Hochzeitsgeschenk

Hallo,

ich weiß nicht ob das Thema hier richtig ist. Aber ich bräuchte mal einen Rat in Bezug auf meine Schwiegermutter.

Es geht darum das ich (wir) in Kürze heiraten werden. Meine Schwiegermutter hat von Anfang an gesagt, das sie also einen Teil zu den Kosten dazu tun wird. Ich muss sagen ich bin damit nicht ganz Einverstanden, aber nun gut Verbieten kann ich es ja nicht. Sie hat das Geld wohl schon auf das Konto meines Mannes überwiesen und jetzt erfahre ich von meinem Mann so ganz nebenbei, das dies auch gleichzeitig unser Hochzeitsgeschenk ist.
Nun gut, dagegen sage ich ja auch nichts. Aber ich finde es absolut dreist, das ich davon erst zwei tage vor der Hochzeit erfahre -von meinem Mann, sie selbst hat noch nicht einmal eine Andeutung gemacht. Sie hätte doch schon längst, etwas sagen können. Ich finde ein Hochzeitsgeschenk übergibt man auch anders.

Wir hatten schon einige Streits, weil Sie uns halt oft das Gefühl gibt das Sie mich nicht so richtig Akzeptiert. Aber bei jeder Klärung beteuert sie immer das das ja nicht so währe.

Als ich das meiner Mutter erzählt habe, weil ich nicht weiß wie ich mich verhalten soll, war Ihre Antwort „das Geld ist ja auch nicht für Dich, sondern für Ihren Sohn, wenn Sie es Dir gegenüber erwähnt könnte es ja sein das Du Anspruch auf das Geld erhebst“ Meine Mutter hält sich sonnst aus alles Streitigkeiten heraus, darum war ich erstaunt darüber das Sie das gesagt hat.

Wenn ich jetzt ständig so viel Geld ausgeben würde, das man Angst hat das ich das Geld einfach verprasse und für die Hochzeit nichts übrig bleibt, dann könnte ich das vieleicht ein bisschen verstehen. Aber das Gegenteil ist der Fall, ich bin sehr sparsam und gebe nicht grundlos Geld aus und mein Mann und ich haben das alles geregelt.

Hat vieleicht einer von Euch eine Idee? Vor allem wird am Samstag erwartet das ich mich bedanke, für was den, ich weiß doch offiziell von nichts??? Mein Mann meint nur er kann seiner Mutter das jetzt im nachhinein nicht mehr sagen, weiß nicht wie er das machen soll, aber Er findet auch das Sie schon viele Möglichkeiten hatte mir dies zu sagen und das dies auch keine Art ist ein Geschenk zu übergeben, wenn der für den das Geschenk ist (oder dem ein Teil des Geschenkes mitgehört) nicht davon weiß.

Ich habe gesagt ich stelle mich Dumm. Wenn Sie auf der Hochzeit mit dem Geschenk anfängt, frage ich ganz erstaunt welches Geschenk oder wenn mich einer fragt dann sage ich, ich habe noch nichts erhalten. Oder ich sage einfach „ich weiß zwar noch nicht welches der Geschenke hier von Dir ist, aber ich bedanke mich schon mal im Voraus“ dann muss Sie doch etwas sagen.

Ich weiß nicht so wirklich wie ich mich verhalten soll. Aber ich bin Sauer und Enttäuscht. Habe ein bisschen das Gefühl als will Sie mir damit wieder etwas zeigen…

Was würdet Ihr an meiner Stelle tun?

magret

Hallo Magret!

Deine Entrüstung kann ich nicht verstehen.
Schwiegermutter schenkt Euch Geld für die Hochzeit, wo ist das Problem?
Dass sie bisher nur ihrem Sohn davon erzählt hat und das Geld auf sein Konto überwiesen hat?
Ich finde es nicht schlimm, und ich würde keinesfalls - wie Du es angedacht hast - die Ahnungslose spielen auf der Hochzeit.
Damit provozierst Du einen Streit, und eine Ehe mit Streit zu beginnen ist wohl nur die zweitbeste Methode.

