Hallo Icequeen,
alles was man im Job benötigen könnte, ist als Hobby von
Vorteil.
in dieser Aussage von Big John (glaub ich zumindest) steckt doch schon alles drin. Wobei ich das noch erweitern würde: es gibt zwei Arten von Hobbys, die positiv gewertet werden
- die die mehr oder weniger direkt was mit dem Job zu tun haben
- die die gewisse Rückschlüsse auf Dein Engagement sowie Deine Freizeitgestaltung zulassen
ad 1) klassische Beispiele:
- Buchhalter, der im Kleintierzüchterverein Kassier ist
- Tierpfleger, der reitet und Hunde züchtet
- Reisebüromensch, der gerne reist
- IT-Techniker, der am heimischen PC bastelt
- Buchhändler, der gerne liest
- Toningenieur, der hobbymässig Klavier, Geige und Flöte spielt
ad 2)
- generell ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen, zeigt, dass Du Dich für „die Gesellschaft“ einsetzt und wohl ein umgänglicher Mensch bist
- sportliche Aktivitäten (natürlich kein „Risikosport“), zeigt, dass Du Dich „für Deinen Arbeitgeber“ gesund halten willst
- intellektuelle Sachen zeigt, dass Du weiterlernen willst
nicht erwähnen würde ich Sachen wie
- Kampfsaufen
- besoffen Autorennen fahren
- RTL gucken
Du kannst aber davon ausgehen, dass irgendwann im Vorstellungsgespräch die Frage nach Deinen Hobbys kommen wird. Da sind die unter 1) und 2) erwähnten Punkte natürlich immer gut.
Vorsichtig wäre ich bei Dingen wie etwa „lesen“. Denn da wird womöglich die Frage kommen, was Du denn derzeit liest, worauf Du was anderes als „die neue Folge von Donald Duck“ erzählen solltest.
Genauso mit „Musik“. Hörst Du gelegentlich mal eine CD an, erwähn das nicht. Gehst Du zweimal wöchentlich in Konzerte und spielst noch 2-3 Instrumente sollte das schon rein.
Verstehst worauf ich hinauswill? Es geht weniger um das Hobby als solches, wichtiger ist, dass Du was interessantes und relevantes darüber zu berichten hast. Du solltest aber - gerade bei zeitaufwendigen Hobbys - deutlich machen, dass der Job da nicht drunter leiden wird 
In Deinem Fall mit Esoterik sehe ich das als etwas zwiespältig an. Das würde ich ganz massiv davon abhängig machen, als was Du Dich bewirbst. Angenommen Du wärest Intschinöhr, dann würde ich das weglassen, da voraussichtlich Deine Vorgesetzten Naturwissenschaftler sein werden und die oftmals der Esoterik eher skeptisch gegenüberstehen. Bewirbst Du Dich jedoch in einer Apotheke, die nach Feng Shui Gesichtspunkten eingerichtet wurde könnte ich mir vorstellen, dass man das sehr positiv wertet.
gibt man dann lieber gar kein Hobby an
oder denkt man sich besser eins aus?
Weder noch
Ich nehme mal an, dass Du ausser Dich mit Esoterik beschäftigen Du noch andere Sachen tust. Dann erwähnst halt die. Was ausdenken würde ich auf keinen Fall, wie’s der Zufall manchmal will, hat der Personaler das gleiche Hobby und ratzfatz redest Dich um Kopf und Kragen.
Achja, in einem dieser schlauen Bewerbungsbücher hab ich mal folgendes gelesen (sinngemäss zitiert). Gib ein Hobby an, dass Du allein machst, eines das nur in der Gruppe geht, ein sportliches und ein intelektuelles, wobei es natürlich Kombinationen gibt („Inlineskaten mit Freunden“, „Schachclub“)
Langer Rede kurzer (Un)sinn: es kommt drauf an.
*wink*
Petzi