Hochschule

Hallo,

was würdet ihr sagen, was in Deutschland die führende Hochschule im Bereich BWL & Management ist - und warum seit ihr dieser Meinung? Müssen nicht nur öffentliche Hochschulen sein, auch private…

Vielleicht könnt ihr auch ganz kurz dazu schreiben wo ihr studiert habt, falls das nicht zu persönlich ist…

Danke für eure Antworten - JENS

Hallo,

was würdet ihr sagen, was in Deutschland die führende
Hochschule im Bereich BWL & Management ist - und warum seit
ihr dieser Meinung? Müssen nicht nur öffentliche Hochschulen
sein, auch private…

das kann niemand wirklich sagen. Die meisten Menschen haben an max. zwei Universitäten studiert und kennen bestenfalls noch eine Handvoll anderer Unis vom Hörensagen. Uni-Tests kann man sämtlichst in die Tonne treten und selbst wenn irgendjemand sich zu einer Aussage zu dem Thema herabläßt, kann die eigene Erfahrung stark vom berichteten abweichen, wenn man die „falschen“ Schwerpunktfächer wählt, es also mit den falschen Lehrstühlen zu tun hat.

Das einzige, was sich irgendwie ermitteln ließe, ist der Ruf einer Hochschule, aber ob der wirklich was mit der Realität zu tun hat, wage ich zu bezweifeln.

Gruß,
Christian

Hm, da hast du Recht…

Um etwas konkreter zu fragen: Mich würde interessieren was ihr von der „Business School of Banking & Finance“ (früher „Hochschule für Bankwirtschaft“) in Frankfurt haltet?! Bin der Meinung das sie am geeignesten ist um eine Karriere im Management zu starten und sie scheint, laut Internet, auch einen guten Ruf zu genießen?! Wie ist eure Meinung???

Mfg - JENS

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Um etwas konkreter zu fragen: Mich würde interessieren was ihr
von der „Business School of Banking & Finance“ (früher
„Hochschule für Bankwirtschaft“) in Frankfurt haltet?! Bin der
Meinung das sie am geeignesten ist um eine Karriere im
Management zu starten und sie scheint, laut Internet, auch
einen guten Ruf zu genießen?! Wie ist eure Meinung???

naturgemäß gab es bei meinem früheren Arbeitgeber einige Leute, die dort studiert haben, schließlich ist die BHF-BANK Gründungsmitglied und Träger der Veranstaltung. Daß sich die Absolventen inzwischen im Management der Bank tummeln, kann ich nun wahrlich nicht behaupten.

Bei der HfB gibt es m.W. auch nur Bachelor-Studiengänge, was in meinen Augen nichts anders als ein englisch bezeichnetes Vordiplom ist.

Bei den Banken - insbesonders bei den Trägern - kommt ein Abschluß sicherlich nicht schlecht an. Aber die Frage ist einerseits, ob Du in den Bankbereich willst (was ich derzeit nicht wirklich empfehlen kann) und andererseits, ob es wirklich wichtig ist, auf welcher Hochschule man studiert hat, oder ob es vielleicht doch wichtiger ist, was man während des Studiums gelernt hat und was man später im Vorstellungsgespräch vermitteln kann.

Ein Idiot ohne Praxisbezug von der besten Hochschule bleibt ein Idiot ohne Praxisbezug. Ein Freifahrtschein ins Management - egal welcher Branche - ist ein Studium - egal an welcher Uni - sicher nicht, und die HfB ist und bleibt sehr banklastig, auch wenn sie sich jetzt umbenannt hat und inzwischen den Universitätsrang erreicht hat.

Gruß,
Christian

naturgemäß gab es bei meinem früheren Arbeitgeber einige
Leute, die dort studiert haben, schließlich ist die BHF-BANK
Gründungsmitglied und Träger der Veranstaltung. Daß sich die
Absolventen inzwischen im Management der Bank tummeln, kann
ich nun wahrlich nicht behaupten.

Bei der HfB gibt es m.W. auch nur Bachelor-Studiengänge, was
in meinen Augen nichts anders als ein englisch bezeichnetes
Vordiplom ist.

