Hochsensibel = traumatisiert

Hallo,

mal wieder zum Thema „Verhalten“ :wink:

Mehrfach habe ich inzwischen gelesen, dass HSP in Zusammenhang mit traumatischen Erfahrungen steht.
Aus einer unsicheren/ unberechenbaren Kindheit bleiben die " Antennen" des Kindes erhalten und zwar in ausgeprägterer Form.

ist die Aussage „HSP hat immer traumatische Erfahrungen in sich“ in psychologischen Fachhkreisen tragbar oder nur eine Theorie, die rumgeistert?

lg kitty

„HPS=traumatisiert“ ist so pauschal sicher nicht haltbar, wenn man nicht überall nur noch Traumata sehen will.

Dieser kurze Text referiert den komplexen Zusammenhang ganz anschaulich:

Gruß
F.

Hallo kiity,

die Formulierung

ist sicherlich nicht akzeptabel. Auch wenn der von Elaine Aron eingeführte Terminus HS sehr sinnvoll war und ist, um vorläufig ein hochkomplexes Syndrom zu umreißen, so ist die Aitiologie von HSP noch lange nicht gründlich genug erfoscht, um sich auf ein einzelnes Auslöseszenarium festzulegen. Es kann, aber muß nicht ein Trauma der Ausgangspunkt sein. Das ist hier nicht anders als bei ADS oder bei Persönlichkeitsstörungen oder - wie kürzlich erwähnt - beim Hyperfokus oder bei der scanner personality.

Das, was man unter HS verstehen will, ist dazu auch eh viel zu vielfältig beschrieben, und selbst der von Aron entwickelte Test erfasst sehr disjunkte Merkmale, von denen noch niemand weiß, ob sie physiologische, neurologische oder entwicklungspsychologische Zusammenhänge haben. bzw. ob sie angeboren oder erworben sind.

Hier sind ja eine Menge von Symptomen bzw, Eigenschaften gelistet, die im Diskurs der HSP zugeschrieben werden. Leicht zu erkennen, daß es kaum möglich ist, sie unter einen einzigen Hut zu bringen. Es gibt zudem teilweise erhebliche Überschneidungen mit Charakteristika, die sich ebenso auch u.a. bei Savant, bei Hyperfokus, bei ADS und sogar bei Borderline finden.

Einigermaßen deutlich ist die Unterscheidung von hypersensitiven Reizreaktionen in a) sensorischen, b) emotionalen und c) kognitiven Bereichen, und zudem dann noch zwischen Problemen der Reizwahrnehmung und der „Verarbeitung“. Und gerade die letztere wird dann ihrerseits nochmal wieder von sonstigen sozialen und kognitiven Skills abhängig sein.

Summa summarum: Die Hypersensitivität ist ein hyperkomplexes Problem, bei dem es aber anscheinend dennoch sinnvoll ist, es unter einem Terminus zusammenzufassen.

Gruß
Metapher

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Also ich hab auch schon mal ein paar Leute kennengelernt die sich „Hochsensibel“ nannten. Aber mal ganz im Ernst: Sind wir nicht alle
„sensibel“ wenn es um Kritik geht? Wer will schon kritisiert werden
oder findet schwierige zwischenmenschliche Situationen gut?!

Letzlich hab ich das Thema angehakt und für mich Privat ein paar Erkenntnisse ausformuliert:

  1. Hochsensibel sind „alle“ Menschen.
  2. Wer sich so nennt und dort einordnet ist sozial einfach unsicher.
  3. Hochsensible haben oft kein echtes Interesse an anderen Menschen.
  4. Es fehlt einfach Wissen darüber wie Menschen nun mal Ticken. Es werden immer die gleichen Fehler gemacht in Umgang mit Menschen.
  5. Es kann verortet werden in die Esoterik.

Aber das ist nur meine Meinung, resultierend auf meine subjektiven Beobachtungen.

und damit hast Du methodisch einen Fehler begangen, der Deine sämtlichen „Erkenntnisse“ unbrauchbar macht.

Schöne Grüße

MM

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Nein, ich hab nur meine Meinung gesagt.

Und das hat mit der Fragestellung im UP genau WAS zu tun?

Was du da aufzählst, sind keine „Erkenntnisse“, sondern für die Frage völlig irrelevante und - um es höflich zu sagen - sachunkundige Thesen.

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Metapher, Mag sein, aber wenn jemand schon sagt „Ich bin hochsensibel“ muss ich erst mal lachen unterdrücken. Die Leutchen haben ne Macke und verpacken es als wäre es etwas Besonderes :smiley:
Aber gut, genug gespammt meine kleinen Hochsensibelchen :smiley: lol

-> meine Meinung und meinen privaten Erkenntniskatalog darf ich aber haben, gell :wink:

Er (oder Sie) trollt nur wieder rum. Gar nicht antworten.

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ein solcher würde Erkenntnis voraussetzen.

Wow, und gar ein ganzer Katalog!

Ja, wäre schön, wenn Du sowas hättest, das stimmt.

Schöne Grüße

MM

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Vielen Dank für ignorieren und beleidigen :smiley: Aber da ich nicht „hochsensible“ bin, perlt
das an mir ab :smiley:
Also ehrlich Leute, schaut euch mal den Test an:

Mindestens die Hälfte der Symptome hab ich in toxikologischer Fachliteratur gelesen.
Gift weg: Symptome bilden sich zurück. Sorry, „Hochsensible“ ist ein monokausaler und hochgefährlicher Ansatz. Man ist gefangen ist einer Psychokiste und hat keinen individuellen Blick mehr für konkrete Ursachen…

Wer hochsensible ist und durch seine Hochsensibilität merkt das ich durch einen umfänglichen Erkenntniskatalog helfen kann möge mich kontaktieren. […]
[Mod Kreszentia: E-Mail-Adresse entfernt]

Ansonsten noch fröhliches und lebenslängliches rumquatschen :D:D

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Lustig finde ich, dass Du glaubst, man könne in diesem Zusammenhang immer nur über sich selber reden. In diesem Licht wird aber deutlicher, wie Du die Begriffe „Meinung“ und „Erkenntnis“ verwendest. Beide sind aber im allgemeinen Sprachgebrauch ein bissele anders definiert - Du kannst in diesem Zusammenhang also nur an anderen vorbei reden.

Schöne Grüße

MM

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Ich rede nicht über mich sondern über Menschen die glauben sie seien „hochsensibel“. Eine böse Falle.

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Du hast von dem Thema so gar keine Ahnung, und zu dir (und dem Thema) passt wunderbar der Spruch „Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und den nennen sie ihren Standpunkt.“

Nein, ich bin NICHT hochsensibel, habe mich aber darüber informiert.

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Das alles ändert nichts daran, dass „Hochsensibilität“ mehr ein küchen- denn ein wissenschaftlich-psychologisches Konzept ist.
Ein Haufen unterschiedlichster Dinge in eine Kiste gepackt und H. drauf geschrieben.

Gruß
F.

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