Hochbegabung - mal dumm gefragt

Hallo zusammen,

ohne jetzt die generelle Diskussion über Hochbegabung irgendwie anstachlen zu wollen, scheint es mir ja zu sein, dass diese Kinder (bzw. die Eltern) die Wahl zwischen Pest und Cholera haben: nämlich entweder das Kind langweilt sich unter gleichaltrigen oder er/sie bleibt „auf ewig“ das Jüngste in der Klasse. Nun würde mich aber mal interessieren, wieviele („amtlich bestätigte“ - wie auch immer man das misst) hochbegabte Kinder es so pro Klassenstufe gibt. Reden wir hier über 1 von 100? 1 von 30? 1 von 10? Hat da jemand ne Zahl für mich?

*wink*

Petzi

Hallo

Reden wir hier
über 1 von 100? 1 von 30? 1 von 10? Hat da jemand ne Zahl für
mich?

Es wird immer die Zahl: 2-3 von 100 genannt.

Viele grüße
Simsy

Mahlzeit!

ohne jetzt die generelle Diskussion über Hochbegabung
irgendwie anstachlen zu wollen, scheint es mir ja zu sein,
dass diese Kinder (bzw. die Eltern) die Wahl zwischen Pest und
Cholera haben

Nein, es gibt schon auch andere Möglichkeiten.

Wir haben bei unserer Tochter nicht zugestimmt das sie das
2. Schuljahr überspringt. Geistig weit voraus war sie doch körperlich
und sozial, nach unserer Meinung, nicht in der Lage.
Natürlich hat sie sich in der Schule gelangweilt aber schlimmer noch
war, sie hatte auch meist die Schulaufgaben schon in der Schule
gemacht und war fertig zum spielen aber niemand konnte. Ihre
Freundinnen saßen dann meist noch Stunden daran.

Wir haben dann begonnen ihr mit Sport einen Ausgleich zu schaffen.
Diverse Vereine, Kurse besucht bis sie für sich gefunden hatte was
Spaß macht.

Heute Ende 4. Schuljahr hat sie immernoch alles Einsen und übt
eigentlich nie, dafür macht sie aus eigenem Antrieb 3 mal
TaekWonDo, einmal reiten und 1-2 mal Tanzgruppe in der Woche. Sie
würde gern mehr aber langsam fängt es an, das die Zeit knapp wird.

Sie ist sozial und körperlich auf dem Niveau der Klasse und
geistig halt noch ein Stückchen weiter. Aus der kleinen schüchternen
Klassenprima ist ein richtiger Raufkumpel geworden, der einfach
gute Noten schreibt.

Gruß
Stefan

Nun würde mich aber mal interessieren, wieviele
(„amtlich bestätigte“ - wie auch immer man das misst)
hochbegabte Kinder es so pro Klassenstufe gibt. Reden wir hier
über 1 von 100? 1 von 30? 1 von 10? Hat da jemand ne Zahl für
mich?

Unter der Annahme, dass „Hochbegabung = IQ>130“ wären das statistisch gesehen 2% der Bevölkerung, und eben dann auch 2% der Schulkinder.

Wie nah das an der Realität ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

Gruß,

Malte

Hallo Petzi,

Reden wir hier
über 1 von 100? 1 von 30? 1 von 10? Hat da jemand ne Zahl für
mich?

wie Simsy schon schrieb, geht man von ca. 2 % der Bevölkerung aus.
Wobei man natürlich auch hier wie immer Willkür walten läßt.
Was Hochbegabung.
Intelligenz?
Sportlichkeit/Koordination
künstlerisches Talent
soziales Talent
sprachliches Talent

Dann gibt es die Eierköppe, die noch nicht mal in der Lage sind, ihre Schnürsenkel zu binden, aber auch solche, die was in der Birne haben, Sportasse sind, vier und mehr Sprachen beherrschen, ein oder mehrere Musikinstrument virtuos spielen und malen/bildhauern, daß einem die Spucke wegbleibt.