Bei den Banken - insbesonders bei den Trägern - kommt ein
Abschluß sicherlich nicht schlecht an. Aber die Frage ist
einerseits, ob Du in den Bankbereich willst (was ich derzeit
nicht wirklich empfehlen kann) und andererseits, ob es
wirklich wichtig ist, auf welcher Hochschule man studiert hat,
oder ob es vielleicht doch wichtiger ist, was man während des
Studiums gelernt hat und was man später im
Vorstellungsgespräch vermitteln kann.

Ein Idiot ohne Praxisbezug von der besten Hochschule bleibt
ein Idiot ohne Praxisbezug. Ein Freifahrtschein ins Management

  • egal welcher Branche - ist ein Studium - egal an welcher Uni
  • sicher nicht, und die HfB ist und bleibt sehr banklastig,
    auch wenn sie sich jetzt umbenannt hat und inzwischen den
    Universitätsrang erreicht hat.

Gruß,
Christian

hm, also in ihrer Infobroschüre prahlt sie damit, dass 92 % der Absolventen über 50.000 EUR Jahresgehalt haben und noch keiner je arbeitslos war. Außerdem soll sie auf eine internationale Tätigkeit vorbereiten…
Was mich vorallem interessiert: Sind die (hohen) Studiengebühren es wert? Bekomm ich dafür mehr als an einer öffentlichen Uni? Wo liegt der Unterschied?

Mfg - JENS

hm, also in ihrer Infobroschüre prahlt sie damit, dass 92 %
der Absolventen über 50.000 EUR Jahresgehalt haben und noch
keiner je arbeitslos war.

Da interessiert mich mal, woher die das wissen wollen. Schließlich gibt es die Schule schon ein paar Jahre, d.h. die müssen eine Hundertschaft von Leuten haben, die den ehemaligen Absolventen im Halbjahresrhythmus hinterher telephoniert.

Außerdem soll sie auf eine
internationale Tätigkeit vorbereiten…

Das wird jede Hochschule von sich behaupten.

Was mich vorallem interessiert: Sind die (hohen)
Studiengebühren es wert? Bekomm ich dafür mehr als an einer
öffentlichen Uni? Wo liegt der Unterschied?

Ohne dagewesen zu sein, wird Dir das kaum jemand sagen können und selbst der hat nicht den direkten Vergleich. Grundsätzlich kannst Du davon ausgehen, daß die Ausstattung der privaten Hochschulen etwas besser ist als die der öffentlichen. Ob die Lehre wirklich besser ist…keine Ahnung.

Meine Uni hat vor ein paar Jahren auch eine private Business School gegründet. Für 20.800 Euro für 21 Monate - vier Studienabschnitte à 4 Kurse à 32 Stunden - bekommst Du als Dozenten genau die gleichen Nasen vorgesetzt wie ein paar Kilometer entfernt an der „normalen“ Uni.

Da die Professoren ihren Lehrbetrieb an der Uni fortsetzen, kann ich mir nicht recht vorstellen, daß die übermäßig viel Betreuung leisten können, so daß die Frage bleibt, wofür man da rd. 20000 Euro zahlt.

Versteh mich nicht falsch: Ich will Dir die HfB nicht ausreden, aber erstens ist nicht alles die nackte Wahrheit, was so erzählt wird und zweitens ist es einfach kaum möglich, eine Hochschule von außen zu beurteilen und erst recht nicht, sie mit anderen (oder gar allen anderen) zu vergleichen.

Gruß,
Christian

Außerdem soll sie auf eine
internationale Tätigkeit vorbereiten…

Das wird jede Hochschule von sich behaupten.

Was mich vorallem interessiert: Sind die (hohen)
Studiengebühren es wert? Bekomm ich dafür mehr als an einer
öffentlichen Uni? Wo liegt der Unterschied?

