Hitliste der Unkäuter

Hallo liebe Gärtner,

höre von verschiedenen Seiten verschiedene Ansichten zum schrecklichsten Unkraut. Mal ist es Giersch, mal Quecke, mal irgendwelches Gebüsch etc.
Wie ist es nun wirklich?

Gruß, Hovke

Das ist eine Frage wie „Was ist das beste Handy“ - unbeantwortbar. Was erwartest du jetzt für Aussagen? Jedes Gartenbesitzers persönlichen Leibundmagenfeind? Und was bringt das? Fragen gibt’s…

Hallo Hovke,

es gibt keine "Un"kräuter.

Pflanzen wachsen, gedeihen und nehmen ggf. überhand, auch wenn sie von Dir persönlich unerwünscht sind. Das ist Natur und sie sind halt Wildkräuter.

Manchen ist Giersch lästig, andere verwenden ihn im Salat.

Gruß
Maralena

Hi,

meine Nr. 1:

http://flora-emslandia.de/wildblumen/balsaminaceae/i…

Grüße,
David

Hallo,

Wie schon erwähnt sind die Geschmäcker bezüglich ungeliebter Pflanzen variabel, allerdings sind viele Begleitpflanzen wertvolle „Informanten“ über den Bodenzustand: manche zeigen Magerböden, andere Kalk oder Stickstoff. Zudem können sie auch andere Vorteile bieten: die vielgehaßte Brennessel ist der Rohstoff für die beliebte B.- Jauche, lockert den Boden und ernährt einige der schönsten Schmetterlinge bzw. deren Raupen!
Für eine Wildkräuterecke plädiert

Der Daimio

Hallo

Maralena!

es gibt keine "Un"kräuter.

Das halte ich für billige Sentimentalität.

Pflanzen wachsen, gedeihen und nehmen ggf. überhand, auch wenn
sie von Dir persönlich unerwünscht sind. Das ist Natur und sie
sind halt Wildkräuter.

Und was hat es mit den sich hier endemisch ausbreitenden fernöstlichen Knöterichen auf sich, wie z. B. Polygonum Japonicum und Sachalinense?
Letzterer war mir aufs Grundstück zugeflogen, und als ich ihn endgültig beseitigen musste - er hatte schon angefangen die nebenliegende Sandstraße aufzuheben - , musste der Bauer mit Traktor und Hebegabel dran anrücken. Anders war er nicht mehr wegzukriegen.
Was heißt schon „Das ist Natur“, wenn dieses Zeug bei uns natürlich überhaupt nie vorkam!
Schönen Gruß!
Hannes

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weiter so Hannes, …
Du hast ja Recht. Aber viele aus der Ökoecke meinen das alles irgendwie Verwendung haben sollte. Und dabei ist der Polygonum noch nicht mal das Ärgste. Ich kenn den Namen nicht, aber es gibt noch schlimmere, haben seit einigen Jahren in NZ Fuss gefasst. Gruss, weissnich

Hallo,
wer wie wir den kriechenden Hahnenfuss im Garten hat, hat allen Grund zum jammern!
geplagte Grüße, Gabi

Hallo,

dazu wüßte ich gerne mehr, sofern Du genaueres hast. Ist doch mal ein interessanter Aspekt und da ich mir fürs Altenteil ein Häuschen mit Garten suchen will, kann ich solche Infos auch durchaus gebrauchen.

Dank und Gruß, Hovke

Hallo,

habe mal einen schönen Satz zum Thema Unkraut in einem Krimi gelesen: „Unkraut ist das, was man ausrupft“ - fand ich sinnig.
Entsprechend wäre schlimmes Unkraut jenes, dass sich wehrt.

Gruß, Hovke

Hallo,

fands einfach interessant, was da so kommt und was es alles gibt.
Habe auch im zoologievordiplom manche Parasiten besonders spannend gefunden (recherchiere mal die Verbreitungstricks des kleinen Leberegels - es ist faszinierend).
Unkräuter sind durch ihre Hartnäckigkeit eben auch interessant - sie müssen wesentlich bessere Überlebensstrategien haben, als unsere Kulturpflanzen.
Also mich kann sowas immer interessieren.