Ein weites Feld.

Gandalf

Moin,

dass diese Kinder (bzw. die Eltern) die Wahl zwischen Pest und
Cholera haben: nämlich entweder das Kind langweilt sich unter
gleichaltrigen oder er/sie bleibt „auf ewig“ das Jüngste in
der Klasse.

Nein, das scheint nur so, wenn man die Postings hier bei w-w-w verfolgt. Genau wie es anhand der Postings hier so scheint, dass mindestens 70% aller Kinder hochbegabt sind :smile:

Gruß
Marion

Hi!

ohne jetzt die generelle Diskussion über Hochbegabung
irgendwie anstachlen zu wollen, scheint es mir ja zu sein,
dass diese Kinder (bzw. die Eltern) die Wahl zwischen Pest und
Cholera haben: nämlich entweder das Kind langweilt sich unter
gleichaltrigen

Das MUSS nicht der Fall sein.
Die 2 % wurden schon genannt.
Sowohl der meinen Sohn testende Psychoonkel als auch die Schulleiterin meines Sohnemanns sagten uns, dass von diesen 2 % nur die allerwenigsten übehaupt irgendwelche Probleme haben.

Das Problem liegt nun mal nicht bei den Kids sondern bei den Pädagogen. Sind diese bereit, sich mit der Tatsache anzufreunden, dass es Hochbegabung nicht nur irgendwo gibt sondern sogar real in der eigenen Klasse, dann kann es durchaus sein, dass die Kids ihre „Freizeit“ (wenn die halt früh fertig sind) damit verbringen, den nicht ganz so guten Kindern zu helfen -> oder ähnliches (ist nur ein erlebtes Beispiel)

Allerdings liegt die Frage der Schulqualität nicht nur in diesem Bereich in der Qualität der Lehrer (ein befreundeter Lehrer sagte mir letztens: „Wenn Dein Kind fünf richtig gute Lehrer bekommt, schafft er das Abi locker - bekommt er nur 2 echte Ärsche, muss er sich richtig reinhängen…“)

oder er/sie bleibt „auf ewig“ das Jüngste in
der Klasse.

Auch das MUSS nicht mit Problemen behaftet sein.
Ich kenne da (flüchtig - das Kind war im Kindergarten, den auch mein Sohn besuchte) ein Mädchen, das

  • mit 5 Jahren eingeschult wurde
  • nach 2 Wochen in die zweite Klasse sprang
  • nach dem 5. Schuljahr auf dem Gymnasium direkt in das 7. kam (Mutter ist Französin, Vater ist Australier - deshalb keine Sprachprobleme)

Sie ist jetzt 13 Jahre alt und in der 10. Klasse - dazu kommt noch, dass sie ein sehr zierliches kleines Wesen ist.
Allerdings ist sie im Klassen- und Schulverband total integriert, arbeitet in der SV mit und hat lediglich etwas „kindlichere“ Interessen als ihre Klassenkameradinnen.

OK - ist ein Einzelfall und somit auch nur als solcher zu werten…

Nun würde mich aber mal interessieren, wieviele
(„amtlich bestätigte“ - wie auch immer man das misst)
hochbegabte Kinder es so pro Klassenstufe gibt. Reden wir hier
über 1 von 100? 1 von 30? 1 von 10? Hat da jemand ne Zahl für
mich?

Wie gesagt 2 %.

Allerdings gibt es da das Problem, dass Kinder zwar in einigen Bereichen hochbegabt sein können, deshalb aber noch lange nicht „hochbegabt“ sind.
Ein Mathe-Genie KANN unter Umständen echte Probleme mit der Sprache haben.

Mein Zwerg zum Beispiel hatte beim Test im Mathe-Bereicht extrem hohe Werte, im sprachlichen Bereich lag er weit über dem Durchschnitt, bei sachbezogener Logik hatte er gute Durchschnittswerte - und bei der (seiner Meinung nach total langweiligen) Symbolsuche (Teil von Bearbeitungsgeschwindigkeit und Konzentrationsfähigkeit) hat er gerade am unteren "Durchschnitt"swert gekratzt.