Ohne dagewesen zu sein, wird Dir das kaum jemand sagen können
und selbst der hat nicht den direkten Vergleich. Grundsätzlich
kannst Du davon ausgehen, daß die Ausstattung der privaten
Hochschulen etwas besser ist als die der öffentlichen. Ob die
Lehre wirklich besser ist…keine Ahnung.

Versteh mich nicht falsch: Ich will Dir die HfB nicht
ausreden, aber erstens ist nicht alles die nackte Wahrheit,
was so erzählt wird und zweitens ist es einfach kaum möglich,
eine Hochschule von außen zu beurteilen und erst recht nicht,
sie mit anderen (oder gar allen anderen) zu vergleichen.

Gruß,
Christian

Hm, also ich hab mir das angeguckt und meinem Eindruck nach macht das schon alles nen recht vernünftigen Eindruck. Nur bin ich mir unsicher ob ich net auch billiger den gleichen „Service“ bekommen würde?! Aber der Vorteil gegenüber ner öffentlichen Uni is zum Beispiel, dass ich nach meinem Abschluss durch die vorgeschriebene Teilzeittätigkeit im Bankgeschäft schon Berufspraxis vorweisen kann. Auch macht die HfB nen sehr modernen Eindruck und angeblich sollen die Dozenten qualifizierter als Andere sein und mir wird ein Auslandssemester an vielen verschiedenen Partnerunis geboten… Bin nur skeptisch, weil mir das alles „zu“ perfekt klingt und ich ne ganze Stange Geld investiere, dass ich mir hart erarbeiten muss, hab da leider keinen „Sponsor“ :smile:

Mfg - JENS

Hallo Jens und Ivo,

ich habe an der HfB studiert (noch zu Diplom-Zeiten). Außerdem vorher (und nachher) an zwei verschiedenen öffentlichen Unis. Ich habe natürlich längere Zeit bei einer Bank gearbeitet, mittlerweile bin ich in einer anderen Branche.

Außerdem soll sie auf eine
internationale Tätigkeit vorbereiten…

Das wird jede Hochschule von sich behaupten.

Hier hat die HfB den Vorteil, dass es a. Pflicht ist, ein Semester + Praktikum im Ausland zu verbringen, b. man Dir entsprechend bei der Organisation hilft, c. mehrere Vorlesungen auf englisch stattfinden, d. Englisch und eine weitere Sprache Pflicht sind.

Was mich vorallem interessiert: Sind die (hohen)
Studiengebühren es wert? Bekomm ich dafür mehr als an einer
öffentlichen Uni? Wo liegt der Unterschied?

Ausstattung: prima, Betreuung: sehr eng, wenn Du das möchtest, kleine Gruppen etc. Die Vorteile, die die netten Brochüren anpreisen, treffen eigentlich soweit zu.

Ich fand die HfB prima, möchte nur Folgendes zu bedenken geben:

Die Wahlmöglichkeiten sind an einer nicht-spezialisierten Uni größer.
Du kannst fast alles, was die HfB bietet, auch an der Goethe-Uni haben - es ist nur aufwendiger (bspw. Ausland).
Wechselst Du irgendwann mal die Branche, entfällt der Image-Vorteil, den die HfB ggü. anderen Unis in der Bankenwelt hat.
Das Jahresgehalt mag im Durchschnitt stimmen, führ Dir aber mal folgendes vor Augen: es wird ermittelt, indem jährlich Fragebögen an die Absolventen verschickt werden. Wer arbeitslos ist oder viel weniger verdient wird whrscheinlich den Bogen nicht zurückschicken oder ein bißchen schwindeln…
Banken sind im Moment ziemlich am kämpfen, also mach Dir keine Illusionen über einen sicheren Arbeitsplatz und die Mega-Kohle. Natürlich kannst Du das erreichen, aber garantieren kann es Dir niemand.

Aber der Vorteil gegenüber ner
öffentlichen Uni is zum Beispiel, dass ich nach meinem
Abschluss durch die vorgeschriebene Teilzeittätigkeit im
Bankgeschäft schon Berufspraxis vorweisen kann.

