Liebe/-r Experte/-in,
ich habe folgendes Problem:
Mein Sohn (7) geht in die 2. Klasse der Grundschule. In den ersten Wochen nach der Einschulung, hat er beim reingehen immer geweint. In den Pausen nie gespielt.
Mittlerweile hat sich das aber doch gut geändert.
Schon vor den Sommerferien klagte er über Übelkeit (allerdings immer nur im Auto auf dem Weg zur Schule). Ich gab ihm etwas zu trinken und ich konnte ihn problemlos in die Klasse bringen.
Seit 14 Tagen spitzt sich das ganze so dramatisch zu, daß er sogar würgen muß. Es bricht eine regelrechte Panik aus.
Keine 10 Minuten nach Unterrichtsbeginn geht es ihm aber wieder blendend.
Die Situation war ähnlich in der Kindergartenzeit. Da meinte dann der Kinderarzt, wir sollten ihn vorzeitig einschulen. Wir haben ihn nicht für so weit gehalten, da er für sein Alter zu klein ist und tägl. Spritzen deswegen bekommt.
Sein Spielverhalten ist auch Zuhause sehr seltsam.
Er redet wie ein erwachsener, hat absolut kein Interesse an gleichaltrigen Kindern, fühlt sich oft für das dümmste Kind der Welt (dabei ist er in der Schule sehr gut). Sein letztes Buch, welches er sich selbst gekauft hat: Die Entstehung des Lebens.
Heute war es so schlimm vor der Schule, daß ich erstmals umgedreht habe und direkt nochmal zum Kinderarzt gefahren bin. Der meinte, solange die Ursache nicht geklärt ist, soll ich ihn hinbringen, da es ihm ja schlagartig wieder gut ging.
Im Auto hagelte es Vorwürfe: Ich habe Euch nur Gutes getan und der Dank dafür ist, daß Ihr mir nicht glaubt.
Hinzufügen muß ich noch, daß wir als dringend eingestuft wurden und unser kleiner jetzt zu einem Psychiater in eine Klinik muß, der ihn auf Hochbegabung und eine Form von Autismus (Asperger) untersucht.
Ich kann mir nicht helfen. Ich persönlich glaube nicht, daß er hochbegabt ist, auch wenn ich mich damit überhaupt nicht auskenne.
Was ist, wenn die Ärzte ihn falsch einschätzen? Ich liebe meinen Sohn, so wie er ist. Aber ich möchte auch wissen, wie ich mit ihm umgehen muß. Bin ich einfach nur zu hysterisch? Ist mein Sohn in Wirklichkeit völlig „normal“? Ist das einfach nur sein Charakter, daß er so redet und so ruhig und perfektionistisch spielt? Er ist nicht frech, hat noch nie etwas angestellt etc.
Ich möchte einfach wissen, ob der Weg zum Psychiater der richtige ist. Denn was das angeht, bin ich sehr verunsichert.
Vielen Dank schonmal im Vorraus für die Antwort.