der Armee, für das deutsche Volk Raum im Osten zu gewinnen.

Auf womöglich strittige Interpretationen von Absichten und Hintergründen ist niemand angewiesen, es gibt alles aus erster Hand, nämlich aus den beiden Bänden „Eine Abrechnung“ und „Die nationalsozialistische Bewegung“. (Mir liegen die Inhalte nur auszugsweise in kommentierter Form vor. Ich hätte die Bücher gerne als Originale. Kennt jemand eine Bezugsmöglichkeit?). Die Rassenideologie zieht sich als Faden durch, wie auch das Festmachen des Bösen am Judentum. Ebenso die Vorstellung von einem angemessenen Verhältnis von Bevölkerung und Boden mit Ankündigung der Expansion nach Osten. Es läßt sich deshalb leicht zeigen, daß Deine Darstellung der Beweggründe und Kriegsziele mit den tatsächlichen Vorgängen nichts gemein hat.

Gruß
Wolfgang

Hallo!

Insofern könnte man vielleich sagen, dass Hitler
ein Agent der „modernen Ökonomie“ war…

Natürlich gibt es Leute, die an Kriegen sehr viel Geld verdienen. Diese repräsentieren aber nur einen kleinen Teil der Wirtschaft, auf keinen Fall die Ökonomie als Ganzes, als komplette Volkswirtschaft. Der gesamte Rassenwahn, die Blut-und-Boden-Ideologie mit ihrer Vorstellung vom dauernden Kampf und der Unterwerfung von Völkern ist sogar ausgesprochen altmodisch und in wirtschaftlicher Hinsicht beliebig dämlich.

Im eigenen Land braucht man intakte Infrastrukturen. Nun rechnen Kriegsherren i. d. R. zunächst nicht mit dem Fall, daß das eigene Land komplett zerstört werden könnte. Aber auch die Schädigung des Nachbarn ist aus wirtschaftlicher Sicht in einer Industriegesellschaft eine Torheit. Der Nachbar nützt lebendig, mit funktionierender Wirtschaft als Erdenker und Lieferant begehrter Güter und als zahlender Kunde erheblich mehr, als im Zustand kräftebindender Agonie.

Was insbesondere Spanien, Frankreich und England mit ihren Kolonien hatten, nämlich riesige Bodenflächen, versprach sich Hitler im Osten bis zum Ural ohne trennende Meere dazwischen. Er bewegte sich mit seinen Zielen von Beute, Ausbeutung und Menschenmassen als Sklaven in uraltem Gedankengut. Das waren in der Denkweise vorindustrieller Zeiten verhaftete Pläne, als die Ressource Muskelkraft im Vordergrund stand und freie kreative Köpfe selten waren und ohnehin eher lästig fielen. Obwohl es sich bis heute noch nicht überall herumgesprochen hat, kann man mit solcher Vorgehensweise in einer modernen Ökonomie keinen Blumentopf mehr gewinnen.

Resumé: Hitler war (ohne es :zu wollen oder zu wissen)
„Agent“ für die :„Supermoderne“, für ein :System, bei dem „ökonomische :Gegebenheiten“ der alles :bestimmende Faktor sind.

Du brauchst Dich mit ökonomischen Details gar nicht zu beschäftigen, mit offenen Augen hingucken reicht vollkommen: Der Wohlstand sowohl für eine dünne Schicht der Reichen als auch in der Breite ist unmittelbar an intakte Infrastruktur des betreffenden Landes sowie seiner Nachbarn und an das Maß individueller Freiheit geknüpft. Der Umkehrschluß ist ohne weiteres zulässig: Mit Besetzung, Unterdrückung der Nachbarn und Abwesenheit individueller Freiheit und Entfaltungsmöglichkeiten verbreitet man für sich und andere Armut. Damit betreibt man für ein Gemeinwesen das genaue Gegenteil von moderner Ökonomie.