Ja, das ist IMHO der entscheidende Punkt. Allerdings wieder: mit etwas Organisationstalent kannst Du das auch an einer anderen Uni haben.

angeblich sollen die
Dozenten qualifizierter als Andere sein

Sie sind auf jedenfall relativ praxisnah, haben Zeit und meistens auch Engagement genug, sich um die einzelnen Studenten zu kümmern und werden jedes Semester von den Studenten beurteilt. Schlechte Dozenten halten sich also nicht allzulange.

Mein Fazit: wenn Du sicher bist, dass Du Deine mittel- bis langfristige Zukunft bei einer Bank verbringen willst, wenn Dich Banking sehr interessiert und Du einen vernünftigen Arbeitgeber hast, der die Sache mitträgt - mach es.

Wenn nicht, denk doch mal über die EBS oder eine staatliche Uni nach (Mannheim vielleicht?).

Gruß
Ramona

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Hey Ramona,

danke für die ausführliche Antwort, hat mir sehr geholfen :smile:

Da ich mir durchaus eine langjährige Tätigkeit im Bankgeschäft vorstellen kann, halte ich ein Studium an der HfB für sinnvoll. Erst recht, weil diese Tätigkeit vorzugsweise im Ausland sein sollte :smile:

Über die zeitliche Belastung wurde in den Infobroschüren wenig gesagt. Kann mir vorstellen dass es wenig Zeit ist, sich noch nebenbei Geld zu verdienen?! Weißt du ob es Möglichkeiten gibt ein Stipendium zu bekommen? Angeblich soll es in der Region einige Stiftungen geben, die unter bestimmten Bedingungen finanziell unter die Arme greifen können? Auch bietet die HfB sowas in die Richtung an, aber da kann ich bei meinem Ansprechpartner ja nochmal nachfragen…
Gibt es die Möglichkeit während dem Studium noch Zusatzqualifikationen zu erlangen, bzw. gab es die Möglichkeit während deinem Studium dort?

Danke - JENS

Hallo Jens,

vielleicht müsste man dann erstmal klären, wie Dein bisheriger Stand ist (Bankausbildung beendet? schon angefangen? Arbeitgeber vorhanden? mit Arbeitgeber schon abgestimmt?)

Ich habe eben nochmal Dein Ausgangsposting nachgelesen - direkt in’s Management bringt Dich das Studium nicht! Da würde ich auch für den Banksektor dann doch eher EBS + Promotion + evtl. Eliteuni im Ausland empfehlen - zumindest, wenn es nach ganz oben gehen soll.

Aber trotzdem noch ein paar Worte zu Deinen Fragen:

Über die zeitliche Belastung wurde in den Infobroschüren wenig
gesagt.

Deine zeitliche Belastung ist im Wesentlichen dreigeteilt: 1. Anwesenheit an der HfB, 2. Vor- und Nachbereitung der Vorlesungen, Prüfungsvorbereitung, 3. Arbeitszeit (i.d.R. vertraglich vereinbart+ Überstunden). Bei mir verteilte sich das wöchentlich etwa wie folgt: 1: 20 Stunden, 2: 1 Stunde, 3: 35 Stunden. Insbesondere Punkt 2 + 3 sind aber natürlich sehr unterschiedlich. Deswegen wäre es wichtig zu wissen, wie Dein jetziger „Status“ ist.

Kann mir vorstellen dass es wenig Zeit ist, sich noch
nebenbei Geld zu verdienen?!

Ich hätte dazu keine Lust mehr gehabt, außerdem musst Du natürlich erstmal die Genehmigung Deines Arbeitgebers haben.

Weißt du ob es Möglichkeiten gibt
ein Stipendium zu bekommen? Angeblich soll es in der Region
einige Stiftungen geben, die unter bestimmten Bedingungen
finanziell unter die Arme greifen können? Auch bietet die HfB
sowas in die Richtung an, aber da kann ich bei meinem
Ansprechpartner ja nochmal nachfragen…

Da darf ich Dir die Forumssuche an’s Herz legen…
Du kannst aber die Studiengebühren i.d.R. problemlos über Deinen Arbeitgeber finanzieren (Kredit).

