Hitler und seine harte Kindheit

Bist Du noch da???

Inwiefern kann man die Tatsache dass Hitler als Kind
verpruegelt und geschlagen wurde als „Entschuldigung“ dafuer
sehen was fuer ein Mensch er spaeter wurde?

Magst Du vielleicht mal zu den Antworten Stellung nehmen?
Ich kann nach wie nicht nachvollziehen, was Du dieser Frage erreichen möchtest. Würde mich aber interessieren.

kleine Korrektur

die nächste Frage ein: Was, wenn die Motivation, Gutes zu tun,
bzw. die Hemmung, Schlechtes zu unterlassen, genauso gebrochen
werden können, wie Füße?

Ich meine natürlich:
Was, wenn die Motivation, Gutes zu tun bzw. Schlechtes zu unterlassen, genauso gebrochen werden können wie Füße?

Hallo,

Das Gegenmodell ist für mich das, in besten Verhältnissen
aufgewachsene Pfarrerstöchterlein Gudrun Ensslin.
Warum wurde die zur Terroristin? Bestimmt nicht wegen der
unglücklichen Kindheit.

Auch hier möchte ich Zweifel an der Aussage anbringen.
Ich kenne keine Pfarrerskinder (das mag nicht repräsentativ sein), aber wirklich keine, die wirklich glückliche Menschen geworden sind.
Ich hatte mal meine persönliche Theorie darüber, als ich für einen Pfarrer, einen wunderbaren Menschen gearbeitet habe (auch dessen Kinder waren nicht so richtig „normal“, er hatte fünf):
Ein Pfarrer, wenn er einigermaßen etwas taugt, stellt immer die Bedürfnisse der Gemeinde über die der Familie. Nicht wirklich absichtlich, aber was ist schon der versprochene Spaziergang mit der Tochter, wenn er zum Sterbebett einer Frau gerufen wird etc. Noch weniger als ein Arzt, kann sich ein Pfarrer einer solchen Situation gegenüber einem Gemeindemitglied entziehen. Pfarrerskinder lernen von klein auf: meine Arbeit ist wichtiger als du.
Mir ist bewusst, dass das Küchenspsychologie ist. In den Fällen, die ich kennengelernt habe, traf es allerdings zu. Eigentlich ist es nun total off topic, doch gerade das Beispiel von Gudrun Ensslin konnte ich nicht so unkommentiert stehen lassen.

Gruß
Elke

Hallo Herr Meyer,

und dass
andererseits seine Gegner das nicht rechtzeitig und konsequent
genug zu verhindern wussten.

Wollten.

ob das für alle gilt und ob man das allen pauschal unterstellen kann, vermag ich nicht abschließend zu be- oder verurteilen, auch wenn sich das aus heutiger Rückschau so darstellen mag.

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Hi,

Hitler war ein Verbrecher. Warum er einer war, ist nicht wichtig. Allerdings war er nicht der einzige, nicht der erste und leider auch nicht der letzte Verbrecher.

Der Mensch ist ein Heuchler. Die „kognitive Dissonanz“ läßt grüßen.

Das kennen wir ja aus vielen Bereichen: Manche spülen ihre leeren Joghurt-Becher und bringen sie zum Recyclingcontainer, dann fliegen sie von Frankfurt aus nach Mauritius, andere Spenden aus Mitleid für das Tierheim, stecken aber die eigenen Eltern ins Pflegeheim, weil sie keinen Bock haben, sie zu pflegen, in der Verfassung werden die Menschenrechte garantiert, trotzdem gestattet man den USA Überflüge über Deutschland für einen völkerrechtswidrigen Krieg im Irak, usw.

Rolo

Hallo,

ich häng mich hier einfach mal so mittendrin rein :wink:

Hier, bei wer-weiss-wass, habe ich vor fast 8 Jahren einen
sehr netten Menschen kennengelernt, der sich intensiv mit Hitlers Leben beschäftigt hat.

Anlaß war ein Bali-Urlaub, in dem ich an allen Ecken und Kanten über „Hakenkreuze“ gestolpert bin.

Aus meiner Haken-Kreuz Frage hat sich ein langjähriger sehr netter email-Verkehr entwickelt, sehr interessant und informativ.

Wir haben auch über Alice Miller gesprochen, ihre Theorie (?) zur schwarzen Pädagogik in Zusammenhang mit Hitlers Lebensweg.

Nur so am Rande: da steckt absolut kein „braunes Gedankengut“ dahinter, sondern einfach die Betrachtung: wie konnte das passieren?

Alice Millers Theorie ist umstritten. Es kursieren ebenso Geschichten um Hitlers Herkunft. Dass er ein uneheliches Kind gewesen sein soll, ein deutsches Hausmädchen, das von dem jüdischen Arbeitgeber geschwängert wurde … oder umgekehrt? Dass daher sein Hass auf die Juden begründet sein soll.

Interessanter fand ich eigentlich die Frage, wie ein österreichischer Staatsbürger Reichskanzler in Deutschland werden konnte.

Noch interessanter: wie er solche Massen an Menschen ansprechen konnte.

Vielleicht hat das auch einfach eine Eigendynamik entwickelt. Er hat die Probleme in dieser Zeit angesprochen, einen Sündenbock dafür gefunden und mit seinem Gefolge soviel Angst und Schrecken verbreitet, dass es nicht sooo viele gab, die öffentlich den Mut hatten, sich dagegen aufzulehnen.
Letztendlich mussten sie auch um ihr Leben bangen.

Ich habe in dieser Zeit nicht gelebt und ich mag nicht generell urteilen. Sicher gab es Menschen, die ohne Gnade ihre Machtpositionen mit staatlicher Absegnung ausgenutzt haben.

Ähnliche Tendenzen, sich Sündenböcke auszusuchen, das ist doch nichts von vorgestern.

Vielleicht hat die Erziehung in dieser Zeit beigeholfen? Keine Ahnung.
Was Mitgefühl und Mitverantwortung betrifft, sind wir heute aber doch auch nicht immer so ganz glücklich mit den Produkten unserer Erziehung?

Ich finde es nicht richtig, alles an der Erziehung festzumachen, genau so wenig richtig finde ich es, das Thema abzubürsten mit: der war ein Verbrecher.

Liebe Grüße
usch