Hitlerzitat zur Intelligenz?

Hallo!

Ich habe auf einer russischen Webseite ein angebliches Zitat Hitlers gefunden. Übersetzt würde es ungefähr so lauten: „Intelligenz ist der Abfall der Gesellschaft“ (Intelligenz im Sinne „Intellektuelle“, könnte also auch sowas sein wie „Intellektuelle sind der Abfall der Gesellschaft“). Gibt es tatsächlich ein ähnliches Hitler-Zitat? Wie lautet es im Original?

Grüße

Anja

Hi,
Hitler hielt m. W. n. nicht viel von abgehobenem Gelehrtenwissen ohne „völkischen“ Instinkt/ Willen bzw. ohne Wurzeln zum Volk.
Er nannte diese Intelligenzschichten in seinem Bestseller
(Mein K®ampf) „abgeschottet (vom Volkswillen) und verkalkt“, als überbildet. Notwendig erschien ihm als „nationaler Sozialist“ (was immer das auch definitionsgemäß sein mag), nicht den Nachwuchs der herrschenden Klasse, sondern die Kinder (das Potential) der breiten Masse des primitiven Volkes (Arbeiter-, Bauernkinder) geistig zu bilden (z.B.: Adolph Hitlerschulen, Elitebildung). Deren Instinkt/ Wille sei noch intakt. In diesem Zusammenhang nannte er es ein Verhängnis, daß im 1. Weltkrieg Bethmann Hollweg („philosophierender Schwächling“) RK war und nicht ein robusterer Typ eines „Volksmannes“.
Hitler hielt also viel von Intelligenz, sofern sie völkischer Natur war und verabscheute natürlich diejenigen Intelligenzschichten, die der „jüdische Presse“ (z.B. Berliner Tageblatt, Frankfurter Zeitung) nahe oder vorstanden, als „Volksbelüger, Volksvergifter“ .
Ist bei uns irgendwie vom Trend: „Bildung für Arbeiterkinder“ her noch so ähnlich von der „Tätärä“ (Sozialismus) und modernen linken/ linksliberalen Parteien (SPD: Aktion Bildung, die Linke: Parteiprogramm, skandinavische Länder usw.) her bekannt.
lg O

Hallo

Ich habe auf einer russischen Webseite ein angebliches Zitat
Hitlers gefunden. Übersetzt würde es ungefähr so lauten:
„Intelligenz ist der Abfall der Gesellschaft“ (Intelligenz im
Sinne „Intellektuelle“, könnte also auch sowas sein wie
„Intellektuelle sind der Abfall der Gesellschaft“). Gibt es
tatsächlich ein ähnliches Hitler-Zitat? Wie lautet es im
Original?

Im Grunde hat Osmond schon alles gesagt, ich möchte
nur einige Nebenaspekte hinzufügen.

Hier könnte u.U. auch die „Intelligenz“ (Schicht) der
Oststaaten (Polen, Rußland etc.) gemeint sein, die
Hitler ja „Entfernen“ wollte und von der nur Ärger zu
erwarten sei - da diese für das jeweilige Volk ja eine
Art „ideologische Führung“ darstellte, die in Konkurrenz
zur vorgesehenen Sklavenzukunft der Slaven stand.

Weiterhin wußte Hitler ganz genau (das habe ich aus
Klemperer), daß er nur ehrliche „Gefolgschaft“
(bezüglich der nationalsozialistischen Weltanschauung)
von Leuten erwarten konnte, die nicht besonders helle
waren. So blickig war er schon. Zu klugen Leuten mißtraute
Hitler immer und auch immer stärker. Auch wenn er den
Intellekt hin und wieder „zur Lösung von Aufgaben“
gebrauchen konnte.

Grüße

CMБ

Hallo,

Hitler hielt also viel von Intelligenz, sofern sie völkischer
Natur war und verabscheute natürlich diejenigen
Intelligenzschichten, die der „jüdische Presse“ (z.B. Berliner
Tageblatt, Frankfurter Zeitung) nahe oder vorstanden, als
„Volksbelüger, Volksvergifter“ .

Das ist genau der Punkt. In MK schreibt Hitler:

 ...
 Die Gedankengänge des Judentums dabei sind 
 klar. Die Bolschewisierung Deutschlands, d.h. 
 die Ausrottung der nationalen völkischen deut-
 schen Intelligenz und die dadurch ermöglichte 
 Auspressung der deutschen Arbeitskraft im Joche 
 der jüdischen Weltfinanz, ist nur als Vorspiel 
 gedacht für die Weiterverbreitung dieser 
 jüdischen Welteroberungstendenz.
 ...

Eine Ablehnung der „Intelligenz“ ‚per se‘ ist
also bei Hitler (zumindest hier) nicht nachzuweisen.

Grüße

CMБ

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Hi Semjon,

Gottseidank(?) nur Zitat und keine Echtzeitanalyse
lg O

Hallo Semjon,

Weiterhin wußte Hitler ganz genau (das habe ich aus
Klemperer), daß er nur ehrliche „Gefolgschaft“
(bezüglich der nationalsozialistischen Weltanschauung)
von Leuten erwarten konnte, die nicht besonders helle
waren.

Für diese Meinung hättest du darauf verzichten können,
den guten Klemperer vorzuschicken.
Woher wusste der eigentlich, dass H. das ganz genau wusste?

Auch wenn er den
Intellekt hin und wieder „zur Lösung von Aufgaben“
gebrauchen konnte.

War — und ist — das nicht immer so in der Staatskunst?

Gruss
Nescio