Gibt es die Möglichkeit während dem Studium noch
Zusatzqualifikationen zu erlangen, bzw. gab es die Möglichkeit
während deinem Studium dort?

Christian (muss natürlich Christian in meiner ersten Antwort heißen- nicht Ivo, Sorry!) schreibt oben, es gäbe nur den Bachelor, Du kannst auch den Master of Arts an der HfB machen. Deinen Zielen nach zu Urteilen solltest Du das unbedingt gleich mit einkalkulieren. Ich weiß, dass einige Kommilitonen nebenher verschiedene Zertifikate erworben haben (Händler, Financial Planner etc). Das ging aber eher von ihrer beruflichen Tätigkeit aus.

Für weitere Infos gib bitte Deinen Background an.

Gruß
Ramona

Hallo Jens,

Hi,
bist ja schnell im Antworten…

vielleicht müsste man dann erstmal klären, wie Dein bisheriger
Stand ist (Bankausbildung beendet? schon angefangen?
Arbeitgeber vorhanden? mit Arbeitgeber schon abgestimmt?)

Ich möchte den „Bachelor of Coputer Science in Banking & Finance“ machen. Ich hab ne abgeschlossene Ausbildung in der IT-Branche und a bissel Berufserfahrung in gleichem Gebiet, deswegen hab ich auch keinen „reinen“ BWL-Studiengang genommen, sondern lieber was in Richtung Wirtschaftsinformatik.
Nen Arbeitgeber der mich auf die HfB schickt hab ich schon, nen Studienplatz ebenfalls… Soll nächstes Jahr losgehen. Aber bin noch skeptisch, deswegen die Fragen, und is ja auch noch ne Weile hin…

Ich habe eben nochmal Dein Ausgangsposting nachgelesen -
direkt in’s Management bringt Dich das Studium nicht! Da würde
ich auch für den Banksektor dann doch eher EBS + Promotion +
evtl. Eliteuni im Ausland empfehlen - zumindest, wenn es nach
ganz oben gehen soll.

Ich ziele schon auf ein Führungsposition ab, da hast du recht. Jedoch ist es ohne das nötige Kleingeld nicht soooooo leicht deinen Vorschlag in die Tat umzusetzen :smile: Bei einem Info-Gespräch der HfB hieß es, dass man nach dem Studium für das mittlere Management geeignet sei. Das würde mir erstmal reichen, danach klettere ich dann die nächste Stufe hoch :smile:

Aber trotzdem noch ein paar Worte zu Deinen Fragen:

Über die zeitliche Belastung wurde in den Infobroschüren wenig
gesagt.

Deine zeitliche Belastung ist im Wesentlichen dreigeteilt: 1.
Anwesenheit an der HfB, 2. Vor- und Nachbereitung der
Vorlesungen, Prüfungsvorbereitung, 3. Arbeitszeit (i.d.R.
vertraglich vereinbart+ Überstunden). Bei mir verteilte sich
das wöchentlich etwa wie folgt: 1: 20 Stunden, 2: 1 Stunde, 3:
35 Stunden. Insbesondere Punkt 2 + 3 sind aber natürlich sehr
unterschiedlich. Deswegen wäre es wichtig zu wissen, wie Dein
jetziger „Status“ ist.

Also es soll so laufen, dass ich 3 Tage pro Woche an der HfB bin und die übrigen Tage arbeiten, also Teilzeit.

Kann mir vorstellen dass es wenig Zeit ist, sich noch
nebenbei Geld zu verdienen?!

Ich hätte dazu keine Lust mehr gehabt, außerdem musst Du
natürlich erstmal die Genehmigung Deines Arbeitgebers haben.

Die Genehmigung hätte ich. Jedoch hat das Studium natürlich oberste Priorität und von jetzigen Studenten hab ich gehört, dass das größtenteils so geregelt ist, dass ich 12 Stunden am Stück Vorlesungen und Projektarbeiten hab. Kann sein das sie übertrieben haben, aber wenn nicht, dann wird es schwer sein anschließend noch ner Nebenbeschäftigung nachzugehen, schließlich muss auch noch nachbereitet werden.