Ruf Deine Schwiegermutter an, bedank Dich für die Überweisung und freu Dich darüber, dass sie Euch bei der Finanzierung der Feier unterstützt.

Eine schöne Feier und einen guten Start in´s Eheleben,

Angelika

hallo,

prinzipiell hast du zwei möglichkeiten:

  1. du nimmst alles persönlich und legst alles was deine schwiegermutter dir oder deinem mann gegenüber erwähnt auf die goldwaage. die folge ist, dass du oft enttäuscht sein wirst von meinungen und aktionen. es wird oft zu spannungen kommen, die dir die nerven rauben. die folge ist, dass dein mann und du oft darüber diskutieren werdet und er zwischen den stühlen sitzen wird. das wird langfristig ein anstrengendes eheleben für ihn aber auch für dich.

  2. du siehst alles positiv und nimmst die sachen nicht so ernst sondern immer positiv, auch wenn sie streng genommen zeigen, dass deine schwiegermutter nicht hundertprozentig mit der wahl ihres sohnes einverstanden ist. vielleicht siehst du es aber so, dass du zu 80% die perfekte schwiegertochter bist und 100% sowieso nicht erreichbar sind. du gehst mit ihr freundlich um und ihre „spitzen“ siehst du nicht, sondern wertest alles, was sie macht und sagt, positiv. die folge wird ein entspanntes leben für dich sein.

beste grüße von anita, die auch eine schwiegermutter hat

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Hallo

Meine Schwiegermutter hat von Anfang an gesagt, das sie also einen Teil zu den Kosten dazu tun wird. Ich muss sagen ich bin damit nicht ganz Einverstanden,

Wusste sie das? Eventuell durch deinen Mann?

Sie hat das Geld wohl schon auf das Konto meines Mannes überwiesen

Vielleicht, weil du es nicht wolltest? Kann das sein?

und jetzt erfahre ich von meinem Mann so ganz nebenbei, das dies auch gleichzeitig unser Hochzeitsgeschenk ist.

Kann es nicht sein, dass sie nicht mehr Geld übrig hat? Ist ja ganz schön teuer, so eine Hochzeitsfeier.

Aber ich finde es absolut dreist, das ich davon erst zwei tage vor der Hochzeit erfahre -von meinem Mann, sie selbst hat noch nicht einmal eine Andeutung gemacht.

Weißt du denn, was da zwischen ihr und deinem Mann abgelaufen ist wegen dieses Geldes? Vielleicht hat sie ihn schon vor Monaten gebeten, mit dir drüber zu sprechen. Er weiß es doch bestimmt schon wesentlich länger als zwei Tage vor der Hochzeit. - Irgendwie liegt es auch schon an ihm, dass du es erst so spät erfährst.

Sie hätte doch schon längst, etwas sagen können. Ich finde ein Hochzeitsgeschenk übergibt man auch anders.

Stil hat das nicht, da gibt es kein Vertun.

Wir hatten schon einige Streits, weil Sie uns halt oft das
Gefühl gibt das Sie mich nicht so richtig Akzeptiert.

Nur aus dieser Sache könnte ich das nicht zwingend schließen.

Hat vieleicht einer von Euch eine Idee? Vor allem wird am
Samstag erwartet das ich mich bedanke, für was den, ich weiß
doch offiziell von nichts???

Dann kannst du dich natürlich auch nicht bedanken. Ist doch klar. Wenn es auf sein Konto ging, ohne dass sie mit dir darüber auch nur ein Wort gesprochen hätte, dann bedankt er sich dafür, und du hörst nur zu.

Mein Mann meint nur er kann seiner Mutter das jetzt im nachhinein nicht mehr sagen, weiß nicht wie er das machen soll,

Was denn im Nachhinein sagen?

Wenn Sie auf der Hochzeit mit dem Geschenk anfängt,

Kann das sein? Wie denn? Fragt sie dich vielleicht, wie du ihr Geschenk fandest, oder was?

frage ich ganz erstaunt welches Geschenk oder wenn mich einer fragt dann sage ich, ich habe noch nichts erhalten.

