bei mir hat die gestrige Meldung über einen neuen HIV-Impfstoff (bzw Mischung aus bekannten Impfstoffen) eine Frage aufgeworfen: Und zwar wurde der Impfstoff an einer Gruppe von 16.402 Menschen getestet.
Heißt das jetzt, dass sich 16.402 Menschen mit HIV haben anstecken lassen für diesen Test? In den Nachrichten hieß es nur „es haben sich weniger Menschen angesteckt“. Das würde ja darauf schließen lassen, dass die Leute sich wirklich haben anstecken lassen.
Aber das kommt mir doch sehr komisch und unethisch vor.
Gibt es da andere Wege, die Effektivität zu testen?
Heißt das jetzt, dass sich 16.402 Menschen mit HIV haben
anstecken lassen für diesen Test?
Davon wollen wir dann mal lieber doch nicht ausgehen…
In den Nachrichten hieß es
nur „es haben sich weniger Menschen angesteckt“. Das
würde ja darauf schließen lassen, dass die Leute sich wirklich
haben anstecken lassen.
Aber das kommt mir doch sehr komisch und unethisch vor.
Ich nehme eher an, dass es sich um eine Art statistische Erhebung handelt - aber so richtig klar ist mir das auch nicht, was die meinen.
Gruß,
Branden
Geimpft wurden 2 Gruppen: eine wurde mit einem Placebo geimpft, die andere Gruppe ist mit dem Original-Impfstoff geimpft. Das Leben wurde weitergeführt wie bisher… inclusive Sex…
Gemessen wurde dann nach einem gewissen Zeitraum wieviele Menschen sich angesteckt haben. Und das waren in der geimpften Gruppe 30% weniger als in der mit Placebo geimpften Gruppe.
Hallo,
bei mir hat die Meldung ähnliche Gedanken ausgelöst. Zumal mir mal ein Pharmazeut erklärt hat, dass es unethisch und somit nicht zulässig sei, einer Gruppe (der Placebogruppe) bewußt ein lebensrettendes Medikament zu versagen (also z.B. bei Krebsbehandlung o.ä.). Gilt das vielleicht hier nicht, weil es eine Vorsorge und keine Behandlung ist? ODer stimmt das, was er mir erzählt hat, sowieso nicht?
bei mir hat die Meldung ähnliche Gedanken ausgelöst. Zumal mir
mal ein Pharmazeut erklärt hat, dass es unethisch und somit
nicht zulässig sei, einer Gruppe (der Placebogruppe) bewußt
ein lebensrettendes Medikament zu versagen (also z.B. bei
Krebsbehandlung o.ä.).
Das gilt aber erst, wenn überhaupt klar ist, dass jenes Medikament lebensrettend ist. Dann kann z.B. auch schon mal eine vergleichende Studie abgebrochen werden, um der Placebo-Gruppe nun das wirksamere Medikament zu verabreichen. Aber welches Medikament wirksam(er) ist, weiß man am Anfang ja noch nicht.
Gilt das vielleicht hier nicht, weil es
eine Vorsorge und keine Behandlung ist?