Weißt du ob es Möglichkeiten gibt
ein Stipendium zu bekommen? Angeblich soll es in der Region
einige Stiftungen geben, die unter bestimmten Bedingungen
finanziell unter die Arme greifen können? Auch bietet die HfB
sowas in die Richtung an, aber da kann ich bei meinem
Ansprechpartner ja nochmal nachfragen…

Da darf ich Dir die Forumssuche an’s Herz legen…
Du kannst aber die Studiengebühren i.d.R. problemlos über
Deinen Arbeitgeber finanzieren (Kredit).

Ja, nur Kredit und Stipendium is natürlich aus finanzieller Sicht kein unbedeutender Unterschied :wink: Ansonsten werde ich den Kredit in Anspruch nehmen. Ich denke, dass es nach dem Studium nicht schwer wird ihn abbezahlen zu können.

Gibt es die Möglichkeit während dem Studium noch
Zusatzqualifikationen zu erlangen, bzw. gab es die Möglichkeit
während deinem Studium dort?

Christian (muss natürlich Christian in meiner ersten Antwort
heißen- nicht Ivo, Sorry!) schreibt oben, es gäbe nur den
Bachelor, Du kannst auch den Master of Arts an der HfB machen.
Deinen Zielen nach zu Urteilen solltest Du das unbedingt
gleich mit einkalkulieren. Ich weiß, dass einige Kommilitonen
nebenher verschiedene Zertifikate erworben haben (Händler,
Financial Planner etc). Das ging aber eher von ihrer
beruflichen Tätigkeit aus.

Würde mich gern in Sachen Sprachen, Personalmanagement und IT weiterbilden. An der Schule sitz ich ja quasi an der Quelle, hätte mir vorgestellt wenn Zeit ist noch an Kursen anderer Studiengänge teilnehmen zu können? Allerdings scheint das dortige Kurssystem anders als an öffentlichen Hochschulen zu sein?!

Für weitere Infos gib bitte Deinen Background an.

Gruß
Ramona

Hoffe das reicht an Background, damit du mir noch ein bißchen weiterhelfen kannst :smile:

Schöne Grüße zurück - JENS

Hallo Jens,

Ich möchte den „Bachelor of Coputer Science in Banking &
Finance“ machen. Ich hab ne abgeschlossene Ausbildung in der
IT-Branche und a bissel Berufserfahrung in gleichem Gebiet,
deswegen hab ich auch keinen „reinen“ BWL-Studiengang
genommen, sondern lieber was in Richtung
Wirtschaftsinformatik.
Nen Arbeitgeber der mich auf die HfB schickt hab ich schon,
nen Studienplatz ebenfalls… Soll nächstes Jahr losgehen.
Aber bin noch skeptisch, deswegen die Fragen, und is ja auch
noch ne Weile hin…

Okay, da kommen wir doch schonmal weiter…

Ich habe eben nochmal Dein Ausgangsposting nachgelesen -
direkt in’s Management bringt Dich das Studium nicht! Da würde
ich auch für den Banksektor dann doch eher EBS + Promotion +
evtl. Eliteuni im Ausland empfehlen - zumindest, wenn es nach
ganz oben gehen soll.

Ich ziele schon auf ein Führungsposition ab, da hast du recht.
Jedoch ist es ohne das nötige Kleingeld nicht soooooo leicht
deinen Vorschlag in die Tat umzusetzen :smile: Bei einem
Info-Gespräch der HfB hieß es, dass man nach dem Studium für
das mittlere Management geeignet sei. Das würde mir erstmal
reichen, danach klettere ich dann die nächste Stufe hoch :smile:

Ich nehme an, in dem Info-Gespräch bezog man sich auf die auf das Studium folgenden 20 Jahre… Imho realistisch ist, dass Du nach dem Studium, je nachdem, wie Du Dich während des Studiums in der Bank positionierst, eine gehobene Sachbearbeitung machst (alternativ z.B. stellvertretende Leitung einer Filiale, nur damit Du eine Vorstellung bekommst), kleinere Projekte managst etc. Das Studium und entsprechende berufliche Leistungen eröffnet Dir dann irgendwann mal den Zugang zum mittleren Management, das Senior Management (1. und 2. Führungsebene wird Dir meiner Einschätzung nach versperrt bleiben - es sein denn, Du gehörst zu den Ausnahmetalenten, die die HfB etwa alle 3 Jahre hervorbringt.