Das kannst du natürlich machen. Wenn sie aber selber fragt, würde ich schon eher sowas sagen: Meinst du das Geld, das Männe auf das Konto gekriegt hat? Für wen genau war das denn? - Oder so. Wenn du so tust als wüsstest du von nichts, das wird sie ja vermutlich von deinem Mann erfahren, dass das nicht stimmt.

Habe ein bisschen das Gefühl als will Sie mir damit wieder etwas zeigen…

Was denn zum Beispiel?

Viele Grüße
und EIN SCHÖNES HOCHZEITSFEST ***

Simsy

Hi,

Was würdet Ihr an meiner Stelle tun?

zunächst nicht die Hochzeit von der Geschichte verderben lassen. Im übrigen den Streit / die Auseinandersetzung / die Mißstimmung nicht an solchen einzelnen Geschichten festmachen. Und dann würde ich mich fragen, wie mein Partner zu mir steht und ob die Sache für meine Ehe wirklich von Bedeutung ist.
Anita hat es mit ihren zwei Alternativen auf den Punkt gebracht: Sofern sie nicht offen gegen Dich arbeitet, wirst Du auf Dauer nicht „gewinnen“ können und Du mußt Dich entscheiden, wie Du mit Deiner Schwiegermutter umgehst.

Nebenbei noch eine kleine Geschichte über unsere Hochzeit und das Geschenk meines Schwiegervaters (eigentlich über alle Geschenke von ihm): Er schenkt uns immer Geld und überweist dieses wortlos auf das Konto meiner Frau. So what, so ist er halt. Er will damit keine Mißbilligung ausdrücken, noch irgendwelche Spielchen treiben. Er geht schlicht davon aus, bzw. weiß, daß wir unsere Finanzen gemeinsam verwalten und es schlicht egal ist, ob er uns das Geld aufwendig verpackt oder schlicht überweist.
Ich will Dir damit zeigen, daß allein das von Dir beschriebene Verhalten der Schwiegermutter nichts schlimmes bedeuten muß. Ob das allerdings nur die „Spitze des Eisbergs“ ist und damit eindeutig ein Schuß gegen Dich, kann hier keiner wissen. Dann kann eine Lösung nur gemeinsam mit Deinem Mann gelingen: ihr müßt Euch klar machen, wie ihr mit der Situation umgeht, daß sie Dich eigentlich nicht akzeptiert (auch darüber könnte ich erzählen, meine inzwischen verstorbene Schwiegermutter hat sich Zeit ihres Lebens geweigert mich überhaupt kennen zu lernen - auf der Hochzeit war sie erst gar nicht).

Gruß Stefan

Hi,

ist ja witzig, als ich die Frage gelesen habe kam mir genau deine Antwort in den Sinn (so etwas erlebt man auch selten)

Viele Grüße
Me

Moin margret,

Vielleicht ist deine Schwiegermutter ein traditioneller Mensch. Aus der Gegend wo ich komme, ist es traditionell so, dass die Eltern der Braut die Verlobung ausrichten und die Eltern des Bräutigams finanziell für die Hochzeit aufkommen.

In diesem Fall könnte es genau so laufen, wie du es geschildert hat. Das hat nichts mit dir zutun und wäre vor diesem Hintergrund völlig normal.

Gruß
Marion

Hallo Margret,

wen heiratest Du? Die Schwiegermu oder Deinen Mann?

Mach Dir DEINEN Tag nicht mit solchen Diskussionen kaputt. Ich weiß auch nicht, was Schwiegermütter davon haben, sich immer wieder in die Belange ihres Sohnes einzumischen - ist aber wohl ein immer wieder auftretendes Mysterium :wink:

Also mach Dir „einfach“ nix draus. Und bedank Dich brav für ihre Anwesenheit und bring rüber, wie schön Du es findest, dass alle beisammen sind an diesem für Dich so schönen und wichtigen Tag.

