Hobbys im Lebenslauf: welche angeben?

Hallo,

angenommen, man hat folgende Hobbys:

  • Schwimmen
  • Karate
  • Strategie-Spiele am PC
  • Psychologie (Dale Carnegie & Co)
  • Kunst (Museen und Ausstellungen besuchen, Malen)

Welche Hobbys sehen im Lebenslauf gut aus?
Welche Hobbys soll man niemals angeben?

Gruß,
Chris

Als was bewirbst Dich denn? (owT)

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Hi,
alles was man im Job benötigen könnte, ist als Hobby von Vorteil.

Gruß
BJ

Hallo,

alles was man im Job benötigen könnte, ist als Hobby von
Vorteil.

Und was, wenn man nur „unkonventionelle“ Hobbys hat, wie z.B. Esoterik oder sowas - gibt man dann lieber gar kein Hobby an oder denkt man sich besser eins aus?

Das interessiert mich schon lange --> gut, dass diese Frage hier mal gestellt wurde :wink:

Grüsse

Icequeen

Hallo

Wenn keine Relevanz zum Job besteht, könnte man darüber nachdenken, *heiiiia* *tschaktschak* !Karate! *tschaktschak* *heiiiia* zu streichen. Könnte den ein oder anderen auf die Idee bringen, über Verletzungsrisiko nachzudenken.

Gruß,
LeoLo

Hallo Icequeen,

alles was man im Job benötigen könnte, ist als Hobby von
Vorteil.

in dieser Aussage von Big John (glaub ich zumindest) steckt doch schon alles drin. Wobei ich das noch erweitern würde: es gibt zwei Arten von Hobbys, die positiv gewertet werden

  1. die die mehr oder weniger direkt was mit dem Job zu tun haben
  2. die die gewisse Rückschlüsse auf Dein Engagement sowie Deine Freizeitgestaltung zulassen

ad 1) klassische Beispiele:

  • Buchhalter, der im Kleintierzüchterverein Kassier ist
  • Tierpfleger, der reitet und Hunde züchtet
  • Reisebüromensch, der gerne reist
  • IT-Techniker, der am heimischen PC bastelt
  • Buchhändler, der gerne liest
  • Toningenieur, der hobbymässig Klavier, Geige und Flöte spielt

ad 2)

  • generell ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen, zeigt, dass Du Dich für „die Gesellschaft“ einsetzt und wohl ein umgänglicher Mensch bist
  • sportliche Aktivitäten (natürlich kein „Risikosport“), zeigt, dass Du Dich „für Deinen Arbeitgeber“ gesund halten willst
  • intellektuelle Sachen zeigt, dass Du weiterlernen willst

nicht erwähnen würde ich Sachen wie

  • Kampfsaufen
  • besoffen Autorennen fahren
  • RTL gucken

Du kannst aber davon ausgehen, dass irgendwann im Vorstellungsgespräch die Frage nach Deinen Hobbys kommen wird. Da sind die unter 1) und 2) erwähnten Punkte natürlich immer gut.
Vorsichtig wäre ich bei Dingen wie etwa „lesen“. Denn da wird womöglich die Frage kommen, was Du denn derzeit liest, worauf Du was anderes als „die neue Folge von Donald Duck“ erzählen solltest.
Genauso mit „Musik“. Hörst Du gelegentlich mal eine CD an, erwähn das nicht. Gehst Du zweimal wöchentlich in Konzerte und spielst noch 2-3 Instrumente sollte das schon rein.

Verstehst worauf ich hinauswill? Es geht weniger um das Hobby als solches, wichtiger ist, dass Du was interessantes und relevantes darüber zu berichten hast. Du solltest aber - gerade bei zeitaufwendigen Hobbys - deutlich machen, dass der Job da nicht drunter leiden wird :wink:

In Deinem Fall mit Esoterik sehe ich das als etwas zwiespältig an. Das würde ich ganz massiv davon abhängig machen, als was Du Dich bewirbst. Angenommen Du wärest Intschinöhr, dann würde ich das weglassen, da voraussichtlich Deine Vorgesetzten Naturwissenschaftler sein werden und die oftmals der Esoterik eher skeptisch gegenüberstehen. Bewirbst Du Dich jedoch in einer Apotheke, die nach Feng Shui Gesichtspunkten eingerichtet wurde könnte ich mir vorstellen, dass man das sehr positiv wertet.

gibt man dann lieber gar kein Hobby an
oder denkt man sich besser eins aus?