Also es soll so laufen, dass ich 3 Tage pro Woche an der HfB
bin und die übrigen Tage arbeiten, also Teilzeit.

Ja, das hatte ich ebenso vereinbart.

Ich hätte dazu keine Lust mehr gehabt, außerdem musst Du
natürlich erstmal die Genehmigung Deines Arbeitgebers haben.

Die Genehmigung hätte ich. Jedoch hat das Studium natürlich
oberste Priorität und von jetzigen Studenten hab ich gehört,
dass das größtenteils so geregelt ist, dass ich 12 Stunden am
Stück Vorlesungen und Projektarbeiten hab.

Ja, das haben sie übertrieben, ich habe aber genau das gleiche gesagt, als ich noch aktiv war :wink:

Es kann passieren, dass Du 12 Vorlesungsstunden an einem Tag hast, also 12 x 45 Minuten - mehr ist von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen auch nicht… Und auch die 12 Stunden sind nicht während des gesamten Studiums angesagt. Außerdem kommt ja noch die vorlesungsfreie Zeit.

Ja, nur Kredit und Stipendium is natürlich aus finanzieller
Sicht kein unbedeutender Unterschied :wink: Ansonsten werde ich
den Kredit in Anspruch nehmen. Ich denke, dass es nach dem
Studium nicht schwer wird ihn abbezahlen zu können.

Richtig, aber überlege auch, was passiert wenn Du nach 5 Semestern abbrichst.

Würde mich gern in Sachen Sprachen,

2 Sprachen Pflicht, mehr auch möglich nach Absprache.

Personalmanagement

Unternehmenskultur und Personalführung ist durchgängig Hauptfach, zumindest beim BWL-Studiengang, ich nehme an, auch bei den Winfos.

und IT

wolltest Du nicht den B.Sc. machen?

weiterbilden.

An der Schule sitz ich ja quasi an der Quelle,
hätte mir vorgestellt wenn Zeit ist noch an Kursen anderer
Studiengänge teilnehmen zu können? Allerdings scheint das
dortige Kurssystem anders als an öffentlichen Hochschulen zu
sein?!

ja, da die Studenten nur 2,5 tage da sind, sind diese Zeiten ziemlich vollgepackt, Du wirst also wenig Zeit haben, andere Vorlesungen zu besuchen. Du wirst auf jeden Fall als „Gruppenfremder“ auffallen, wenn Du fremde Vorlesungen besuchst, also vorher ggf. den Dozenten fragen.

Aber warte erstmal ab, ob Dein Wissensdurst nicht auch durch die Vorlesungen gestillt wird, die Du machen musst. Man stellt sich das eigene Engagement gern ein bißchen größer vor, als es ist…

Hope it helps
Ramona

Hallo nochmal,

Da ich mir durchaus eine langjährige Tätigkeit im Bankgeschäft
vorstellen kann,

jetzt komme ich schon wieder mit was abschreckendem: In den mittleren 90er Jahren wurde prognostiziert, daß im Bankgewerbe in absehbarer Zeit 100.000 Arbeitsplätze verloren gehen würden. Der Aktienboom hat das ein wenig aufgehalten, aber in den letzten vier Jahren haben wir schon rd. 40.000 Arbeitsplätze geschafft; bleiben noch 60.000.

Auch wenn alle Banken derzeit Abreitsplätze abbauen, werden natürlich auch noch Menschen eingestellt, nur sind da leider keine Berufsanfänger bei, sondern Vertriebs-, Produkt- oder Kreditspezialisten. Alle anderen, und dazu zähle ich jetzt alle Berufseinsteiger - insbesondere die, ohne Bankhintergrund -, haben kaum eine Chance.

