Hochwertige magazine fuer perfektion des vokabular

hallo liebes board,

meine freundin (27) ist griechin und wohnt seit 5 jahren in deutschland. sie hat unsere sprache sehr schnell gelernt und weit weniger akzent als viele andere auslaender. sie macht nur mehr wenige fehler und hat ca. das sprachniveau (schriftlich und muendlich) eines realschulabsolventen. sie hat auch eine ausbildung zur erzieherin sehr erfolgreich absolviert.

allerdings merken wir immer wieder luecken im vokabular, was mit der vereinfachung der deutschen sprache im laufe der zeit zu tun hat. dh worte die momentan nicht so stark im umlauf sind (zb gunst, ehrfurcht, etepitete, menschenschinder, gnade etc) kennt sie nicht und kann sie dann natuerlich auch nicht nutzen. das faellt im alltag nicht so auf aber seitdem wir das spiel TABU zuhause haben bei dem man komplexe worte (die aber uns muttersprachlern zu 98% gelaeufig sind) umschreiben muss sind uns markant ihre starken luecken im anspruchsvollen wortschatz aufgefallen. sie kann bald jedes zweite wort nicht umschreiben weil sie es schlichtweg nicht kennt.

meine frage ist nun: wie koennte man daran arbeiten? meines erachtens machen sprachkurse auf diesem level ueberhaupt keinen sinn und ich tendiere dazu das eleni sich mit hochwertiger magazinen und zeitschriften versorgt wo sie zwangslaeufig dazulernen muesste - dies scheint auf niveau spiegel, stern, allgemeine deutsche regioanle tageszeitungen schon nicht mehr machbar zu sein denn in der sprachlichen region lesen wir normalerweise … eleni interessiert sich jedoch weniger fuer politik oder wirtschaftliche themen aber auch nicht fuer klatsch und tratsch sondern schon fuer die themen die zwischen tagesthemen und focus im trend :wink: sind … sie tendiert eher zu zeitschriften denn zu zeitungen. bei romanen sind es eher niveauvolle krimis denn die klassiker.

freue mich auf antworten, und ich entschuldige mich schon jetzt fuer meine latente kleinschrift aber ich bin ein schlechter tipper :wink:

upe aus berlin

meine frage ist nun: wie koennte man daran arbeiten? meines
erachtens machen sprachkurse auf diesem level ueberhaupt
keinen sinn und ich tendiere dazu das eleni sich mit
hochwertiger magazinen und zeitschriften versorgt wo sie
zwangslaeufig dazulernen muesste - dies scheint auf niveau
spiegel, stern, allgemeine deutsche regioanle tageszeitungen
schon nicht mehr machbar zu sein denn in der sprachlichen
region lesen wir normalerweise … eleni interessiert sich
jedoch weniger fuer politik oder wirtschaftliche themen aber
auch nicht fuer klatsch und tratsch sondern schon fuer die
themen die zwischen tagesthemen und focus im trend :wink: sind …
sie tendiert eher zu zeitschriften denn zu zeitungen. bei
romanen sind es eher niveauvolle krimis denn die klassiker.

freue mich auf antworten, und ich entschuldige mich schon
jetzt fuer meine latente kleinschrift aber ich bin ein
schlechter tipper :wink:

upe aus berlin

Hallo Upe
Zeitschriften oder Magazine sind auch nicht mehr so sprachbewußt, mal abgesehen von meiner FAZ :wink:.
Die Lösung heißt: Thomas Mann.
Gib ihr mal den Felix Krull, der liest sich sehr vergnüglich, da sieht sie mal, wie schön deutsche Sprache sein kann.
Gruß
Rainer

Hallo upe,
offensichtlich haben deine Freundin und ich einen ähnlichen Lesegeschmack, deshalb empfehle ich als regelmäßige Lektüre die "Zeit.
Wenn es um Vokabular geht, dass nicht ausgesprochen „trendy“ ist, sind sicherlich historische Romane recht interessant.
Mir persönlich haben in der letzten Zeit besonders gefallen:

Rebecca Gablé: Das zweite Königreich (spielt in der Zeit um 1066-1080 - sehr spannend)
Sigrid Heuck: Meister Joachims Geheimnis (ein Jugendlicher gelangt über ein Bildnis in die Niederlande um 1480 und löst dort ein Rätsel um einen vermeintlichen Mord)
Ken Follet: Die Säulen der Erde (Bau der Kathedrale von Salisbury - ein wenig Sex and Crime, aber recht geschickt versteckt. Das Vokabular zumindest ist sehr vielfältig)
Die Päpstin (leider habe ich den Namen der Autorin vergessen, aber bei Bedarf wirst du es sicher finden; der Titel ist recht bekannt.
Überhaupt scheinen ja historische Themen sehr gefragt zusein, denn es gibt eine Vielzahl von Titeln.

Wenn es denn etwas sachlicher zum Thema Krimi sein soll:
Otto Ulbricht: Von Huren und Rabenmüttern. Weibliche Kriminalität in der frühen Neuzeit.

Sprachlich ein Leckerbissen (wenn auch „nur“ eine Übersetzung):
Lawrence Norfolk: Ein Nashorn für den Papst.

Wenn deine Freundin etwas in der Richtung aufmerksam liest, wird sie sicherlich auf manche Feinheit treffen, die man nicht in Sprachkursen vermittelt bekommt.

Allerdings scheint mir die Übung mit „Tabu“ und entsprechenden Zeit- und Erklär- und Nachschaumöglichkeit eine wirklich gute Variante.

Viele Grüße

Elisabeth