Hodenhochstand und Homöopathie

Sehr geehrte Leser,

Hat einer schon mal erfolgreich Hodenhochstand (Hoden ist noch auf Leistenhoehe) mit homöopathischen Mitteln behandelt? Und wenn ja, mit welcher Kombination oder welchem Mittel? Die Schulmedizin raet Hormonbehandlung und bei Erfolglosigkeit Operation im Alter von 2 Jahren.

Beides wollen wir unserem Kind natuerlich ersparen. Die momentane Behandlung besteht aus der aeusserlichen Anwendung von Argentum Metallicum Salbe.

Fuer Rat und Hilfe und fuer die Muehe sind wir sehr dankbar!

Gruss Michael.

Hallo Namensvetter,

ich würde auf den Rat der Schulmediziner hören: Um schwerwiegende Folgen zu vermeiden sollte bis zum Alter von 2 Jahren das Problem behoben werden, zur Not mit einer OP. Davor kann auch eine zeitlich befristete Hormontherapie sinnvoll sein. Nicht selten wandert der Hoden aber von alleine mit oder ohne homoöpathische Salbe innerhalb eines Jahres selber an den richtigen Ort, das wird euer Arzt sich auch erwähnt haben. Mit einer homoöpathischen Behandlung ist hier meiner Meinung nach wenig zu gewinnen. Falls es sich bei der Salbe nicht um eine ausreichend hohe Verdünnung handelt, hätte ich auch arge Bedenken meinem Kind Schwermetalle zuzuführen, das ist Silbernitrat (Argentum nitr.) nämlich.
Gruß
Michael

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Hallo Michael

Nicht selten wandert der Hoden aber von alleine mit oder
ohne homoöpathische Salbe innerhalb eines Jahres selber an den
richtigen Ort, das wird euer Arzt sicher auch erwähnt haben.

Hast recht, hat er erwaehnt … und wir hoffen auch, dass das vielleicht doch noch hinhaut!!

Falls es sich bei der Salbe nicht um eine
ausreichend hohe Verdünnung handelt, hätte ich auch arge
Bedenken meinem Kind Schwermetalle zuzuführen, das ist
Silbernitrat (Argentum nitr.) nämlich.

Super Info! Meine Scheisse das sagt einem natuerlich auch keiner! Ich werd mich da unverzüglich schlau machen bei unserem Kinderarzt und am Besten auch gleich bei Weleda.

Bin deswegen grade zwar sehr beunruhigt aber auch sehr dankbar fuer die Info!

Gruß zurück Michael, und wenn ich mehr weiss, stell ich’s hier rein!

Hallo Michael

Hat einer schon mal erfolgreich Hodenhochstand (Hoden ist noch
auf Leistenhoehe) mit homöopathischen Mitteln behandelt? Und
wenn ja, mit welcher Kombination oder welchem Mittel? Die
Schulmedizin raet Hormonbehandlung und bei Erfolglosigkeit
Operation im Alter von 2 Jahren.

Auch wenn ich sonst für Homöopathie bin: beim Hodenhochstand hört’s damit auf. Wenn die Hoden nicht von selber in die Hodensäcke „wandern“, bleibt eine OP unausweichlich. Wartet man zu lange mit der OP, ist Unfruchtbarkeit die Folge! Und ich denke nicht, dass Ihr das Eurem Sohn antun möchtet. Mein Ex-Mann hatte nämlich das gleiche Schicksal erlitten; sein damaliger Arzt hatte den Hodenhochstand viel zu spät diagnostiziert und operiert (erst mit 12 Jahren!) - Folge davon war zu geringe Spermaanzahl und ungenügende Beweglichkeit der wenigen verbliebenen Spermien - sprich: Zeugungsunfähigkeit.

Hier habe ich noch zwei interessante Links dazu:

http://dkv.netdoktor.de/redesign/krankheiten/baby_un…

http://www.m-ww.de/krankheiten/kinderkrankheiten/hod…

Also: bitte nicht „Rumdoktern“, sondern zum Kinderarzt und schleunigst etwas dagegen unternehmen!

Viel Glück und liebe Grüsse
Moni :smile:

Hallo,
Hormonbehandlung (m.M. wird HCG verabreicht) ist falls Dein Sohn noch jünger ist durchaus sinnvoll. Das Wachstum der Hoden wird nämlich forciert. Von irgendwelchen Experimenten würde ich hier absehen, Du kannst ihm durch eine Fehlentscheidung sein Leben versauen.

Gruss
Enno

Kein Schwermetall in Weledasalbe !
Allgemein nochmal zur Info. Wir hatten im Verlauf dieser Diskussion auch einmal das Thema, dass das Weleda-Produkt „argentum metallicum praeperatum 0,4%“ auf Basis des Schwermetalls „Silbernitrat“ hergestellt sei.

Das stimmt wohl doch nicht: Ich richtete damals direkt meine Frage direkt an Weleda mit der Bitte um Klärung und erhielt folgende Aussage:

" Unser Arzneimittel Argentum metallicum praeparatum 0,4% Salbe ist hergestellt aus reinem Silber - nicht aus Silbernitrat. Das reine
Silber ist in einem pharmazeutischen Prozess, der einer Destillation
gleichkommt, „veredelt“, deshalb der Namensbestandteil „praeparatum“.

Wir haben keinerlei Hinweise auf eine Schädigung oder Unverträglichkeit bei Säuglingen, im Gegenteil die angegebene Dosierung ist auf für Säuglinge geeignet, wie auf der Packungsbeilage vermerkt. "