Natürlich kann man selbstbewußt genug sein, und davon ausgehen, daß man selbst die Ausnahme darstellen wird, aber ich für meinen Teil würde heute nicht mehr in das Gewerbe gehen. Heute wird nicht mehr lange gefackelt. Wenn ein Bereich auf den ersten Blick nichts taugt, wird er von heute auf morgen zugemacht, egal, ob die Betriebszugehörigkeit im Durchschnitt bei 25 Jahren liegt oder sich das ganze nur aufgrund einer Änderung der Kalkulation nicht mehr rechnet, vorher aber 20 Jahre lang profitbel war.

Ruckzuck werden Strategieänderungen umgesetzt und ganze Bereiche einfach stillgelegt - und das zieht sich durch alle Banken. Selbst wenn Du nach dem Studium eine Stelle bekommst, bist Du bei der nächsten Aktion der erste, der gehen muß, weil alle anderen bei der Sozialauswahl die älteren Rechte haben.

Was ich sagen will: „Ich will in eine Bank“ ist kaum die richtige Ausgangsposition für eine solche Entscheidung. Bank ist nicht gleich Bank und Banktätigkeit ist nicht gleich Banktätigkeit. Du solltest schon eine Ahnung haben, wie eine Bank funktioniert, was für Bereiche es gibt und was da für Fähigkeiten gefordert werden.

Ich weiß nicht, ob ein Praktikum für Dich machbar ist, aber ich möchte Dir dringend raten, erst einmal in den Bereich reinzuschnuppern, bevor Du Dich zum Studium entschließt.

Gruß,
Christian

jetzt komme ich schon wieder mit was abschreckendem: In den
mittleren 90er Jahren wurde prognostiziert, daß im Bankgewerbe
in absehbarer Zeit 100.000 Arbeitsplätze verloren gehen
würden. Der Aktienboom hat das ein wenig aufgehalten, aber in
den letzten vier Jahren haben wir schon rd. 40.000
Arbeitsplätze geschafft; bleiben noch 60.000.

Hi,

allerdings wird IT in der Bank immer wichtiger und es werden Leute gebraucht, die sowohl vom Bankgeschäft, als auch von Computern was verstehen. Und genau darauf ziele ich ab… Bei der hohen Anzahl von IT Spezialisten wird es meiner Meinung nach in der Zukunft wichtig sein, sich in eine Richtung stark spezialisiert zu haben, um sich gegenüber der Konkurrenz zu behaupten. Mit einem Studium, dass sowohl ein Groteil Informatik als auch BWL enthält, ist zum Einen mein Horizont wesentlich größer, zum Anderen hab ich mich auch auf die Bankinformatik sepzialisiert, was mir am Arbeitsmarkt nur von Vorteil sein kann, da dort die Konkurrenz noch net sooo groß ist… - Also denk ich mal? Schätze bei jedem Beruf muss man heutzutage skeptisch sein, nur irgendnen Weg muss ich ja einschlagen :smile:

Ein Praktikum mach ich allerdings noch, wenn das zeitlich irgendwie passt…

mfg - jens

Hallo,

allerdings wird IT in der Bank immer wichtiger und es werden
Leute gebraucht, die sowohl vom Bankgeschäft, als auch von
Computern was verstehen.

daß die gebraucht werden, ist richtig, aber sie werden nicht eingestellt. Anders ist nicht zu erklären, was ich in den letzten Jahren an Software vorgesetzt bekommen habe :wink:

Übrigens fahren alle Banken ihre internen IT-Budgets zurück und kaufen extern. Ob das nach Jahren der ausgelassenen Investitionen mehr bringt, als daß unbeschäftigte Softwarebuden endlich wieder ein bißchen ausgelastet werden, entzieht sich meiner Kenntnis.

Ein Praktikum mach ich allerdings noch, wenn das zeitlich
irgendwie passt…

Fein.

Gruß,
Christian