2 x Butterworth 2. Ordnung
Hallo Andreas
ich fasse mal zusammen:
Untere Störfrequenz = 10 Hz
Nutz-Frequenzbereich = 150 Hz ± 50 Hz = 100 Hz … 200 Hz
Obere Störfrequenz = 2 kHz
Eine einfache (= 1. Ordnung) Filterstufe („kritische“
Dämpfung, Bessel- oder Butterworth-Charakteristik o. ä.) zeigt
eine Flankensteilheit von 6 dB/Oktave = 20 dB/Dekade, wenn man
weit genug von der Grenzfrequenz entfernt bleibt. Die
Amplitude steigt bzw. fällt direkt proportional bzw. umgekehrt
proportional mit der Frequenz.
Untere Störfreqenz dämpfen:
Der Abstand von der unteren Grenze des Nutzsignals beträgt 100
Hz / 10 Hz = 10.
–> Ein einfacher Hochpass mit 100 Hz Grenzfrequenz läßt 10
Hz mit 1/10 der Amplitude durch. Bei Reihenschaltung
multiplizieren sich die Amplituden.
Bis hierhin korrekt.
Das Filter dämpft bereits das Nutzsignal, die Stärke hängt von
der Filtercharakteristik ab. Dazu wurden jedoch keine Angaben
gemacht.
Die Angabe fehlt tatsächlich, man kann aber davon ausgehen, dass, wie üblich, im Durchlassbereich eine Dämpfung des Nutzsignals um 3 dB zulässig ist, denn bei diesem Wert werden die Grenzfequenzen der Filter angegeben.
–> Für 1/100 der Amplitude benötigt man also zwei
Hochpassfilter in Reihe.
Eher nicht, denn mit zwei zwei kritisch gekoppelten hintereinander Filtern bekommt man die -3dB Dämpfung an den Bandgrenzen nicht hin, denn man hätte 2 x -3 dB = 6 dB. Man braucht schon einen 2-poligen Filter mit einem konjugiert komplexen Pol. (Anzahl der Pole = Ordnung des Filters.)
In dieser Aufgabe werden offensichtlich stillschweigend zwei Butterworth-Filter vorausgesetzt. Wenn jeder 2-polig ist, hat man an den Bandgrenzen (100 bzw. 200 Hz) 3 dB Dämpfung und bei 10 Hz und 2000 Hz 20 dB Dämpfung, wie gefordert.
Nur der Vollständigkeit halber: Egal in welchem Durchlassbereich: Exakt 0 dB Dämpfung innerhalb einer Bandbreite > 0 Hz geht theoretisch bei _keinem_ Filter mit weniger als unendlich vielen Polen.
Grüße
Uwe