Nationalsozialisten brachten es fertig, eine ganze Schicht führender Köpfe entweder umzubringen oder außer Landes zu treiben. Noch vor Beginn der ersten Kriegshandlungen hatten die „Agenten der Supermoderne“ die Volkswirtschaft nach allen Regeln der Kunst ruiniert. Das Deutsche Reich lebte nur noch aus der Substanz, hatte alles Greifbare verfrühstückt und war schier unglaublich verschuldet. Tatsächlich wurde ökonomischer Dilettantismus der übelsten Art gepflegt. Ähnlich ergeht es übrigens jeder Volkswirtschaft, die dauerhaft einen großen Teil ihrer Ressourcen ins Militär schaufelt. Letztere ist nämlich volkswirtschaftlich ein großes schwarzes Loch. Wer dafür produziert, schafft für sich selbst zunächst Mehrwert. Aber dabei wird eine Kuh gemolken, der man das Futter verweigert. Die ausgehungerte Kuh sollte mit der Beute aus Raubzügen wieder gefüttert werden.

Mit moderner Ökonomie hat solches Tun nicht das Geringste zu tun.

Gruß
Wolfgang

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Hallo Gernot!

Deshalb wetterte Hitler ja auch so gegen das finanzstarke
Judentum besonders in Amerika.

Genau, finanziert von dem judenhassenden Henry Ford („Der internationale Jude“)

Und als ordentlicher
amerikanischer Agent griff er natürlich auch noch vor den
Russen erst mal den treuen USA-Verbündeten England und
schließlich die USA selber an.

Das mit dem treuen USA-Verbündeten England stammt aber eher aus neuerer Zeit - England war zu der Zeit noch mehr Weltmacht als die USA selber. Und die USA angegriffen? Das eine verirrte U-Boot vor der Küste? Hitler wusste genau, warum er erst nach dem Kriegseintritt der Amerikaner selber die Amerikaner angriff.

Der hat es wahrlich meisterhaft
verstanden, seine Agententätigkeit zu tarnen damit.

Er war sicherlich nicht damit beschäftigt, nach dem Erhalt der deutschen Frontberichte diese heimlich an die USA zu morsen. Das sicherlich nicht.

Und natürlich ist es auch völlig normal, daß ein Staatschef
als Agent eines ausländischen Geheimdienstes fungiert.

Irre ich mich jetzt da so gewaltig, oder war Noriega in Panama nicht auch mal auf der US-Agentenliste und konnte, solange diktatorisch walten, bis er sich zu sehr gegen die USA auflehnte? Danach war er weg.
Irre ich, dass Saddam im Kampf gegen die Aya … was weiss ich wie man die Kerle im Iran schreibt, ebenfalls fleissige Unterstützung aus den USA in Form von Waffenlieferungen erhalten hat? Gab es da einen offiziellen Vertrag zwischen Reagan und Saddam, oder hat das wohl doch eher irgendeine Geheimdiensteinheit eingefädelt?

Noch schöner die Iran/Contras Affäre . Geheimdienst und Politiker in Nicaragua - so abwegig ist es nicht, dass Politiker zumindest mal auf den Gehaltslisten anderer Geheimdienste gestanden haben.

Und wenn Dir das alles zu weit weg ist, kehren wir doch vor der eigenen Haustüre. Immerhin ist ja ein deutscher Kanzler darüber gestürzt, weil ein engster politischer Berater seiner Partei, vielleicht nicht auf der Gehalts- allerdings auf der Mitarbeiterliste von Markus Wolf stand …

Vor
allem, weil da keiner drauf kommt - der steht ja ständig unter
Beobachtung seiner Miatbeiter und Leibwächter. Außerdem ist
man ja auch als Chef eines totalitären Staates so knapp bei
Kasse - da braucht man schon noch ein paar Pfennige
Zuverdienst.

Moment mal, es ging um die Zeit in den 20er Jahren. Und da war Hitler in der Tat chronisch knapp bei Kasse!!!

Mal im ernst - natürlich haben in Amerika Teile des
Industriekapitales mit Hitler geliebäugelt. Warum auch nicht -
die deutschen Unternehmer haben ja auch letztlich erst die
finanzielle Grundlage für seinen Aufstieg durch ihre Spenden
geschaffen. Aber das waren mit Sicherheit Dinge - da hing der
amerikanische Staat nicht mit drin.