Auf diesen Kladderadatsch mit Geschenkzwängen wollte ich mich auch nicht einlassen, aber manches ist halt unvermeidbar - da ist wirklich angesagt, um Dir selbst die Stimmung nicht zu verderben, über das ein oder andere hinwegzusehen. Mir fiel es streckenweise auch nicht leicht, mich für etwas zu bedanken, was ich für absolut übertrieben und wenig angemessen hielt. Aber es war nicht zu ändern.

Diskutier nicht so viel darüber weder mit Deinem Mann noch mit ihr. Genieß Deine Hochzeit! Es ist DEIN Tag und niemand kann ihn Dir vermiesen.

Gruß und alles Gute
Demenzia

Hallo,

Was würdet Ihr an meiner Stelle tun?

ruhig und vor allem ehrlich bleiben. Mit ehrlich meine ich du weißt von dem überwiesenen Geld, also kannst du auch Danke sagen. Lügen bringt nix.

Diese Sache mit dem Geschenk ist, sorry, eine Kleinigkeiten. Versuche diese zu übersehen und ein entspanntes Verhältnis zu deinen Schwiegereltern aufzubauen. Das ist nicht immer einfach, aber es geht.

Ich war eine nicht willkommene Schwiegertochter. Mir blieb nichts anderes übrig als meinen Weg zu gehen. Ich akzeptierte meine Schwiegereltern und punkt. Der Knoten platzte als mein Sohn knapp ein Jahr alt war. Mit Neurodermitis von Geburt an, durfte er vieles nicht essen. Zur Weihnachtszeit, zu Besuch bei den Schwiegereltern wurde ich wieder mal als Rabenmutter hingestellt, weil mein Sohn keinen Lebkuchen essen durfte. Ich war mit den Nerven am Ende und sagte nur noch dann gebt ihm eben Lebkuchen. Die Folgen waren krass. Innerhalb von Minuten schwoll ihm die Mundpartie wie eine gemalte Clownsmaske an. Alle waren entsetzt. Seit diesem Tag bin ich nicht mehr die böse Schwiegertochter.
Wenn ich geahnt hätte, welche Folgen ein kleiner Biss von einem Lebkuchen haben kann, hätte ich auch damals nein gesagt. Sicher ist, von dem Tag an war unser Verhältnis entspannter.

Jetzt, nach 17 (aua die Zeit vergeht) Jahren Ehe bin ich akzeptiert, ich lebe mein Leben, die beiden das ihre. Wir haben ein herzlichen Verhältnis.

Du musst nicht deine Schwiegereltern heiraten, lebe dein Leben und lass sie ab und zu an deinem Leben teilhaben, lad sie zum Grillen oder so ein. Mehr muss nicht sein.

Gruß
Katl

Hallo Magret!
Boah, was für ein Drachen, deine künftige Schwiegermutter!

Ich habe gesagt ich stelle mich Dumm. Wenn Sie auf der
Hochzeit mit dem Geschenk anfängt, frage ich ganz erstaunt
welches Geschenk oder wenn mich einer fragt dann sage ich, ich
habe noch nichts erhalten. Oder ich sage einfach „ich weiß
zwar noch nicht welches der Geschenke hier von Dir ist, aber
ich bedanke mich schon mal im Voraus“ dann muss Sie doch etwas
sagen.

Die zweite Idee gefällt mir ganz gut. Allerdings würde ich von meinem Freund/Verlobten auch erwarten, dass er der Mutter die Meinung sagt. Ihr wollt euer Leben zusammen verbringen und so sollte er vom Anfang an klar stellen, dass DU die Frau an seiner Seite bist und die Mutter dich zu respektieren(umgekehrt aber auch) hat. Sonst wird sie noch kein Halt mehr haben und macht so ewig weiter. Dies würde alles zu anstrengend machen. Wenn man also Spannungen vermeiden will, sollte man für klare Verhältnisse sorgen.

Schöne Hochzeit und viel Glück wünsche ich euch!