Hobbyraum elektrisch beheizen

Nachdem unsere Garage frei geworden ist möchte ich mir dort einen Hobbyraum einrichten und diesen etwas beheizen. Allerdings habe ich keine Möglichkeit mich an meine Zentralheizung dran zu hängen. Die Garage ist Bestandteil des Hauses und quasi nach oben gedämmt. Die Fläche beträgt ungefähr 15 qm. Das Garagentor wird abgedämmt. Es muss dort keine Wohnraumtemperatur haben.

Ich habe an eine elektrische Heizkörper für die Decke gedacht. Wieviel Leistung sollte die Heizung haben.

Fragezeichen vergessen

Möchtest Du fokussiert den Arbeitsplatz heizen oder die ganze Garage?

Soll nur geheizt werden, wenn sich jemand dort aufhält oder permanent eine „Grundwärme“ erhalten bleiben?

Öl-Radiatoren sind eine einfache und im Vergleich zu anderen günstige Lösung, aber eher ein punktuelles Heizen von unten.

Wenn permanent geheizt werden soll, ggf. mal über eine Mini-Split Wärmepumpe informieren. Sind deutlich teurer in der Anschaffung und es ist eine „richtige“ Installation erforderlich. Dafür sind die laufenden Kosten ziemlich gering. Auch solle da nicht so ein „Laber-Blech“-Garagentor sein bzw. dann abgedichtet werden.

Übrigens ist so eine Zweckentfremdung Recht üblich aber eigentlich nicht erlaubt. Schaue mal in die s. g. Garagenordung deine Bundeslandes.

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Der Raum sollte nur dann beheizt werden wenn jemand anwesend ist. Es betrifft in erster Linie die kalte Jahreszeit. Das Garagentor ist mit NF-Schalung außen beplankt und mit Styropor isoliert in Stärke der Metalllonstruktion. Der Boden bekommt einen Holzboden der auf 50 mm Styrodur schwimmend verlegt wird.

Die Garagenverordnung ist natürlich bisschen schlecht. Hab bisher noch keine Kontrolle diesbezüglich gehabt. Muss ich mir noch überlegen was ich jetzt mache.

Das einfachste Vorgehen ist, einen billigen Standardheizlüfter mit 2000 im Baumarkt zu kaufen. Kostet unter 20€. Damit kannst du probieren, ob das reicht. Wenn nicht, kaufst du noch einen. Dann ist das auch kein bleibender Einbau, sondern halt ein Heizlüfter. Kann man bei einer Kontrolle viel besser argumentieren.

Je nachdem sind die auch mit 2 beschriftet statt mit 2000.

Upsi. Da ist mir doch die Einheit entflutscht. Ich meinte natürlich 2000W oder 2kW. Halt so ein Standardheizlüfter.

Wenn Du zwei nimmt, mit jeweils 2000W , achte darauf, daß diese an unterschiedlichen Stromkreisen, mit getrennten Sicherungen hängen. Sonst wird es nicht warm im Raum, sondern nur dunkel. Weil die heute übliche 16A Sicherung keine 4Kw Belastung verträgt.

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Das ist nicht verkehrt mit dem Heizlüfter, schnell weg gestellt falls jemand kommt. Die Stromleitung ist 2,5 mm stark, hatte damals so einen Rest, da brennt nichts an. Eine 20 Ampere Sicherung gegen die 16er wäre doch auch ausreichend.

Bringt das Wegstellen da wirklich noch was, wenn von aussen die Verschalung dran ist? So wie ich das als Bau-Laie verstehe, ist das Garagentor stillgelegt.

Ansonsten wie schon geschrieben:

Der einzige Vorteil von Heizlüftern ist, dass sie sehr direkt reagieren. Die Wärme ist nach dem Einschalten sehr schnell da, und nach dem Ausschalten schnell weg.Der Stromverbrauch ist aber vergleichsweise hoch.

Öl-Radiatoren bauen die Wäre langsamer auf und ab. Dafür ist die Wärme angenehmer und der Stromverbrauch geringer. Zudem sind die bei Allergikern besser geeignet, weil sie keinen Staub aufwirbeln.

Die gesamte zugeführte Elektroenergie wird sowohl beim Heizlüfter als auch vom Öl-Radiator in Wärme umgesetzt.
Welches Gerät besser geeignet ist, hängt u.a. von der Verweildauer im Raum ab.
Ein 500W Heizer hilft lediglich, wenn er unter dem Schreibtisch steht und mit seiner aufsteigenden Wärme ein wohliges Gefühl erzeugt.

