In einem Bericht über die Fertigstellung der ersten großen „offshore-Winmdanlage“ in der nähe Borkums erfuhr ich, daß man zur Übertragung der Energie sich aktuell der Gleichspannung bedient, um Energieverluste zu vermeiden, die Wechselspannung durch Polarisationseffekte im Kunststoff der Leitungsummantelung erfährt.
Da ich vermute, daß es sich um Spannungen in der Größenordnung 10 - 100 kV handelt, frage ich mich, wie man diese technisch gleichrichtet. Mit Halbleiterdioden? Mit klassischen Röhrendioden?
Für geniale Vermutungen, aber lieber noch Antworten gegründetem Wissens danke ich.
Da ich vermute, daß es sich um Spannungen in der Größenordnung
10 - 100 kV handelt, frage ich mich, wie man diese technisch
gleichrichtet. Mit Halbleiterdioden? Mit klassischen Röhrendioden?
Halbleiterbauelemente müssen nicht klein sein.
Da kann einen einzige Diode auch einige kg wiegen.
Das können z.B. solche Teile sein: http://www.westcode.com/w52.pdf
Viele solcher etwas anderen Dioden kannst du z.B. hier finden: http://www.westcode.com/rdc.htm
Schau mal nach den Spannungen und Strömen.
Um Spannungen im Bereich von paar Hundert kV gleichzurichten werden
die Dioden als Kaskade (in Reihe) geschaltet.
Gruß Uwi
Viele solcher etwas anderen Dioden kannst du z.B. hier finden: http://www.westcode.com/rdc.htm
Schau mal nach den Spannungen und Strömen.
Alter Schwede… Impulsbelastbarkeiten von 10.000A!
Ich weiß schon, warum ich im Studium einen Elektronik-Schwerpunkt gewählt habe. So eine Diode kann einem ja den Fuß zertrümmern wenn sie einem aus versehen vom Tisch rutscht
Ich würde sagen, da kommen direkt Gleichstromgeneratoren zum Einsatz. damit erübrigt sich die Gleichrichtung. Allerdings muß der Gleichstrom später in Wechselstrom umgewandelt werden, da es keine Gleichstromtrafos gibt. Dies wird dann wieder mit Gleichstrommotoren und gekoppelten Wechselstromgeneratoren erledigt.
Ich würde sagen, da kommen direkt Gleichstromgeneratoren zum
Einsatz. damit erübrigt sich die Gleichrichtung.
Das ist unüblich. Es werden meines Wissens nur Drehstromgeneratoren eingesetzt und dann folgt eine Gleichrichterstation.
Allerdings
muß der Gleichstrom später in Wechselstrom umgewandelt werden,
da es keine Gleichstromtrafos gibt. Dies wird dann wieder mit
Gleichstrommotoren und gekoppelten Wechselstromgeneratoren
erledigt.
Das hat man vor Jahrzehnten so gemacht. Rotierende Umformer wie du sie beschreibst, sind heute veraltet. Man baut Wechselrichterstationen auf Halbleiterbasis.
Was ist schon Impulsstrom? Da kann ja schon eine kleinen 1A-Diode mit
paar mm² Größe schon 100A und mehr.
Weiter unten in der Liste geht es auch zu Impulsströmen über 80.000A.
Aber viel netter finde ich Dauerbelastbarkeit bis über 10kA.
Ich weiß schon, warum ich im Studium einen
Elektronik-Schwerpunkt gewählt habe. So eine Diode kann einem
ja den Fuß zertrümmern wenn sie einem aus versehen vom Tisch rutscht
Ja, und der Lötkolben muß auch bischen größer sein
Gruß Uwi
Da ich vermute, daß es sich um Spannungen in der Größenordnung 10 - 100 kV handelt,
Noch mehr. Größenordnung 400kV.
Sicher nicht bei einer Offshore-Windanlage mit Kabel zum Festland.
Das ist in dem Wikipedia-Artikel
"Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung unter der Überschrift
„Stromrichterstationen“ erklärt.
Hättste auch selber ergugeln können
Gruß merimies
Ja ja, so ein schönes gepflegtes Halbwissen kann man bei Google/Wikipedia in der Tat bekommen.
Aktuelle HGÜ-Projekte haben bis zu +/- 800 kV gegen Erde, also zwischen den Leitungen 1600 kV Spannung. Wer allerdings weiß, wie groß die dazu gehörenden Ventiltürme sind, dem ist klar, dass es wenig Sinn macht, die paar kV des Generators vor Ort erst hochzuspannnen und dann gleichzurichten. Den Einspareffekt der Gleichspannung gegenüber der Wechselspannung erreicht man auch auf der Mittelspannungsebene.
Wenn schon googeln, dann nach „800 kV DC project“
ich hab zwar k.A. von solchen Hochspannungs-Sachen, ich bleibe lieber in der NV-Elektronik,
ABER
im Rahmen des DESERTEC-Projekts habe ich mitbekommen, dass die HGÜ-Übergabestationen auf beiden Seiten des Mittelmeeres mit bis zu 1000 IGBTs ausgestattet werden.
Ich denke also, dass das nicht mehr mit Dioden gemacht wird, sondern mit präzise angesteuerten IGBTs.
und die möchte ich mir auch nicht auf den Fuss fallen lassen