Mal wieder eine Frage bei der ich nicht weiss wo das beste Brett ist:
Ist es in Deutschland moeglich sich evangelisch kirlich trauen zu lassen ( klar ) aber nicht in der Kirche sondern schoen Brave heart meassig im Wald ???
Zweite Frage: Muss man sich auf dem Friedhof begraben lassen oder gehts auch im garten unetr einhaltung der obligatorisch deutsch behoerdlichen Leichentiefe ??
Danke fuers gruebeln und fuer die Antworten.
Chris
So genau kann ich Dir da auch nicht weiterhelfen, denke aber dass es im Bezug auf eine Hochzeit im Wald auf den Pfarrer oder die Pfarrerin ankommt.
Viellicht findest Du was unter www.ekd.de ( Evangelische Kirche Deutschlands)
Eine Bestattung wie Du sie Dir vorstellst wird wohl etwas schwierig…da erkundigst Du Dich am Besten bei der Stadt. Eine Genehmigung braucht man 100% und diese zu erhalten stelle ich mir sehr sehr schwer vor. Dir Kirche hat da jedenfalls nichts zu sagen.
Zweite Frage: Muss man sich auf dem
Friedhof begraben lassen oder gehts auch
im garten unetr einhaltung der
obligatorisch deutsch behoerdlichen
Leichentiefe ??
Man muß sich auf einem Friedhof begraben lassen, alles andere ist in Deutschland verboten. Die Tiefe ist nicht entscheidend, Minimum ist ohnehin nur 90 cm. Unter Friedhof ist z.B. auch ein Urnenhain zu verstehen, wenn es eben um eine Urne geht. Letztere darf man sich hierzulande nämlich auch nicht auf den Kamin stellen.
Wenn ich an Friedhöfe denke, frage ich mich, wo es wirkliche Totenruhe gibt.
Weißt Du, ob es irgendwo in Deutschland geachtet wird, wenn die ewige Totenruhe einer Religion geachtet wird z.B. Islam, Judentum? Ich kann ja verstehen, daß es so etwas wie Urnenhaine, Mietgräber für 40 Jahre (oder wie die heißen) eine logistische und praktische Lösung sind - eben eine Platzfrage. Aber es liegt mir doch innerlich quer, daß anscheinend selbst im Tod zum Sondermüll wird, der nach Plan verrottet und neuen Platz für neuen Müll schafft. Es kommt mir sehr würdelos und traurig vor.
Was wißt ihr denn so darüber und was ist eure Meinung zur ewigen Totenruhe?
Ich finde, dass all das der ganze Kram (Gräber, Sarg, …) nur für die Hinterbliebenen ist. Für den Verstorbenen ist mit dem Zeitpunkt des Todes alles irdische eh vorbei. Von mir aus kann man mich dann ruhig einäschern und zu Hundefutter machen.
Für die Hinterbliebenen ist es jedoch oft sehr wichtig, solch einen Ort (Grab) zu haben. Irgend wann (spätestens wenn niemand den Verstorbenen mehr kennt) hat das Grab dann seine Bedeutung verloren, und man kann es neu belegen.
Und das ganze geht von vorne los!
Ich finde diese Kultur sehr gut. Man sollte jedoch den Zweck (den, den ich dahinter sehe) nicht aus den Augen verlieren
ich verstehe, was du meinst. Und ich denke, du hast ja recht. Ich denke auch, daß Gräber für die Hinterbliebenen eher eine Rolle spielen als für den nun eben Toten. Wenn ich mich aber mit meinem Tod auseinandersetze, sind mir aber solche Gedanken wie oben erwähnt sehr nah, Ich bin auch jemand, der mal im Urlaub im fremden Land die Friedhofskultur anschaut. Und ich mag es sehr, mehr als 5 Generationen in einem Friedhof zu finden und ganze Familiengeschichten, Architekturentwicklung, Geschichte und anderes einer Kultur dort zu entdecken oder wiederzufinden. Ich denke, daß das im Zeitalter der Singles und geringen Nachwuchszahl und den Mietgräbern dann auch verloren geht. Das finde ich schade. Ich liebe alte intakte Friedhöfe.
Es gibt (allerdings nicht in D) die Möglichkeit der Ascheausstreuung. In NL ist das aber auch für Deutsche möglich. In einer Nachbargemeinde von uns wird diese Variante für alleinstehende Sozialhilfeempfänger „verwendet“, weil sie die kostengünstigste „Entsorgung“ der Leiche darstellt.
Mal wieder eine Frage bei der ich nicht
weiss wo das beste Brett ist:
Ist es in Deutschland moeglich sich
evangelisch kirlich trauen zu lassen (
klar ) aber nicht in der Kirche
sondern schoen Brave heart meassig im
Wald ???
Du musst nur einen Pfarrer finden, der das macht. Dann dürfte es kein Problem sein.
ich kann dich gut verstehen
und ich fühle ganz ähnlich. man kann dies noch theologisch-philosophisch ausdeuten. letztlich, behaupten manche theologen, bestehen wegen solcher gefühle und zusammenhänge die christlichen konfessionen so penetrant auf dem glaubenssatz der „auferstehung des leibes“. oder man kann sich mit ganz vielen interessanten geschichten befassen, wie sich die leute früher bei platzmangel (z. b. in bergdörfern) beholfen haben, welche beinhäuser sie gebaut und wie sie die skelette vergoldet haben, das thema reicht bis zum reliquienhandel und zum birnbaum des herrn ribbeck auf ribbeck. ich kann dich gut verstehen, aber trotzdem: unsere kultur hat in einem sehr vehement betriebenen verdrängungsprozess diesen aspekt in der tat ökonomisch verhackstückt und verquetscht. seien wir froh, dass die kirchen mit noch einen minimum an autorität den daumen auf manchen friedhöfen draufhalten und dem zeitgeist entgegensteuern. seien wir deswegen manchmal nett zum pfarrer. die kirche hat auch gute seiten.