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Unter dem Aspekt der Energieeffizienz zeigen Heizlüfter und Ölradiatoren deutliche Unterschiede. Heizlüfter verbrauchen oft zwischen 1.000 und 2.000 Watt, um schnell Wärme zu erzeugen, was zu einem hohen Energieverbrauch führt. Ihr Vorteil liegt in der schnellen Wärmeabgabe, allerdings geht diese Geschwindigkeit auf Kosten der Effizienz, da die erwärmte Luft rasch abkühlt und der Heizlüfter kontinuierlich arbeiten muss, um die Temperatur zu halten.

Ölradiatoren hingegen arbeiten effizienter. Sie benötigen zwar ähnlich hohe Leistungen von 800 bis 2.000 Watt, jedoch speichern sie die Wärme im Öl und geben sie über einen längeren Zeitraum gleichmäßig ab. Auch nach dem Abschalten bleibt die Wärme länger erhalten, wodurch sie seltener aktiv heizen müssen und somit weniger Energie verbrauchen. Diese Trägheit führt zu einem insgesamt niedrigeren Energieverbrauch im Vergleich zu Heizlüftern, besonders bei längerem Betrieb.

Quelle: Vergleich - Heizlüfter vs. Ölradiator | Beste Elektroheizung 2026 - Elektroheizung.org

Wie schon von @Bernd54 geschrieben wird ist wird von jeder elektrischen Heizung die elektrische Energie 1:1 in Wärmeenergie umgesetzt. Darum sind alle gleich effizient. Vor und Nachteile liegen in anderen Punkten, die auf der von die verlinkten Seite genannt werden. Nur die dortige Aussage, dass Ölradiatoren einen niedrigeren Energieverbrauch habe als Heizlüfter ist einfach falsch. Aber was will man von einer mit Affiliate-Links gepflasterten Werbeseite für Elektroheizungen auch anders erwarten. Wahrscheinlich verdient der Webseitenbetreiber halt an den teureren Ölradiatotren mehr als an den Heizlüftern.

Der Artikel hat einige „Unsauberkeiten“:

  • Heizlüfter haben hohe Betriebskosten aufgrund ihres hohen Energieverbrauchs. → Binsenweisheit. Gilt aber genau so für Ölradiatoren und alle anderen E-Heizungen.
  • Dann der Pseudo-Kostenvergleich: Unterschiedliche Leistungen und Betriebsdauern ‚vergleichen‘. → Geht’s noch?
  • Ölradiatoren sind in der Regel energieeffizienter: → Da sagt die Physik ganz klar was anderes.
  • " Mit einer Leistung von 1.000 bis 2.000 Watt sind sie in der Lage, kleine Räume schnell zu erwärmen, indem sie heiße Luft durch einen Ventilator verteilen. Diese punktuelle Wärmeverteilung kann jedoch ungleichmäßig sein, da die warme Luft sich hauptsächlich in der Nähe des Geräts konzentriert und schnell abkühlt, wenn der Heizlüfter ausgeschaltet wird.": → Wenn die Luft durch den Ventilator verteilt ist, habe ich eben genau keinen Konzentration in der Nähe des Geräts. Die könnte es sogar eher beim Ölradiator geben.
  • „Ihr Vorteil liegt in der schnellen Wärmeabgabe, allerdings geht diese Geschwindigkeit auf Kosten der Effizienz, da die erwärmte Luft rasch abkühlt und der Heizlüfter kontinuierlich arbeiten muss, um die Temperatur zu halten“: → die durch den Heizlüfter erwärmte Luft kühlt exakt gleich schnell ab wie die durch den Ölradiator erwärmte Luft. Auch der Ölradiator muss kontinuierlich die Abkühlung durch Wärmeverluste im Raum nachheizen.

Die Trägheit der Ölradiatoren führt eben nicht zu einem niedrigeren Energieverbrauch und je nach Anwendungsfall friere ich zuerst länger und bin dann schon wieder aus dem Raum während der Radiator immer noch unnützerweise Wärme abgibt.
Wenn Elektroheizung, dann kommt es ganz klar auf den Anwendungsfall an. Da kann ich dann durch die richtige Wahl ggf. ein paar Cent sparen, wenn ich die jeweilige Charakteristik perfekt ausnutzen kann. Aber die pauschale Aussagen Verfahren A ist energieeffizienter als B ist immer falsch.

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