Das habe ich auch nicht geschrieben. Es ist sicher verständlich, dass keine amerikanische Regierung darin verwickelt ist. Aber bestens bekannt, Geheimdienste entwickeln auch ihr Eigenleben und so manches bleibt tatsächlich geheim und verborgen, nicht mal der eigenen Führung.

Warum hätten die USA einen auf ihre Gehaltsliste setzen
sollen, der offen propagiert, daß er die von ihnen mit
geschaffene NAchkriegsornung abschaffen will?

Wir sind uns einig, dass es nicht die „USA“ selber waren. Aber es gab genügend an einer Aufrüstung zu verdienen - so wurden ja im Gegenzug auch in amerikanischen Besitz befindliche Autowerke in Deutschland stark von der Bombardierung ausgenommen …

Wenn überhaupt - dann wäre denen doch eher an einem Handlanger
gelegen gewesen, der sich still abduckt und unter dem
Deutschland brav seine Rolle als den Siegermächten
unterlegende drittklassige Größe spielt.

Man könnte es aber auch anders sehen. Deutschland konnte man auch kleinhalten, wenn man es ins Chaos und Unruhen stürzt, und da hat
Hitler ja schon in den 20er Jahren zu beigetragen.

Das Ganze ist absolut hanebüchen.

Ich habe nicht geschrieben, und ich denke auch nicht, dass es so gewesen ist. Ich habe nur behauptet, es ist nicht ganz abwegig der Gedanke. Und siehe Deine nächsten Worte …

Der amerikanische
Geheimdienst bezahlt irgendeinen völlig unbekanntem
drittklassigen Politiker einer Splitterpartei die
MAchtübernahme. Wieso denn eigentlich? Und womit?

Die Amerikaner unterstützen viele zweit- und auch drittklassige Politiker und Kritiker von Regierungen, die ihnen nicht genehm sind. Ja, sie schrecken nicht mal vor Mordanschlägen zurück …

Den Geheimdienst heutiger Prägung gab es doch noch gar nicht -
daran, aktive Politik in anderen Ländern mit so was zu
beinflussen, hatte doch noch gar keiner. Geheimdienst - das
war damals militärische Spionage, eventuell noch Ausspionieren
irgendwelcher Staatsgeheimnisse, notfalls mal der Versuch,
jemanden zu beseitigen.

Wie gesagt abschliessend. Ich glaube auch nicht daran, halte es aber nicht für hanebüchen oder abwegig. Ich sehe vielmehr die Hauptverantwortung bei den Leuten, die in die rassistische und faschistische Hetze viel Geld investiert haben. Und wie bei jedem Verbrechen stellt sich zuerst die Frage: Wem nützte es? Und da bleibt, auf weiter Flur, nur eine Antwort: Denen, die daran verdienen konnten.

Frdl. Gruss
Tin

hallo michael,

du hast eine sehr umfassende und gute antwort gegeben. teilweise sind die ansichten von gerhard in sich schlüssig und wahr. allerdings bringt er das falsch aus dem zusammenhang heraus wieder. es gab in der tat kreise in den usa, die so gedacht haben. aber das waren halt nur die, die hitler finanziell unterstützen. und eben nicht die „usa“.
von daher sind die schlussfolgerungen natürlich entsprechend falsch.
das schlimme ist aber, dass aus den schlussfolgerungen eine rechtfertigun für millionenfachen massenmord und sonstige „kollateralschäden“ gezogen wird.
ich weiss allerdings auch nicht, wie man solchen menschen die augen öffnen kann.

Der Wohlstand sowohl für eine dünne Schicht der Reichen als
auch in der Breite ist unmittelbar an intakte Infrastruktur
des betreffenden Landes sowie seiner Nachbarn

bis hierher kann ich dir zustimmen …

und an das Maß individueller Freiheit geknüpft.

allerdings bleibt letzterer satz nur wahr, wenn die individuelle freiheit derart begrenzt ist, dass niemand sich aussergewöhnlich so bereichern kann, dass der breite der wohlstand entzogen wird.

Hallo Tin,

ich weiß nicht, ob man die Frage „Wem nutzt es?“ hier so stellen kann.
Hitler war ja an sich äußerst unberechenbar - da kam nie das raus, was man gedacht hat.
Da kan man höchstens davon ausgehen, was man hätte denken können.

