Hochzeit: Nachnamen der Frau annehmen: Was kommt auf mich zu?

Hallo,
nächstes Jahr wird geheiratet und ich möchte ihren Namen annehmen.

Mich würde interessieren, ob hier Männer sind, die das selbe gemacht haben und wissen, was da alles auf sie zu kommt.
Muß ich mich dann z.B. bei allen Banken, Behörden, Versicherungen usw. „ummelden“, oder geschieht das automatisch?
Gab es für euch Probleme? Das ihr z.B. in manchen Portalen (Ebay, Facebook, Amazon, Google usw) euren Nachnamen nicht ohne weiteres ändern konntet und z.B. erst irgendwelche Beglaubigte Abschriften umherschicken mußtet und so weiter.

Schreibt mir mal alles interessante, was ihr erlebt habt :slight_smile:
Bitte keine Mutmaßungen :wink:

Vielen Dank

Ich will mal anmerken, dass es formal keinen Unterschied macht ob du den Namen deiner Frau oder sie deinen Namen annimmt. Der Vorgang ist heutzutage nicht mehr selten oder extrem ungewöhnlich. In meinem doch recht kleinen Freundeskreis habe ich gleich zwei dieser Fälle und keiner von denen hatte irgendwelche Probleme.

Automatisieren kannst du da leider gar nichts, aber eine schriftliche Mitteilung idealerweise mit einer Kopie/Scan/Foto der amtlichen Bescheinigung für den Namenswechsel an alle WICHTIGEN Institutionen reicht normalerweise aus. Alle anderen werden dir schon sagen, was sie von dir wollen.

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Da geht nicht automatisch. DU musst dafür sorgen das die Namensänderung durchgeführt wird. Aber eigentlich nur bei den Ämtern/Behörden Banken usw. Im Netz ist das solange egal wie man Deine Anschrift nicht braucht.
Du musst daran denken die Postadresse zu ändern.

Ausserdem schön die Unterschrift üben. :wink:

the Raccoon

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Hallo!

Das größte Problem sollten die etwas spöttischen Blicke deiner Kollegen und Bekannten sein, wenn du dich deiner Frau unterwirfst. Die Vermutung von Problemen, die mit deinem bisherigen Namen verbunden sind, wird auch an dir haften. Falls es der Versuch ist, einen vornehm klingenden Namen anzunehmen, wird man dich der Eitelkeit schelten.

Zusammenfassend:

Du kannst nur verlieren.

Klingt jetzt macho, aber die spöttischen Blicke werden kommen. Einschließlich spöttischer und auch herabwürdigender Bemerkungen, denn üblicherweise wird gemutmaßt, dass ein Mann, der den Namen der Frau annimmt, sich der Verfolgung von „Altlasten“ (Schulden, schlechter Reputation, sonstwas) entziehen möchte.

So, jetzt können die Gendermainstreamer auf mich einprügeln, aber ich bin nur der Überbringer der schlechten Nachricht. Ich habe die Welt nicht so gemacht, wie sie ist.

Schöne Grüße!

Hallo

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich nur berichten, dass ich den Namen meiner Frau bereits vor 16 Jahren angenommen habe und deswegen in meinem gesamten Umfeld (privat in Österreich und Arbeitsplatz damals in der Schweiz) KEINE EINZIGE spöttische oder herabwürdigende Bemerkung bekommen habe!

Der Grund für meinen Namenswechsel war, dass es für meinen Geburtsnamen viele verschiedene Schreibweisen gibt, sodass ich ihn immer buchstabieren musste, was jetzt mit dem viel einfacheren Namen (kaum) der Fall ist. Ziel für mich erreicht.

Schöne Grüße

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du meinst:

KEINE EINZIGE spöttische oder herabwürdigende Bemerkung MITbekommen habe.

Ich wette, dass über dich gewitzelt wurde, auch wenn man es vor dir verborgen hat.

Aus welchem Jahrhundert bist Du denn entflohen? :open_mouth:

@Takima Ich habe vor 20 Jahren den Namen meiner Frau angenommen, und diverse meiner Bekannten haben das bei ihrer Hochzeit jeweils auch so gemacht. Ignorier diesen Quatsch einfach.

Du brauchst einen neuen Perso, Reisepass, Kreditkarte, Bahncard, Führerschein - halt alles aus Plastik, wo dein Name drauf steht. Banken, Firmen, Vermieter etc. sind ansonsten mit einer schriftlichen Mitteilung zufrieden. Sorge nur dafür, dass dich Post weiterhin unter deinem Geburtsnamen erreicht.