Gruß, Hovke

Hallo Hannes,

das ist keine billige Sentimentalität, sondern ganz einfach Realität.
Heimische Kräuter wachsen halt, ob man sie mag oder nicht. Sie sind lästig und beschwerlich, wenn man sie beseitigen möchte - mehr aber auch nicht. Wenn sie giftig sind, sollte man sie möglichst bald entfernen, wenn Kinder in der Nähe sind, spätestens dann, wenn sie echt überhand nehmen.

Ich habe NICHT gesagt, dass ich in meinem Garten alles wachsen lasse, was da wachsen will.
Die von Dir genannten Pflanzen kenne ich (glücklicherweise) nicht. Sie gehören aber auch nicht zu den von der Up aufgezählten ‚normalen‘ heimischen ungeliebten Gewächse.

Wenn wir schon bei den ‚ausländischen‘ sind: Ich persönlich halte den derzeit ach so modernen Bambus für Unkraut, wegen seiner fiesen Wurzelausläufer. Manche Leute kaufen sich den im Gartencenter für teures Geld und gleich noch ein paar nicht heimische Kräuter mit dazu.

Aber auch das ist Natur. Wenns den Pflanzen gefällt, wachsen sie.
Wenns dem einzelnen Mensch nicht gefällt, soll er sie beseitigen.

Auch schönen Gruß!
Maralena

Hallo,

Hab´da keine spezifischen Unterlagen, halt eher was man so da und dort findet/hört/liest.

Zurückkommend auf die Originalfrage finde ich den Neophyt Japanischer Staudenknöterich besonders problematisch: bei uns keine natürlichen Feinde, stark wuchernd, fast unausrottbar wenn einmal vorhanden; in einem Bericht habe ich gehört, dass 60 Gramm(!) Wurzelstock aus 2 m Tiefe noch neue Pflanzen treiben.
Siehe hier Punkt 4:http://de.wikipedia.org/wiki/Japanischer_Staudenkn%C…

Es grüßt

Der Daimio

Unkräuter sind durch ihre Hartnäckigkeit eben auch interessant

  • sie müssen wesentlich bessere Überlebensstrategien haben,
    als unsere Kulturpflanzen.

Hallo Hovke,

als hartnäckig würde ich heimische „Unkräuter“ nicht unbedingt bezeichnen. Sie besetzen Nischen, die der Mensch geschaffen hat. Bei einer sich entwickelnden potentiell-natürlichen Vegetation würden sie kaum auffallen.
Unsere Kulturpflanzen haben übrigens eine fabelhafte Überlebensstrategie gefunden. Genial, wenn man sich durch die „Krone der Schöpfung“ pflegen lässt.

Grüße

Ulf

Hallo Ulf,

Unsere Kulturpflanzen haben übrigens eine fabelhafte
Überlebensstrategie gefunden. Genial, wenn man sich durch die
„Krone der Schöpfung“ pflegen lässt.

Der heimliche Trick der Nutzpflanzen und -tiere. Ohne uns hätte das Rind nie gegen den Büffel gewonnen (wäre gar nicht erst nach Amerika gekommen) oder der Hund gegen den Wolf, von nackichten Schweinen ganz zu schweigen.

Und Du hast vollkommen recht - wären nicht unsere Kulturflächen, würden die Gräser und Büsche, später die Bäume allem anderen das Leben schwer machen. Nur unsere freigehaltenen Anbauflächen machen dem Unkraut, das an harte Bedingungen gewöhnt ist, den Weg frei.

Gruß, Hovke

Hallo,

was die Frage soll: ich interessiere mich für Überlebensstragegien in der Natur (u.A, weil ich mich für die Entwicklung und das Aussterben von Homo Erectus und den Neanderthaler interessiere).

Angekommen bei Pflanzen: ich kenne nur wenige Unkräuter, denke mir aber, dass die mit den besten Überlebensstrategien jene sind, die die Gärtner am meisten ärgern.
Frage nach und schon habe ich einige potentiellen Kandidaten zu denen ich dann bei Wicki oder per Buch mehr Infos bekomme.
Ist mir lieber, als Briefmarkensammeln und schadet keinem.
Also warum nicht? Wer die Frage nicht mag, muss ja nicht antworten.

Gruß, Hovke