Höhe der Hausratsversicherung

Hallo zusammen,

überall wird bei der Hausratsversicherung darauf hingewiesen, dass die Versicherungssumme bei 650 € pro qm liegen sollte.

Ist diese Summe bei der ersten Wohnung nicht etwas hochgegriffen? Sollte man da nicht eher davon ausgehen, welchen Wert die Gegenstände wirklich gehabt haben und da evtl. was drauf schlagen quasi für Neuanschaffungen in nächster Zukunft?

Könnte es Nachteile gegeben, falls man anstatt von 52.000 „nur“ 30.000 €für eine 80 qm Wohnung angibt?

Lieben Dank für Aufklärung!
Teufelchen

Hallo zusammen,

Moin,

überall wird bei der Hausratsversicherung darauf hingewiesen,
dass die Versicherungssumme bei 650 € pro qm liegen sollte.

Ab diesem Betrag verzichten die Versicherungen auf die Prüfung einer möglichen Unterversicherung.

Ist diese Summe bei der ersten Wohnung nicht etwas
hochgegriffen? Sollte man da nicht eher davon ausgehen,
welchen Wert die Gegenstände wirklich gehabt haben und da
evtl. was drauf schlagen quasi für Neuanschaffungen in
nächster Zukunft?

Man kann auch jeden anderen - höheren oder niedrigeren - Betrag versichern.

Könnte es Nachteile gegeben, falls man anstatt von 52.000
„nur“ 30.000 €für eine 80 qm Wohnung angibt?

Wenn der tatsächliche Wiederbeschaffungswert des Hausrates 30.000 € überschreitet und der Sachverständige dies auch so feststellt bekommt man für ALLE Versicherungsleistungen nur den entsprechenden Anteil.
Beispiel:
Wert: 50.000
versichert: 30.000
Schaden: 1.000
Versicherungsleistung: 1.000/50.000 x 30.000 = 600 €

Lieben Dank für Aufklärung!
Teufelchen

Gruß
vnA

überall wird bei der Hausratsversicherung darauf hingewiesen,
dass die Versicherungssumme bei 650 € pro qm liegen sollte.

Das stimmt so nicht. Bei dieser Summe wird bei einem Teilschaden die Unterversicherung nicht geprüft. Da fast niemand weiß, wieviel sein Hausrat wirklich wert ist, ist die pauschale Versicherungssumme ein gängiges Hilfsmittel.

Ist diese Summe bei der ersten Wohnung nicht etwas hochgegriffen?

Das kommt darauf an, wie groß sie ist und wieviel darin steht. Es kann aber durchaus sein, das Du recht hast.

Sollte man da nicht eher davon ausgehen,
welchen Wert die Gegenstände wirklich gehabt haben und da
evtl. was drauf schlagen quasi für Neuanschaffungen in nächster Zukunft?

Ja, wenn Du den tatsächlichen Wert abschätzen kannst.

Könnte es Nachteile gegeben, falls man anstatt von 52.000
„nur“ 30.000 €für eine 80 qm Wohnung angibt?

Wie von vnA schon beschrieben, hier geht es um Unterversicherungsverzicht.