Das ist bei diesem HAWIK 4 - Test (momentan der wohl beste Test, aber noch lange nicht perfekt) völlig normal.

Dadurch ist er NICHT hochbegabt - in einigen Bereichen aber halt doch. Schön war, dass der Psychologe sich wirklich viel Zeit genommen hat bei dem Gespräch mit uns. Und noch schöner war, dass die Schulleiterin (seine Klassenlehrerin) darauf reagiert hat und ihn anders fordert / fordern lässt. Seine Mathe-Note hat sich innerhalb von einem halben Jahr um eine Zensur verbessert, weil er sich nicht mehr so langweilt…

LG
Guido

moinmoin,

Nein, das scheint nur so, wenn man die Postings hier bei w-w-w
verfolgt. Genau wie es anhand der Postings hier so scheint,
dass mindestens 70% aller Kinder hochbegabt sind :smile:

meeeeeeeeeeeeeehr! :wink:

schöne grüße
ann

ich bitte Dich
Ich bitte Dich, Malte

Unter der Annahme, dass „Hochbegabung = IQ>130“ wären das

Du schreibst wohl über meinen Hund…
Richtig interessant/langweilig wird es erst ab >147…

Erheiterten Gruss
Ray

Hi!

Nein, das scheint nur so, wenn man die Postings hier bei w-w-w
verfolgt.

Kommentar von „unserem“ Psychologen: Klar, von der großen Mehrzahl der problemlosen Fälle liest man ja auch nichts, da es nun mal keine Probleme gibt…

Genau wie es anhand der Postings hier so scheint,
dass mindestens 70% aller Kinder hochbegabt sind :smile:

De facto IST es eine Modeerscheinung, da jedes Kind mit Problemen in die Schablone der Hochbegabung gequetscht wird, da ja in Foren wie diesem ständig von Problemen Hochbegabter berichtet wird.

Oder anders: Ein Kind kann auf keinen Fall ein AK (schlage nach bei Michael Mittermeier) sein, nein, wenn es soziale Probleme hat oder schlecht in der Schule ist, MUSS es einfach hochbegabt sein (und vermutlich auch noch AD(H)S haben). :wink:

LG
Guido

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Mahlzeit!

Genau wie es anhand der Postings hier so scheint,
dass mindestens 70% aller Kinder hochbegabt sind :smile:

Nee nur das 30% die Frage nicht verstanden haben.

Wenn man, wie tiefer, nach Erfahrungen fragt wäre 100% für
Antworten das Richtige.

Wir sind hier aber im w-w-w und da sülzt halt jeder.

Gruß
Stefan

etwas off topic
Hallo,

Oder anders: Ein Kind kann auf keinen Fall ein AK

Könnten wir uns die Bezeichnung mal verkneifen?
Ja, es gibt nervige Kinder (und nervige Erwachsene und nervige Teenager und nervige Rentner…).
Aber ich finde den Ausdruck total daneben.

Gruß
Elke

2 „Gefällt mir“

Hi!

Aber ich finde den Ausdruck total daneben.

OK - kein Thema.
Ich wählte das nur, um sehr kurz sehr deutlich zu machen, worauf ich hinaus wollte.

LG
Guido

Hallo Petzi,

o mei o mei, net jeda is hochbegobt, fui ältern seng des gern in ihre kinda, weis si si selbst gern in di kinda seng.
Wart no an bissi ab, dann wird si des no zoagn.

Nix für unguat petzi.

Gruß
Michael

Vielen Dank Euch allen…

…in der Tat hatte ich nach den Postings hier den Eindruck, dass das viel mehr hochbegabte Kinder seien und deshalb vielleicht gar eigene Klassen oder sonstwas eine Möglichkeit wären aber bei 2-3 Kindern pro „durchschnittlichem“ Jahrgang ist das wohl nicht wirklich realistisch :wink:

*wink*

Petzi