Hochwertiger Dimmer/Triac

hi
ich wollte mal frage ob jemand weiß was für Triac’s in höherwertigen Dimmer verbaut sind, also Martin und Co

also was Können sie aushalten und wie ist der anschluß definiert.

der hintergrund ist das bei meinem billig dimmer der kanal sich nun nicht mehr dimmen lässt nach dem ein 1kw beim sterben sich selbst überbrückte heller wurde und dann ausfiel.

und ist nun die frage welche triac ich da nun reinlöten soll

Hallo

Ich weiß leider nicht, was Du mit Kanal meinst.
„Triac“ ist aber das richtige Wort für den richtigen Baustein.
Ich suche bei Reichelt nach „Triac“ und bei einem für 1.10€ schau ich ins angebotene Datenblatt. Er verträgt 25A und 600V.
Nur, wie auf den Mindestbestellwert kommen?

Ach ja, vielleicht hat auch der Diac(so was ist meist auch da drin), oder Poti oder was anderes auch was abgekriegt, da mußt Du vorsichtig sein.
Vielleicht gibt es bei der Last Probleme, z.B. Spitzenspannungen oder Ströme, die sich nicht regeln lassen.
1 kW ist auch eine relativ große Last, elektronische Leuchtmittel lassen sich nicht mehr dimmen.

Mfg
Matthias

Hallo Fragewurm,

ich wollte mal frage ob jemand weiß was für Triac’s in
höherwertigen Dimmer verbaut sind, also Martin und Co

Hochwertige Dimmer haben mehr Reserve und bessere Filter, ist also eine Frage ded Designs.

Ganz billige Dimmer verwenden meist nur TRIACs mit maximal 400V, das reicht theoretisch, so lange keine Störspitzen vorhanden sind.
Bessere Dimmer verwenden TRIACs mit 600V oder 800V maximale Sperrspannung.

Netzfilter werden durch die EMV verlangt, damit man in der Umgebung auch noch z.B. Radio hören kann. Ein gut ausgelegtes Netzfilter kann aber auch die Elektronik vor Störspannungen von Aussen schützen.

Dann wären noch Überspannungsableiter, z.B. Varistoren. Diese braucht man für den Betrieb nicht, schützen aber einen TRIAC vor Spannungsspitzen.

Ein weiterer Punkt ist die Umgebungstemperatur. Günstige Geräte kommen bei 25°C gerade noch so hin, das kann dann bei Volllast und im Sommer den Hitzetod bewirken.
Eine Auslegung für eine höhere Temperatur ist technisch eigentlich kein Problem, benötigt aber z.B. grössere Kühlkörper, welche auch teurer sind.

Wenn Glühlampem durchbrennen, können durch den Lichtbogen, sehr hohe Ströme entstehen. Da zeigt es sich dann ob die eingebaute Überstromsicherung nur vor Bränden schützt oder auch den TRIAC.

Es geht also nicht nur um einzelne Bauteile, welcher „besser“ sind, sondern um das ganze Schaltungskonzept!

MfG Peter(TOO)

Hallo Namenloser,

Deine Anfrage ist etwas irreführend.

Aus der Nennung des Firmennamens „Martin“, der Erwähnung des Begriffs „Kanal“ und Deiner Berufsbezeichnung „Beleuchter“ schließe ich, dass es sich bei dem „Dimmer“ nicht um einen Dimmer für die Wohnzimmerlampe, sondern um einen Lichtregler in einem Beleuchtungsmischpult handelt. Da helfen Dir Tipps, wie Du sie hier in der Annahme, dass es sich um einen Dimmer für Wohnraumbeleuchtungszwecke handelt gegeben werden, relativ wenig.

Das Problem bei der Auslegung einer Triacschaltung ist, dass Du ihre Leistung nicht einfach durch die Wahl eines Ersatztyps mit einem höheren zulässigen Dauerstrom vergrößern kannst - Du musst die durch den größeren Strom erzeugte Verlustwärme auch abführen können. Dazu bedarf es größerer Kühlkörper bzw. einer effektiveren Kühlung der Triacs (Lüfter- bzw. Wasserkühlung). Das kann aber zu Platzproblemen im Mischpult führen.

Dein Problem scheint ja auch nicht die unzureichende Dauerleistung des Lichtsteuerkanals zu sein, sondern sein Kurzschlussschutz, da Du ja bemängelst, dass „der kanal sich nun nicht mehr dimmen lässt nach dem ein 1kw beim sterben sich selbst überbrückte … mehr auf http://www.wer-weiss-was.de/app/article/write?Themen…“.

Btw:
Entschuldige den bescheuerten Zusatz zu dem Zitat aus Deiner Anfrage, der wird mir vom Betreiber dieses Forums beim Kopieren eines Textes zwangsweise aufs Auge gedrückt.

Da Du aber weder etwas über den Typ des bisher verwendeten Triacs noch über den Typ des Überstromschutzorgans mitgeteilt hast, kann man auch dazu nur ein paar allgemeine Bemerkungen machen.

Bei Leistungshalbleitern (z.B. Triacs) und bei flinken bzw. superflinken Sicherungen wird der sogenannte I²t-Wert angegeben. Das ist ein Vergleichswert, der angibt, wieviel Verlustwärme ein Bauelement verträgt, bevor es dauerhaft geschädigt wird bzw. durchbrennt. Für einen wirksamen Überstrom- bzw. Kurzschlussschutz muss der I²t-Wert der Sicherung wesentlich kleiner sein als der I²t-Wert des Triacs. Der I²T-Wert eines Halbleiters ist im Wesentlichen abhängig von der Wärmekapazität des Halbleiterchips und kann deshalb durch eine verstärkte Kühlung nur unwesentlich beeinflusst werden.

Man kann man Halbleiter mit superflinken Halbleitersicherungen schützen. Deren Verwendung beißt sich allerdings - gerade bei Beleuchtungsanlagen - mit der Forderung, dass sie einen gewissen Einschaltstrom verkraften müssen.

Eine weitere Möglichkeit, mit trägeren (nicht trägen!) Sicherungen zu arbeiten, besteht darin, den Triac gewaltig überzudimensionieren. Man könnte theoretisch extern einen 100A-Triak als Booster für den Triac im Mischpult einbauen. Praktisch dürfte das daran scheitern, dass der Bastler, der das versucht, die EMV-Probleme nicht in den Griff bekommt.

EMV = E lektro M agnetische V erträglichkeit (Störstrahlsicherheit).

Ansonsten gilt natürlich auch alles, was meine Vorredner ausgeführt haben.

Gruß merimies

Man hat noch vergessen zu erwähnen dass alle Glühlampen einen Kaltwiderstand haben,(Ptc)das heist R =zirca 10mal niedriger ist als wenn die Lampe brennt,also ist der Einschaltstrom die ersten 5-10ms 10 mal größer.Und das muss der Triac kurzzeitig aushalten,deshalb sollte man immer mehr Leistung Einplanen.Es kommt sicher auch vor dass mal voll aufgedreht Eingeschaltet wird.
Transitron