Fakt ist, daß Hitler in den 20iger Jahren viel getönt hat, daß er das System umstürtzen will. Und seine Partei hierß ja auch Nationationalsozialistische Arbeiterpartei. Er hat gegen das angeliche judische Großkaptal getobt wie ein Wilder - das haben auch die Kommunisten nicht besser hinbekommen. Deshalb ist ja seine Partei in der Zeit der Wirtschaftskrise zu einer MAssenpartei geworden - er traf den Nerv der kleinen Leute damit.
Mit dieser Argumentation lag er auf alle Fälle nicht auf der Welle der USA - die waren (und sind ja noch heute) absolute Kommunistenhasser. ALs Faktor der Destabilisierung aber aber in den 20iger Jahren die KPD die bessere Adresse gewesen - die hatte da noch mehr Einfluß.
Hitler kam ja erst so richtig, nachdem er in ein paar Gesprächen das Teile des Großkapitales von seinen eigentlichen Absichten überzeugen und auf deren finanzielle Unterstützung bauen konnte. Nur durfte davon das Volk nix wissen und erfahren.

Mir kommt die ganze Therorie schlichtweg nur vor wie eines der unzähligen Gerüchte, die da immer mal wieder um sich greifen.

Gernot Geyer

Hallo!

und an das Maß individueller Freiheit geknüpft.

allerdings bleibt letzterer satz nur wahr, wenn die
individuelle freiheit derart begrenzt ist, dass niemand sich
aussergewöhnlich so bereichern kann, dass der breite der
wohlstand entzogen wird.

Jedes Gemeinwesen muß individueller Handlungsfreiheit Grenzen setzen. Andernfalls erhält man an Stelle eines Gemeinwesens einen in Anarchie lebenden Haufen. Dabei liegt es andererseits im Interesse des Ganzen, Kreativität und Motivation für eigenes Handeln nicht in Reglementierung zu ersticken. Das ist eine Gratwanderung. Sicher ist, daß ein Wirtschaftsraum mit unterdrückten und auf ihre Muskelkraft reduzierten Individuen zu keiner nach heutigen Maßstäben nennenswerten Wirtschaftsleistung in der Lage ist. Deshalb ist die Vorstellung irrig, durch Besetzung und Unterdrückung anderer Länder zu wirtschaftlich sinnvollen Ergebnissen kommen zu können. Der laufend zu zahlende Preis für die Unterdrückung wird den Nutzen weit übersteigen.
Solche Dinge sind in manchen Köpfen, zumal wenn es um Bedrohungsszenarien geht, noch nicht angekommen. In früheren Jahrhunderten ließ sich noch ein Nutzen erzielen, wenn man Menschenmassen mit Gewalt zu rein körperlichen Anstrengungen zwang. Ist alles längst vorbei. Es gibt nur noch von freiwillig handelnden Menschen einen Nutzen, die ihren Kopf benutzen. Sobald man Zwang ausübt, kommt nichts Nutzbares mehr.

Darum ging es mir. Eroberung und Unterjochung ist eben kein modernes ökonomisches Handeln, sondern ökonomisch die größte anzunehmende Dummheit.

Gruß
Wolfgang

Hi Gernot,

ich weiß nicht, ob man die Frage „Wem nutzt es?“ hier so
stellen kann.

absolut. Dabei muss nicht die Frage aufgenommen werden, was tatsächlich dabei rauskam, sondern mit welcher Intuition Hitler Unterstützung fand.

Mit dieser Argumentation lag er auf alle Fälle nicht auf der
Welle der USA - die waren (und sind ja noch heute) absolute
Kommunistenhasser. ALs Faktor der Destabilisierung aber aber
in den 20iger Jahren die KPD die bessere Adresse gewesen - die
hatte da noch mehr Einfluß.

Genau das nicht! Die westliche Welt wäre ja noch isolierter gewesen, wenn die SU und Deutschland kommunistisch gewesen wären. Deshalb fiel Thälmann aus. Ganz alleine auch deshalb, weil die Unterstützer Hitlers ja unter einer kommunistischen Regierung in Deutschland enteignet worden wären. Das wurden sie von Hitler allerdings nicht. Nicht mal während des Krieges, was der Trade-with-the-Enemy-Act beweist und nachdem u.a. der Grossvater von G.W. Bush sogar enteignet wurde.