Weder noch :wink: Ich nehme mal an, dass Du ausser Dich mit Esoterik beschäftigen Du noch andere Sachen tust. Dann erwähnst halt die. Was ausdenken würde ich auf keinen Fall, wie’s der Zufall manchmal will, hat der Personaler das gleiche Hobby und ratzfatz redest Dich um Kopf und Kragen.

Achja, in einem dieser schlauen Bewerbungsbücher hab ich mal folgendes gelesen (sinngemäss zitiert). Gib ein Hobby an, dass Du allein machst, eines das nur in der Gruppe geht, ein sportliches und ein intelektuelles, wobei es natürlich Kombinationen gibt („Inlineskaten mit Freunden“, „Schachclub“)

Langer Rede kurzer (Un)sinn: es kommt drauf an.

*wink*

Petzi

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Oder auch nicht!
Hi LeoLo!

Es könnte aber auch mit Disziplin assoziiert werden - das ist eigentlich meine Erfahrung…

Oder - im Bereich des Vertriebs - mit einer „Kämpfernatur“…

Übrigens ist beim Karate das Verletzungsrisiko ungleich niedriger als bei eigentlich jeder Ballsportart (Billiard mal ausgenommen).

LG
Guido

depends on …
Hallo C,
aus eigener Erfahrung: nach meinen Hobbys wurde ich in etwa 10 aktuellen Bewerbungsgesprächen erst einmal gefragt. Meine sind aber auch eher neutral. Meine Meinung: Hobbys sind in einer Bewerbung eher nebensächlich, vorausgesetzt sie sind mainstream: wie z.B. Entspannungstechniken, Fitness, Lesen, Schwimmen, Laufen, Haus, Garten, Oldtimerbasteln. Kommt auch auf den Beruf, Dein Alter und die Firma an für die Du Dich bewirbst.

angenommen, man hat folgende Hobbys:

  • Schwimmen

ist ok

  • Karate

kann ok sein

  • Strategie-Spiele am PC

würde ich nicht angeben, höchstens wenn Du Dich als Spieledesigner bewirbst *g*

  • Psychologie (Dale Carnegie & Co)

Was hat das mit Psychologie zu tun? Würde ich weglassen.

  • Kunst (Museen und Ausstellungen besuchen, Malen)

Nur wenn Du eventuelle Fragen beantworten kannst.

Gruß bobesch

Hallo Christoph,

bei den neuen Bewerbungsmappen (sie unterliegen auch der Mode) habe ich die Rubrik „Hobby“ gar nicht mehr gesehen. Ich habe selbst in einer Personalabteilung gearbeitet und aus den Angaben über die Hobbys haben ich und auch die anderen lediglich Schlüsse gezogen, um das Bild abzurunden. Also wenn z. B. die Qualifikation gut war, die Person jedoch unsympathisch, so konnte ein merkwürdiges Hobby den Aussschlag für die Absage sein. Anders, ein Hobby, das nicht extrem bzw. gefährlich ist, gibt in der Regel nicht den Ausschlag bei der Bewertung. Mit Hobby an sich ist auch mehr eine spezielle Art der Freizeitbeschäftigung gemeint; Lesen, Reisen und Sport allgemein zählen nicht dazu. Ich habe mir immer überlegt, was mit der Information vermittelt bzw. vertuscht werden soll? Angepasstheit, Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, Engagement, Gesundheitsbewusstheit oder was auch immer. Interessant für den Arbeitgeber sind Informationen über Stärken und Schwächen und ob der Bewerber ins Team etc. passt. Ganz oben steht immer die Frage: „Werden wir von ihm mehr Ärger oder mehr Nutzen zu erwarten haben?“ Für mich als Bewerberin galt: „Wie weit bin ich bereit, für einen Job meine Persönlichkeit glatt zu schleifen?“

Viel Erfolg
LG
Pauline

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danke für die Antworten!

Ich bewerbe mich für ein Ingenieur-Praktikum