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Ach ja, was ist, wenn man mit einem unglücklichen Nachnamen gesegnet ist? Mir fällt da gerade Ficker, Niemand oder Pickel ein (alle schon selbst gelesen).

Klar, da kann man drüberstehen aber es sorgt trotzdem für Erheiterung hinter dessen Rücken

Sonderfälle mag es geben, die dann anders beurteilt werden möchten, etwa auch bei der Einheirat von Ausländern nach Deutschland oder so, Davon wurde aber in der Ausgangsfragestellung nicht berichtet.

Naja, du sprichst hier von DEINER Welt.
Meine Welt ist nicht so.

Gruß, Diva

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Ich persönlich glaube nicht, dass deine Welt wesentlich anders ist als meine Welt. Wir sind beide deutsche Akademiker, mit kleinbürgerlcihem aber bildungsbürgerlich orientiertem Hintergrund, beide im öffentlicher Dienst. beide Geburstjahrgang in den 1960ern, städtisch wohnend, gehobene Mittelschicht (oder täusche ich mich da in irgendwelchen Merkmalen?), aus soziologischer Sicht sind wir nicht sehr unterschiedlich.

Möglicherweise bin ich etwas stärker an Realitätet, du etwas stärker an Idealvorstellungen orientiert.

Aber das läßt unsere Welten ja nicht unetrschiedlich sein.

Mir sind diese (und noch ein paar mehr, wenn ich nachdenke) ‚Sonderfälle‘ schon zu häufig begegnet als das ich sie direkt ausschließe. Aber wer weiß, vielleicht sammeln sich in Logistik und Zoll Leute mit außergewöhnlichen Nachnamen.

lol

Und dafür hast du welche Anhaltspunkte?

Aus meiner Erfahrung (etwas jünger als ihr, auffm Dorf lebend, nie um einen Spruch verlegen und ansonsten sehr ähnlichem Hintergrund) kann ich @DropDeadDiva mehr zustimmen als dir.

Selbst hier ist es inzwischen gesellschaftlich vollkommen akzeptiert, ‚ihren‘ Namen anzunehmen.

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Ich kann nur berichten, dass selbst in akademisch bildungsbürgerlichen, linksliberalen, städtischen Milieus nicht alle Menschen völlig vorurteilsfrei sind.

Wie gesagt:

Vor einigen Jahren hat ein Kollege den Namen seiner Frau angenommen.
Da gab es keine blöden Sprüche - auch nicht hinter seinem Rücken.

Grüße
Dirk

Nein, Du tust so oder meinst, als sei das eine Tatsache und damit eine überbrachte Nachricht. Es mag durchaus sein, daß Du solche Erfahrungen oder Beobachtungen gemacht hast, aber das macht ja diese Wahrnehmung nicht zu einer allgemeingültigen Wahrheit. Genauso, wie Du diese Beobachtung oder Erfahrung gemacht hast, können andere andere Erfahrungen oder Beobachtungen gemacht haben. Insofern sollte man beide Standpunkte hinnehmen können, ohne den jeweils anderen nicht anzuerkennen oder gar herabzuwürdigen.

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Du bist, wie so oft, erfrischend sachlich.

Ich meine jedoch, meine Diskussionspartner nicht herabgewürdigt zu haben. Falls doch, möchte ich mich natürlich entschuldigen. :stuck_out_tongue:

Hallo,

das impliziert, dass normalerweise Frauen sich den Männern unterwerfen, was völlig O.K. zu sein scheint - entspricht das in etwa Deinem Weltbild?

Paran

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Nein, also nicht in dem Sinne, dass ich der Meinung wäre, die Welt sollte so sein. Aber trotzdem gibt es bestimmte Rollenbilder, die möglicherweise antiquiert seien mögen, bei deren Nichteinhaltung man von beiden Geschlechtern etwas belächelt wird.

Jetzt kann man natürlich dahergehen, sagen, weil das so nicht sein soll, ist derjenige, der erzählt, dass es da draussen noch teilweise so ist, ein Arsch.

Das ändert aber nichts daran, dass es da draussen vielfach noch so ist.

Ich bin nur der Überbringer der schlechten Nachricht. Im alten Rom pflegte man den Überbringer der schlechten Nachricht mit den Tode zu bestrafen, mir deucht fast, w-w-w gleicht dem alten Rom ein bisschen, soviel Prügel wie ich jetzt hier erhalte.

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