Mir kommt die ganze Therorie schlichtweg nur vor wie eines der
unzähligen Gerüchte, die da immer mal wieder um sich greifen.

Da bin ich mit dir einer Meinung - allerdings halte ich es nicht für ganz abwegig …

Frdl. Gruss
Tin

Hallo Tin,

Moment … mach mal langsam.
Wir waren uns einig, daß Hitler (wenn überhaupt) Anfang der 20iger Jahre angworben worden sein könnte. (obwohl ich echt bezweifle, daß der sich hätte anwerben lassen.)
Aber damals hat er ja noch keine Zusicherungen gegeben, niemanden zu enteignen. Da hat er gegen das Kapital gehetzt - keiner konnte wissen, ob der da besser war als Thälmann (der kam übrigens auch erst 22 oder 23 von der USPD zur KPD - sollte man gar nicht meinen).

Ich bezweifle sogar, daß Thälmann bis Ende der 20iger Jahr wirklich so ein getreuer Gefolgsmann Moskaus war, wie später immer behauptet wurde - es paßt einfach nicht zu seinem Werdegang und seinem späten Eintritt in die KPD. Das hätten nach 45 alle gerne so gehabt - die SED, um eine schöne russenfreundliche Tradition aufzubauen, die Russen selber, um schön vieöle frühe verbündete vorweisen zu können und die SPD/CDU in der BRD auch - weil sie so die KPD als moskautreues Gesindel bezeichnen konnte. Nur stimmen tut es wohl so absolut nicht.

Die Zusicherungen gab Hitler wie gesagt ers später. Brauchte er auch nicht eher - vorher hat ihn ja eh keiner ernst genommen.

Und wie gesagt - es hätte auch so schon bedeutet, daß sich der Geheimdienst der USA meilenweit von seiner politischen Führung entfernt hätte. Ich denke nicht, daß die damals dazu in der Lage waren - die USA waren an Europa nach dem ersten Weltkrieg recht uninteressiert und verließen sich einfach drauf, daß da viel Wasser dazwischen liegt und auf ihre Flotte. Da waren die Spoinagefuzzis meines Wissens weder finanziell noch personell so auf Rosen gebettet, daß die so weitgespannte Aktionen hätten machen können.

Und die andere Frage - ich glaube nicht, daß Hitler angenommen hätte. der war von seinem Juden- und Amerikahaß fanatisch durchdrungen - und Fanatiker sind bei so was selten logisch.
Der hätte nie aktiv oder wissentlich für die Amerikaner gerbeitet. Was anderes wäre es, wenn er einfach nur ne Finanzspritze bekommen hätte unter irgend einer anderen Adresse. Wenn sich irgendwer als überzeugter steinreicher Anhänger von ihm ausgegeben hätte und was rübergereicht hätte.
Das häte er danns chon genommen - das ist nbe vage Möglichkeit. Aber dann wäre eer immer noch kein geführter Agent der Amis gewesen - er hätte immer noch seine eigenen Ziele unbeeinflußt durchgezogen.

Gernot Geyer

Hi Gernot,

Moment … mach mal langsam.
Wir waren uns einig, daß Hitler (wenn überhaupt) Anfang der
20iger Jahre angworben worden sein könnte. (obwohl ich echt
bezweifle, daß der sich hätte anwerben lassen.)

na klar, wann denn sonst. Aber wiegesagt - ich glaube auch nicht daran, ich halte es nur nicht für ganz ausgeschlossen.

Aber damals hat er ja noch keine Zusicherungen gegeben,
niemanden zu enteignen. Da hat er gegen das Kapital gehetzt -
keiner konnte wissen, ob der da besser war als Thälmann (der
kam übrigens auch erst 22 oder 23 von der USPD zur KPD -
sollte man gar nicht meinen).

hat er überhaupt jemals von enteignungen ausser vom jüdischen kapital gesprochen? und der natürliche feind aller unternehmer waren die kommunisten, die kamen nie zur destabilisierung in frage.

