Hitlers Hass gegen Ausländer

Hallo!
In der Schule sind wir gerade bei der NS-Diktatur und müssen Fragen beantworten. Ich finde aber zu folgender keine Texte oder so wo was drinnen steht: Wann und wo entwickelte Hitler hass gegen Ausländer?

Bitte Helft mir! :smile: Danke :wink:

Hallo Jana

leider bist du hier falsch,versuchs mal in den einschlägigen Hausaufgabenerledigungsforen

LG
Mikesch

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Die Frage ist leider nicht so einfach zu beantworten, nachdem man ja nur schwer in die Gedankengänge des „jungen Hitler“ hineinsehen kann und „Mein Krampf“ kann kaum als objektive Quelle gewertet werden.

Überlegungen gehen dahin, dass er in seiner Stadtstreicherzeit in Wien mit dem antisemitischen Gedankenschlecht aus dem Dunstkreis um Schönerer in Kontakt kam.

Aber dazu empfehle ich mal die Lektüre der Hitlerbiografien von Fest und Kershaw. Sollten in jeder gut sortierten Bibliothek zu bekommen sein.

Gruß
Mike

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Jana,

Wann und wo entwickelte Hitler
hass gegen Ausländer?

„Hass gegen Ausländer“ ist eigentlich in dem Zusammenhang ein falscher Ausdruck. Hitler hatte ja nicht generell Haß gegen alle Ausländer, sondern „nur“ gegen alle „nicht-arischen“ Völker und speziell gegen die Juden, die als minderwertig eingestuft wurden. Du solltest also besser fragen, woher Hitler seinen Rassismus und Antisemitismus her hatte.
Da ich natürlich nicht deine Hausaufgaben machen möchte kann ich dir nur ein paar Links geben, wo Du etwas über die Wurzeln dieser Weltanschauung nachlesen kannst:
http://textfeld.ac.at/download/290.pdf
http://www.timschmidt.de/goetzen.htm

Daß Du unbedingt auch eine Hitler-Biographie lesen solltest, wurde ja schon gesagt, deshalb hier nur ein kleiner Einstieg (bis die nächste Bücherei wieder geöffnet hat):
http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler

Viele Grüße
Marvin

Hallo,
wie bereits von Marvin richtig dargestellt, war Hitlers Einstellung weniger xenophober, sondern rassistischer und antisemitistischer Natur. Diese Grundeinstellung erlangte er schon während seiner Jugend in der k.u.k.-Monarchie.

„Wer endlich konnte noch Kaisertreue bewahren einer Dynastie gegenüber, die in Vergangenheit und Gegenwart die Belange des deutschen Volkes immer und immer wieder um schmählicher eigener Vorteile wegen verriet? Wußten wir nicht als Jungen schon, daß dieser österreichische Staat keine Liebe zu uns, Deutschen, besaß, ja überhaupt gar nicht besitzen konnte? Die geschichtliche Erkenntnis des Wirkens des Habsburgerhauses wurde noch unterstützt durch die tägliche Erfahrung. Im Norden und im Süden fraß das fremde Völkergift am Körper unseres Volkstums, und selbst Wien wurde zusehends mehr und mehr zur undeutschen Stadt. Das „Erzhaus“ tschechisierte, wo immer nur möglich, und es war die Faust der Göttin ewigen Rechtes und unerbittlicher Vergeltung, die den tödlichsten Feind des österreichischen Deutschtums, Erzherzog Franz Ferdinand, gerade durch die Kugeln fallen ließ, die er selber mithalf zu gießen. War er doch der Patronatsherr der von oben herunter betätigten Slawisierung Österreichs!“
Mein Kampf

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Überlegungen gehen dahin, dass er in seiner Stadtstreicherzeit
in Wien mit dem antisemitischen Gedankenschlecht aus dem
Dunstkreis um Schönerer in Kontakt kam.

Moin,

das sind nicht nur „Überlegungen“, sondern das ist inzwischen gesicherte Erkenntnis. Uwar ist es sicher gut und hilfreich, eine Biographie Hitlers zu lesen, aber erhellender ist in diesem Fall wohl die Lektüre von Brigitte Hamann, „Hitlers Wien“.
Sie hat - in dieser Genauigkeit und Gründlichkeit als erste - Hitlers gesamte Wiener Zeit rekonstruiert und die entscheidenden Personen, die Hitler beeinflusst haben, beschrieben. Etwas Besseres wirst Du schwerlich finden.

Gruß - Rolf

… für die eigene Recherche:
Dr. Karl Lueger
Georg von Schönerer
Jörg Lanz von Liebenfels

Wenn du dich ein wenig mit diesen beschäftigt hast, dann weißt du, in welchen Kreisen der junge Hitler verkehrte und welche Wurzeln sein Rassen- (nicht Ausländer-!) wahn hatte.

Gruß
Hardey

Wann und wo entwickelte Hitler Hass gegen Ausländer?

Jana,

Wird denn der Begriff „Hass gegen Ausländer“ bereits in der Original-Aufgabenstellung verwendet ?

Ich werde den Eindruck nicht los, dass die Ungenauigkeit, mit der „Hass gegen Ausländer“ und „Antisemitismus“ vermischt wird, durchaus Methode hat.

So lässt sich der Antisemitismus der Nazis heute auch von Interessengruppen zwecks Meinungsbildung instrumentalisieren, die vom Holocaust gar nicht betroffen waren oder sogar der Täterseite zuzurechnen sind.

