Hallo Namenloser,
Deine Anfrage ist etwas irreführend.
Aus der Nennung des Firmennamens „Martin“, der Erwähnung des Begriffs „Kanal“ und Deiner Berufsbezeichnung „Beleuchter“ schließe ich, dass es sich bei dem „Dimmer“ nicht um einen Dimmer für die Wohnzimmerlampe, sondern um einen Lichtregler in einem Beleuchtungsmischpult handelt. Da helfen Dir Tipps, wie Du sie hier in der Annahme, dass es sich um einen Dimmer für Wohnraumbeleuchtungszwecke handelt gegeben werden, relativ wenig.
Das Problem bei der Auslegung einer Triacschaltung ist, dass Du ihre Leistung nicht einfach durch die Wahl eines Ersatztyps mit einem höheren zulässigen Dauerstrom vergrößern kannst - Du musst die durch den größeren Strom erzeugte Verlustwärme auch abführen können. Dazu bedarf es größerer Kühlkörper bzw. einer effektiveren Kühlung der Triacs (Lüfter- bzw. Wasserkühlung). Das kann aber zu Platzproblemen im Mischpult führen.
Dein Problem scheint ja auch nicht die unzureichende Dauerleistung des Lichtsteuerkanals zu sein, sondern sein Kurzschlussschutz, da Du ja bemängelst, dass „der kanal sich nun nicht mehr dimmen lässt nach dem ein 1kw beim sterben sich selbst überbrückte … mehr auf http://www.wer-weiss-was.de/app/article/write?Themen…“.
Btw:
Entschuldige den bescheuerten Zusatz zu dem Zitat aus Deiner Anfrage, der wird mir vom Betreiber dieses Forums beim Kopieren eines Textes zwangsweise aufs Auge gedrückt.
Da Du aber weder etwas über den Typ des bisher verwendeten Triacs noch über den Typ des Überstromschutzorgans mitgeteilt hast, kann man auch dazu nur ein paar allgemeine Bemerkungen machen.
Bei Leistungshalbleitern (z.B. Triacs) und bei flinken bzw. superflinken Sicherungen wird der sogenannte I²t-Wert angegeben. Das ist ein Vergleichswert, der angibt, wieviel Verlustwärme ein Bauelement verträgt, bevor es dauerhaft geschädigt wird bzw. durchbrennt. Für einen wirksamen Überstrom- bzw. Kurzschlussschutz muss der I²t-Wert der Sicherung wesentlich kleiner sein als der I²t-Wert des Triacs. Der I²T-Wert eines Halbleiters ist im Wesentlichen abhängig von der Wärmekapazität des Halbleiterchips und kann deshalb durch eine verstärkte Kühlung nur unwesentlich beeinflusst werden.
Man kann man Halbleiter mit superflinken Halbleitersicherungen schützen. Deren Verwendung beißt sich allerdings - gerade bei Beleuchtungsanlagen - mit der Forderung, dass sie einen gewissen Einschaltstrom verkraften müssen.
Eine weitere Möglichkeit, mit trägeren (nicht trägen!) Sicherungen zu arbeiten, besteht darin, den Triac gewaltig überzudimensionieren. Man könnte theoretisch extern einen 100A-Triak als Booster für den Triac im Mischpult einbauen. Praktisch dürfte das daran scheitern, dass der Bastler, der das versucht, die EMV-Probleme nicht in den Griff bekommt.
EMV = E lektro M agnetische V erträglichkeit (Störstrahlsicherheit).
Ansonsten gilt natürlich auch alles, was meine Vorredner ausgeführt haben.
Gruß merimies