Ich bezweifle sogar, daß Thälmann bis Ende der 20iger Jahr

magst du recht haben.

Die Zusicherungen gab Hitler wie gesagt ers später. Brauchte
er auch nicht eher - vorher hat ihn ja eh keiner ernst
genommen.

trotzdem wurde er von thyssen und ford gefördert. da man davon ausgehen kann, dass das knallharte kapitalisten waren, die keinen müden cent umsonst rauswarfen, werden sie ihn schon ernst genommen haben.

Und wie gesagt - es hätte auch so schon bedeutet, daß sich der
Geheimdienst der USA meilenweit von seiner politischen Führung
entfernt hätte. Ich denke nicht, daß die damals dazu in der
Lage waren - die USA waren an Europa nach dem ersten Weltkrieg

wenn natürlich nicht „der geheimdienst“ - sondern eine abteilung, der abteilung, der abteilung …

Und die andere Frage - ich glaube nicht, daß Hitler angenommen
hätte. der war von seinem Juden- und Amerikahaß fanatisch
durchdrungen - und Fanatiker sind bei so was selten logisch.

da gibt es einen einfachen grund dafür: er war finanziell immer klamm. und es war ihm doch sch…-egal, wer ihm das geld gab. der hätte sich doch eher noch eins gelacht, wie jemand so doof sein kann, ihn auch noch zu finanzieren …

Der hätte nie aktiv oder wissentlich für die Amerikaner
gerbeitet.

;o) Hätte er natürlich nicht. Da geb ich Dir recht. Von daher hast Du dann schon mit der Aussage recht, dass er kein Agent der Amerikaner gewesen sein kann. Was allerdings nicht ausschliessen würde, dass er auf deren Gehaltsliste gestanden hat.

Was anderes wäre es, wenn er einfach nur ne
Finanzspritze bekommen hätte unter irgend einer anderen
Adresse. Wenn sich irgendwer als überzeugter steinreicher
Anhänger von ihm ausgegeben hätte und was rübergereicht hätte.

Ich denke, die Grenzen sind da halt fliessend bei den zu der Zeit in den Staaten handelnden Personen aus Wirtschaft und Politik …

Möglichkeit. Aber dann wäre eer immer noch kein geführter
Agent der Amis gewesen - er hätte immer noch seine eigenen
Ziele unbeeinflußt durchgezogen.

Stimme ich dir zu …

Frohe Weihnachten noch
Tin

Servus!

Die Sovietunion hatte vor dem 2 Weltkrieg keine militärischen
Ambitionen, nach Westen vorzustossen. Die „Kommunistische
Verschwörung zum Sturz der westlichen Demokratien“ war eine
Chimäre…

Das is nu auch wieder Unsinn. Lies mal Lenin: Der setzte seine
ganze Hoffnung auf eine Revolution in Deutschland, weil er
wusste, seine Revolution in Rußland konnte keinesfalls die
erwartete Weltrevolution hervorrufen.

Nun, das lenin seine Hioffnung darauf setzte, ist ja bekannt.
aber es gab keine militärischen Ambitionen der SU. Und
auch, dass die Kommunistischen parteien im westen alles andere
als „Moskautreu“ waren, sondern öfter mal ihren eigenen Weg
gingen. So brodelte es in der KPD vor 1933 immer wieder
zwischen den „Moskautreuen“ und den „Abweichlern“ das
prominenteste „Opfer“ war Ruth Fischer.

Von einer „von Moskau gesteuerten“ kommunistischen
Weltverschwörung kann jedenfalls keine Rede sein.

Hab ich auch net geschrieben. Lenin hatte die HOFFNUNG, dass insbesondere das von ihm als besonders wichtig erachtete Deutschland in Sachen Revolution nachziehen könnte und daraufhin die Weltrevolution sozusagen von selber ausbrechen würde. Militärisch (und auch sonst) waren die Bolschewiki und später auch noch Stalin in den 20er und 30er Jahren viel zu sehr damit beschäftigt, Rußland unter Kontrolle zu kriegen, als dass sie sich ausserhalb Rußlands irgendwo hätten größer einmischen können…

Friedvolle Weihnachtsgrüße,
Christian