Insbesondere stehen mir die Haare zu Berge, wenn Islamisten, wenn sie sich in ihrem antisemitischen Tun behindert fühlen, sich als Opfer von Ausländerhass darstellen und dies mit einem Verweis auf den braunen Antisemitismus würzen.

MfG
Klaus

Hallo !

Wieso hat Hitler „Ausländer“ gehaßt?

Er „haßte“ genau die, die der durchschnittliche Deutsche heute auch nicht liebt, nämlich exotische, ausländisch aussehende.
Skandinavier liebte er fast mehr als die Deutschen selbst. Holländer, Engländer usw waren nie seine Haßobjekte.
Mit Japanern, Italienern, Rumänen, Spaniern war er/wir verbündet.

Er hätte gut in das heutige Deutschland gepaßt.

mfgConrad

Hallo Jana,

Wann und wo entwickelte Hitler
hass gegen Ausländer?

Ich finde, die Frage ist ungenau gestellt. Wenn man heute „Ausländer“ liest, hat man ein bestimmtes Bild vor seinem geistigen Auge. Man denkt dann wohl in erster Linie an die Ausländer, die bei uns so leben. Diese kann Hitler aber nicht gehasst haben, weil es sie im Deutschen Reich ganz einfach nicht in dieser Form gab. Es gab wohl einige vereinzelte Ausländer. Aber in erster Linie richtete sich Hitlers Hass ja gegen die Juden.

Er spricht darüber in „Mein Kampf“, und zwar auf S. 54 ff. Er beginnt seine längeren Ausführungen so:
„Es ist für mich heute schwer, wenn nicht unmöglich, zu sagen, wann mir zum ersten Male das Wort ‚Jude‘ Anlass zu besonderen Gedanken gab.“

Er erklärt dann weiter, dass er sich nicht daran erinnern kann, dass bei ihm zu Hause jemals Juden erwähnt wurden, und dass es in Linz auch nur ganz wenige Juden gab. Diese waren angepasst : „Im Laufe der Jahrhunderte hatte sich ihr Äußeres europäisiert und war menschlich geworden [*gg*]; ja ich hielt sie sogar für Deutsche.“

Zunächst konnte er mit Antisemitismus, wie er schreibt, nichts anfangen und war dagegen, weil er für Religionsfreiheit war. Aber dann „erkannte“ er irgendwann, dass das Judentum keine Religion ist, sondern eine „Rasse“. Er beschreibt ein angebliches Schlüsselerlebnis:

„Als ich einmal so durch die innere Stadt [Wien] strich, stieß ich plötzlich auf eine Erscheinung in langem Kaftan mit schwarzen Locken. Ist dies auch ein Jude? war mein erster Gedanke. So sahen sie freilich in Linz nicht aus. Ich beobachtete den Mann verstohlen und vorsichtig, allein je länger ich in dieses fremde Gesicht starrte und forschend Zug um Zug prüfte, um so mehr wandelte sich in meinem Gehirn die erste Frage zu einer anderen Fassung: Ist dies auch ein Deutscher?“

Hitler führt dann weiter aus, dass er daraufhin Bücher las und so seine Einstellung zu den Juden änderte.

Ob ich ihm diese Geschichte glauben soll, weiß ich nicht.

Ehrlich gesagt glaube ich gar nicht, dass Hitler die Juden gehasst hat. Sie haben dann nur in seinem selbstgestrickten Weltbild die Stelle von etwas (nicht von jemandem, denn ich denke als Personen hat er sie nicht mehr wahrgenommen) eingenommen, das stört.

Ich verstehe es auch nicht, warum. Und die Erklärung oben reicht mir jedenfalls nicht. Aber vielleicht kannst du sie ja brauchen. Vielleicht steht auch in der kommentierten Ausgabe von „Mein Kampf“ noch mehr dazu, aber ich habe nur die unkommentierte.

Schöne Grüße

Petra

P.S. Der Jude, den Hitler da gesehen hat, war vermutlich ein „Ostjude“. So nannte man Juden, die aus Osteuropa, z.B. aus Polen, nach Deutschland bzw. Österreich auswanderten. Der Grund dafür war, dass in ihrer Heimat der Antisemitismus zugenommen hatte.

Deshalb konnten diese Juden natürlich noch nicht so an die deutsche Gesellschaft angepasst sein. Die waren ja noch nicht so lange hier.

Lies dir mal bei Wiki die Einträge zu „Ostjude“ (ich hoffe, die haben einen) und auch zu „Zionismus“ durch. Ich denke, dann wird es klarer.

Hallo Conrad,

Er hätte gut in das heutige Deutschland gepaßt.

Da ich Deutscher bin, verbitte ich mir derartige Verallgemeinerungen oder Zuordnungen. Zu mir passt H. jedenfalls nicht.

Andreas

1 „Gefällt mir“

das sind nicht nur „Überlegungen“, sondern das ist inzwischen
gesicherte Erkenntnis.

Hi
Die Frage, die ich mir gestellt habe, ist das Weltbild, das Hitler aus seiner Kindheit und Jugend nach Wien mitgebracht hat. Aber dazu wissen wir halt sehr sehr wenig.

Gruß
Mike

Hallo Andreas,

Er hätte gut in das heutige Deutschland gepaßt.

Da ich Deutscher bin, verbitte ich mir derartige
Verallgemeinerungen oder Zuordnungen. Zu mir passt H.
jedenfalls nicht.

Vielleicht hätte er ja gut zu Conrad gepaßt.

Gruß